Synthesizer Kolumne von Erik Steckmann: Built like a tank

2. Mai 2020

Episode 1: Build like a tank - Gehäuse

Die neue Kolumne zu Synthesizern von Erik Steckmann

Worte wie Firmware, High-End oder Usability sind in aller Munde. In der Flut von auf dem Markt auftauchenden Geräten und Herstellern wird es zusehends schwieriger, Kaufentscheidungen zu treffen. 

Neben der Konsultation von externen Quellen wie zum Beispiel AMAZONA.de oder den Produktseiten der Hersteller ist jeder Käufer gut beraten, sich auch ein eigenes Bild über die angebotenen Produkte machen zu können. Doch leichter gesagt als getan. Denn wie genau erkenne ich, ob ein Produkt gut ist oder ob ich ein spezielles Feature brauche?

Mit der folgenden Serie möchte ich euch ein Werkzeug zur Hand geben, das euch bei genau diesen Fragen helfen soll. Einfach und anschaulich in der Sprache der Benutzer erklärt, werde ich verschiedene Bereiche der Produktqualität beleuchten.

Neben den harten Fakten erwarten euch interessante Einblicke in Aufbau und Funktion von Controllern, Synthesizern und anderen elektronischen Musikinstrumenten. Dazu gibt es Anekdoten aus der ein oder anderen Entwicklungsabteilung und Einblicke in die Herstellungs- und Gestaltungsprozesse verschiedener Produkte. 

Ein Vintage-Sampler und Sequenzer in der praktischen Metallbox: Das Studio 440

Ein Überblick zur Serie:

Die mehrteilige Serie von Erik Steckmann könnt Ihr über folgende Links erreichen:

Vorwort des Autors zu „Built like a tank“

Heutzutage existieren Synthesizer, Controller oder Effektgeräte in allerlei Formen und aus allerlei Materialien auf dem Markt. Selbst Gehäuse aus Pappe oder Holz sind keine Seltenheit mehr. Einige Hersteller verzichten sogar ganz auf Gehäuse. Günstiger geht nicht.
Doch was genau macht am Ende den Unterschied aus? Geht es hier wirklich nur um Ästhetik oder steckt mehr in „dem wo alles drin steckt“?

In Teil 1 meiner Kolumne werde ich euch einen Einblick in Design, Qualität und Herstellung von Gehäusen geben. In den Peeks zeige ich euch, wie die Gehäuse von den meisten eurer Geräte hergestellt wurden. Außerdem werfe ich einen Blick auf ein Unternehmen, das Gehäuse auf ganz besondere Art restauriert und alten Schätzen so neues Leben einhaucht.

Gewicht eines Synthesizers

Auf den ersten Blick erscheint das Gewicht eines Gerätes für den Betrachter als offensichtliches Qualitätsmerkmal. Je schwerer, desto besser – denkt man zumindest. 

Diese Einstellung stammt aus der Frühzeit der Unterhaltungselektronik. Im analogen Zeitalter benötigten die Hersteller für die Realisierung jeder zusätzlichen Funktion auch weitere elektronische Bauteile. So stieg mit dem Funktionsumfang auch das Gewicht der Produkte. In der heutigen Zeit werden die meisten Geräte auf Basis von Mikroprozessoren, also digital gebaut. Die deutlich geringere Zahl an Komponenten führt letztendlich zu niedrigerem Gewicht. Die weitestgehende Verwendung von kleinen und leichten Bauteilen in SMD-Technologie reduziert dieses noch zusätzlich.
In der Vergangenheit griffen verschiedene Hersteller auf dieses Wissen zurück. Mit schweren Bodenplatten oder ähnlichen Tricks wurden Produkte künstlich schwerer gemacht. So fanden sich bereits in den Achtzigern in diversen 19“-Studio-Effektgeräten massive Platten aus Stahl, eingeschraubt in den Boden des Gehäuses. Gewusst wie. 

Ein hohes Gewicht kann dennoch Vorteile in der Benutzbarkeit mit sich bringen. Gerade im Live-Einsatz wenden Künstler oft viel Kraft auf, um mit ihren Instrumenten und Controllern zu interagieren. So kann es schon mal passieren, dass der zu leichte Controller direkt im Drop aus der DJ-Booth stürzt. Schwerer Fehler.

