Special: iPad Music – Synths, Sampler & Controller – Teil 1

13. November 2011

iPad Music Teil 1

iPad Music Production Special

iPad Music Special

In Erinnerung an Steve Jobs
1955 – 2011

Wieder einmal ist es Zeit, sich die Entwicklungen am App-Markt anzusehen und die besten Vertreter unter die Lupe zu nehmen. Diesmal nehmen wir jedoch das iPad unter die Lupe. Dafür gelten die gleichen Kriterien wie für das erste iPod Music Special (13). Zur Qualifikation muss das App Import und Export von benutzereigenen Daten ermöglichen. Weiterhin ist die Unterstützung von MIDI oder OSC Pflicht. Ausnahmen, wie überzeugend innovative und frische Konzepte der Klangerzeugung, -kontrolle oder -komposition bestätigen dabei die Regel. Allerdings kommen für das iPad Special noch zwei weitere Kriterien hinzu. Die Apps dürfen gegenüber Apples GarageBand für iPad und hexlers TouchOSC nicht obsolete sein. Man kann es drehen und wenden wie mal will, alleine diese beiden Apps decken die Basis an Möglichkeiten bei DAWs und Controllern komplett ab und kosten zusammen gerade mal €8.
Im ersten Teil dieses Specials haben wir uns außerdem vor allem die hochpreisigen Apps vorgenommen. Denn hier stellt man sich eher die Frage, ob sie der Anschaffung wert sind.

Den zweiten Teil finden Sie hier:

iPad Konnektivität

Zuvor noch einen kurzen Überblick über die Anschlussmöglichkeiten des iPads. Mit iOS 4.2 führte Apple die Systemfunktionen CoreMIDI und CoreAudio ein. Dies hat die Anbindung von handelsüblichen USB-Class-Complient Computer-Interfaces, also treiberlosen MIDI- und Audio-Geräte über Apples Camera Connection Kit (CCK) (1), ermöglicht. Verbrauchen die Geräte zuviel Strom, um vom iPad selbst versorgt zu werden, kann ohne weiteres ein USB-Hub mit eigenem Netzteil zwischengeschaltet werden. Eine Liste der kompatiblen Geräte finden Sie in den Verweisen (12). Aber auch der alte Line6 MIDI Mobilizer (MM1) (2) findet immer noch breite Unterstützung und wird auch mit Erscheinen des Moblizer II (MM2) (14), IKMs iRig MIDI und anderer iTouch-MIDI-Interfaces (15, 16) noch nicht zum Elektronikartefakt. Ebenso gehört mit CoreMIDI nun auch MIDI über WiFi zum Standard. Wie die Anbindung genau funktioniert, erfahren Sie in unserem bald folgenden „GarageBand für iPad und Mac“-Workshop.
Mit WIST stellt Korg sein eigenes Bluetooth Protokoll zum synchronen Starten von kompatiblen Apps mit mehreren iTouches vor. Mehr als das Festlegen der BPM-Zahl und dem synchronen Einstarten bietet das Protokoll aber nicht. Immerhin stellt Korg das WIST-Entwickler-Kit zur Einbindung in eigene Apps frei zur Verfügung.
Die iOS Multitasking-Neuerungen erlauben nun auch inoffiziell virtuelle MIDI-Ports zwischen verschiedenen Apps auf demselben iTouch. Allerdings ist dieses Feature noch sehr jung, und nicht alle Programme arbeiten perfekt zusammen. So funktioniert z.B. die Klangsteuerung von fingers MoDrum durch Laurent Colsons StepPolyArp nur, wenn sich MoDrum im Vordergrund befindet, was das Unterfangen etwas sinnlos macht. Was aber nichts an der weiterhin steigenden Verbreitung dieses Protokolls ändert und viele spannenden Anwendungsmöglichkeiten erahnen lässt.
Die Möglichkeiten wachsen, aber man sollte auf gar keinen Fall der Illusion erliegen, dass die derzeitige iPad 2 Generation auch nur annähernd mit einem halbwegs modernen Laptop vergleichbar wäre. Die Rechenleitung es iPad 2 ist vergleichbar mit einer PowerPC G4 CPU aus dem Jahr 2005 oder ca. 14% einer Intel i5 CPU mit 2,3GHz (z.B. MacBook Pro 13″, 2011). Für das iPad 1 halbieren sich die Werte sogar noch (3).

Die Klassiker

Korg iMS-20
€25,99, iPad

Dem Korg iMS-20 haben wir gleich einen eigenen, umfangreichen Bericht gewidmet, den Ihr HIER findet. Einfach klicken :-)

Korg – iElectribe
€15,99 , iPad

Und auch dem Korg iELECTRIBE haben wir mittlerweile einen umfangreichen Report gewidmet und ihn zum All-Time-Classic erklärt. Die ganze Story dazu: HIER KLICKEN.

Fairlight Instruments – Fairlight Pro
€39,99 iPad, iPhone, iPod Touch

Fairlight Pro Hauptseite

Fairlight Pro Hauptseite

Sich bei diesem App über den Preis oder die Bedienung, die im Vergleich zu Beatmaker 2 etc. ein Dinosaurier ist, zu mokieren, geht völlig an der Sache vorbei. Wenn man mit dem Konzept etwas anfangen kann und einen offiziellen Fairlight haben möchte, ist dies der billigste Weg. Oder man macht die australischen $20.000 für die CMI 30th Anniversary Edition locker. Aber Beeilung! Die Hardware-Neuauflage ist schon fast ausverkauft. Einen ausführlichen Überblick über die Fairlight Samplerfamilie finden sie in den Verweisen (8).

