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SPECIAL: Yamaha DX7, DX7IIFD, DX7S, TX7, TX802


Die digitale Revolution des DX7

Bühnen-Klassiker, der Yamaha DX7IIFD

Vorwort der Redaktion 

Den Yamaha DX7 hatten wir bislang ein wenig stiefmütterlich behandelt. Eigentlich eine Schande, läutete er doch den vorübergehenden Untergang der analogen Klassiker ein. Kaum ein anderer Synthesizer vor und nach ihm hat die Popmusik seiner Ära so elementar geprägt wie der Yamaha DX7. Und wie wir heute sehen: Die FM-Synthese des Yamaha DX7 ist noch lange nicht tot. Mit Yamaha Montage, Elektron Digitone oder zahlreichen FM-Software-Emulationen ist der Sound des Yamaha DX7 heute wieder in aller Munde. Wir haben deshalb Klaus-Peter Rausch gebeten, unsere angestaubte DX7-Story zu einem Special aufzubohren – und ich denke, dass ist ihm bestens gelungen.

Viel Spaß beim Lesen und Hören,
Euer Tyrell

KURZE GESCHICHTE DER DIGITALEN REVOLUTION:

Anfang der 80er Jahre sind Synthesizer bereits eine etablierte Instrumentengattung. Und das, obwohl erschwingliche Modelle noch gar nicht allzu lange zu haben sind. Insbesondere der Minimoog ist es ab 1971, er hat den damals völlig neuartigen Sound in alle populären Stilrichtungen gebracht. Der Klavier- und Orgelhersteller Yamaha folgt diesem Trend 1974 mit dem SY-1 und hat nicht viel später bereits die ersten polyphonen Synthesizer am Start: CS50, CS60 und CS80. Die sind allerdings nicht ganz billig, preiswerter kann das der Hersteller allenfalls mit der SK-Serie, die 1980 aufgelegt wird. Hier werden Orgel, String Ensemble und Synthesizer in praktischer Weise so kombiniert, dass speziell Bühnenmusiker die verschiedensten Sounds komfortabel mit nur einem Instrument zur Verfügung haben.

Yamaha DX7 credits by rockheim

Foto Credits: Rockheim

Zur selben Zeit allerdings forscht Yamaha an einer völlig anderen Klangerzeugung: FM-Synthese. Erfinder ist Dr. John Chowning, der ist an der Stanford University tätig und kommt durch Zufall drauf – und zwar während Tests mit Vibrato-Effekten. Schnell wird das Prinzip patentiert, obwohl es eigentlich eine Phasenmodulation ist, und kurz darauf von Yamaha lizenziert. Man erhofft sich, speziell herkömmliche Instrumente wie Flöte, Geige, Trompete und solche Sachen damit imitieren zu können. Das klappt auch ziemlich gut und später wird eine ganze Modellpalette von Heimorgel und Portable Keyboard über E-Piano bis Synthesizer über mehrere Jahre hinweg mit dieser Klangerzeugung ausgestattet.

Yamaha DX7 Chips Brochure

Bevor es soweit ist, gibt’s noch kleinere Zwischenschritte, die es bereits ans Licht der Öffentlichkeit schaffen. Sie heißen GS1 und GS2 sowie CE20 und CE25. Mit ihnen wird jeweils der aktuelle Stand der Technologie gezeigt und gleichzeitig die Publikumsakzeptanz getestet. Die Resonanz ist durchaus vielversprechend, auch wenn der große Wurf noch nicht dabei ist. Der steht aber schon in den Startlöchern und 1983 ist es dann soweit.

yamaha-dx7-milestones-poster

Yamaha DX7 und seine Geschwister

Winter NAMM Show in Anaheim, Musikmesse Frankfurt 1983: Das neue Instrument wird präsentiert und es sieht so ganz anders aus als die gewohnten Analog-Synthesizer mit deren vielen Drehreglern und Slidern. Der DX7 dagegen hat eine eher kahle Oberflächengestaltung, die mit bis dato ungewöhnlichen Folientastern bestückt ist. Dazu ein kleines LC-Display, ebenfalls eine Neuheit, plus LED, zwei Schieberegler und zwei Controller-Wheels. Viel mehr ist nicht zu sehen, wären da nicht merkwürdig aussehende Grafiken sogenannter Algorithmen, Hüllkurven und Skalierungskoordinaten oben auf dem Panel. Dazu eine Tasterbeschriftung mit neuartigen Bezeichnungen wie Operator, Frequency Coarse, Feedback, Function Mode und Breath Control.

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Klangbeispiele

  1. Avatar
    Piet

    FM ist halt ne sehr ergiebige Syntheseform und NI sei Dank gibts den FM8.

    Gruß

    Piet

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    RetroSound

    Ich setze meinen DX-7II immer noch sehr gerne ein. Es ist kein Wunder dass der Dx7 damals wie eine Bombe einschlug, die Synthese ist praktisch unerschöpflich un das Design einfach zeitlos schön.

  3. Avatar
    gaffer

    Ich habe nie mehr einen solchen Knaller wie bei der Einführung des DX erlebt. Viele Sounds kann man nicht mehr hören, die Tonerzeugung ist trotzdem sehr gut. Was man noch anmerken sollte: Die Tastaturen sind extrem schnell, auch zum Senden nackter MIDI Daten braucht ein Synth Zeit, z.B. waren beliebte Modelle wie K4, D70 da ein Negativbeispiel. Aber die angenehm spielbaren Tastaturen von Yamaha können nicht den ganzen Velocitybereich senden, es endet bei etwa 115 beim DX 7 II, der erste DX kann sogar nur 8 (oder waren es 16) Werte der 128 möglichen senden. Ist also als Masterkeyboard nicht optimal. Für DX 7 gab es früher Velocity-Spreizer-Presets in den Sequenzern.

