Vom Lehrer zum Weltstar zwischen Rock und Jazz
Am 2. Oktober 2026 ist Sting 75 Jahre alt geworden und seit fast 50 Jahren gehört er zu den bekanntesten Musikern weltweit. Bevor er mit The Police und später mit eigenen Projekten große Hallen und Stadien füllte, arbeitete Sting unter anderem als Lehrer und spielte abends in Jazzbands. Erst Mitte der 1970er wurde er mit The Police international erfolgreich. Zu seinen bekanntesten Songs zählen „Englishman in New York“, „Every Breath You Take“ und „Roxanne“. Am Tag nach seinem 75. Geburtstag schauen wir auf seinen Weg vom Lehrer und Jazzmusiker aus Nordengland zum Sänger, Bassisten und Songwriter mit einer außergewöhnlich langen Karriere.
Was ist es? Der britische Musiker Sting feierte am 2. Oktober seinen 75. Geburtstag und blickt auf eine fast 50-jährige internationale Karriere zurück.
- Musikalische Entwicklung: Sting begann seine Karriere mit The Police, wo er Rock und New Wave mit Reggae verband und integrierte später Jazz, Folk und Weltmusik in seine Soloarbeiten.
- Bedeutung als Bassist: Sein Bassspiel ist integraler Bestandteil vieler Songs, wobei er sich nicht durch Virtuosität, sondern durch songdienliche und rhythmisch komplexe Linien auszeichnet.
- Solokarriere: Nach The Police schlug er mit seinem ersten Soloalbum „The Dream of the Blue Turtles“ eine jazzorientierte Richtung ein und veröffentlichte viele erfolgreiche Alben wie „…Nothing Like the Sun“ und „Ten Summoner’s Tales“.
- Herkunft und Themen: Seine nordenglische Herkunft und die Schiffbauindustrie seiner Heimatstadt Wallsend wurden in späteren Werken wie „The Last Ship“ zu zentralen Themen.
- Aktuelle Projekte: Mit 75 Jahren ist Sting weiterhin aktiv und tourt im Trio „STING 3.0“, wobei er sowohl Solo- als auch The-Police-Songs in reduzierter Besetzung präsentiert.
Inhaltsverzeichnis
- Gordon Sumner wird zu Sting
- Zusammenarbeit mit Stewart Copeland
- The Police entwickeln ihren eigenen Sound
- Sting als Bassist
- Fünf Alben in fünf Jahren
- Start der Solokarriere
- Zwischen Jazz, Pop und Weltmusik
- The Soul Cages
- Die Songs Fields of Gold und Shape of My Heart
- Neue Richtungen
- Rückkehr von The Police
- The Last Ship
- Mit 75 wieder als Trio unterwegs
Gordon Sumner wird zu Sting
Gordon Matthew Thomas Sumner wurde am 2. Oktober 1951 in Wallsend im Nordosten Englands geboren. Einer Region, die damals stark vom Schiffbau geprägt war. Seine Mutter spielte Klavier und auch Sting selbst fand früh zur Musik: Zuerst griff er zur Gitarre und später wurde ihm der Bass immer wichtiger.
Direkt auf die Bühne führte sein Weg allerdings nicht, denn nach verschiedenen Jobs ließ er sich zum Lehrer ausbilden und arbeitete eine Zeit lang in diesem Beruf. Parallel spielte er Bass in mehreren Formationen der regionalen Musikszene, wie beispielsweise in der Newcastle Big Band, bei den Phoenix Jazzmen und später bei Last Exit. Vor allem Jazz und Fusion spielten in dieser Zeit eine große Rolle.
Auch sein Künstlername entstand damals, denn bei Auftritten mit den Phoenix Jazzmen trug er häufiger einen schwarz-gelb gestreiften Pullover, weswegen ihn ein Bandkollege deshalb mit einer Biene oder Wespe verglich und ihn „Sting“, also „Stachel“, nannte.