Mit knapp 90 kg sichert sich der CS80 von Yamaha einen Sitz im Gewichtsolymp der Synthesizer auf Lebenszeit

Material & Stabilität

Die Wahl des Materials für das Gehäuse gibt nicht unbedingt einen Aufschluss über dessen Stabilität. Auch ein Gehäuse aus filigran wirkendem Plastik kann, versehen mit einem stabilen Metallrahmen im Gehäuse, eine außerordentliche Stabilität aufweisen. 

Im Design-Prozess für die CNC-Vorlagen der Plastikteile kann durch das Hinzufügen von Stützen an den richtigen Stellen die Stabilität des Gerätes merklich erhöht werden (siehe Bild).
Ziel ist zu verhindern, dass sich das Gerät verzieht, wenn man es an den Ecken auseinanderdrückt. Durch mangelnde Stabilität oder Ungenauigkeiten im Produktionsprozess kann es dazu kommen, dass Geräte auf ebenen Untergründen kippeln.

Die Innenseite des Frontpanels von einem Maschine Mk2 Controller. Gut erkennbar sind die Verstrebungen zur Erhöhung der Stabilität.

Neben Verwindungstests ist es vor dem Kauf sinnvoll, zu überprüfen ob sich das Gehäuse bei Druck mit den Fingern auf die Oberfläche, die Tasten oder Pads merklich nachgibt. Besonders anfällig sind Bereiche im Zentrum der Oberfläche und Stellen, an denen sich viele Bohrungen für Bedienelemente befinden. Ob Probleme in diesen Tests für den Kauf letztendlich ein No-go-Argument darstellen, bleibt jedem selbst überlassen.

Oberflächenfinish

Den größten Einfluss auf Look & Feel eines Gerätes hat mit Sicherheit das Oberflächenfinish.
Mit dem Begriff Finish bezeichnet man die Nachbearbeitung eines Werkstoffes, nachdem dieser in seine Zielform gebracht wurde.
Ein gutes Finish kann die optische Wirkung eines Gerätes extrem aufwerten. Doch auch hier liegt der Teufel im Detail, denn nicht jedes Oberflächenfinish ist gleich haltbar. 

Zwei extrem schlechte Beispiele sind Klavierlack und die sogenannte Soft-Touch-Oberfläche. Viele von euch werden sich vielleicht an die Frustration erinnern, die auftrat, wenn man das nagelneue glänzende schwarze Gerät beim Staubwischen mit einem dichten Netz feiner Kratzer versehen hat. Mehr als frustrierend. 

Du denkst, schlimmer geht’s nicht? Say hello to Soft-Touch!
Jeder kennt sie, diese gummierten und sich wohlig weich anfühlenden Oberflächen. Oft an Stellen verwendet, die mit den Händen berührt werden, schmeicheln sie beim Kauf der Haut der Kunden. Doch einige Jahre, manchmal sogar Monate später kommt das böse Erwachen. Die Oberfläche zersetzt sich in ihre Bestandteile und hinterlässt eine klebrige Schicht. Das Gerät wird quasi nutzlos. Bitte haltet euch fern von diesen Oberflächen. Egal wie gut Hersteller diese Technologie umsetzen, am Ende folgt immer das gleiche Ergebnis.

Natürlich gibt es, wo Schatten ist auch Licht. Beim französischen Hersteller Arturia finden sich so Gehäuse aus Plastik, die anmuten wie lackiertes Metall und stabil sind wie ein Panzer. 

Arturia Keystep Pro

Wie ein Babypopo – die seidig glatte Oberfläche des Arturia Keystep Pro lässt fast vergessen, dass es sich nur um schnödes Plastik handelt

Ungenauigkeiten im Gießprozess von Gehäusen aus Plastik sind oft einfach und mit bloßem Auge zu erkennen. Schleier, Farbungenauigkeiten oder kleine Punkte beziehungsweise Streifen oder überstehendes Material weisen auf Ungenauigkeiten in der Produktion hin.
Besonders anfällig ist das Oberflächenfinish an den Ecken von Geräten. Dort ist bei schlechter Verarbeitung oft schon nach wenigen Monaten eine Abnutzung erkennbar. Unterschiede und Ungenauigkeiten in Farbe, Deckkraft oder Reflektionsmuster können darauf hinweisen, dass der Hersteller bei der Produktion gespart hat. Schaut also beim Prüfen der Geräte in eurem Einkaufswagen lieber genau und bei ausreichend (Tages)licht hin.