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    Markus

    Ich habe hier einen DX7 MK1 stehen und bin wirklich sehr zufrieden. Zwar rauscht der ein bisschen und zirpt auch schon mal im Diskant, aber der Sound ist einfach klasse. Vor allem ist die Klangarchitektur ist immer wieder ein Abenteuer und überrascht mit ungewöhnlichen Texturen. Zusammen mit meinem KORG DW-8000 mit Musitronic-Erweiterung, ist es einfach eine geile Kombination die sich wunderbar ergänzt.\r\nEin DX ist immer für Überraschungen gut!

  5. Avatar
    kpr

    Ein schöner und vor allem angenehm persönlicher Artikel, gut vor allem für Themeneinsteiger.

    Der Link bei der Liste geht leider nicht, vielleicht kann das nachträgliche repariert werden.

    Wer sich für mehr Details über die ganze DX-Familie interessiert, der ist sicher auf der http://www.dx7heaven.com gut aufgehoben. Die Seite gibt es seit ein paar Jahren, bekam kürzlich wieder einen Update verpasst und hat auch ein neues moderiertes Forum.

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    Lars Bergen

    Sehr geehrter Her Grandl,

    vielen Dank dür einen – wieder einmal – sehr gelungenen Artikel.

    Leider haben Sie noch einen Sproß der FM-Familie vergessen zu erwähnen. Das ist der TQ5, das Desktop-Modell des YS-100 und des YS-200. Auch dieser besticht durch extravagantes Design und seine Datums- und Uhrzeitangabe im LCD! ;-)

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    dreitagebart

    Wenn´s um derbe FM-Power geht, ist der alte DX wohl immer noch unschlagbar, denke ich. Ich hatte mir zwischenzeitlich den TG-77 zugelegt, allerdings gefällt mir dessen Grundklang nicht! Im Vergleich zum DX-7 (TX-7) klingt er mir irgendwie zu zahm und zu brav. Hat jemand von euch da ähnliche Erfahrungen gemacht?

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    Soundart

    Hallo. Ich bekenne mich zum grossen FM Fetischist! Neben dem alten DX-21 steht bei mir noch eine TG77 und die FS1R rum! Die DX-21 eher schmutzig dreckig….mit viel Rauschen, die TG77 schön spacig, mit geilen Flächen und die FS1R……naja, siehe Bericht oben!

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    Central M.

    Ich hatte zuerst ein SY77, später ein TG77 und SY99. Den TX802 und den DX7 hatte ich auch eine ganze Zeit (mieses Bedienung!)später dann ein DX7II – nur klingt mir die 2. FM-Geneation immer viel zu "sauber", will sagen zu brav.

    Ich habe daher vor wenigen Monaten wieder einen TX-7 erworben: ein Chorus/Hall-FX dran (und auch so drangehängt programmieren!) – perfekt!!! Diese fast "analoge" Wärme habe ich sehr vermisst, DAS ist der wahr FM-Sound!
    Gerade für würzige druckvolle Bässe, Digitales, Disharmonisches, FX-Sounds und sogar Flächen (jawoll, das geht gut mit nem breiten Chorus nachgeschaltet!) sind der Hammer!
    Nun, es versteht sich von selbst, dass ich auch FM7/8 von NI nutze, nur ist das echt eine andere Welt. Trotz der immens erweiterten Soundmöglichkeiten (Filter, neue Osc-Wellenformen, Mod-Möglicheikten) ziehe ich den puren DX vor.

    Gruss
    C.

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    Volker

    Ich bin glücklicher Besitzer eines Yamaha GS-1 und, obwohl man beim DX7 natürlich deutlich deutlich mehr Einflussmöglichkeiten auf den Sound hat, sind beim Spielen die Variationsmöglichkeiten beim GS-1 viel komfortabler. Im Vergleich zur DX7 Plastik-Tastatur hat der GS-1 eine wunderbar spielbare Holztastatur (mit polyphonem Aftertouch). Darüber hinaus kann man mit dem Pedal unglaubliche Effekte erzielen. Einziges Manko: die 90kg, die so ein GS-1 auf die Waage bringt.

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    kajoter

    Ich hatte einen DX7II und gerade seine minderwertige Tastatur bewog mich, einen TX802 zu kaufen. Falls also – wie im Test beschrieben – solche Teile in einigen Studios wegen ihrer Tastatur stehen, lässt das schon einige Rückschlüsse über die musikalische Kompetenzen der entspr. Studiobesitzer zu.

    • Profilbild
      Chris

      Die Tastatur eines DX7 (II) ist für einen Synthesizer sehr gut und von hoher Qualität. Leicht gewichtet und sehr angenehm zu spielen. Selbst heutige teurere Keyboards können eine solche Tastatur nicht vorweisen. Spiel doch mal einen DX11 / DX27 oder sowas an – das sind nämlich „preiswerte“ Tastaturen…
      Ein Synthesizer braucht kein Klavier-ähnlichen Anschlag – mich würde das sogar stören, weil ich nicht vom Klavier komme.

