Special: Marktübersicht Röhrencombos bis 500,- Euro

22. Dezember 2015

Manchmal muss es eben Röhre sein!

roehrencombos

Die heute auf dem Markt erhältlichen Röhrencombos der unteren Preislage bieten in aller Regel einen guten Kompromiss zwischen leichtem Transport und durchaus akzeptablem Sound. Ideal also für das Üben in den heimischen vier Wänden oder für den Einsatz bei kleineren Gigs oder anderen Eventualitäten. Zumeist sind diese Röhrencombos auch mit nützlichen Features ausgestattet – ein Effektweg oder ein digital erzeugter Hall haben auch in dieser Kategorie längst den Exotenstatus abgelegt. Fast alle Kandidaten verfügen außerdem über einen Anschluss für eine Zusatzbox, was den Aktionsradius dieses Gespanns dann deutlich vergrößert.

Der Markt ist gut besetzt, fast jeder Verstärkerhersteller besitzt solch einen kleinen Röhrencombo im Programm. Um euch mal einen Überblick im Dschungel von Watt und Volt zu verschaffen, präsentieren wir in diesem Special eine Reihe von Kandidaten, denen man bei der nächsten Gelegenheit auf jeden Fall mal ein Ohr schenken sollte und die in der Preisregion bis 500,- Euro unseres Erachtens nach ein sehr gutes bis hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Tauchen wir also ein in die Welt der kleinen röhrenbetriebenen Quälgeister!

Randall RD5C – Höllenkiste für viele Stile

RD5C

Obwohl unsere Übersicht keinen Anspruch im Sinne einer Top-Ten-Skala besitzt, dürfte der Randall RD5C in einem entsprechenden Ranking ganz oben mit dabei sein. An dem kleinen Combo gibt es nur wenig auszusetzen, dafür aber um so mehr hervorzuheben. Nämlich primär, dass der Schein trügt und dieser handliche Röhrencombo weit mehr bietet als nur einen weiteren hochkomprimierten Metal-Sound. In unserem Test präsentierte sich der Klang des Amps sehr vielseitig. Nahezu alle Facetten, von dynamischem Blues bis hin zu gescooptem Deathmetal, lassen sich mit ihm problemlos abdecken.

Hinzu kommen nützliche Features wie ein Effektweg und eine grandios klingende Speakersimulation für schnelle Aufnahmen direkt in den Computer. Nicht verschweigen sollte man beim Randall RD5C auch die robuste Verarbeitung – und natürlich die blutrote LED-Beleuchtung im Innern des Gehäuses, die jedem Wohnzimmer ein entsprechendes Ambiente verpasst.

Leistung: 5 Watt

Kanäle: 1

Lautsprecherbestückung: 1x 10“

Röhrentypen: 2x 12AX7A Vorstufe und 1x 6V6 Endstufe

Klangregelung: Gain und Toneregler, Mid Range Contour Switch

External Speaker Out: Ja

Effekte: keine, aber Effektweg integriert

Abmessungen und Gewicht: 374 x 287 x 389 mm, 13 kg.

Preis: 299,- Euro

Amazona Testbericht Randall RD5C

 

Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Danke für diese sehr informative Übersicht. Was mich erstaunt, ist die Empfehlung des Randall als Wohnzimmer-Amp, weil man dessen Leistung ja auch nicht reduzieren kann. Ich habe zwar diesen noch nicht gespielt, aber andere 5W Amps überwinden Zimmerwände bei voller Dröhnung mühelos. Im Grunde ist das Problem der Wohnzimmer oder Bedroom-Amps, dass man für volles Brett kleiner 1W braucht und für clean mit ein bisschen Headroom mindestens 5W, besser 10-15W, so wie das bei dem Palmer und dem Laney der Fall ist. Mein Wunsch-Wohnzimmeramp hätte einen 3-stufigen Powersoak (z.B. 1/2, 1, 5 oder 1, 5, 12) für Metal, Blues, Clean, dann Effekt-Loop und Recording Out.

  2. Profilbild
    monticola

    Super Übersicht !
    Es wird schnell deutlich, daß man vor der Entscheidung Probespielen sollte. Darum braucht es hier auch keine „Hitliste“ mit Plätzen.

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