Screenprint

Mit Screenprint bezeichnet man die Bedruckung der Oberfläche eines Gerätes mit Hinweisen zur dessen Benutzung. Neben den offensichtlich wichtigen Punkten wie Kontrast, Farbe und Größe der Beschriftung ist auch die Haltbarkeit ein nicht zu verachtender Faktor. Es gibt auf dem Markt einige Geräte, deren Screenprint nicht mal den Fingernagel-Kratztest übersteht. 

In der Massenproduktion ist das Aufbringen des Screenprints ein teilweise schwer zu kontrollierender Vorgang. Je nach verwendeter Technik kann es beispielsweise zu Blasen oder anderen Verunreinigungen in der Farbe kommen. Ein genauer Blick lohnt sich also, denn wer will schon ein klassisches Montagsgerät. 

Fehlerhafter Screenprint auf einem Synthesizer Prototyp

Fehlerhafter Screenprint auf einem Desktop-Synthesizer-Prototyp. Gut zu erkennen sind die fehlerhafte Positionierung und Unterschiede in der Stärke der Linien.

Standfüße

Im Bereich der Standfüße gibt es große Unterschiede in der Philosophie der Hersteller. Lange Gummi-Pads mit viel Auflagefläche helfen beim Stabilisieren des Gerätes und unterstützen den sicheren Stand auf leicht unebenen Untergründen. Als Paradebeispiel geht hier Novation voran. Die Engländer haben einige ihrer Produkte mit farbenfrohen, komplett gummierten Böden ausgestattet. 

Natürlich werden Standfüße niemals ein Killer-Kriterium für die Kaufentscheidung sein. Dennoch empfehlen wir, euch vor dem Kauf Gedanken zu machen, wo ihr das Gerät platziert. Mit etwas Geschick und dem richtigen Material ist es natürlich auch möglich, Standfüße in der gewünschten Form nachzurüsten. 

Die Bodenplatten der Novation MIDI-Controller sind mit einer dicken Gummischicht überzogen

Gehäusefeatures 

Der Begriff Gehäusefeatures bezeichnet alle Formeigenschaften des Gehäuses, die dem Nutzer einen praktischen Mehrwert bieten. Hierzu zählen beispielsweise Griffe, das Kensington Lock, angewinkelte Gehäuse, Logos oder Markierungen. In vielen Fällen sind die Features clever versteckt und fallen nur bei genauem Hinsehen als solche auf. 

Ein perfektes Beispiel für clevere Gehäusefeatures ist der Native Instruments Kontrol S4 Mk2 DJ Controller. Durch Einkerbungen auf der Oberfläche wird der Nutzer dabei unterstützt, die verschiedenen Funktionsbereiche des Gerätes auseinanderzuhalten. 

Auf dem S4 Mk2 herrscht eine klare Trennung der Sektionen

Solltet ihr euer Gerät vor unberechtigten Zugriff schützen wollen, ist seit jeher das Kensington Lock die erste Wahl. Bitte prüft durch einen Blick in das Lock, ob hinter der Aussparung in der Oberfläche ein zusätzliches stabilisierendes Metallelement im Gehäuse angebracht ist. Einige Hersteller sparen hier und integrieren lediglich ein Loch in passender Größe. Obwohl der Kensington Adapter perfekt passt, kann er einfach aus dem Gehäuse gebrochen werden. 

Ein verdächtiger Kensington Port. Hier scheint das Gerät nur an einem Stück Plastik zu hängen.

Ein kleines Detail, das großes Understatement im Designprozess zeigt, ist ein „schraubenloses“ Gehäuse. „Schraubenlos“ ist hier nur im übertragenen Sinne gemeint, wenn das Gerät mit wenig oder keinen sichtbaren Schrauben am Gehäuse auskommt.

Gehäuselos & DIY

Für die Sparfüchse unter euch gibt es verschiedene Hersteller, die alternative Wege in der Wahl ihrer Gehäuse gehen. So verzichten zum Beispiel Modal oder Teenage Engineering in einigen ihrer Designs komplett auf Gehäuse. Dadurch kann der Verkaufspreis der Produkte auf ein Minimum gesenkt werden. Das sieht nicht nur verdammt cool aus, sondern funktioniert auch super.

Da grundsätzlich sehr niedrige Spannungen anliegen, ist das Ganze natürlich vollkommen sicher. Wie sonst würde ein Hersteller die Lizenz bekommen, ein elektronisches Gerät in Europa zu verkaufen?