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    filterfunk

    Ausser den DX/SY-Synths habe ich die meisten Digital- Klassiker aus den späten 80er bis Mitte 90er besessen, auf die ich allesamt gut verzichten kann. So kann ich beispielsweise den JD-800 Hype überhaupt nicht verstehen, war er doch – im Grunde genommen – einer dieser kläglichen Versuche, einen echten Analogen mit mageren Rom-Samples und sterilen Filtern zu substituiren. Gegen einen guten VA, oder Analogen, hat er aber herzlich wenig, was ihn unverzichtbar macht. Ganz im Gegensatz zu den FM-Synths. Der Marktwert der FM-Synths wird m.E. massivst unterschätzt. Ich hatte vor ca. 1Jahr für schlappe 160€ einen wie aus dem Ei gepellten TG 77 abgestaubt, und komme seitdem nicht aus dem Staunen heraus, was das für eine unglaubliches Soundmonster ist. Ich habe auch aktuell ein nicht unerhebliches Arsenal an aktuellen Synths im Studio rumstehen, aber in Sachen FM kommt auch der aktuellste VA nicht annähernd an den TG 77 ran. Und wenn dann mal alle Oszillatoren auf eine klassische Synthwelle losgelassen werden, dann sehen auch aktuelle VA-Synth’s in Sachen Druck und Fülle ziemlich alt aus. Es ist mir absolut unerklärlich, warum es keine aktuellen Hardware-Synths mit einer amtlichen FM-Tonerzeugung gibt. So lange wird mir der TG 77 ein absolutes Highlight bleiben, bis das Display den Geist aufgibt. Ein Hammer-Teil.

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      fcd72

      Dem möchte ich mich anschliessen. FM ist vielleicht aus der Mode aber lange noch nicht tot! Was das Display betrifft: gerade beim TG-77 ist der Hintergrundfolienwechsel recht einfach und kann eigentlich von jedem selbst gemacht werden der sich mit nem Lötkolben nicht selbst gefährdet…. wenns soweit ist, meld dich einfach!

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    JM4

    Der DX7II hatte polyphonen Aftertouch? Ehrlich gesagt habe ich das Feature dort nie bemerkt, erst beim Ensoniq SD1 (dessentwegen ich den DX verkaufen musste) ist es mir angenehm aufgefallen. Welche Tastatur hat das schon?

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    Codeman1965

    FM, die immer noch unerreichte Soundvielfalt…!
    Ich habe in den 90ern einen „Ur“-DX7 gehabt, und wenn ich fürs Programmieren/Herumspielen Mindestlohn bekommen hätte, dann würde ich heute in Florida leben… :-)
    Allein schon für die Bässe und die Rhodes-Sounds lohnt sich die Anschaffung eines DX7, von den restlichen Möglichkeiten mal ganz abgesehen…
    Mit der Tastatur bin ich nicht so gut klargekommen, aber das mag ja Jeder anders sehen. Und die Folientasten hatten den Vorteil, daß der DX7 relativ wasser- und staubdicht war.
    Tja, und so wie’s ausschaut, werden wir uns damit abfinden müssen, daß FM sich wohl niemals wirklich verabschieden wird, ob wir’s wollen oder nicht… :-)
    Danke an Klaus-Peter Rausch für’s Aktualisieren des Themas! DX/FM ist immer wieder ein paar Worte wert…

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    Wellenstrom AHU

    Schöner Retroartikel – mit den typischen Sounds versehen.
    Jo, wichtiger Synth, der allerdings einigen (bekannten) Selbstschraubern durchaus kleinere Krisen verschaffen konnte.

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    psv-ddv AHU

    Schöne Yamaha FM-Übersicht.
    Allerdings wird für meinen Geschmack der TF-1/TX816 zu wenig gewürdigt. Das war zusammen mit KX88 und QX1 das Profi Setup, mit dem Yamaha den grossen High-End Workstations Konkurrenz machen wollte. Für mich der Höhepunkt der Yamaha FM Synths. Das TF-1 hat noch die alte, wunderbar raue DX Klangerzeugung der 1.Generation, klingt aber aufgrund der symmetrischen Ausgänge erheblich sauberer und kraftvoller als jedes andere Gerät aus der Serie (von DX1/5 abgesehen). 8 TF-1 gestackt klingen dann mal so richtig amtlich. Einige der charakteristischsten, dem DX7 zugeschriebene Sounds stammen in Wirklichkeit vom TX816 und lassen sich auf dem DX7 eigentlich überhaupt nicht verwirklichen. ZB das berühmte DX Balladen E-Piano oder der „Final Countdown“ Brass Lead. Beides TX816 Werks-Presets, die 8-fach gestackt sind und sich aufgrund der utopischen Stimmenzahl des 816 immer noch locker 16 stimmig spielen lassen. Viele erfolgreiche Profis (Toto, Genesis, Level 42, etc.) sind nicht ohne Grund in den 80gern mit dem TX816 im Rack getourt. Die besonderen Qualitäten des TX816 sind aber irgendwie unter dem Radar geblieben, da er für die meisten Musiker damals einfach viel zu teuer war. Na ja die Bedienungs(un)freundlichkeit mag vielleicht auch eine Rolle spielen ;-)

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      k.rausch RED

      D’accord. Wir grenzen hier die Themenbereiche aus Gründen regelmäßig ab, daher findet TX816 und Co. nur sehr rudimentär statt. Das mit dem TX816 verfolgte Konzept wird allgemein noch gar nicht genügend gewürdigt, Dave Bristow äußerte sich mal etwas ausführlicher über eine der Herangehensweisen, Stichwort Klangkomponenten. Bei mir ist das schon lange auf dem Schirm und es ist sehr gut möglich, das in einer ganz speziellen Aufbereitung hier gelegentlich wiederzufinden.