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Zusammenarbeit mit Stewart Copeland
Eine wichtige Begegnung fand Mitte der 1970er-Jahre statt, als Stewart Copeland, der damals Schlagzeuger von Curved Air war, Sting mit Last Exit spielen sah und sich vor allem für den Sänger und Bassisten interessierte. Sting gab daraufhin seinen Lehrerberuf auf, zog nach London und gründete gemeinsam mit Steward Copeland und Gitarrist Henri Padovani eine neue Band, deren Name bis heute bekannt ist: The Police.

Stewart Copeland 2022 beim Taylor Hawkins Tribute Concert (Quelle: Raph_PH, CC BY 2.0 via Wikimedia Commons)
Henri Padovani gehörte nur kurze Zeit zur Gruppe und mit Andy Summers kam anschließend der Gitarrist hinzu, mit dem sich die bekannte Besetzung der Band zusammensetzte. Sting übernahm dabei Gesang und Bass, Stewart Copeland spielte Schlagzeug und Andy Summers Gitarre. Alle drei kamen aus eher unterschiedlichen musikalischen Richtungen, was später zu einem der wichtigsten Merkmale von The Police wurde.
The Police entwickeln ihren eigenen Sound
The Police wurden zunächst den Szenen von Punk und New Wave zugeordnet, musikalisch ging die Band aber deutlich weiter: Sting brachte Jazz und Reggae mit, Stewart Copeland entwickelte einen sehr eigenen und oft von Reggae beeinflussten Schlagzeugstil und Andy Summers ergänzte die Songs mit oft eher ungewöhnlichen Gitarrenparts.
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Gerade die kleine Besetzung von nur drei Musikern spielte dabei eine wichtige Rolle, denn Bass, Schlagzeug und Gitarre hatten klanglich viel Platz und mussten entsprechend gut ineinandergreifen. Sting beschränkte sich am Bass selten nur auf Grundtöne, weswegen viele seiner Basslinien zu einem wichtigen Bestandteil der Songs wurden.

Sting 2008 am Bass (Quelle: Alberto Cabello from Vitoria-Gasteiz, Spain, CC BY 2.0 via Wikimedia Commons)
1978 erschien mit „Outlandos d’Amour“ das erste Album der Band, auf dem bereits „Roxanne“, „So Lonely“ und „Can’t Stand Losing You“ enthalten waren. Vor allem der Song „Roxanne“ entwickelte sich später zu einem der bekanntesten Stücke der Band. Ein Jahr später folgte „Reggatta de Blanc“ mit dem Song „Message in a Bottle“, der noch einmal besonders deutlich zeigte, wie die Band Reggae, Rock und Pop miteinander verbinden konnte.
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Sting als Bassist
Bei Sting steht oft der Sänger und Songwriter im Mittelpunkt, sein Bassspiel ist allerdings mindestens genauso interessant. Er gehört definitiv nicht zu den Musikern, die sich mit möglichst vielen Noten und aufwändigen Läufen in den Vordergrund spielen, sondern seine Parts richten sich stark danach, was ein Song gerade braucht.
Bei The Police ist das besonders spannend, weil Sting auch gleichzeitig singt und sich viele Bassfiguren rhythmisch ganz anders bewegen als sein Gesang. Der Song „Walking on the Moon“ lebt beispielsweise von wenigen gezielt gesetzten Tönen, während „Spirits in the Material World“ deutlich bewegter wirkt. Bei „Message in a Bottle“ entsteht der Reiz dann wiederum stark aus dem Zusammenspiel mit Gitarre und Schlagzeug. Seine frühe Beschäftigung mit dem Jazz dürfte darauf einen großen Einfluss gehabt haben.
Fünf Alben in fünf Jahren
Zwischen 1978 und 1983 veröffentlichten The Police insgesamt stolze fünf Studioalben und mit jedem Album wurde die Band erfolgreicher. Songs wie „Every Little Thing She Does Is Magic“ oder „Wrapped Around Your Finger“ wurden weltweit bekannt, der größte Song dieser Phase dürfte allerdings „Every Breath You Take“ sein.
