inkl. hochwertigem Case
Das auf der Superbooth 25 vorgestellte Modul Flame Mäander-M wird zusammen mit einem extra gefertigtem Eurorack-Case ausgeliefert. Allerdings wird das Case nun etwas schicker ausfallen als das seinerzeit gezeigte Exemplar.
Flame Mäander-M – Modul inkl. Case
Das Case hat eine Breite von 56 TE und besteht aus schwarz eloxierten Aluminium-Halbschalen. Es ist pultförmig und leicht geneigt. Die Seitenteile bestehen aus einheimischen Holzarten wie Kirsche oder Ulme (Rüster). Das Case wird komplett in Deutschland gefertigt.
Es beinhaltet eine eingebaute Stromversorgung (+5 V / +12 V / -12 V mit jeweils 500 mA) mit einem Steckernetzteil (9-18 V / 18 W) und kann somit auch als separates Eurorack-Gehäuse mit anderen Modulen verwendet werden.
In das Case können Module bis maximal 50 mm Einbautiefe eingesetzt werden. Auf der linken Seite beträgt die Einbautiefe über dem Netzteil nur 25 mm.
Das Case hat nur einen einzigen 16-poligen Anschluss, da es ursprünglich nur für das Mäander-M Modul gedacht war. Wenn das Case separat verwendet werden soll, muss zusätzlich ein sogenanntes Flying-Busboard verwendet werden.
Flame Mäander-M Wavetable-Synthesizer + Filterbank
Flame Mäander-M ist die kompakte Eurorack-Version des Wavetable-Synthesizers mit Filterbank. Obwohl das Modul deutlich schlanker ist, besitzt es die gleiche Synth-Engine, die analogen Filter-Kanäle sowie den integrierten Pattern-Sequencer wie die frühere Desktop-Version.
Die Klangerzeugung von Mäander-M umfasst eine polyphone Wavetable-Engine, einen FM-Oszillator, zwei digital-analoge Synthesealgorithmen, einen analogen White Noise Generator und es kann zusätzlich ein externes Audiosignal eingespeist werden.
Die Filterbank ist rein analog aufgebaut und besitzt 12 Bänder mit festen Frequenzen. Sie kann aber auch wie ein Multimode-Filter mit unterschiedlichen Tief-, Band- und Hochpass-Modi sowie einer Bandsperre eingesetzt werden.
Der interne Sequencer bietet eine polyphone Notenspur für Akkorde mit bis zu vier Stimmen und 14 Monospuren. Letztere sind den 12 Filterkanälen, dem Audioeingang und dem Noise Generator zugeordnet, um diese zu automatisieren. Jede Spur verfügt dafür über einen eigenen VCA mit individueller Hüllkurvensteuerung und kann außerdem über MIDI-Noten angesteuert werden.
Patterns lassen sich als Patches erstellen, speichern und live spielen. Der integrierte Arpeggiator und der Keyboard-Scaler machen Mäander-M live-tauglich und ermöglichen generatives Sequencing. Updates, Patch-Verwaltung und das Laden von Wavetables können via MIDI SysEx-Dumps ausgeführt werden.
Neu in der Eurorack-Version sind die individuellen Ausgänge für den Oszillator und den Noise Generator sowie ein Stereo-Audioeingang. Das Eurorack-Modul ist softwarekompatibel mit dem Vorgänger.
Unseren Testbericht zur Desktop-Version von Flame Mäander könnt ihr unter diesem Link nachlesen.

































Schön, dass es nochmal die Chance gibt, an ein Exemplar des Mäander heranzukommen.
Die weiße Edition mit den runden Kappen der Fader fand ich übrigens schöner und mal anders.
Aber gut, man kann nicht alles haben.
Hm… tja, hm. Das lässt mich etwas ratlos zurück. Der Sinn von Modularsystemen findet sich für mich in der Patchmöglichkeit, so dass die Module interagieren können. Das gibt es hier scheinbar nicht (auch kein Breakout-Modul, wenn ich das richtig verstanden habe). Das lässt den Eindruck entstehen, dass man ein erfolgloses Modell ins Eurorack presst, um es erfolgreich zu machen, obschon es als Desktop konzipiert ist. Finde ich für mich nicht attraktiv, was schade ist, da die Komponenten toll wären, könnte man sie mit anderen Modulen zusammenbringen.
@Marco Korda Vielleicht verstehe ich es falsch was du meinst, aber er hat doch einen Input?
@Filterpad Ich denke, die Euorack-Gemeinde wünscht sich möglichst viele per CV modulierbare Parameter, und da würde der Mäander ja einiges bieten. Ich vermute aber, das hierfür einiges an Schaltungs-Redesign fällig gewesen wäre.
@network southwest Ich verstehe, vertane Möglichkeiten seitens Flame Mäander sozusagen. Ich würde den einfach vor einem Rack hinstellen und per CV-fähiges Keyboard ansteuern. 👋 Ist zwar nicht ganz Sinn und Zweck für Rackliebhaber, aber zumindest funktional. Die Auswahl an Seitenteilen, wenn auch nur zwei, finde ich übrigens super. Meine Wahl wäre 🍒🪵 (=Kirschholz).
@Marco Korda Dem muss ich höflich widersprechen. Der Mäander war keineswegs erfolglos. Eher ein Spätzünder. Die verkauften Exemplare wechseln so gut wie nie den Besitzer, und wenn zu hohen Preisen. Ich habe Per auf der SB so verstanden, dass ihm als One-Man-Show das Eurorackformat überhaupt die Möglichkeit gibt, so ein Gerät nochmals aufzulegen, was sonst nicht wirtschaftlich machbar wäre. Macht Euch mal den Spass und patcht dieses Konzept in der modularen Umgebung Eurer Wahl zusammen. Das geht in VCV, Bitwig Grid oder Reaktor relativ schnell. Polyphoner Wavetable-Oscillator, ein paar Bandpässe (idealerweise sind die Filterbände in musikalischen Intervallen gestimmt wie die FIlterbänke von Moog, Döpfer oder SND), pro Band eine Attack-Decay-Hüllkurve und ein VCA, die vom Drumsequencer der Wahl angetriggert wird. So ein Gerät in überschaubarer Hardware ist wirklich einzigartig, und ich liebe die Ergebnisse, die sich damit erzielen lassen.
Also wenn schon Eurorack kompatibel würde ich mir wünschen den Mäander auch ohne hochwertigem Case zu bekommen🙂