  17. Profilbild
    Everpure •••

    Ich reihe mich gern ein in die Lobhudeleien. Habe diesen Artikel gern gelesen. Wer keine Lust hat, sich mit den ollen Kisten das Studio voll zu stellen (ohne Wertung gemeint!), für den gibt es ziemlich gute und preiswerte Varianten in Form des Reface DX (mit eingebauten Effekten) oder den Volca FM. Das ist alles natürlich nicht „das gleiche“, aber auf jeden Fall eine Erwähnung wert.

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    iggy_pop AHU

    Die Frage, die ich mir stelle, nachdem ich mit meinem DX-7 Mk. 1 nicht warmgeworden bin und ihn wieder abgestoßen habe, ist: Warum macht mich der Klang des GS-1 so dermaßen an, aber warum läßt mich der DX-7 eher kalt? Was haben die Ingenieure da geändert? Sind es wirklich nur die besseren Ausgangsstufen von Gerätegeneration zu Gerätegeneration, die den Klangcharakter so maßgeblich beeinflussen, oder sind da noch andere Faktoren — auch irrationale — mit im Spiel? Dabei hat der DX-7 durchaus diese schönen, rauchigen Bässe, die einem die Hosenbeine flattern lassen.
    .
    Und warum nehme ich den Synergy bzw. den GDS als angenehmer wahr, was den Klang angeht, obwohl die Syntheseform — Phasenmodulation — doch im Prinzip dieselbe ist?
    .

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      psv-ddv AHU

      Das ist eine gute Frage, der schliesse ich mich ganz rational an.
      Klanglich sehe ich das ähnlich.
      Der GS-1 klingt erheblich musikalischer als ein DX7 (das gilt in geringerem Maße auch für den DX1 und den DX5). Ich habe einen Synergy im Studio und der klingt trotz der entfernt verwandten Klangerzeugung doch sehr anders, viel lebhafter, als ein DX. Wie diese grundlegenden Unterschiede entstehen würde mich wirklich mal interessieren. Der GS-1 und der Synergy (bzw. das teils baugleiche GDS) berechnen ihre Klänge auf diskret, aus TTL Schaltkreisen aufgebauten Prozessoren. Die DX Serie nutzt den integrierten FM-Chip. Die Gründe für die Klangunterschiede liegen also vermutlich nicht nur in den Wandler/Analog Abteilungen der Klangerzeugung. Spannend…

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        pmm AHU

        Schade, dass die Zeiten für ein Instrument in der Qualität eines GS1‘ vorbei zu sein scheinen. Warum auch immer. Würde Yamaha eine zeitgemässe Version, mit identer klanglicher Qualität und Musikalität herausbringen, ich würde heute mit dem Sparen beginnen.

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            iggy_pop AHU

            Ich fange gar nicht erst an damit… was hat ein GS-1 damals gekostet? Ich habe 36.000 DM im Hinterkopf, das hatte 1980 die Kaufkraft von einem ziemlich soliden Benz in der oberen Mittelklasse — das dürfte heute also gut und gerne im Bereich von 60.000 bis 70.000 Euro angesiedelt sein, schätze ich mal grob unter Auslassung sämtlicher betriebs- und volkswirtschaftlicher Rechenkunststücke.
            .
            Kann man gleich einen echten Flügel kaufen. Klingt auch echter nach Flügel.
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              pmm AHU

              Wenn ich mich recht entsinne, stand auf meinem Yamaha Prospekt aus dem Musikhaus Reisinger in Wien, ein Preis von ATS 285.000. Die entsprechen ziemlich genau den von Dir angeführten DM 36.000, wenn man die damals noch unterschiedlichen Mehrwertsteuersätze der beiden Länder berücksichtigt.
              Wie auch immer eine aktuelle Kalkulation aussähe, es wird wohl nur bei unserer Huldigung bleiben. Yamahas letzter Versuch, den man wohlwollend in die Richtung eines Musikinstruments das zumindest tendenziell in diese Richtung geht, interpretieren kann, war ein ziemlicher Flop. Die Reface Serie und ein FS1r mit Tastatur sind mehr als nur Indikatoren für einen andere Entwicklung…. Für mich extrem bitter, da Yamaha lange, lange Zeit wunderbare _Musikinstrumente_ auf den Markt gebracht hat: CS80, CP70, GS1, DX1, KX88/TX816, VL1, VP1, etc. Mal von klanglichen Vorlieben abgesehen, handelt es sich meiner Meinung nach durchwegs um Instrumente, deren Spielbarkeit und Ausdrucksmöglichkeiten wesentliche Punkte bei deren Entwicklung gewesen sein dürften. Von all den genannten hätte ich eines gerne. Nebst den Besonderheiten des GS1 bietet [Yamahas] FM prinzipiell etwas, das ich so bei anderen elektronischen Klangerzeugungsmethoden vermisse – eine unheimliche Dynamik.

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                psv-ddv AHU

                Der Nonlinear Labs C15 steht in der von Dir erwähnten Instrumentenbau-Tradition. Die Tastatur an sich ist zwar recht unspektakulär, die interne Verarbeitung der Dynamik aber dafür umso beeindruckender. Ich war positiv überrascht.