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Das Lied erschien 1983 und wird bis heute gelegentlich als Liebeslied verstanden, obwohl es inhaltlich allerdings um Besitzdenken, Kontrolle und das Beobachten einer anderen Person geht. Mit „Synchronicity“ erreichten The Police dann ihren kommerziellen Höhepunkt. Gleichzeitig nahmen auch die Spannungen innerhalb der Band zu und nach der anschließenden Tour gingen Sting, Andy Summers und Stewart Copeland zunächst getrennte Wege.
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Start der Solokarriere
Sting versuchte nach The Police nicht, den bisherigen Bandsound einfach weiterzuführen, sondern schlug schon mit seinem ersten Soloalbum „The Dream of the Blue Turtles“ eine andere Richtung ein, das 1985 erschien. Für die Aufnahmen arbeitete er unter anderem mit Branford Marsalis am Saxofon, Kenny Kirkland an den Keyboards, Omar Hakim am Schlagzeug und Darryl Jones am Bass zusammen.
Damit rückte Jazz deutlich stärker in den Vordergrund. Gleichzeitig blieben die Songs insgesamt zugänglich und hatten weiterhin einen deutlichen Popanteil. Auf dem Album finden sich Songs wie „If You Love Somebody Set Them Free“, „Fortress Around Your Heart“ und „Russians“.
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Zwischen Jazz, Pop und Weltmusik
1987 erschien „…Nothing Like the Sun“, eines der wichtigsten Alben seiner Solokarriere, auf dem beispielsweise die Hits „Fragile“ und „Englishman in New York“ zu finden sind. Vor allem „Englishman in New York“ zeigt sehr gut, wie breit Sting zu dieser Zeit musikalisch arbeitete. Der Song verbindet Pop, Jazz und Reggae, ohne dass eine dieser Richtungen besonders aufgesetzt wirkt. Branford Marsalis steuert dazu eines der bekanntesten Saxofonmotive aus Stings Solokarriere bei.
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The Soul Cages
1991 veröffentlichte Sting schließlich das Album „The Soul Cages“, das nach dem Tod seines Vaters entstand und zu seinen persönlichsten Veröffentlichungen gehört. Inhaltlich geht es unter anderem um Familie, Verlust und die eigene Herkunft. Auch die Schiffbauindustrie seiner Heimat in Nordengland taucht immer wieder auf.
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Die Songs Fields of Gold und Shape of My Heart
1993 erschien „Ten Summoner’s Tales“, das bis heute zu den bekanntesten Veröffentlichungen seiner Solokarriere gehört. Darauf finden sich unter anderem „Fields of Gold“ und „Shape of My Heart“. Bei letzterem Song spielte der Gitarrist Dominic Miller eine wichtige Rolle, denn die charakteristische Gitarrenfigur, die der Ausgangspunkt für diesen Song war, stammt von ihm.
Dominic Miller gehört seit den frühen 1990er-Jahren zu den wichtigsten musikalischen Partnern Stings und begleitet ihn bis heute. Auch „Fields of Gold“ zeigt sehr deutlich, wie weit sich Sting inzwischen vom Sound der frühen Alben von The Police entfernt hatte, denn der Song ist insgesamt sehr ruhig und deutlich stärker auf die Melodie und den Text ausgerichtet.
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Neue Richtungen
Mit „Mercury Falling“ orientierte sich der Brite 1966 eher in Richtung Folk, Soul und Country und 1999 ging es mit „Brand New Day“ wieder stärker in Richtung Pop. Einer der bekanntesten Songs des Albums wurde „Desert Rose“, das gemeinsam mit dem algerischen Sänger Cheb Mami entstand und westliche Popmusik mit nordafrikanischen Einflüssen verbindet.
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2006 veröffentlichte Sting mit „Songs from the Labyrinth“ ein Album mit Musik des Renaissance-Komponisten John Dowland. 2010 folgte dann „Symphonicities“, für das Sting bekannte Songs seiner Karriere für Orchester neu arrangierte.