Quasi nackt – die Pocket Operator Serie von Teenage Engineering

Im DIY-Bereich finden sich Geräte, deren Gehäuse auch gleichzeitig die Versandverpackung ist oder gar erst im 3-D Drucker gedruckt werden müssen. Generell ist anzumerken, dass Gehäuse aus Pappe oder Papier nur eine begrenzte Lebenszeit haben. Der ökologische Effekt ist auch nicht gegeben. Die Geräte weisen eine meist kürzere Lebenszeit auf als Produkte mit stabilen Gehäusen und landen so schneller im Ozean. 

lilerebus-diy-kit

Nicht ganz (wasser-) dicht – das Gehäuse von der DIY-Version the Dreadbox Erebus

Stabilität von Ports und Boards

Ein oft übersehenes Qualitätsmerkmal ist die Stabilität und Position der internen PCBs. Jeder von euch kennt sicherlich den klassischen Anblick von Steckplätzen, die nicht firm zu ihrer Bohrung im Gehäuse sitzen. Hier zeigt sich, wie gut Hardware- und PCB-Design in der Entwicklung zusammen gearbeitet haben – Millimeterarbeit.

Oft unterliegen Anschlüsse großen physischen Kräften. Um diese zu kompensieren, können besonders stark belastete Anschlüsse zur Erhöhung der Stabilität im Gehäuse verankert werden.
Ein perfektes Beispiel für einen zu stabilen Port lieferten vor einigen Jahren ein paar Brands, deren Namen an dieser Stelle nicht genannt werden. Nach Problemen mit USB-Kabeln, die durch Vibration von den Audiointerfaces getrennt wurden, beschloss man, die USB-Anschlüsse zu überarbeiten. Die neuen knallorangen USB-Buchsen aus dem Land der aufgehenden Sonne waren um ein vielfaches stabiler. Die durch sie weitergeleitete Kraft sorgte aber dafür, dass reihenweise Buchsen aus den Gehäusen brachen. Das Fehlen von clevererem Support im Gehäuse führte dazu, dass sich die Lötverbindungen zum Mainboard lösen konnten.
Solltet ihr also mit eurem Gerät „on the road“ gehen wollen, dann empfehlen wir euch einen Blick auf die Steckverbindungen und deren Stabilität zu werfen.

Auch die Boards in den Geräten benötigen ausreichende Stabilität in ihrer Verbindung mit dem Gehäuse. So kann man bei einigen Geräten beim Betätigen von Encodern, Buttons oder Fadern spüren, wie diese unter dem Druck der Hände nachgeben. Was hier nachgibt, ist nicht die Komponente selbst, sondern das PCB. Das wirkt sich negativ auf die Lebenserwartung des Gerätes aus. Ein gebrochenes PCB entspricht im Normalfall einem Totalschaden.

Factory Peek: Injection Moulding

Der Herstellungsprozess von Gehäuseteilen

In diesem Factory-Peek möchte ich euch zeigen, wie die Gehäuse der meisten Unterhaltungselektronik-Produkte hergestellt werden. Der hierfür verwendete Prozess nennt sich im Englischen „Injection Moulding“. Man kann den Begriff mit dem deutschen Wort „Spritzformung“ übersetzen.

Eine Maschine für das Injection Moulding von Plastikteilen

Der Ausgangsstoff für den Prozess sind kleine Kügelchen aus Thermoplastik, die Pellets genannt werden. Diese werden über ein Transportsystem in eine Heizung geleitet und dort soweit erhitzt, dass sie zu einer flüssigen Masse verschmelzen.
Diese wird in eine große zweiteilige Gussform aus Metall weitertransportiert. Mittels Druck, verursacht durch nachfließendes Wasser oder Gas, wird so der Hohlraum zwischen den zwei Teilen der Gussform komplett mit flüssigem Plastik gefüllt. Nach dem Abkühlen mittels Wasser, das durch Kanäle in der Form geleitet wird, trennt man die zwei Teile der Form. Übrig bleibt der Rohling des Gehäuses.
In einem letzten Schritt werden überflüssige Reste, genannt Pins, vom Rohling entfernt. Die Gussformen, im Fachjargon als „Tool“ bezeichnet, nutzen sich mit der Zeit ab und sind extrem teuer in der Herstellung. Wirtschaftlich kann deswegen nur in großen Stückzahlen gearbeitet werden. Für den kompletten Prozess wird je nach Komplexität des Teils eine Zeit zwischen 5 und 40 Sekunden benötigt. Die Genauigkeit, die mit diesem Prozess erreicht werden kann, beträgt bis zu 0,1 mm.