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                  pmm AHU

                  Es wird Dich vermutlich nicht überraschen, dass ich mir den schon etwas genauer angesehen habe. Leider hatte ich noch keine Gelegenheit ihn zu spielen…. Letztendlich waren es die Klangbeispiele, die mich Abstand davon haben nehmen lassen auf das Angebot des Herstellers einzugehen. Der Import in die CH ist eine Sache, die Rückabwicklung leider eine ganz andere.
                  Dass Du das aber jetzt schreibst, lässt mich die Sache nochmals überdenken.

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                    psv-ddv AHU

                    Die Klangbeispiele und zwei-maliges kurzes Antesten bei Freunden hatte mich auch eher nicht vom Hocker gerissen. Ein längeres Gespräch mit Stephan Schmidt und 2 Monate Test bei mir im Studio haben mich aber dann doch sehr begeistert. Für mich ist der C15 neben dem Haken Continuum der einzige aktuelle Synth der die Bezeichnung Musikinstrument im engeren Sinne wirklich verdient.

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                      pmm AHU

                      Musstest Du in diesem Kontext ausgerechnet das Haken Continuum erwähnen? :) Bis dato hat mich der Anschaffungswiderstand und eine Restmenge an Vernunft davon abgehalten…..
                      Beim C15 werde ich mir laufend und in abwechselnder Reihenfolge vorsagen:
                      – keine gewichtete Tastatur
                      – kein polyphoner Aftertouch
                      – kein MIDI
                      – wenig überzeugende Klangbeispiele
                      … mal sehen wie lange das von Erfolg gekrönt ist.

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              costello RED

              Eine GS-2 wurde unlängst in Berlin für eine fast lächerliche Summe angeboten. GS-1 ist freilich ein anderes Kaliber, das war wie Steinway-spielen. Tolle Tastatur, Riesendynamik und dann dieser Chorus. Die Streicher klangen sehr gut, die waren auf der DX 7-Erstauslieferung ganz schwach.

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                Dirk Matten RED

                Ich hatte über eine lange Zeit ein Yamaha CP70 als Ständer für den Prophet-5 und Minimoog im Laden. Da selbst ohne Verstärkung das Instrument tönte und dann auch mit dem Erscheinen des DX7 eine Kundschaft zu mir kam, die eine von mir diametral entgegengesetze Vorliebe für bestimmte Musikrichtungen verfolgte – und das auch zum Besten gab – und mich das störte, habe ich dann, als Yamaha mir ein faires Angebot für den GS1 machte, diesen als Ständer genutzt. Drauf gespielt hat selten bis nie einer.

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                  costello RED

                  Was wäre denn das für eine spezielle Musikrichtung, die sich da störend in den geweihten Hallen entfaltet hätte? Ich meine, auf einem P5 oder Minimoog kann man ja auch ordentlich Krach machen.

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                    Dirk Matten RED

                    Boogie-Woogie und Blues. Für mich eine Welt, in der ich Ausschlag kriegen konnte. Scheiß CP70 machte auch ohne Verstärkung immer Töne. Wenn die dann noch mit den Füßen im Takt aufstampfen …
                    Da die immer in kleinen Guppen kamen, habe ich mich nicht getraut, das folgende Musikstück aufzulegen, was ich gerne mit lieben Kunden gemeinsam gehört habe. Vier JBL 4343, jeweils zwei übereinander bei 35 qm Grundfläche hat schon sehr gut geklungen. Musste immer aufpassen, dass die Schaufensterscheiben nicht zu Bruch gingen.
                    https://www.youtube.com/watch?v=Ytc2wA3pfeY
                    Das hier hat den richtigen Leuten gut gefallen:
                    https://www.youtube.com/watch?v=R58g1QSQx70

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                      costello RED

                      Alles klar :-)))

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                  k.rausch RED

                  Einer dieser wenigen Leute, die auf dem Synthesizerstudio Bonn GS1 gespielt haben, bin ich. Nach Vermittlung von Eckhart Kreft (Masterbits) durfte ich den GS1 vor Ort absampeln. Ja, ich weiß, ist ein Sakrileg, aber die zu brechen ist mein Job. Das Instrument war quasi fabrikneu und ich war, als junger Typ, natürlich voll geehrt, hier Hand anlegen zu dürfen. Stefan Lindlahr hatte mich durch den Laden geführt und das Instrument aufnahmebereit gemacht. Der Chef Matten war währenddessen mit Weltherrschaft beschäftigt :) Die Aufnahmen sind auf einem DAT Tape gelandet, die Samples in verschiedenen Libraries, unter anderem auch auf der Downloadpage von Clavia Nord Keyboards.

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                  iggy_pop AHU

                  Tatsächlich habe ich den GS-1 zum ersten Mal 1989 im SSB gesehen. Es stand einer der letzten 25 Minimoogs drauf (Häkeldeckchen drunter), und ich habe mich gewundert, was das für ein komisches Möbel unter dem Häkeldeckchen war. Da dieses Gerät überhaupt nicht in mein Wahrnehmungsraster fiel, habe ich es natürlich ignoriert und auch nicht angespielt.
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                  Dafür durfte ich dann ein bißchen am Roland 700 rumstöpseln und -stümpern.
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                  Ich kann mich nur an Batterien von EV Sentry 500 als Abhöre erinnern.
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                    Dirk Matten RED

                    Die Erinnerung trügt. Kein Häkeldeckchen und auch keine Batterien von EV Sentry 500, lediglich ein Stereopaar in Studio 1. In Studio 2 dann Urei 813.

