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Status: Alle Behringer Eurorack-Module, Tests, News, Gerüchte

7. Juli 2021

Über 30 getestete Behringer-Module auf einen Blick

Kurz vorab: Einen ausführlichen Status-Report zu den Synthesizer-Projekten von Behringer findet ihr HIER (bitte klicken). Nun aber zu den Behringer Eurorack-Modulen.

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Behringer Eurorack-Module Stand: 3. August 2021

Die komplette Auflistung aller Tests zu allen derzeit erhältlichen Eurorack Modulen finden Sie direkt hier im Anschluss.

Interessant sind aber vor allem auch die umfangreichen Hintergrundinformationen zu den Behringer-Modularsystemen und deren berühmten Vorbildern. Diese finden Sie am Ende dieses Artikels. Und hier kurz die zuletzt eingetroffenen News zu kommenden Eurorackmodulen aus dem Hause Behringer:

Bereits realisierte Module wandern von der News-Liste nach unten zu den einzelnen Rubriken. Meist sind dort dann auch schon die Tests verlinkt.

Behringer System 100, (Roland System 100m Klon)

Die bisherigen Tests haben sich Torsten Bäumer (ToBy) und Dirk Erle (Xsample) geteilt:

Behringer System 35+, (Moog Modular 55 Klon)

Um die Tests zum Behringer System 35+ haben sich bisher P-Head und Thilo Goldschmitz gekümmert:

Behringer Serie 2500, (ARP Modular 2500 Klon)

Die Behringer System 2500 Module testet bislang im Alleingang unser Autor P-Head:

Behringer Eurorack-Module ohne Vintage-Vorbild:

Behringer Eurorock-Module Ankündigungen

Das Behringer System 55 ist auch komplett erhältlich.

Behringers Einstieg in die Welt der Modularsysteme / Eurorack-Module

Der Einstieg in den Eurorack-Markt ist Behringer genau so gelungen wie der Einstieg in den analogen Synthesizer-Markt, soviel ist mal sicher. Die Methodik als Garant für wirtschaftlichen Erfolg ist dabei dieselbe geblieben: altbewährtes kopieren, mit den heutigen Mitteln reanimieren und in großen Stückzahlen produzieren. Ein extrem günstiger Preis und nahezu identische Klangqualität zum Vorbild haben Behringer so enorm hohe Absatzzahlen beschert.

Nach all dem, was unabhängige Autoren bislang für AMAZONA.de getestet haben, ging diese Rechnung nun auch bei den Eurorack-Modulen auf. Da Behringer-Produkte aus diversen Gründen immer stark polarisieren, kann ich euch versichern, dass die Autoren immer wieder dazu angehalten wurden, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, sollten sie an Verarbeitung oder Klang etwas auszusetzen haben. Erstaunlicherweise passierte das nur äußerst selten …

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Die einzige negative Kritik hingegen, die immer wieder aufkam, war die Tatsache, dass man selbst die „Schwächen“ der Originale übernommen hat. Siehe zum Beispiel die vereinfachten Hüllkurven des ARP 2600, die man ohne viel Aufwand im Behringer 2600 hätte verbessern können. Puristen werden diesen Punkt hingegen zu schätzen wissen – und so lässt sich zumindest festhalten, dass Behringer seiner Strategie treu bleibt und bislang sehr gut damit gefahren ist.

Statusreport Behringer Eurorack Module

Da Behringer mit Sicherheit noch viele Eurorack-Module auf den Markt bringen und evtl. auch andere Klassiker in Angriff nehmen wird (wie wäre es z. B. mit dem Modularsystem von E-Mu?), werden wir versuchen, euch mit diesem Statusreport auf dem Laufenden zu halten.

Closeup auf den Moog-Modular-Klon von Behringer

Status Quo der Behringer Modularsysteme

Im Modularsynthesizer-Segment hat BEHRINGER gleich drei Klassiker gleichzeitig in Angriff genommen und liefert seit Release nach und nach neue Module nach alten Vorbildern.

Geklont wurden bislang Module der drei folgenden Vintage-Serien:

  • Moog Modular Systems 55
  • Roland Modular-System 100m
  • ARP Modular-System 2500

Fertige Behringer Modular-Bundles im Eurorack-Format

Die beiden erstgenannten sind inzwischen so umfangreich mit Modulvarianten vertreten, dass auch fertig konfigurierte Bundles angeboten werden, bei denen ebenfalls Zusammenstellungen der Vorbilder nachgeahmt wurden. Beim Retro-Händler „um die Ecke“ (also in Europa) kostet ein runderneuertes Roland System 100m derzeit knapp 5.000,- Euro. Die exakt gleiche Zusammenstellung (allerdings ohne Keyboard) kostet als fertig konfiguriertes Bundle im Thomann-Shop aktuell 615,- Euro.

Die Behringer Zusammenstellung des Roland System 100m D-Sets

Der preisliche Unterschied bei der Zusammenstellung des Moog-Modular Bundles dürfte noch deutlich größer ausfallen, nur ist mir derzeit weltweit kein Angebot bekannt, wo ein solches Set in brauchbarem Zustand angeboten wird. Da muten die 2.256,- Euro für das Bundle dann zunächst zwar recht hoch an, was sich aber relativiert, wenn man ein wenig Kenner der Materie ist.