Fairlight Pro - Page 2: Disk

Fairlight Pro – Page 2: Disk

Klangbeispiele
Forum
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      Markus Schroeder  RED

      Die Sache ist die:
      No Steve – no iPad.
      Und Steve war nun mal der CEO von Apple. Er hat nichts erfunden und war kein Heiliger, aber er hat witschaftlich dirigiert und entschieden, was in Anbetracht der derzeitigen ökonomischen Lage anscheinend keine Selbstverständlichkeit ist.

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      Markus Schroeder  RED

      Ich hab jetzt nicht jedes einzelne Instrument nachgezählt, aber bis auf Diskette 32 „MODE1“ scheint alles für die CMI IIX-Serie da zu sein.
      Zusätzlich befinden sich aber auch noch 14 Disketten aus der CMI III Bibliothek mit an Bord.
      :)

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        nativeVS  

        Obwohl, wer hatte schon alle disketten?
        Eine hat ja immerhin schon 20Au$ gekostet, aber bei fairlight spielt der preis ja eh keine rolle.

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        AMAZONA Archiv

        Was ist denn an dieser Library für den Fairlight so besonders? Ich habe alle 32 Disketten als Wave-Files aber so dolle sind die Sounds auch nicht.

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    Tyrell  RED

    Hallo Markus, ist der Fairlight Pro Midi-fähig? Yamaha bietet ja mit dem I-MX1 ein iPad Midi-Interface an. Jetzt würde ich gerne wissen ob ich damit die Korg APPs und den Fairlight in mein Studio-Set-Up integrieren kann. :-)

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      Markus Schroeder  RED

      Ja, ist er – beim Einspielen. Aber das App gibt kein MIDI aus.

      Beim Einspielen, entweder 8fach polyphon auf Page 2 oder Page D auf einem MIDI Kanal, Oder 8fach monophon auf Page R auf den MIDI Kanälen 1-8 für jede Spur.

      Yamaha I-MX, Lin6 MM1, MM2, iConnect, IKM iRig MIDI (mit zusätzlichem USB-Ladeport!!!) sollte alles funktionieren. Persönlich Testen konnte ich nur mit dem iRig und dem MM1.

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    AMAZONA Archiv

    Die Tenoriapp lässt sich im Slave-Mode sehr wohl über Midi-Clock synchronisieren oder fungiert mit der entsprechenden Einstellung auch als Master. Die 16 Layer können aber auch über Midi ausgegeben werden um so etwa externe Hardwaresynth`s anzusteuern!
    Ein Advancemode lässt sich per Tastenkombination ebenfalls freischalten!

    l1 + l5 gedrückt halten und gleichzeitig Homebutton drücken, home button doppelt klicken um die App aus der Multitaskingleiste zu killen, neu starten, fertig!

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      Markus Schroeder  RED

      SUPER! Danke für den Hinweis, da sich die offizielle Yamaha Dokumentation über jegliche MIDI-Fähigkeiten komplett ausschweigt. Ein Update zum TNR-I Text ist auf dem Weg.

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        Markus Schroeder  RED

        Es scheint fast so also jemand bei Yamaha tatsächlich mein Teview gelesen hat und alle weiteren Kritikpunkte mit dem 1.3 Update ausgebügelt hat.

        WIST, AudioCopy/Paste, Samples etc.

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    annaloke

    Ich benutze die App seit heute mit dem MS-20-Controller. Es ist mir leider nicht möglich die Tastenanschläge aufzuzeichnen, wie dies bei der programinternen Tastatur möglich ist. Übersehe ich etwas oder geht es schlichtweg nicht?

    Grüße

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      Markus Schroeder  RED

      Hallo annaloke,

      ja, das Aufnehmen von externen MIDI Signalen im iMS 20 ist zur Zeit nicht möglich.

      Da hilft nur an den Korg Support schreiben oder hier posten: http://www.korg.de/forum.html
      damit Korg das evtl. noch einbaut.
      Alex der dortige Admin ist immer sehr hilfsbereit.

      Grüße
      M

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        annaloke

        Vielen Dank für die schnelle Antwort, ich habe dort mal einen Thread aufgemacht, mal sehen was daraus wird.

  4. Profilbild
    Filterpad  AHU

    Angenommen ich hätte Win 8 auf dem PC. Kann man dann die heruntergeladenen Synth-Apps in seine DAW mit einbinden? – Oder sind diese Synth-Apps nur als Stand-alone bedienbar, sprich als „reine“ App wenn man so will?

    Merci für die Antwort!

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      Markus Schroeder  RED

      Hi Filterpad,

      die Programme sind ja alle für iOS, also Apple iPad, einige sind auch als Versionen für iPhone und iPod Touch ab der 4ten Generation verfügbar.
      Das heisst, das Betriebssystem deines Desktoprechners ist erstmal egal.

      Die Anbindung and die Desktop-DAW funktioniert über WiFi, JEDES USB-ClassComplient-fähiges (treiberloses) USB MIDI Interface, Apples Camera Connection Kit. (ca. 30Euro, billig Drittanbieter Version funktionieren NICHT, ebenso sind iPhone und iPod Touch davon ausgeschlossen) oder spezielle MIDI interfaces für das iPad, wie das iRig von IK Multimendia.

      Genaue Infos gibt es in unserem GarageBand für iPad Workshop:
      http://www.....fuer-ipad/

      Die Apps auf dem iPad lassen sich dann per MIDI kontrollieren. Bzw. die MIDI Kontroller auf dem iPads können die Synths in deiner DAW steuern.

      Aber von der Nutzung aus der DAW herraus geben und nehmen sich externe Klangerzeuger und interne Plug-Ins ja eh nicht so viel.

      ich hoffe das hilft Dir weiter :)

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