Steinbergs neuer Re-Synthesizer Backbone für Drum-Sounddesign

27. Mai 2020

Kreatives Drum-Sounddesign

Backbone steinberg re-synthesizer

Steinbergs eigene virtuelle Instrumente bekommen mit Backbone neuen Zuwachs. Der Fokus des Re-Synthesizers liegt auf der Kreation von Kick-Drums, Snares, HiHats und, im Generellen, perkussiven Sounds.

Backbone steinberg re-synthesizer

Herzstück von Backbone ist eine Re-Synthesizer-Engine, über die Sounds mittels spektraler Dimension in synthetische Varianten ihrer selbst transformiert werden können. Am Ende kann dies dann u. a. so klingen:

Backbone steinberg re-synthesizer

Hinzu kommt die freie Bearbeitung von Samples und durch die Anpassungen des Spektral-Filters eine hohe Kontrolle bei der Kreation neuer Sounds. Auf der Basis von bis zu acht gelayerten Samples lassen sich tonale oder geräuschhafte Elemente getrennt voneinander bearbeiten und sogar komplette Layer re-synthetisieren. Und danach stehen noch weitere Audio-Manipulations-Features zur Verfügung.

Ein weiteres Werkzeug von Steinbergs Backbone beinhaltet die Möglichkeit der Dekomposition von Audiofiles. Damit lassen sich Klänge in ihre tonalen und geräuschhaften Bestandteile aufsplitten (das hatten wir doch erst in der Melodyne 5 News) und jeder Bereich kann mittels Re-Synthese und subtraktiver Synthese bearbeitet werden.

Backbone ist ab sofort verfügbar und kann als VST-, AU- und AAX-Plugin in allen gägnigen DAWs zum Einsatz kommen. Der Preis beträgt 149,- Euro.

Forum
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    Round Robin  

    Da hat Steinberg mal wieder was tolles rausgehauen. Bin vom technischen Ansatz sehr begeistert und klingt hervorragend. Spectralsynthese sowie Granular sind eh meine Leidenschaft.

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    defrigge  

    Und wieso stolze 149€ für einen bloßen Soundverbieger???
    Dafür kriege ich eine ganze Sammlung von Cable guys Tools o.ä.

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      Coin  AHU

      Das ist kein Effekt, sondern ein Sampler mit Synth Engine ; )
      z.B. Uhe Diva, Zebra2, oder das Xfer Serum kosten mehr.

      Das Steinberg Backbone könnte meine komplette Drum-Abteilung ersetzen.
      Ich freue mich schon das Teil testen zu können.

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        Coin  AHU

        Nachdem das Xfer Serum alle anderen Synths arbeitslos gemacht hat,
        war der nächste konsequente Schritt es weiter zu entwickeln.
        Aber nicht im Synth Sektor, sondern eben für Drums.
        Backbone ist das Serum für Drums.
        Mehr als diese beiden Plugins braucht man nicht.
        Brauche ich nicht. Synth & Sampler sind verschmolzen.

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    defrigge  

    Den Vergleich kann ich nicht nachvollziehen.

    – erstens hat Serum auf meinem Rechner mitnichten alls anderen Synths überflüssigt gemacht (nicht mal ansatzweise), und ich kenne genügend Keyboarder, bei denen das genauso ist
    – zweitens ist Backbone nicht in erster Linie selbständiger Drum-Synthesizer, sondern wird zurecht als Re-Synthese Werzeug für Drumsounds beworben. Er dient dazu Drum-Sounds für bestimmte Genres anzupassen und zu verfremden.
    – auch hier kann ich nicht ansatzweise nachvollziehen, in welcher Weise das bisherige Drum-Lösungen ersetzen sollte. Es kann sie bestenfalls ergänzen.

    Also gilt sowohl für Serum – das ich sehr schätze und viel einsetze, mit dem es aber VIEL zu umständlich und zum Teil überhaupt nicht sinnvoll zu schaffen wäre, meine VAs und analogen Synths zu ersetzen – als auch für Backbone: großartige Möglichkeiten, aber ganz sicher nicht sowas wie ein Universal-Ersatz für alles andere!

    Trotzdem wünsche ich viel Spass beim Testen! Und je mehr Beispiel-Videos ich über Backbone sehe, desto neugieriger macht das Tool auch mich – trotz des Preises ;-)

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      Coin  AHU

      Hallo defrigge, der Punkt ist, Serum ist eine Eierlegende Wollmilchsau.
      Man kann damit alles machen, auch Drums, wie ne (808) Kick, oder Snare.
      Das Backbone ist ähnlich, Schwerpunkt auf Drums, aber Du kannst damit
      auch Synth-Lines, wie nen Leadsound oder Bassline machen.
      Auch eine Eierlegende Wollmilchsau.
      Ich sage das, weil ich selbst alles in the Box produziere.
      Wäre ich Hardware User, wie Du, würde ich das auch etwas flexibler sehen.
      Aber ja, die Demo-Videos vom Backbone sind sehr interessant.
      Vielleicht schenke ich mir den zu Weihnachten.