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                      psv-ddv AHU

                      Die Ureis waren super! Darauf habe ich bei euch mal den damals grad frischen JD990 probehören dürfen. Ein Erlebnis. Perfekte Lautsprecherchen dafür :)

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                pmm AHU

                Es hat mich einige Zeit gekostet herauszufinden, dass die Ultravox Sounds, die ich aus Mangel an Wissen, Oberheims, dem T-8 (den BC meiner Kenntnis nach nie verwendet hatte) und anderen zuordnete, tatsächlich aus dem GS1 kamen. Später habe ich es am Ensemble Effekt erkannt und Jahre später erfahren, dass BC wohl extra nach Hamurg reiste (Stichwort „Magnetkarten“; stark verkürzte Version 😉).

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                  costello RED

                  Bei meinen Lieblingsalben der Post-Foxx-Ära „Vienna“ und „Rage in Eden“ war die GS-1 wohl noch nicht dabei. Aber ab „Quartet“ zusammen mit Emulator und PPG 2.2
                  Soundmäßig ein Leckerbissen, aber die Melodien wurde langsam ein wenig klebrig ;-)

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                    pmm AHU

                    Mit Quartet ging es – trotz George Martin – bergab. Das GS1 bietet aber weit mehr als diesen Teppich und den Sound zur „Tänzerin“.

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                      Wellenstrom AHU

                      Ultravox ist ’ne typische Conny Plank Band. Nix gegen George Martin, aber den Zeitgeist des New Wave hat er nicht so wirklich dolle verinnerlicht. Insofern würde ich behaupten – auch gerade wegen George Martin – und nicht trotz. Wobei er für das Songmaterial an sich ja auch nix konnte, davon mal ab.

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                      pmm AHU

                      @ Wellenstrom – Leider kann ich auf Deinen Kommentar nicht mehr direkt antworten.

                      Ultravox ist meiner Meinung nach eine der Bands, die sich über die Jahre immer verändert / weiterentwickelt hat. Foxx – Ure – U-Vox, mal ganz plakativ zusammengefasst.

                      Conny Plank war eine massgebliche Hilfe für eine ihrer besten Phasen. Vermutlich hatte Ure anderes im Sinn, zumindest lassen das seine Soloprojekte erahnen, und „Quartet“ mit George Martin ist für mich die erste Station nach einer Abzweigung, die sie nahmen um am Ende bei „U-Vox“ zu landen.

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                    psv-ddv AHU

                    Emulator? Biste sicher? Ich dachte immer die hätten mit dem Waveterm/Wave 2.2 gesampled. Vielleicht live, aber im Studio?

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                    TobyB RED

                    Sein Button Down Hemd mit eben „befreitem“ Kragen zu tragen war 1985 schon eine Ansage ;-) , jedenfalls in UK und beim Life Aid auch. Die Streifen waren damals aber schon Vintage ;-) Die Sonnenbrille von Midge Ure ist heute ja wieder hip ;-) Aber lässt man dies Weg, bleibt Ultravox schon zeitlos.

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            pmm AHU

            Mir ist schon öfters eine signifikante Schnittmenge aufgefallen, die mir das Verfassen eines eigenen Kommentars erspart hat. ;-)

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    Symeon

    Hallo
    wie weit sind denn DX7 und DX7II kompatibel?
    kann der 2er vom DX7mkI sysex laden?
    kann der MKII mit Deexed ?

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      whitebaracuda

      Hi, symeon

      Mein DX7II hab ich vorgestern aufgrund dieses Artikels wieder mal aus der Studioecke geholt. DX7 mk1 Sounds mit dem Dexed zu laden funkt einwandfrei.
      Inwieweit dies Rückwärds möglich ist kann ich nicht beurteilen.

      Nachdem ich so rumgespielt habe, hab ich mich entschlossen alle Taster und die Batterie zu ersetzen.
      Und wenn er denn schon offen ist auch gleich die Grey Matter E! Platine einzubauen.

      Da bin ich gespannt drauf…

      Für alle die wie ich mühe haben die FM Synthese zu ergründen (daher stand der DX7II auch so lange in der Ecke) hier eine tolle Tutorial-Serie: https://www.youtube.com/watch?v=EPADttG4GK0&list=PL0vtbEar5pJYZ7U0dNgvVh8-loYUPKv2T

      Grüsse
      ‚cuda

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    JM4

    Ein selten genanntes, aber echt geiles Feature des DX7IID: verschiedene Stimmungen, auch mikrotonale, und die Möglichkeit, jeder Taste eine bestimmte Tonhöhe zuzuweisen. Damit lies sich die Tastatur umdrehen, also hohe Töne links, tiefe rechts. Dann spiel den gleichen Sound als Layer, die eine Voice normal und die andere reverse. Macht das mal mit einem Church Organ. Killer!

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    freeldr77

    Ein Tipp ist auch der preenfm2. Ist schön klein fürs Studio und kann die unzähligen DX7 Presets laden!

