Fazit

Musik machen mit dem Netbook ist essentiell machbar. Die Größe der Geräte, die nötige Feinmotorik zur Bedienung auch der USB-Geräte und diverse Kompromisse in Bezug auf Rechenleistung und Spuranzahl zwingen einem zum sauberen Arbeiten. Megalomanie à la High-End-DAW ist hier aber schlicht nicht machbar. Mit klugem Einsatz karger Mittel lässt sich hier viel erreichen, sofern man nicht den höchstmöglichen Klang will. Für minimale Setups ist es daher ideal. Dazu kommt auch der Hinguck-Effekt, denn viel der Kleinst-Laptops sind ja optisch sehr ansprechend, und das Minimale daran wirkt ja elegant. Falsche Hoffnungen muss man sich aber nicht machen: Bislang sind die Audio-Möglichkeiten auf Netbooks doch auch eingeschränkt. Trotz sehr ordentlichem Einsatz im Alltag ist die Rechenleistung gerade auf den normalen Netbooks der langsam verblichene Atom-Singlecore-Klasse nämlich immer wieder erstaunlich niedrig. Auch wenn hier die nächste Generation hoffen lässt, bräuchte man für recht normales Arbeiten nach gewohnter Art essentiell die Leistung eines Pentium IV 3 GHz und damit eigentlich einen Multicore in der Art eines Pentium M. Eine neue Generation halb schwerer Laptops in Art des Macbook Air soll hier Abhilfe verschaffen, wird aber mit Sicherheit teuer. Erste Vertreter sind ab 1200 € zu haben, bieten dafür aber auch eine Core I5-Doppelkern und damit sehr viel Power. Will man wirklich das Kleinststudio schon jetzt, wäre die Einbindung externer Hardware die andere Alternative. Wie früher bei den ersten DAWS, wäre das Netbook als Steuerzentrale dann hier die Idee. Zusammen mit einem Kleinmischer, ein bis zwei Soundmodulen oder einem kleinen Sampler hat man dann ein schönes, tragbares Setup, das mit jedem der empfohlenen Sequencer zusammen geht. Damit geht dann etwa alles, und es bleibt bezahlbar. Und damit sind wir also auch am Ende unseres kleinen Specials. Im Anhang gibt es noch ein paar Links zu den zentralen Sachen, zwecks besser Übersicht sind aber nicht alle hier genannten Sachen mit direktem Link berücksichtigt. Hier bitte selber googlen !

Forum
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    AMAZONA Archiv

    Netbooks kann man fürs reine Recorden auf jeden Fall verwenden. Da geht es nur um den Datendurchsatz und die Latenz der Netbook/Interface-Kombi spielt dann auch keine Rolle. Ein konkretes Fallbeispiel für die Live-Verwendung fehlt leider in dem Artikel. So etwa: Mit dem Netbook A konnte mit Plugin X und Interface Y ohne Ruckler und sonstige Aussetzer mit der Latenz Z gespielt werden. Bei Notebook B hingegen….

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      c.knapp  AHU

      Ja, aber das macht so erstmal wenig Sinn – es geht hier 80% um die CPU. Bei einem Atom sind die Optionen damit gleich wie beim Rekorden (s.o.), bei Dualcores etwas gehobener, bei den AMD Mobile-Dualcore ist Leistung und damit eben auch Latenz nicht ganz so problematisch. Von der ersten Generation der Asus EEE muss abgeraten werden – aber das sollte jedem klar sein. An sich geht aber niedrige Latenz, sofern man nicht wirklich resourcenintensive Synthies neuerer Bauart wie Synth Squad will.

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    Son of MooG  AHU

    Mit meinem Samsung NC-10, Motu MIDI Express 128, M-Audio Midisport 2*2 und Cakewalk Sonar LE mache ich das komplette MIDI-Sequencing auf 10 Ports. Außerdem laufen darauf noch diverse Editor-Programme. Für Audio-Aufnahmen benutze ich jedoch lieber mein Zoom R16 im Recordermodus. Reaper und Samplitude SE 9 gehen zwar auch irgendwie, aber nur, wenn nichts anderes läuft. Um sich mal ein paar Spuren zu importieren und komfortabler trimmen zu können, reicht’s, mehr sollte man nicht erwarten.

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    orpheus2006

    Tipp: vielleicht etwas schwerer, aber nicht unbedingt teurer und leistungsfähiger kann ein gebrauchtes Notebook sein. So bekommt man z.B. ein Thinkpad T60 oder T61 mit Core2Duo, schneller 7200rpm Festplatte und SXGA+ Display (1400x1050px) für unter 300€. Das T60 bietet sowohl PCMCIA und ExpressCard Slots sowie mehrere USB2.0 Anschlüsse. Die gebrauchten T60/T61 sind nicht selten wenig genutzte Leasing-Notebooks, super stabil und lassen sich leicht per Factory-Reset auf einen quasi unbenutzten Zustand zurücksetzen. Der Lüfter ist ultraleise, ein ideales Musik-Notebook.

    Bei den Software-Instrumenten sind noch folgende Produkte nennenswert: Pianoteq, ein erstklassiges auf Physical Modelling basiertes, dynamisch spielbares Piano/E-Piano und/oder der Z3ta+ 2, die ultimative Sound-Engine für Dance/Trance/Elektro. Beide Instrumente sind jeweils für ca. 80 EUR zu haben.

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