Die Behringer Zusammenstellung eines Moog Modular Klons

Ein komplettes Bundle des Behringer 2500 Systems, mit dem nach und nach das berühmte ARP Modularsystem 2500 wieder zum Leben erweckt wird, gibt es leider noch nicht. Das letzte uns bekannte System wurde von einem User in Kalifornien 2017 für 250.000,- $ angeboten.

Da ist viel Luft nach oben und es wäre also durchaus vorstellbar, dass Behringer auch beim ARP 2500 ein Modul nach dem anderen veröffentlicht, bis das ganze System vollständig ist.

Kommen wir zu den bislang veröffentlichten Modulen und den dazugehörigen Tests auf AMAZONA.de

Ausblick auf weitere Eurorack-Module von Behringer

Wir rechnen fest damit, dass Behringer seine Palette an Eurorack-Modulen für seine Modular-Synthesizer noch deutlich erhöhen wird.

Entsprechend werden wir auch diesen Statusbericht ergänzen und mit den neuesten Nachrichten versehen. Ab und zu einen Blick in diesen Statusreport werfen wird sich also lohnen, um die Übersicht zu behalten.

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Preis

  • Komplettes Behringer Bundle System 35+ (Moog Klon): 2256,-€
  • Komplettes Behringer Bundle System 100 (Roland Klon): 615,-€
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Forum
  1. Profilbild
    herw  RED

    Ich finde es generell gut, dass durch diese Klonstrategie Modularsysteme immer im Gespräch bleiben. Insbesondere muss man würdigen, dass die „Vorarbeit” durch Doepfer mit der Erfindung des Euroracksystems es überhaupt ermöglicht, Modular-Klons für größere Käuferschichten attraktiv zu machen. Schaut man sich die Originale an, dann sind es doch eigentlich abgeschlossene Systeme.
    Natürlich wäre es auch spannend, wenn Behringer seine Fachkräfte auch für neue Modularideen einsetzte. Es müssen ja auch nicht unbedingt völlig neue Ansätze sein, man kann sich die Konkurenz anschauen, aber man kann es auch vielleicht besser, innovativer machen. Im Moment erinnert mich die Klonstrategie eher an ein Aufwecken der Sammelleidenschaft, aber man gönnt sich ja sonst nichts ;) .

    • Profilbild
      ctrotzkowski  

      Hm, ich habe doch so ein bißchen den unliebsamen Verdacht, daß im Synth Bereich schon seit langem auf Innovationen gehofft wird, die aber wohl nicht mehr kommen werden, da seit 1/2 Jahrhundert hundertausende Klangforscher in Firmen, Hochschulen und Garagen schon so ziemlich alles in die Klangwelt gelötet haben, was halt physikalisch möglich ist.
      Natürlich gibt es noch retro-innovative „Hingucker“ wie molulare Hochvolt-Gasentlader für noch kreativeres „Geräusch“ – aber eben mit Betonung auf „…gucker“ und „Geräusch“, und weniger als vielseitig einsetzbarer Klanglieferant. Oder halt der 1024ste Lauflicht Sequenzer, der viel komfortabler in einem PC liefe, oder mit analoger Tarnung versehene Granularsynths mit digitalem Innenleben….
      Von daher verstehe ich das Geschäftsmodell, genau die Module wieder in größeren Serien zu fertigen, die auch tatsächlich von vielen angefragt werden – und die haben dann zumeist berühmte Paten + breite Einsatzfelder – und die „innovativen“ Hastenichgesehen-Nischen werden in Kleinserien von Boutiquen bedient.
      Sind die E-Gitarristen da nicht ehrlicher, wenn sie die heilige Röhre anbeten und schon fast innovationsfeindlich die Generation Kemper nur zähneknirschend akzeptieren?

      • Profilbild
        herw  RED

        Da bin ich anderer Ansicht. Ich erwähne manchmal in meinen Beiträgen die Software REAKTOR von Native Instruments. Letztlich ist dies eine DSP-Software, mit der man (unter anderem) seine eigenen Synthesizer erstellen kann. Aber es ist Software.
        Ich sehe in den letzten Jahren eine Hardware-Entwicklung in den Eurorackmodulen zu polyphonen modularen Systemen. Das ist allerdings (noch) sehr umständlich, da man entsprechende Module vierfach erstellt und mit ebensovielen monophonen Kabeln verbinden muss. Das ist ein Kompromiss.
        Eine Innovation könnte sein, dass man auf digitalem Weg polyphone Module entwickelt, die ihre Audio- und Steuersignale ebenfalls polyphon weitergeben. Dazu bedarf es eines neuen Systems, quasi Eurorack aber mit polyphonen Leitungen, also nicht mehr mit klassischen Kabeln sondern digitalen Leitungen (auch für polyphone Audiosignale).
        Inwieweit das eine entsprechende Käuferschaft findet, mag dahingestellt sein, aber es wäre eine Innovation.

      • Profilbild
        THX1138  

        …sehe ich genau wie Herwig. Ich persönlich brauch einfach die Haptik und das Drumherum. Das selbe auf dem Bildschirm macht mir deutlich weniger Spaß.

        • Profilbild
          herw  RED

          hm – nicht falsch verstehen: Ich liebe das Arbeiten mit REAKTOR. Leider ist in den letzten fünf Jahren nichts mehr geschehen, obwohl ich es oft angemahnt habe :(
          Eine ideale Kombination wäre (für mich), wenn es Dummy-Module gäbe, die mit Hilfe von REAKTOR, MAX etc. programmierbar wären. Dazu bedarf es allerdings sehr großen Mutes eines Herstellers.

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