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      c.hatvani AHU

      „unterschlagen“ deshalb, weil es im Bericht über DX7 und gleichwertige 6-Operatoren/32 Algorithmen FM-Synthese geht :-) ne andere Liga

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      k.rausch RED

      Richtig, diese kleine FM-Klangbox steht meistens im Schatten der größeren Geschwister. Dennoch, wie du sicherlich bereits verfolgen konntest, findet das Thema Yamaha FM hier in mehreren Akten statt. Freue dich also jetzt schon auf baldige Würdigung des FB01. Eigentlich sogar sehr bald, fällt mir gerade ein :)

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        lightman AHU

        Der FB-01 war mein erster Synth, hab ihn mir 1988 gebraucht gekauft, seitdem ist er bei mir im Einsatz. Zum Editieren verwende die FB-01-Version von YSEDITOR auf Atari ST. Sieht aus wie ein altes Autoradio, ist aber zu wirklich Großem fähig, wenn man ihn an der richtigen Stelle kitzelt und vor allem seine speziellen Eigenheiten nutzt, z. B. Stacking von zwei oder mehr Sounds mit drastischen LFO-Einstellungen, die sich dann in ein neues, manchmal sehr ungewöhnliches Klanggebilde verwandeln. Neben DX7 und YS100/200/TX81Z ist der FB-01 mein erklärter FM-Liebling, den geb‘ ich nie wieder her. Das Teil wäre ein klarer Kandidat für meine erste Leserstory, aber ich scheue davor zurück, um nicht durch zuviel Tamtam die Gebrauchtpreise in die Höhe zu treiben…

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    costello RED

    Ich hatte den Ur-DX7. Tolle Plucked-Sounds, die die sonst angenehm spielbare Tastatur allerdings nicht annähernd in ihrem Dynamikumfang nuanciert wiedergeben konnte. Es knallte sehr schnell, was dann nach FM-Brutalo klang. Super war das Doppeln mit dem OB-Xa – da kamen wirklich interessante Dinge bei raus. Wenn ich unendlich viel Platz hätte, würde ich ihn mir vielleicht sogar nochmal kaufen. Momentan behelfe ich mir mit FMagia, dem FM-Modul von Use Audios Plugiator. Danke Klaus für das tolle Update eines Amazona-Klassikers.

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      lightman AHU

      Bezüglich des „Knallens“ kann man ja die Key Velocity Sensitivity pro Carrier/Modulator aufs persönliche Spiel anpassen, damit zu experimentieren lohnt sich immer, darin liegt eine DER Stärken von FM in der Yamaha-Variante.
      .
      Noch was zum GS1, der hat „quasi“ 8 Operatoren, wenn ich mich richtig erinnere, organisiert in je 4 Modulators und Carriers, an sich läuft er aber als 4op. Das und der tolle Chorus machen seinen Klang recht üppig. Hab damals sein Erscheinen nur am Rande mitgekriegt, war ein mutiger Schritt von Yamaha.
      .
      Und dann ist da noch der FS1R… um den schleiche ich als FM-Fan schon ewig lange rum, man hört und liest in etwa soviel Gutes wie Schlechtes über ihn, aber seine Klangformungsmöglichkeiten finde ich schon toll.

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    Violator ••

    Die FM-Synthese ist zweifelsfrei meine „Lieblings-Klangserzeugung“. Ich gebe zu, es hat mich eine Menge Zeit und Nerven gekostet, bis ich die FM-Synthese „gefressen“ habe, aber der Aufwand hat sich gelohnt.

    Ich stehe voll auf den Klang des Ur-DX7.
    Das Konzept mit 6 Operatoren ist sehr ergiebig wobei man die 4 Operatoren Generation nicht vergessen sollte. Da gibt es zum Beispiel noch einen DX21 und einen DX11. Die sind sicher nicht so vielseitig wie ein DX7, trotzdem sind das klanglich ganz feine Instrumente.

    Beim FS1R bin ich eher geteilter Meinung.
    8 Operatoren – nun, braucht man meiner nach nicht unbedingt, finde ich ‚oversized‘!
    Dafür ist die Formant-Shaping-Abteilung mehr als nur genial. Allein dies ist schon der Grund sich einen FS1R zuzulegen.

    Vielleicht sollte man zu den „DXn“ noch die Phase Distortion Synths von Casio erwähnen >> CZ-1, VZ-1 oder der VZ-10m.
    Ein VZ-1/10m kann nämlich genauso stark klingen, wie z.B. die AFM Sektion eines SY77/99, oder ein TX802!

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      Violator ••

      Bei einem DX7, DX/II, DX11, DX21 oder einem SY77/99 kannst einfach nichts falsch machen.

      Wenn dir FM Klänge gefallen, du aber kein Bock auf FM Programmierung hast, dann leg dir einen KORG DS-8 oder 707 zu. Dort ist der gleiche Yamaha 4-Operatoren Klangerzeugungs Chip drin, wie im DX21.
      Beim DS-8 hast eine nahezu „analoge“ Bedienung. Feine Sache, noch dazu mit Effekte und Mulitmode!!!

      Wenn dir FM Sounds nicht gefallen – mei, dann laß halt einfach die Finger davon. Es gibt ja genügend anderes Zeug.

      Und unter uns gesagt: in der FM/PD Ecke finde ich die CASIO CZs und VZs irgendwie am coolsten!