Rückkehr von The Police
2003 wurden The Police in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und vier Jahre später kam es schließlich zur Reunion der Band. Bei den Grammy Awards 2007 standen Sting, Andy Summers und Stewart Copeland wieder gemeinsam auf der Bühne, woraufhin eine große Welttournee folgte, die bis 2008 dauerte. Ein neues Studioalbum entstand allerdings nicht und nach dem Ende der Tour gingen die drei Musiker wieder ihren eigenen Projekten nach.
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The Last Ship
2013 beschäftigte sich Sting noch einmal intensiv mit seiner Herkunft. „The Last Ship“ handelt von Wallsend, dem Schiffbau und den Menschen, die in dieser Industrie gearbeitet haben. Aus dem Album entstand später sogar ein Musical. Gerade mit Blick auf seinen Lebensweg ist es interessant, dass die Welt seiner Kindheit lange Zeit nach seinem Umzug nach London erneut ins Zentrum seiner Arbeit rückte. Sting hatte Wallsend als junger Musiker verlassen, um seine Karriere voranzutreiben und viele Jahre später wurde genau diese Umgebung zu einem seiner persönlichsten musikalischen Themen.
Mit 75 wieder als Trio unterwegs
Aktuell ist Sting mit seiner „STING 3.0“-Tour in Nordamerika unterwegs, bei der er gemeinsam mit dem Gitarristen Dominic Miller und dem Schlagzeuger Chris Maas spielt. Die Besetzung ist bewusst klein gehalten. Sting übernimmt selbst Bass und Gesang. Auf dem Programm stehen Songs aus seiner Solokarriere und Songs von The Police.
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Dass er mit 75 Jahren wieder in einem Trio spielt, erinnert zumindest von der Besetzung her an seine frühen Jahre mit The Police. Musikalisch klingt die heutige Besetzung natürlich anders, trotzdem profitieren viele Songs von dieser reduzierten Besetzung. Sting ist damit weiterhin regelmäßig auf internationalen Bühnen zu sehen und spielt Songs, von denen einige fast 50 Jahre alt sind. Andere stammen aus seiner Solokarriere oder aus deutlich späteren Projekten.
Sting kann inzwischen auf eine Karriere zurückblicken, die Ende der 1970er-Jahre mit The Police international Fahrt aufnahm und sich danach in viele unterschiedliche Richtungen entwickelt hat: Er spielte mit Jazzmusikern, arbeitete mit Orchestern, beschäftigte sich mit Renaissance-Musik, nahm Reggae auf und kehrte immer wieder zu Rock und Pop zurück. Gleichzeitig blieb der Bass über all die Jahre eines seiner wichtigsten Instrumente.
Aus Gordon Sumner, dem Lehrer und Jazzmusiker aus Wallsend, wurde einer der bekanntesten Sänger, Bassisten und Songwriter seiner Generation. Und seine Karriere wirkt auch mit 75 Jahren noch lange nicht abgeschlossen.
































Happy birthday to you!😀
„The Police wurden zunächst den Szenen von Punk und New Wave zugeordnet“
Genau, da gehören sie auch hin. Etwas problematisch ist höchstens, dass Punk und New Wave oft in einem genannt werden. Police war New Wave. Dass sie gute Instrumentalisten waren, spricht nicht dagegen. Das waren zum Beispiel die Stranglers auch. Vor allem gehörten sie nicht zu dem Bombast Rock, den die Dinos aus den Anfang 70ern spielten. Ich darf das sagen, ich gehörte selbst zu diesen. New Wave hat für mich die Siebziger gerettet. Es wäre sonst musikalisch nach hervorragendem Anfang ein ödes Jahrzehnt geworden.
@Tai Die Strangler haben wirklich Weltklasse und spielen neulich als VORBAND der Toten Hosen! 🫣
Ich kenn mich nimmer aus, wie sich heutzutage die Musikwelt dynamisiert… 🤣
@CDRowell Der Keyboarder der Stranglers ist vor wenigen Jahren leider gestorben. Der baute unglaubliche Synthielinien in die scheinbar rohe Musik ein. Polyphone Stimmführung bei einer Band, die zum Punk gezählt wurde.