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    paulilein   1

    Wer braucht denn sowas? Die tausende 909 oder 808 nachzuäffen? Als gäbe es nicht schon genug Drumsamples die man mit Sampleeditoren bearbeiten kann. Geldmacherei. Nur weils von Steinberg kommt muß es gleich jeder haben müßen. Würde als Hersteller “ Lebakassemme“ draufstehen würd sich keiner dafür interessieren.

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          defrigge  

          Wenn jemand einen offenkundig unqualifizierten Rundumschlag mit falschen Einordnungen und geringschätzingen Unterstellungen absetzt, dann ist das keine hilfreiche Form von Meinungsaustausch. Und wenn derjenige dann andere, die das kritisch sehen, anschließend gleich noch erfolglos als „Pappnasen“ zu beleidigen versucht, ist wohl eher das Fassen an die eigene große Nase gefragt. :-)

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      defrigge  

      @paulilein
      Ich denke, das ist ein Missverständnis Deinerseits. Das Tool dient nicht dem Nachäffen, sondern dem Bearbeiten und kreativen Verbiegen von Sounds, zur direkten Weiterverwendung in DAW-Projekten . Und ich kenne kein anderes vergleichbares Tool (ein simpler Sample-Editor kann das alles so nicht), das zugleich
      – a) ein so vielseitiges und doch gut überschaubares Toolset zur Verfügung stellt
      – b) so gut in den Workflow von Cubase und anderen DAWs eingebunden ist.

      Das einzie, was mir nicht schmeckt, ist der Preis, der m.E. eher bei 100€ als bei 150€ liegen sollte. Trotzdem ziehe ich inzwischen einen Kauf ernsthaft in Betracht, weil man sich mit dem Tool blitzschnell originell klingende Drums, Riser/Downer, Soundeffekte etc. bauen kann (so wie es in vielen modernen elektronischen Stilen gebraucht wird), und das zugleich sehr schnell und flüssig direkt beim Arbeiten ins Projekt einbinden kann.

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        paulilein   1

        Da liegt absolut kein Missverständniss vor. Das ist ein warmer Aufguss bestehender Funktionen neu verpackt. Was ich da gehört habe kann jede halbwegs sortierte Drumlibrary. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie jeder auf alles springt wo Steinberg draufsteht.
        Wer es braucht solls kaufen. Ich brauch sowas nicht.

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          AMAZONA Archiv

          Das Prinzip des subtraktiven Synths wird auch seit Generationen nur gefaceliftet. Trotzdem kaufen anno 2020 noch junge Karnickel und alte Hasen das Zeugs und sind verzückt, wenn das irgendwie an ’nen Minimoog erinnert. Mal die Kirche im Dorf lassen. Dieser virtuelle Zappelrochen ist schon ziemlich mächtig.

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          defrigge  

          @paulilein
          „Was ich da gehört habe kann jede halbwegs sortierte Drumlibrary.“

          Das hieße ja, dass alle Manipulations- und Resynthese-Möglichkeiten des Plugins schon als fertige Ergbnisse in „jeder habbwegs sortierten Drumlibrary“ vorliegen.

          Diese steile Behauptung halte ich einfach nur für blanken Unsinn, wenn ich meine ca. 60 Gigabyte an Drumsamples aus vielen erstklassigen Quellen (Battery, Maschine, Goldbaby, Samples from Mars, Splice, Loopmasters etc etc.) zugrunde lege. Du musst es ja mangles Interesse nicht kaufen, aber das beinhaltet keine Pflicht, Unsinn über das Produkt zu reden.

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    Wolf

    Ich melde mich hier mal nicht mit Mutmaßungen sondern mit meinen ersten Erfahrungen mit dem Plugin. Ob es einem den Preis wert ist oder nicht mag bitte jeder für sich entscheiden. Ich fange gleich mal mit dem Drumtuning an. Drums zu tunen ist ja an sich eine heikle Sache. Backbone hat eine Tuninganalyse und verrät einem ganz genau den Pitchverlauf, die Frequenzlage und die Note. Somit kann man im Handumdrehen ein wirklich sauber getuntes Drumkit spielen. Jeder der schonmal versucht hat Drums nach Gehör oder mit einem Stimmgerät an seinen Bass anzugleichen wird diese Funktion sehr zu schätzen wissen. Von der Möglichkeit Pitchverläufe zu bewerkstelligen die immer 100% auf den Punkt sind rede ich noch nicht. Da jedes X-belibige Drumsample in seine tonalen und Rauschelemente zerlegt werden kann, sind die Sounds in ungeahnter Flexibilität in den Mix zu integrieren. Und das gänzlich ohne EQ oder Kompressor. Beim Einsatz von EQ`s, um Anteile zu filtern welche einem too much sind, ist es ja immer ein fauler Kompromiss, da auch Anteile bearbeitet werden die man eigentlich nicht bearbeiten mag. Mit der Hüllkurve kann ich eine Kompression des Wumms simulieren ohne den Rauschanteil zu verstärken. Das waren meine Hauptkaufargumente.

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