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        BerndS

        Oh. Eins muss ich noch los werden.
        Habe mein Dx7 bei Amptown in Hamburg gekauft. Mein Vater hat mich hingefahren.(war 16 ) War eine Tortur,
        Könnte die Karte nicht lesen, damals immer Richtung BW Kramkenhaus. Oh, Mann es gab einengen abgetrennten verschlossen Raum. Wo die EMU Sachen drin waren!
        Aber , den Dx hab ich immer noch, mit original Batterie! Und glaub mir, der war mein halbes Leben an.
        Vielleicht kann sich noch jemand erinnern, hab von metrasound? Casetten mit Sounds als Demo zum bestellen per Nachnahme! Ach, was waren das für Zeiten? Wir waren so jung!

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          k.rausch RED

          Die Cassetten mit Demosounds könnten von Data Store sein, der Programmierer Hubertus Maass hatte das so gemacht. Von ihm gab es im Keyboards Magazin auch einige DX7 Sound-Workshops.

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              k.rausch RED

              Ist nicht auf meinem Mist gewachsen, Bobby Blues gebührt die Ehre. Dieser fleißige Archivar listet sämtliche kommerziellen DX7 Angebote auf seiner Website. Die von Metrasound sind da selbstverständlich auch gelistet. Ja, war eine sehr aufregende Zeit und das hält scheinbar irgendwie bis jetzt immer noch an :) Link: http://bob.....banks.html

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            Codeman1965

            Die Sounds im „Keyboards“ waren klasse!
            Die Älteren werden sich erinnern: Da war so ein obergeiler Rhodes-Sound bei (inspiriert von David Foster), der war bei mir gleich auf Speicherplatz 1! So ’ne Wahnsinns-Glocke und so ausbalanciert, Hammer…!
            Die Hefte mit den Sounds habe ich noch irgendwo im Keller liegen… :-)

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    Tolayon

    Ein zeitloser, wenn nicht sogar DER zeitlose Klassiker unter den digitalen Synths.
    Wer FM-Synthese Plus will, sollte sich mal nach einem gebrauchten Korg Z-1 umsehen. Dessen VPM-Synthese ist 1:1 (oder weitestgehend) dasselbe wie Yamahas 6-OP-FM-Variante. Dazu gibt’s auch noch Filter, Effekte und Tonnenweise anderer Oszillator-Modelle zum Layern.

    Eine Frage hätte ich übrigens noch zur internen Struktur des DX-7:
    Gibt es die Pitch-Hüllkurve nur einmal global pro Sound, oder je eine separat pro Operator, zuzüglich zur Lautstärke-Hüllkurve?

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    Sudad G ••

    Schöner Artikel!
    Die FM-Synthese liefert heute noch aufregende Sounds und ist dank Yamahas Reface DX sogar neuwertig und preiswert zu haben. Wer mehr will kann sich entweder den Yamaha Montage gönnen oder sich gebraucht nach einem TX-816,TX-802 oder DX7/DX-7IIFD umsehen. Es lohnt sich allemal.
    Bzgl. TX-816 – das ist ein richtiges „Tier“. Damals, als Sampling noch sehr teuer bzw. klanglich nicht gut genug war (wie auch bei dem winzigen Speicher), konnte man mit dem TX-816 schon hervorragende Natursounds erstellen. Es gab da sogar mal eine Soundfirma auf der Messe in Frankfurt, die ein Programm im Einsatz hatte, welches aus AIFF-Dateien TX-816 und TX-802 Presets errechnete, bei denen alle 8 Module des TX-816 bzw. alle 8 Single Sounds eines TX-802 so genutzt wurden, dass sie in der Summe der jeweiligen AIFF-Datei so nahe wie möglich kamen – d.h. mit den ersten 3 Modulen bzw. Sounds wurde nur die Attackphase erstellt, mit weiteren 5 Modulen dann die Sustainphase etc. also ein quasi 48-Operator Patch.
    Leider konnte man diese Software als Endkunde damals nicht erwerben. Sie diente lediglich der Soundfirma zum erstellen spektakulärer Presets und realistischer Natursounds. Auf Michael Jackson’s Bad-Tour wurde sie jedoch scheinbar verwendet. Weiß den Namen der Firma leider nicht mehr – ob es PA-Decoder war – keine Ahnung. Der TX-802 konnte das dann mit Hilfe dieser TX-816 Software zwar auch, aber dann halt nur zweistimmig. Jedenfalls haben mich die Sounds damals umgehauen.

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      k.rausch RED

      Danke für deine Hinweise, und da ich über diese spezielle Software nicht im Bilde bin, werde ich mal recherchieren. Was es im Bereich TX816 noch gibt, ist die weiter oben beschriebene „Dave Bristow Lehre“, wo den einzelnen TF1 Modulen jeweils Klangkomponenten zugewiesen werden, um in der Summe entweder ein vollständiges Instrument zu imitieren, oder im Zusammenhang etwa mit den KX88 und QX1 ein Performance Set. Yamaha selbst hatte die sogenannten Performance Notes herausgegeben, die stehen bei Yamaha USA auf der Website zum Download (PDF). In Deutschland hatte sich Gerd Führs gemeinsam mit Hubertus Maass um eine Fortführung dieser Methode gekümmert. Eine Demo davon hatte ich 1986 oder 1987 mal gesehen, die entsprechenden Performances habe ich aber leider nicht in meinem Archiv. Sehr interessantes Thema, das sich auch mit aktuellen Tonerzeugern machen lässt. Voraussetzung ist die analytische Herangehensweise und die Zerlegung der Sounds in Komponenten, die im Anschluss per Module (oder Mix Mode bzw. Combi) wieder zusammengefügt werden, und per Controller in Realtime dynamisierbar sind.

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