Injection Moulding im Detail

Product Peek: Customsynth UK

Gehäuserestauration DeLuxe

Im zweiten Peek möchte ich ein Ein-Mann-Unternehmen von der Insel, auf der es ständig regnet, vorstellen. Seit vielen Jahren lässt Jeff Toman von Customsynth alte Schätze in neuem Glanz erstrahlen. 

Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht! SH-101 Mod der besonderen Art.

Der erste von Jeff restaurierte Synthesizer war ein Nord Electro 2, dessen knalliges Rot dem Besitzer für den Einsatz in einem Orchester einfach zu auffällig war. Auf das Projekt folgten unzählige weitere mit Produkten verschiedenster Hersteller. Zu den Geschäftskunden zählen nicht nur Privatpersonen, sondern auch große Firmen wie Novation oder Native Instruments. Für Letztere hat Jeff viele Jahre die Customized Maschine Controller produziert. Andere große Kunden waren zum Beispiel die Kaiserchiefs, The Streets, Chromeo oder The Chemical Brothers. 

Roland Juno-60 in der Snow-Version

In Handarbeit werden die Geräte zerlegt, gereinigt, gesandstrahlt und danach lackiert. Die Screenprints werden aufwändig in einer CAD-Software gestaltet und von einer spezialisierten Firma gedruckt. Die Jungs haben früher die JoeMeek Geräte produziert, wissen also genau, was sie tun. 

Die Designs werden komplett nach Kundenwünschen erstellt. Hier scheint einfach alles möglich. Und für jeden, der am Ende noch ein T-Shirt möchte, das ihn mit seinem Lieblings-Synth verbindet, hat Jeff mit Sicherheit ein passendes Logo-Shirt in seinem Online-Shop zur Verfügung. 

Forum
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      MPC-User  

      Und Diese 101 wird gerade auf eBay Kleinanzeigen verkauft?
      Mir persönlich gefällt die Schwarze besser.

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        Larifari  AHU

        Oh oh…typisches „der/die 101“ Dilemma. ;)

        Ay – danke für den Hinweis. Schade…mein Geldbeutel ist leer…

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    Marco Korda  AHU

    Vielen Dank an Erik, dass er uns dieses sonst eher Randthema näher gebracht hat. Ich habe mich sehr gut informiert und unterhalten gleichzeitig gefühlt. Auch die Beispiele sind gut gelungen. Vielen Dank dafür.

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    Anthony Rother  

    Sehr schöne Kolumne.
    Einer meiner Allen&Heath Midi Controller fühlt sich seit letzter Woche auch so klebrig an, das nervt schon ganz schön das Firmen solche Materialien verwenden.

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      citric acid  RED

      da musst du mal einen moog little phaaty anfassen. der ist seit kauf immer abgedeckt aber die gummierten seiten und die wheels kleben. gut die wheels konnte ich vom klebendem gummi dank Industriereiniger entfernen. aber die seitenteile sehen nach so einer behandlung sicher noch eckeliger aus….moog zum beispiel reagiert garnicht auf anfragen dazu. und der deutsche vertrieb macht auch nichts. nicht mal gegen cash…..

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      Erik Steckmann  RED

      Ja, leider passiert das mit jeder Soft-Touch Oberfläche irgendwann. Wenn die Materialmischung eine gute Zusammensetzung hat dauert es nur ein paar Jahre länger. Es gibt leider auch nichts das den Vorgang aufhalten können. Die Hersteller wissen das auch und ich sehe nur noch sehr wenige neue Geräte die mit dieser Oberfläche versehen sind. Würde Moog dir zusichern die Kiste umzutauschen würden noch vielleicht so 10.000 Andere folgen. Deswegen sagt man besser nichts.

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        citric acid  RED

        das verstehe ich ja auch. ich habe sogar gefragt ob ich auf eigene kosten die seitenteile der nachfolger, die passen zu kaufen …nein null antwort. das istder grund warum ich dann auch bei moog nichts nehr kaufe…. egal ob moog direkt in den usa oder der deutsche vertrieb…… das ist kundenbindung ;)

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    lukeblex

    Ich finde auch, dass man das Thema Gehäuse und Haptik nie zu sehr überschätzen kann!
    Tedenziel fällt mir aber bei meinen Synths auf, dass interessanterweise gerade die Synths der renomierteren Firmen schneller alterserscheinungen aufweisen.

