Superbooth 19: Mind Music Labs Retrologue 2 Synthesizer

9. Mai 2019

Erstes Live-Sounddemo im Video

Retrologue powered by ELK

Es gibt sie noch die Innovationen und Neuerungen, hier die Synthwerdung eines VST-Plugins. Der Retrologue powered by ELK ist so eines. ELK ist primär eine Betriebssystemplattform, mit der sich ultra niedrige Latenzzeiten auf Hardware-Umgebungen für Audioanwendungen realisieren lassen. Zudem können VST-Plugins in Echtzeit auf entsprechender ELK Hardware laufen. Mindlabs arbeitet hier mit Steinberg zusammen und zeigt auf der Superbooth im Yamaha Raum einen Retrologue zum Ausprobieren.

Die Schlüsselmerkmale des ELK OS noch einmal zum Nachlesen, die ganz Eiligen springen bitte gleich zum Video, dieses wurde als Line-Signal über ein Zoom U24 direkt mit dem Video aufgezeichnet. Kamera hier ein iPhone 6s Plus. Effekte keine.

  • ultra niedrige Latenz, Round Trip kleiner 1 ms
  • offizielle Unterstützung im Steinberg VST SDK
  • JUCE Unterstützung
  • hypereffizente Linux-basierende Implementierung, ARM, x86 werden unterstützt
  • native Anbindung
  • volle MIDI-Implentierung

Auf der Superbooth 2019 ist nun der Prototyp des Mind Music Labs Retrologue 2 zu sehen. Ein erstes Video findet ihr gleich im Anschluss. Dieser Synthesizer entstat in Kooperation mit Steinberg und integriert das ELK MusicOS, über das wir auf AMAZONA.de bereits im Januar in dieser Meldung kurz berichtet hatten.

Mind Music Labs Retrologue 2

Mind Music Labs Retrologue 2 – derzeit noch ein Prototyp

Der Desktop-Synthesizer ist dem Plugin Retrologue von Steinberg nachempfunden. Doch welche Art von Technik im Innenleben steckt, wird nicht verraten. Vielleicht probiert man ja derzeit noch verschiedene Möglichkeiten aus? Dem Konzept von Mind Music Labs und ELK nach wird es wohl auf einem Microprozessor basieren, auf den die Plugin-Technik portiert wurde.
Dem Foto nach ist die Struktur wie auch das Panel ein wenig an den Minimoog angelehnt. Es gibt drei Oszillatoren, einen Mixer, wo auch noch ein Sub-Oszillator und Noise hinzugefügt werden können, sowie Filter und VCA mit jeweils eigener Hüllkurve. Dazu ein LFO, der auf verschiedene Ziele geroutet werden kann. Die Mod-Matrix und die Effekte des Plugins lassen sich auf dem Bild jedoch nicht erkennen.
Ob die nummerierten Taster zur Anwahl von Speicherplätzen gedacht sind, sich die Matrix oder gar ein Sequencer dahinter verbirgt, müssen wir abwarten, bis die vollständigen Specs bekannt gegeben werden. Immerhin ist klar, dass Retrologue 2 MIDI unterstützen wird. CV/Gate wird es wohl nicht geben.

Steinberg Retrologue – das Plugin als Vorlage für den Hardware-Synthesizer

Der Mind Music Labs Retrologue 2 richtet sich laut Aussage von MIND Music Labs CEO Michele
Benincaso an Musiker, die „lieber Knöpfe drehen als eine Mouse herumschubsen wollen“. Interessant, dass sich auch Steinberg unter diesem Aspekt an dem Projekt beteiligt. Jedenfalls nimmt damit das ELK MusicOS, das von Steinberg offiziell in das VST SDK (Software Development Kit) aufgenommen wurde, nun eine konkrete Form an. Man erhofft sich, dass mit Hilfe des Retrologue 2 das ELK MusicOS nicht nur für Software, sondern auch für Hardware-Geräte zum Standard werden wird.

Der Mind Music Labs Retrologue 2 Prototyp kann auf der Superbooth am Yamaha-Stand H310 begutachtet werden.

Hier nun das erste von Torsten Bäumer produzierte Sounddemo dazu:

 Beats  Keys  Studio  Vintage
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