Superbooth 18: MakeProAudio – Video Talk

6. Mai 2018

Video Talk mit Frank Hund, Ex-Creamware

Ehre wem Ehre gebührt :-)
Wir haben uns während der Superbooth mit Ex-Creamware-Gründer Frank Hund zu seinem neuen Projekt und seiner neuen Firma MakeProAudio unterhalten:

 

Auf der heute beginnenden Superbooth 18 wird auch das neue Unternehmen MakeProAudio vertreten sein. Der Slogan zur Vorstellung der ersten Produkte und Ideen mag etwas reißerisch klingen, das Konzept kann unserer Meinung nach aber voll einschlagen: „What if you gave a maker exactly those modules and building blocks which he needs to design and build the pro audio system of his dreams?“ Kurzum und umgangssprachlich in Deutsch: Was, wenn man einem Nutzer genau die Module/Komponenten in die Hand gibt, die er dazu braucht, das Pro Audio System seiner Träume umzusetzen?

makeproaudio

Genau das möchte MakeProAudio ermöglichen und zeigt auf der Superbooth 18 die ersten Beispielkonfigurationen seiner Hard- und Software, die von Usern aber völligst frei konfiguriert und programmiert werden können. MakeProAudio stellt die Komponenten her, der User baut und programmiert sie so zusammen, wie er es haben möchte und braucht. Das Unternehmen nutzt hierfür den Arduino Standard und stellt die Open Source Software zur Verfügung, getreu dem Motto: Nichts ist so ergiebig wie die weltweite Nutzer-Gemeinde. Wie es am Ende aussehen kann, aber bei weitem nicht muss, zeigen die folgenden Bilder:

makeproaudio

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Die Idee klingt absolut vielversprechend und könnte dazu führen, dass das ganze Thema Pro Audio Produkte neu angegangen wird. MakeProAudio möchte zunächst zwei Richtungen vorgeben. Auf der einen Seite soll es unter dem Namen „Make Music Gear“ kleine und günstige Systeme geben, die Arduino in den Fokus setzen.

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Die zweite Richtung wird das „Make Pro Audio Gear“ sein. Hierbei wird eine Software-Plattform via Netzwerk die Kontrolle übernehmen, so dass diese Systeme in Verbindung mit diversen Audio I/Os hunderte Kanäle verwalten und bearbeiten können. Da scheint also für eine Vielzahl der User etwas dabei zu sein.

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Hinter MakeProAudio steckt übrigens u.a. Frank Hund, der das Unternehmen Creamware mit seinen SCOPE-Systemen Anfang der 2000er entwickelte und vorantrieb. Wir werden Frank und sein Team mit Sicherheit auf der Superbooth 18 treffen und euch bald mit weiteren Informationen versorgen.

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Forum
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    AMAZONA Archiv

    Das sieht ja mal interessant aus, bitte dranbleiben!

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    BÄM  

    „What if you have a maker exactly those modules and building blocks which he needs to design and build the pro audio system of his dreams?“

    Vielleicht liegt es an meinem schlechten Englisch, aber fehlen da nicht ein paar Wörter, damit der Satz Sinn ergibt? Ist das ein offizieller Slogan? Scheint mit dafür etwas sperrig zu sein… ;)

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    Tyrell  RED

    Frank Hund hat mich vor einigen Wochen in München mit den Prototypen besucht. Ich war echt baff. Ich hoffe schwer, dass sich das System durchsetzt, es bietet ganz außergewöhnliche Möglichkeiten – und Frank ist der richtige Visionär dahinter, der so etwas vorantreiben kann!!!

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      ctrotzkowski  

      Interessantes Konzept.
      Noch ein Tip: Aus diesem (korrigierten) Satz würde ich den Begriff „Maker“ nicht mit „Nutzer“ übersetzen, sondern so stehen lassen.
      Ein „Nutzer“ ist zumeist ein Endanwender (hier also Musiker), der nicht zwangsläufig über eine Lizenz-zum-Löten oder Arduiono-Kenntnisse verfügt.
      Ein „Maker“ ist Teil der „Maker-Szene“, also eher ein moderner MacGuyver, der elektrische, mechanische und Software-Komponenten innovativ und ressourcenschonend zu Gadgets verwurstelt.

