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Special: Avid Pro Tools 9 / HD /LE

Am Start

Ich bin ja nun bekennender Cubasianer/Nuendoiker. Da mein letzter DAW/Sequencer-Test hier auf Amazona der von Cubase 6 war, erlaube ich mir, ab und an Bezug darauf zu nehmen.
Ich habe hier die „kleinste“ ProTools-Variante im Test, werde aber, immer wenn es mir passend scheint, auf die HD-Versionen zu sprechen kommen.

Digirack EQ

Digirack EQ

In einer kleinen Packung kommt ProTools daher. Die Schachtel ist nicht viel größer als zwei Doppel-CD-Hüllen, jede Dr. House-Box verlangt mehr Platz. Installiert ist das Programm auch recht fix und unkompliziert. Das scheint mir auch ein Trend ganz allgemein zu sein, dass selbst komplexere Programmpakete mit EINER Setup-Datei installiert werden: sehr löblich! Kleiner Wermutstropfen: Vista-User müssen offiziell draußen bleiben, genauso wie MacOS-User, die kleiner Snow Leopard bestückt sind. Das ist auch ein Trend im DAW-Markt. Steinberg unterstützt auch immer nur das jeweils aktuelle Windows/MacOS. Was ich bei ProTools allerdings keine gute Idee finde: Der Installer erlaubt das Installieren auf VISTA gar nicht! XP mit SP3 und Windows 7: Ja, Vista: Nein. Das finde ich einen klaren Minuspunkt. Ich habe die Intension der Entwickler durchaus vor Augen und kann auch verstehen, dass es schwer ist, immer für einen Zoo von Betriebssystemen Support zu leisten, aber Klartext: Wenn ich ein stabil laufendes System am Start habe, werde ich die Stabilität nicht für ein Programm/Update „riskieren“ und ein neues OS aufsetzen und eventuell die Stabilität der anderen Programme riskieren! Zumal: Vista hat Versionsnummer 6.0 und Windows 7 trägt die 6.1 als offizielle Versionsnummer. So sehr unterscheiden sich mithin diese beiden Varianten nicht. Ich habe bis jetzt jede Windows 7 Software auch stabil unter Vista zum Laufen gebracht. Hier sollten die Hersteller allgemein über diese Praxis nachdenken, und speziell Avid sollte den „harten“ Installations-Schutz entfernen, das ist nicht zielführend und sperrt jede Menge potentieller Kunden aus. Wenn schon kein Support für eine Vista-Installation geleistet wird, sollte wenigstens die Installation möglich sein.

Das hat Struktur

Das hat Struktur

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    chris23086

    Schade, dass bei dem Test nicht auf die fehlende 64bit Fähigkeit der aktuellen Version eingegangen wird. Zumindest auf Macs ist es mittlerweile eine große Entlastung bei umfangreicheren Projekten mehr als 4GB RAM adressieren zu können. Avid hat hier ganz klar den Anschluss verpasst! Ein Hinweis darauf darf in einem professionellen Test nicht fehlen, finde ich.

    • Profilbild
      Florian Scholz  RED

      Hey Chris,

      du hast absolut recht!!! Ich könnte schwören, dass ich das beim Kontra ursprünglich mit drin hatte! (Aber bei x-fachem durchlesen, korrigieren, geht mal was „in die Hose“) Ich schau mal, dass wir das nach reichen können! VIELEN DANK! & SORRY

      Gruß Florian

  2. Profilbild
    r.biernat  RED

    Hi Florian,

    schöner Artikel und gute Wortspiele,

    doch dass den TDM-Systemen Latenzen fremd sind, stimmt so nicht ganz. Die Eingangslatenz für Audiosignale beträgt fest 7 Samples und ohne vorgeschaltetes Analogpult ist lantenzfreies Monitoring sogar überhaupt nicht möglich, da die TDM Hardware dies nicht unterstützt. Zugegeben sind 7 Samples sehr gering, weshalb dieser Fakt oft außer Acht gelassen wird.

    Der eigentliche Vorteil der TDM-Systeme ist ihre penible Genauigkeit in der Zeitebene, die auf der speziellen TDM-Architektur beruht. Native Sequenzer lassen in dieser Hinsicht meiner Meinung nach noch einiges zu wünschen übrig.

    In Protools kann man hunderte Spuren mischen und der Klang bleibt stets frisch und transparant. In Logic tritt schon bei wesentlich weniger Spuren einiges an Matsch zutage, was meiner Meinung nach auf Ungenauigkeiten in der zeitlichen Einordnung der Audiosignale zurückzuführen ist.

    Gruß

    Robert

    • Profilbild
      Florian Scholz  RED

      Hi Robert,

      danke für die Blumen :-)

      Eine Anmerkung: die 7 Samples, die durch den Wandler entstehen, werden idR nicht als Latenz bezeichnet, weil es keine Latenz in diesem Sinne ist. Diese Verzögerung hast Du bei jedem digitalen Equipment. Ich bezweifle auch, dass das noch wahrgenommen werden kann (auch nicht unbewusst) – so gesehen hat auch ein analog-Pult eine Latenz ;-)
      Das Zeitebenenproblem kann ich aus Nuendo/Cubase-Sicht nicht bestätigen! Ich weiß, dass das schon öfters Thema war, aber ich habe das mal mit ein paar Bekannten durchexerziert: Können wir nicht bestätigen! Für Logic kann ich allerdings nicht sprechen! Matschiger Sound ist eher kein Timing-Problem, sondern ein dynamisches: Rundungsfehler, zu wenig Systemdynamik… Wie gesagt bei Nuendo/Cubase habe ich diese Probleme nie gehabt!

      Gruß

      Florian :-)

      • Profilbild
        r.biernat  RED

        Hi Florian,

        du hast recht, 7 Samples sind sehr kurz. Es ist auch nur wahrnehmbar, wenn man das Direktsignal vom Pult und das Signal von Protools gleichzeitig hört. Dann lässt sich ein leichtes „phasen“ vernehmen.
        Kann sein, dass der akkurate Sound von TDM-Systemen auch an der hohen internen Dynamik und fehlenden Rundungsfehlern liegt (48 Bit Fixpunkt). Vielleicht mag bei Logic auch die Audio-Engine Schuld am weniger frischen Sound sein, doch mir ist die Bedienung einfach in Fleisch und Blut übergegangen.

        Gruß

        Robert

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