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Test: 8Dio Requiem Professional, Chor Sample-Library

Kein eigenes "Library-Interface"...

Kein eigenes „Library-Interface“

Praxis

In der Praxis lässt sich mit dem Chor sehr gut arbeiten. Die unterschiedlichen Patches sind, was die Silben angeht, doch recht unterschiedlich, was ein gemischtes Nutzen von Sustain, Marcato und/oder Staccato etwas umständlicher gestaltet als nötig. Für eine Library in der 400 Euro-plus-Klasse sollte hier stark nachgebessert werden: alle Artikulationen in ein Patch mit trickreicher Umschaltung/Keyswitch-Programmierung, wie es teilweise die Kollegen hinbekommen.

Da gibt's auch was mit Effekten...

Da gibt’s auch was mit Effekten

Leider schalten die Keyswitches in der Praxis etwas träge. Somit können Tools wie „VST-Expression“ aus Cubase nur mit Workarounds genutzt werden. Schade!

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Klanglich macht Requiem Pro eine tolle Figur, auch Effekt-Geräusche und -Sounds sind dabei. Unglücklich ist, dass bei den wichtigen Patches nur der Chor als Ganzes vorliegt und nicht nach Herren/Damen oder sogar nach Stimmen (Sopran, Alt, Tenor, Bass) getrennt. Hier sollte 8Dio noch mal nachdenken, denn es kann in der Mischung mehr erreicht werden, liegen Männer- und Frauen-Stimmen getrennt vor. Die Patches doppelt laden und jeweils nur die „Jungs“ bzw. „Mädels“ zu nutzen, scheint sehr umständlich und ressourcenhungrig.

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Ergebnisse sind dafür aber recht fix da. Meistens interessiert es im Film-, Games- oder Trailer-Soundtrack doch gar nicht, WAS der Chor singt, solange es nach Text und „amtlich“ klingt. Das kann Requiem Pro ganz ohne Zweifel. Manche Silben und Artikulationen scheinen pegelmäßig und klanglich nicht 100%ig aufeinander abgestimmt zu sein (einzelne Silben sind deutlich kürzer als der Rest, Pegelsprünge …), aber das gibt nur zusätzliche Lebendigkeit und Authentizität: Es sind Stimmen, keine mechanischen Instrumente oder gar Synthesizer, die simuliert werden.

Anmerkungen zu den Klangbeispielen:
Solche Klangbeispiele müssen immer im Kontext (Orchester etc.) gesehen werden und bedürfen sehr viel Handarbeit. Die hier gebotenen Klangbeispiele sind als „Minimalergebnis“ zu sehen! Ergebnisse, wie in den Videos, sind mit etwas Handarbeit möglich.

Chor mit Effekt-Sounds (Body Perc etc.) – Hier kann Requiem Pro richtig punkten:

Staccato mit verschiedenen Silben:

Marcato geloopt mit verschiedenen Silben:

Verschiedene Vokale im Legato:

Solosänger: Bariton

 

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    MidiDino  AHU

    Eine solche Library vergleiche ich gerne mit älteren Produkten, in diesem Fall mit „Symphony of Voices“ (5 CDs). Der Grund ist einfach: Ich habe dieses Produkt noch und kann es sogar über Hardware einsetzen (Emu).

    Die beschriebenen ‚Mängel‘ der ebenfalls nicht mehr ganz so neuen Software (Tonehammer) sind typisch für ältere Libraries gewesen, denen nur beschränkter Platz zur Verfügung stand. Ich habe den Verdacht, dass solche Sammlungen als Vorlage galten.

    Die Qualität der SoV (CDs) war für damalige Verhältnisse fantastisch – und sie ist immer noch ohne Abstriche einsetzbar. Hat man eine solche Sammlung, lohnt sich das ‚Requiem nicht. Die anderen ehemaligen Tonehammer-Produkte, erwähnt sei besonders die Reihe ‚Forgotten Voices‘, waren und sind weiterhin viel interessanter, weil dort Neues ins Spiel kam!

    • Profilbild
      Florian Scholz  RED

      Hey MidiDino,

      danke, für Dein Feedback :-)
      Ich gebe Dir mehrheitlich Recht, bis auf eine Kleinigkeit: „Forgotten Voices“ (ich habe das Produkt selbst schon fast vergessen) ist nicht per se interessanter, da es sehr auf den Einsatzzweck und den Kontext ankommt ;-)
      Es grüßt
      Florian

      • Profilbild
        MidiDino  AHU

        Du hat natürlich Recht, Florian. ‚Forgotten Voices‘ ersetzen keinen Chor ;-) Aber weil du ‚Film‘ und ‚Games‘ zu Beginn erwähnt hattest, in diesen Segmenten passen die ‚FG‘ ganz gut. Wie dem auch sei, alle Einschätzungen sind vom möglichen Einsatz der Produkte abhängig, und wer mit den Damen der ‚FG‘ nichts anzufangen weiß, für den sind sie auch nicht interessant. Ich persönlich mag Damen eigentlich sehr ;-)

        Da fällt mir auf, dass es hier kaum weibliche Mitstreiter gibt … (?)

  2. Profilbild
    oxo

    noch eine anmerkung meinerseits:
    requiem professional halte ich, im verhältnis zur leistung, für überteuert. wie eigentlich alle 8dio produkte. wer sich für diese lib interessiert sollte vorher ein auge auf requiem light von soundiron werfen. kostet um die $320 …aktuell gerade im angebot für $263… und baut auf dem selben samplecontent auf, hat nur geringfügig weniger feature, wird deutlich besser mit updates gepflegt und ist in sachen preis/leistung das eindeutig besser paket.

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