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    Ashatur  AHU

    Das schaut wirklich interessant aus und wenn es so lecker klingt wie es ausschaut könnte vieleicht auch mal mein altes 03D in Ruhestand gehen.

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    Mir ist es persönlich zu technisch, ich mag lieber vorgefertigte Systeme die man miteinander betreibt. Aber das hier überfordert mich und am Ende macht man garkeine Musik mehr. Warum soll ich was selbst programmieren? Aber jeder träumt von was anderem.

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    Gutes Konzept – flexibel, erweiterbar und gut zu integrieren. Viel Erfolg!

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      Tyrell  RED

      Ich war jedenfalls begeistert, auch wenn mir persönlich die Oberfläche ein wenig zu bunt ist, aber das läst sich ja leicht ändern. Besonders spannend finde ich die wohl baldkommenden Synth-Packungen.

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        Denke, dass diese „Buntheit“ sogar besser ins Konzept passt. Wenn die Tasten frei belegbar sind, dann könnte man dementsprechnend einiges in der Bedienung leichter routen und händeln. Gelb bezieht sich auf Parameter x, rot auf y usw…. macht m.E. schon Sinn. Einen Schönheitpreis würde ich bei solch einem offenen System auch nicht unbedingt vergeben wollen. Es braucht eher logisches und zusammenführbares Design, sach ich mal. Und was ist da besser als unterschiedliche Farbgebungen, denen man bestimmte Funktionen zuweisen kann?

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    Die ganze Sache erinnert mich doch ein wenig an das Prinzip von Creamware, nur dass es jetzt eben nicht mehr reine Software ist sondern eben richtige Hardware mit verrückter Software. Nur das selbst zusammen bauen und programmieren will ich nicht machen, dafür reicht mir das was der Markt sonst so bietet aus und diese Eigenentwicklung ist mir zu technisch und aufwendig.

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      Ja, ist mehr so’ne Fummler und Fricklersache für (professionelle) Studionerds. Der klassische Homerecording Fuzzie wie unsereiner ist da wohl weniger die Zielgruppe.

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        Ausnahme da die Synthiebausteine, von denen Tyrell da schreibt. Das wird wohl ’ne größere Base an Usern ansprechen.

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        Wie gut dass ich den alten Creamware Kram noch täglichen nutze. Einmal angebissen nie mehr losgelassen! Seit 1998 dabei. Ich sehe keinen Grund was anders zu benutzen.

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          Solange es noch läuft – sehr gut. Je mehr Kram man sich anschafft, desto mehr steht auch nur in der Ecke rum – auch in der virtuellen.

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            AMAZONA Archiv

            Vor kurzem gab es Version 7, also die Sachen werden noch gepflegt. Meine Karte stammt von 2002. Am Musikmachen hat sich grundsätzlich nicht viel verändert. Nur viele wollen gerne dass man nur einen Knopf drücken muss und BUMS ist die Musik fertig. So wird das nie wirklich was! Ich dagegen mach das wie vor 40 Jahren, alles schön mit Handarbeit. Ohne technische Spielhilfen Quantisieren etc. Was alles zulasten der Musikalität geht. Eigentlich wie ein Bäcker der keine Back Mischung benutzt sondern alles liebevoll zu bereitet mit Eier und Wasser Mehl und so weiter…

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              Jo, da liegen wir ein bissken auseinander. Innovationen nehme ich hier und da auch gerne mal in Anspruch. Aber klar, selbt einspielen und selbst schrauben und das andere Gedöns (Singen, Texten, Tritratrullala) bis ins Detail ist Ehrensache.
              Das Schöne am (Heim)studio 2018 ist, dass es sauviele Optionen gibt, die jedem einen individuellen Weg ermöglichen.

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                AMAZONA Archiv

                Wir leben praktisch im Schlaraffenland. DAS perfekte System zur Musik Produktion gibt es ja ohnehin nicht. Das weiß auch Frank Hund, ein wirklich genialer Kopf! Jeder Mensch ist anders gestrickt, hat seine eigene Vorstellung und Ziele. Er ist gut sich Gedanken zu machen und zu fragen was der andere für einen Weg eingeschlagen hat. Manchmal wundert man sich wie merkwürdig der eine oder andere musiziert, aber das ist eben eine sehr individuelle Sache. Musik machen gehört zum höchsten Gut des Menschen und stellt sich als eine besondere art der Selbstverwirklichung dar.

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