    Moogs SubPhatty ist z.B. mit den besagten Softgummi Oberflächen ausgestattet. Die kleben und schmieren bei meinem mittlerweile so gewaltig, dass der kleine nur noch unterem Dustcover in der Ecke vegetiert und mittlerweile einem Subsequent CV weichen musste. Auch bei diesem schließt das Frontpanel nicht zu 100% mit den Seitenteilen ab, wodurch scharfe Kanten entstehen. Eigentlich störts mich nicht, daß Teil klingt trotzdem Super. Aber ein bitterer Beigeschmack bleibt.

    Dann hätte ich bei meinem Prophet Rev2 das Problem, dass sich nach und nach einiger Zeit Platinenschrauben im Inneren gelöst hatten. Aufschrauben und schraubenfest hats aber getan. Und zur verteidigung des Instruments, war es auch wirklich viel auf Tour und Live am Start. Da kann sowas schonmal vorkommen.
    Aber generell hab ich beim Rev2, wie auch bei meinem Prophet 6, immer das Gefühl, sie lassen sich leicht „verbiegen“ besonders beim hochheben, hier hätten sicherlich ein paar querstreben zur Stabilisierung geholfen.

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      Erik Steckmann  RED

      Nach dem Restart gabs bei DSI gewisse Probleme mit der Hardware-Qualität. Die Story mit den Platinenschrauben klingt genau nach der Art von Fehlern die passiert sind. Das hat sich aber bereits sehr gebessert. Über die Verbindungen zwischen internen Komponenten werde ich in einer zukünftigen Folge auch noch ein paar Worte verlieren.

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      MrKatz

      Ich habe hier auch einen SubPhatty stehen (ca. 6 Jahre alt), bei dem klebt nichts. Der kommt aber auch nicht an die frische Luft und hat auch kein Dustcover (obwohl das dringend nötig wäre, aber vielleicht klebt auch deshalb nichts ;-). Diesen Weichmacher-like-Klebeeffekt kenne ich aber von den Seitenteilen meines Minibrute. Den gab es aber gerade deswegen sehr günstig bei eBay. Der Rest – Räder & Knöpfe – sind tadellos.

      Gerade beim Moog wäre ich in der Preisklasse aber auch sehr enttäuscht und für mich wäre das auch ein Grund keine Geräte mehr von dem Hersteller zu kaufen.

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      citric acid  RED

      auch der microwave xt….

      moog little phaaty stage2 auch

      und ich beführchte bei dem touche controller wird es auch so werden….

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      pepsi

      hallo monopuls,
      ich besitze seit ca. 3 Jahrzehnten den microwave 1. der sieht trotz intensiver Nutzung bis heute noch aus wie fast neu. ja… das Display ist fast blind…na und!? nach 30 jahren!!!
      lg aus dem lippischen

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      Cavestudioschweiz  

      Was soll da soo schlecht sein. Meine beiden (Rev A und Rev B) sind immer noch prima im Schuss. Falls der rote Encoder dich mal kaputt gehtLen würde, dann lässt er sich ziemlich einfach austauschen. Dagegen macht ein Blofeld mit seinen Billig- Encoder mehr Stress – wenn man in der Familie bleibt. Und mir würden noch zig Geräte einfallen, die schlechter sind.

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    MichBeck  

    Es gab Zeiten, und das war bei mir Mitte der 90er Jahre, da konnte mein Yamaha QS-300 (…) nicht „abgeranzt“ genug aussehen. Jeder Kratzer oder jede Delle, welche der Materialschwäche und meiner bewussten Grobmotorik zugrunde lag, war ein weiter optischer Beweis, der gel(i)ebten „Punk-Attitüde“ auf der Bühne.

    Heute liegen Abdeck-Tücher zum Staubschutz auf den Tonerzeugern.

    Man wird halt alt …

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    Emmbot  AHU

    Jetzt dachte ich kann was über den mir noch unbekannten SH-808 lesen ;)

    Ich mag lieber Metall cases. Wenn einen die Optik nicht gefällt kann man auch Mal auf Styleflip schauen. Falls die Oberfläche zu abgerockt ist.

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    MPC-User  

    Guter Beitrag.
    Ich besitze die Bassstation 1 und 2
    Nr1 ist fast 30 Jahre alt und die Tastaturen sind weiß
    Bei Nr2 sind sie schon vergilbt nach erst 5 Jahren.