@Tai Ja! Nicht nur bei „Rattus Norvegicus“ aus 1977 hört man ihn in Höchstform!😱
Er war eine Bereicherung für die Stranglers.😃👍
Ich persönlich habe ganz und gar nichts gegen den Menschen Sting. Er scheint wirklich ein korrekter Typ zu sein. Er ist sich auch nicht zu schade, ein Konzert in einer Kleinstadt oder einem Dorf zu führen. Aber seine Musik ist nun wirklich nichts was ich freiwillig anhöre. Ich kenne es ausschließlich vom TV und Radio. Jeder hat irgendeinen Song, der einen tierisch nervt. Bei mir ist es tatsächlich Polices Every Breath You Take. Es gibt Songs, wo das Cover besser ist als das Original. Bei der Version von P. Diddy/Puff Daddy (I’ll Be Missing You) ist das meiner Ansicht nach der Fall. Übrigens ein Tribute an Notorius B.I.G. Nun gut, Deswegen darf jetzt Puff Daddy täglich 5.000 US-Dollar an Sting bezahlen. Ein gutes Einkommen an Tantiemen für’s Nichtstun. Aber hier kann ja Sting nichts dafür. Mehr anfangen kann ich mit seinem Englishman in New York. Ein netter Song mit einer angenehmen Melodie. Bei Every Breath You Take werde ich aber auch in Zukunft den Sender wechseln.
@Filterpad „Ein gutes Einkommen an Tantiemen für’s Nichtstun.“
Der Song hat sich nicht von selbst komponiert, und für das Radio-Airplay macht P.Diddy ja im Prinzip auch „nichts“ mehr. Weil er nunmal wegen der Förderung von Prostitution im Knast sitzt.
Und das kostet ihn eben auch nur DANN etwas, wenn das Geld vorher um ein Vielfaches reinkommt!
@mort76 Ja, stimmt auch wieder.
Ich habe »Police« immer links liegen lassen. Natürlich kannte ich damals »Roxanne«, natürlich (logisch!) »Every Breat You Take« und »Message in a Bottle«. Alle drei habe ich viel später lieben gelernt. Dass »Roxanne« mit diesem Rythmus überhaupt erfolgreich war … ach, halt, stopp, ich messe das mit heutigen Maßstäben.
Dann kam Stings Soloalbum »The Dream of the Blue Turtles« und ich weiß bis heute nicht, warum ich das gekauft habe. »Russians« lief im Radio rauf und runter, aber schockverliebt war ich in »Moon over Bourbon Street« über die Qualen eine Werwolfs (denke ich zumindest, dass das davon handelt). Später hat Sting das noch einmal als »Slow Foxtrot« neu interpretiert und das habe ich sogar mehrfach selber gesungen. Und dabei nicht nur gemerkt, wie genial die ganzen Harmonien sind, sondern auch wie scheiß kacken schwer das zu singen ist. Danach folgten
— Shape Of Your Heart (ich sage nur »Leon der Profi«, hua!!!)
— Straight To My Heart (7/4tel-Takt!!!, wobei die ganze Percussion nicht dazu angetan ist, dem Takt folgen zu können)
— Englishman in New York (da ist es für mich der Text)
— Desert Rose (fuck, ist das geil gesungen)
und
— The End Of The Game (über zwei Füchse am Ende ihres Lebens)
Da bekomme ich schon Tränen in den Augen, wenn ich die Zeilen hier schreibe.
Genialer Musiker, geiler Sänger … großartige Musik.
War nie ein besonderer Sting Fan, aber das hier, zusammen mit Frank Zappa, von dem ich noch weniger Fan bin, ist für mich der geilste Live track ever.
https://www.youtube.com/watch?v=ToReX88lzkk&list=RDToReX88lzkk&start_radio=1
Der Schting, fein! Es gibt eine Police-Live-Platte aus Boston, 1979 war das, glaub ich. Da hört man einfach nur die drei Jungs, ohne den ganzen Pop aussenrum, den The Police und Sting auch super drauf haben. Pure Energie und einfach nur grandios gespielt. Da tropft der Punk noch aus allen Poren.