Superbooth 18: Moog Subharmonicon, Synthesizer

19. April 2018

Dieses Jahr Moogfest, nächstes Jahr im Laden?

Jedes Jahr gibt es auf dem Moogfest für einen kleinen Kreis von interessierten Besuchern (VIP/Engineer Passholder) die Möglichkeit, unter Anleitung von Moog-Ingenieuren einen exklusiven Synthesizer zu bauen. 2018 ist es das Moog Subharmonicon.

Das Subharmonicon ist ein semi-modularer Synthesizer, der von sehr frühen Geräten der Synthesizerhistorie wie dem Trautonium und dem Rhythmicon sowie dem Schillinger System inspiriert wurde. Zwar steht eine ausführliche Beschreibung des Subharmonicons noch aus, aber anhand der gezeigten (noch vorläufigen) Grafik der Oberfläche bekommt man schon eine gute Übersicht des Konzeptes.

Die Klangerzeugung basiert auf zwei Oszillatoren,die vermutlich auf Sinus oder Dreieckschwingung basieren. Jedenfalls sind Wahlschalter für die sonst üblichen Square oder Saw nicht zu erkennen. Den VCOs sind jeweils zwei Suboszillatoren angegliedert, die sich möglicherweise auch stimmen lassen. Weiterhin sind vier Regler mit der Bezeichnung Sub zu erkennen. Offenbar lassen sich hiermit subharmonische Strukturen erzeugen. Diese Sektion bezieht sich damit auf das Trautonium, dessen Oszillatoren ebenfalls mit vier Subharmonischen arbeitete, sowie auf Teile der Ideen von Josef Schillinger, der seinerseits dafür unter anderem mit dem Rhytmicon, welches wiederum von Lev Termen (Leon Theremin) erfunden wurde, arbeitete. Was für eine wunderbare Ahnengalerie.

Für die weitere Klangbearbeitung ist ein Filter vorhanden, das sicherlich mit der bisherigen Produktlinie entnommen wurde. Für VCA und VCF ist jeweils eine Decay-Hüllkurve vorhanden.

Interessant sieht die Sequencer-Sektion aus. Man erkennt zwar lediglich zwei Linien mit jeweils vier Schritten, aber offenbar ist es möglich, die Sub-Sektionen wahlweise unabhängig von den Oszillatoren anzusteuern. Auch hierfür scheint das Schillinger System Pate gestanden zu haben.

An der Seite des Subharmonicons befindet sich ein Patchfeld mit 32 Anschlüssen, wie wir es von den vorherigen Moogfest-Projekten schon kennen. Und darin liegt ach die Hoffnung, dass auch das Moog Subharmonicon nach einer gewissen Karenzzeit zu einem regulären Produkt für alle Musiker wird. Denn auf diese Vereinigung großer Geister der Synthesizerhistorie sind sicherlich viele neugierig. Wir warten ungeduldig auf die ersten YouTube-Videos mit diesem spannenden Instrument.

 Beats  Keys  Studio  Vintage
Forum
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    Son of MooG  AHU

    Wer sagt, dass Moog nicht auch für Überraschungen gut ist? Abgesehen von den Trautonium-Modulen von Doepfer kenne ich nichts, was dem neuen Moog ähnlich wäre; mit den Theremins wurden ja auch diese Ur-Ahnen der elektronischen Klangerzeugung erfolgreich zu neuem Leben erweckt. Bleibt zu hoffen, dass das Subharmonicon wie der DFAM als reguläres Produkt angeboten wird. Ob Moog auch noch irgendwann Eurorack-Module bauen wird..?

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      Synthie-Fire  AHU

      Stimmt, da gibt es nicht viel in der Richtung.
      Mich würde es sehr freuen das es zum freien Verkauf steht, dann könnte ich den 3er Moog Pack vervollständigen.
      Ich würde mir noch ein Bandpassfilter dazuwünschen :-).
      Naja „Club of the Knobs“ ist ja auch irgendwie in Eurorackeinzelmodule eingestiegen.( Wenn auch mit anderem Name)- finde übrigens das sie echt Klasse aussehen :-).
      Aber wenn sie jetzt auch einfach ihre 5U Module schrumpfen würden ,würden sie nur nee Idee von COTK übernehmen…

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