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      Erik Steckmann  RED

      Das ist ein sehr spannender Punkt. Ich habe noch gute Verbindungen zu meinen alten Kollegen und werd das mal weiterleiten.

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        Larifari  AHU

        Grade das „Vergilben“ ist ein interessanter Punkt welcher viele Ursachen haben kann.
        Uv, Nikotin, mindere Plastikqualität.
        In der Synth Szene gar nicht so sehr Thema wie bei Retrokonsolen Sammlern.

        Aus der Ecke gibt es auch „retrobright“.

        Das mit der BassStation 1 kann ich genau so bestätigen. Mein Minilogue steht direkt daneben und glänzt nicht so.

        Der 101 ist beim Thema Verfärbung auch ein Meister. Hab irgendwo mal gelesen das jemand seinen vergilbten 101 als „Military Special Edition“ angepriesen hat, so grün war der.

        Side Fact : Die Gehäuseteile des Super Nintendo wurden in 2 unterschiedlichen Fabriken gefertigt welche teilweise mit verschieden Kunststoffqualitäten gearbeitet haben. Deswegen gibt es so viele Snes wo zb das Top Teil nahe zu neu erscheint, während das das Unterteil nach Raucherlunge aussieht.
        Da sind es aber typische Alterserscheinung der minderen Qualität. Das geht nicht mehr weg. Wenn man das Plastik bricht, sieht man auch daß die Vergilbung komplett durchgezogen ist, und nicht zb. an Nikotin liegt.

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      lightman  AHU

      Ich bin auch BassStation-Besitzer der ersten Stunde, habe sie mir damals unmittelbar nach dem Release gekauft. Sie sieht nicht nur immer noch gut aus, sondern funktioniert auch noch bestens (die Oktavtasten mußte ich mal reparieren), obwohl ich sie auf unzähligen Livegigs dabeihatte und für fünf Jahre als Mini-Masterkeyboard in meinem Setup nutzte, und glaubt mir, sie wurde nicht geschont.

      Ehrlich gesagt habe ich aber nichts dagegen, wenn man einem Synth sein Alter ansieht. Das ist wie die Falten im Gesicht, die von Lebenserfahrung zeugen, statt austauschbaren Milchgesichtern stehen in meinem Studio halt Charaktersynths. Einige meiner Kisten sind schon ziemlich abgerockt, aber solange sie funktionieren, ist mir das egal. Hey, eine 303 oder 606, bei der die original silberne Farbe noch um die Regler herum vorhanden ist, hat doch nix erlebt. :)

      Retrobrite und so Zeugs kommit mir weder an meine Synths, noch an meine Spielekonsolen, die werden regelmäßig abgestaubt und nach Gigs bzw. bei Bedarf mit etwas Spiritus in warmem Wasser oder Fensterklar (Ammoniak-basiert) gereinigt, mehr war bisher nicht nötig, um mein Equipment in gutem optischem und technischem Zustand zu erhalten.

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        MPC-User  

        Ja klar soll man das Alter dem Gerät auch ansehen können.
        Aber bitte nicht schon nach 5 Jahren ausschließlichlicher Nutzung im kleinen Studio.
        Das wirst Du sicher mit Deiner neuen BS2 auch erleben dürfen?

        Schlimm finde ich auch weiße Monitore bei Sonnen oder künstlichem Licht im Büro.
        Da gehts noch schneller mit dem vergilben.

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          lightman  AHU

          Ich kanns noch gar nicht glauben, daß ich bald eine BassStation II im Studio haben werde. Seit der Gewinnankündigung schwebe ich zwei Zentimeter über dem Boden, heute bei der Arbeit hab ich mich selbst ertappt, wie ich minutenlang dämlich grinsend rumsaß und dran dachte, wie ich die BSII am besten aufstelle…

          Naja, mal sehen, wie sich das Teil schlägt. Livegigs gibts momentan keine, deshalb ist sie vorerst vor der obligatorsichen Vodka-Taufe sicher. Ansonsten achte ich schon sehr auf mein Zeug, wenn man nicht viel Geld hat, ist es doppelt so wichtig, daß alles möglichst lange in möglichst gutem Zustand bleibt.

