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Test: Stokyo Frisk Fader FLX-1100, mobiler Fader

2. Juli 2015

Das Turntablist-Tool zum Mitnehmen

Findige Scratch-DJs haben ihn schon vor gut zwei Jahren in den Weiten des Netzes entdeckt: den Stokyo Frisk Fader FLX-1100. Der ultra-portable Fader schien zu Experimenten und Scratch-Sessions mit iPhones und iPads einzuladen, war aber lange nur für Geduldige direkt aus Japan zu beziehen. Der Vertrieb ProAudio Technik schafft nun Abhilfe und bringt den Frisk Fader als schwarze und weiße Version auf den deutschen Markt. Deswegen ist es an der Zeit, einen Blick darauf zu werfen, was wir hier eigentlich bekommen: DJ-Schlüsselanhänger? Trainings-Spielzeug für unterwegs? Harmloses Gimmick oder doch ein ernsthaft einsetzbares Turntablist-Tool?

Das ist in der Box: Fader mit Karabiner und ein kurzes Kabel

Der FLX-1100, so der offizielle Name, wird in einer kleinen Schachtel geliefert, die mit einem motivierenden »No fader no life! Everytime scratch!« (und einem kleineren »Not for eat!«) bedruckt ist. Im Lieferumfang enthalten sind ein kurzes Miniklinken-Kabel und ein Karabinerhaken, mit dem der Frisk Fader, so man das denn möchte, am Schlüsselbund, am Rucksack oder an der Halskette befestigt werden kann. Die Bedienungsanleitung beschränkt sich auf ein paar Fotos auf der Außenseite der Verpackung, mehr ist aber auch nicht wirklich nötig. Das leichte Kunststoffgehäuse des Faders ist 8 cm lang, 3,3 cm breit und etwas über 1 cm hoch, der Faderweg beträgt 4,5 cm. Der Fader arbeitet passiv, also ohne Stromzufuhr und Verstärkung. Mit einem modernen kontaktlosen Fader wäre das nicht möglich, Verschleiß und Verschmutzung der Leiterbahn können langfristig also durchaus zu Problemen führen. Eine offizielle Dokumentation, ob das Gehäuse gefahrlos geöffnet werden kann, um zur Reinigung an die Kontakte heranzukommen, ist nicht zu finden – beim Testgerät haben wir uns gegen den unautorisierten Versuch entschieden.

Der Fader selbst spricht gut, schnell und sauber an, der Cut-In-Punkt ist mit gängigen Scratch-Mixern zu vergleichen und liegt nah am rechten Anschlag des Faders. Ein Umkehren der Arbeitsrichtung ist nicht vorgesehen, der Fader schließt also rechts, wo auch die Buchsen sitzen, und öffnet nach links – es sei denn, man dreht einfach das ganze Gehäuse um.

No fader no life! Rechts Ein- und Ausgang als 3,5-mm-Klinke

Einstellmöglichkeiten für Kurve und Cut-In sucht man ebenso vergeblich, vermisst sie aber auch nicht schmerzlich. Der subjektive Eindruck leidet unter der instabilen Haptik des Faders: Die Kappe lässt sich quer zum Faderweg um 2-3 mm bewegen. Das klingt nicht dramatisch, wirkt aber etwas billig und kann auch bei Scratch-Techniken wie Crabs stören, wenn die wackelige Kappe die minimalen Bewegungen nicht exakt auf den Fader überträgt. Nach kurzer Eingewöhnung kann man aber die allermeisten Techniken mit dem Frisk Fader ausführen.

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