Der neue Bus-Kompressor von SPL
Mit dem Big Studio stellte SPL vor wenigen Wochen einen tollen Stereo-Image-Prozessor vor, den wir euch in einem detaillierten Test zeitnah präsentieren werden. Zusätzlich stellt der Hersteller heute den SPL Venos vor, einen Stereo-Kompressor, der auf den Grundlagen vieler legendärer Vintage-Tube-Kompressoren basiert.
Kompressor: SPL Venos
Wie eingangs erwähnt, basiert der SPL Venos auf den gleichen Grundlagen wie viele legendäre Vintage-Tube-Kompressoren, erweitert diese Klangsignatur jedoch mit modernen Features. Hierzu gehört u.a. SPLs proprietäre 120V-Technologie.
Vom Grundkonzept her ist der Venos ein Variable-Bias Röhren-Kompressor. Er arbeitet nach dem Prinzip der Bias gesteuerten Remote-Cutoff-Röhre, erweitert die klanglichen Möglichkeiten dieses Konzepts jedoch um neue Hyper-Kompressions-Modi.
Die Arbeitsmodi des SPL Venos verändern das Verhalten des Kompressors in Bezug auf das Eingangssignal. Die ersten drei bieten verschiedene analoge Filter (Side-Chain-Filter) im Steuersignalweg (nicht im Audio-Signal) und ermöglichen so eine frequenzselektive Kompression. Focus und Punch sind dagegen neuartige Hyperkompressions-Modi. Bei diesen kommt kein den Frequenzgang anpassendes Filter im Steuersignalweg zum Einsatz. Eine spezielle Schaltung ermöglicht ein für Variable-Bias Röhren-Kompressoren so ein neues Kompressionsverhalten.
Die Kompressor-Kennlinie fällt, nachdem sie das Maximum erreicht hat, wieder ab. An diesem Scheitelpunkt entsteht eine besonders kraftvolle, vor Energie strotzende Art der Kompression.
Dieses Kompressionsverhalten wird oft als negative Kompression bezeichnet, da die Ratio negativ wird. Da wir bei einem Variable-Bias Röhren-Kompressor keine feste Ratio haben, bezeichnen wir die Modi Focus und Punch als Hyper-Kompressions-Modi.
Alle Parameter des SPL Venos werden über Schalter oder über gerasterte Potentiometer eingestellt – es gibt jeweils ein Bedienelement, gemeinsam für den rechten und linken Kanal. Die Feinabstimmung der Parameter wurde laut Hersteller in unzähligen Hör-Sessions so abgestimmt, dass der Kompressor intuitiv zu bedienen ist und schon beim Einschalten jedem Stereo-Signal Größe, Tiefe und Durchsetzungskraft verleihen kann.
SPL Venos ist ab sofort im Handel verfügbar und kostet 4.989,- Euro. Weitere Informationen zum Venos findet ihr hier.
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Da bin ich schon gespannt, vor allem auf die hoffentlich auch erhältliche Plugin-Version.
PassEQ und IRON sind meine Standards aufm Masterbus, selten kommt nen PQ statt dem PassEQ. Vielleicht wird der Venos ja ne Iron-Alternative für Sonderfälle?
@moinho Ist diesbezüglich ein Plugin geplant und/oder machen die generell zu gegebener Zeit alles als Plugin? Weil 5k ist natürlich eine Ansage aber er wird es wohl wert sein. Davon bin ich überzeugt.
@Filterpad Ich weiß zu Plänen zu dem Produkt nix – aber sie haben in der Vergangenheit von einigen Produkten Plugins gemacht: https://spl.audio/de/plugins/
Auch von allen Mastering-Produkten, die nicht nur Wandlung oder Routing sind, und auch vom oben erwähnten Big Studio.
Die Plugins find‘ ich alle richtig toll.
Die Plugins gabs immer über Plugin Alliance oder wie die heißen, die gerne Mondscheinpreise haben. Also immer brav bis Weihnachten oder Black Friday oder Sonnenwende oder so warten ;)
@moinho Ja, Plugin-Alliance sind Meister darin Plugins zu Wucherpreisen anzubieten, aber jeden Monat für eine Woche 90% Rabatt zu gewährleisten. Wem sagst du das! 😆
Bei solchem Gear-Porn in Reinkultur muss man aufpassen, dass man sich nicht durch die Qualität der optischen und haptischen Eindrücke dazu verleiten lässt, das Ergebnis automatisch als besser zu beurteilen, als wenn man ein billiges oder kostenloses Plugin benutzt hätte.
Das Gerät ist unbestritten geil, hat aber total Recall nur manuell (nach Foto oder Notizen) und keine Multibandkompression. Variable Sidechain-Filter sind kein Ersatz dafür.
Es wird seine Käufer finden.
@bluebell Natürlich sind SC-Filter kein Ersatz für MB-Kompression. Dieser Kompressor hier IST ja auch kein Multiband-Kompressor und behauptet auch nicht, einer zu sein.
Zum Thema Total Recall kann ich die Software „Session Recall“ empfehlen. Neue Geräte werden dort schnell implementiert, oft auch auf Kundenwunsch werden auch Special Editions berücksichtigt.
@Marco Korda siehe „Schwerkraftmaschine“
@Fubu ??? den Querverweis raff‘ ich jetzt nicht
@Marco Korda Oh sorry, war nicht direkt auf dein Kommentar bezogen, sondern auf die Kiste generell. Gibt schon Parallelen zur blauen (oder jetzt grünen) Maschine aus Berlin Tegel. Nicht nur Total Recall via Plugin sondern auch was die Arbeitsweise betrifft, bei dem das SC Signal aus dem Input mit diversen Kennlinien versehen wird und auf diese Weise eine Art Multiband-Kompression emuliert werden soll…
@Fubu Faszinierend…. 😂
@MattMert geht so, ich hab die SWK wieder verkauft
@Fubu Kann ich verstehen. Ich hatte in meiner analogen Anfangsphase auch viel von Tegeler, hab alles wieder verkauft 😒
@Marco Korda same here, hatte auch so ziemlich alles von T und jetzt nichts mehr davon. Der VariTube hat mich damals wirklich begeistert, war aber für Stereosignale kaum nutzbar. Die SWK hatte ähnliche Probleme und war zudem ständig am Clippen, laut rein, leise raus. Den Magnetismus hätte ich behalten, wenn er nicht 2 HE fressen würde, wo er doch in eine 500er Kasette passen würde wenn man mal reinguckt. Seinen Platz hat nun ein Overstayer MC eingenommen, ist auf keiner Ebene vergleichbar aber zeigt dass man mit Rackspace auch respektvoll umgehen kann;)
@Fubu Ja, ich auch. Aber ich denke die Geräte können nicht miteinander verglichen werden. Völlig andere Liga. Und haben auch wenig gemeinsam. Ich habe mir den Venos bestellt und bin gespannt wie er sich gegen den Vari Mu schlägt.