          Die härteste Nummer bezüglich Alterung ist einer meiner Atari STs, ich hab davon insgesamt vier Stück. Drei davon, inklusive dem, den ich im Studio verwende (ein ST-E mit 4MB), sind noch relativ orginal grau wie früher, aber einer davon ist komplett vergilbt, sieht aus wie in Kaffee gebadet. Habe daran schon diverse Mittelchen ausprobiert, aber das hilft nicht viel weiter. Um da wieder an die Originalfarbe ranzukommen, müßte ich das Gehäuse schon in Wasserstoffperoxidlösung packen und in die Sonne stellen, aber das ist mir zu viel Äktschn, die Kiste funktioniert und ist sauber (halt nur gelb), was will man mehr.

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        Codeman1965  

        Als ich noch geraucht habe, musste ich zweimal meinen Motif 6 auseinander nehmen, der war so versifft, daß er Dir die Ärmel von der Jacke gerissen hat, wenn Du ihn berührt hast!
        Da kam dann auch mal Bier und Jägermeister ins Spiel…
        Ich bin da gleich mit Bref ‚reingegangen und hinterher mit Glasreiniger durch, das hat der ganz klaglos weggesteckt. Dann mit dem Staubsauger (die „borstige“ Runddüse) ordentlich durchgewienert, und der sieht immer wieder aus wie neu.
        Sämtliche Tasten, Potis und Fader funktionieren noch einwandfrei, die Elektronik sowieso.
        Ein Stunt im Case etliche Meter die Treppe ‚runter (Griff ausgerissen) hat ihn auch nicht tangiert.
        Ich glaube, manche Geräte sind wirklich für die Ewigkeit gebaut, auch wenn man’s ihnen nicht unbedingt ansieht…

        Manche Designs sind heute vielleicht ein wenig zu selbstverliebt. Auch Synths sind ja nun mal eigentlich keine Möbelstücke, da sollten Zweckmäßigkeit und Robustheit schon im Vordergrund stehen.
        Klavierlack und andere Gimmicks sind da eigentlich unangebracht…

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    Filterpad  AHU

    Die „Sandstrahl-Optik“ der 90er (Yamaha, Roland) ist auch schwierig zu reinigen. Wenigstens sieht man darauf nicht jeden Fussel.

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      gaffer  AHU 1

      Und nach dem Jahrtausendwechsel kam der Klavierlack mit Macht, da eher auf anderen Objekten, aber so dauerhaft nervig, dass ich micht immer wieder frage: wann ist das endlich vorbei? Danach käme der Strumpfhosenlook bei den Hosen…. aber da bröckelt’s ja glücklicherweise.

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        TobyB  RED

        Ich puschel den Staub mit Emu Federn weg, dass hat sich in der Audi Fertigung bewährt. Gummierte Oberflächen und Schalter find ich so richtig derbe. Entweder das Material ist nicht UV beständig oder der Weichmacher diffundiert raus. Klavierlack ist in der Pflege und Restaurierung so ziemlich die teuerste und zeitfressenste Oberfläche. Und unter dem Gesichtspunkt der Reflektion ungünstigste. Beim Roland JDXI mit seiner Hochglanz Plastik kann man das gut sehen. Wehe das Licht steht falsch.

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      Erik Steckmann  RED

      Die „Reinigungskompatibilität“ ist ein klasse Punkt den ich leider nicht betrachtet habe. Vielleicht gibt es ja in ein paar Jahre eine geupdatete Version :D

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    Plasmatron

    Ja so klebrige Oberflächen können nerven. Bei Nextel Lack hat bei mir ganz gut einfaches Pflanzenöl geholfen. Dünn auftragen und dann mit einem Tuch vorsichtig abtragen. Bei Gummi hilft feinster Hausstaub, klingt witzig, aber funktioniert. Wenn die Oberfläche damit trocken gelegt wurde dann klebt das Gummi nicht mehr. Klar sollte man die Knöppe vorher abziehen.

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    Ashatur  AHU

    Bei mir war es die Novation Mono Station.
    Allein diese gummierte Unterseite hat mich echt gestört da jeder Staub und Fussel da hängen blieb. Dann das Gehäuse welches aus so einem dünnen Plastik gefertigt wurde das man es richtig durchdrücken kann. Dafür aber bombenfest Potis. Was dann aber der ausschlaggebende Punkt war das ich mich doch wieder von ihr trennte ist der OSC bleed. Hätten sie bei der Mono Station die Paraphonie weggelassen und zwei normale OSC verbaut und etwas mehr Zeit in die Entwicklung gesteckt hätte ich sie lieben können.

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