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Test: Ableton Live

Ableton Live

18. Dezember 2001

Eigentlich hat die Welt schon lange darauf gewartet. Auf ein „Programm-Instrument“ welches sich intuitiv lernen und vor allem intuitiv spielen lässt. Ein Programm, das genauso funktioniert wie das, das jemand erwartet, der keine Ahnung von Computern und Software hat.

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In unserem Fall wäre das ein eingefleischter Bluesgitarrist (sorry, Bluesgitarrist, bin selber Gitarrist), der nur auf Röhrenamps und alte Strats steht und sich Anfang der achtziger Jahre kopfschüttelnd ob der neuen Technik (MIDI, Drummaschinen, Atari, zuckende Bewegungen) angewidert abgewannt hat, möglicherweise den fatalen Fehler beging und sich sagte: „Also, das ist ja keine Musik mehr“, um fortan trotzig zu behaupten, dass nun jeder Depp so eine Musik (welche ja gar keine ist) machen kann.

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Auch wenn das nun alles so bösartig klingt und so dargestellt natürlich selbst eine einseitige Betrachtungsweise ist, (irgendwo hat er ja schon recht, der Bluesgitarrist , man höre sich die Verbrechen der Achtziger an), so muss ich noch mal betonen, dass auch ich Gitarrist bin und ich mir als solcher den Zugang zu dieser neuen Welt auch erarbeiten musste, der so gegensätzlich zum Gitarre spielen scheint.

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Ich warte aber eigentlich immer noch auf die Zeit, in der ich mich nicht darum kümmern muss, warum etwas funktioniert oder nicht, sondern einzig und alleine wie, also die Zeit, in der das Diktat von irgendwelchen realitätsfremden Programmierern, welche diese ganzen unmöglichen Interfaces konstruieren und möglicherweise die Bedienungsanleitung auch noch selber schreiben, abgelaufen ist. Eine Zeit, in der sich Software so verhält wie ein Auto: Man muss zwar damit fahren lernen, aber ich muss kein Automechaniker sein um zu verstehen, warum es das macht – und schon gar nicht muss ich immer mit dem Schraubenschlüssel in der Tasche herumfahren.
Ihr merkt schon, ich kann mich da ganz schön in Rage reden, aber bin ich da der Einzige? Ganz bestimmt nicht – und das haben sich wohl auch die Leute von Ableton gesagt und versucht, etwas gegen diesen Programmiererlogik zu tun. Wenn ich den Namen richtig interpretiere weist das „Able“ton und Live ja schon darauf hin, dass es auch ohne Informatikstudium gehen müsste …
So war ich dann auch in München ganz gespannt dabei, als Ableton ihr Live vorgestellt haben und sehr begeistert als ich erfuhr, dass ich das Programm testen darf.
Aber ich komme nicht umhin, nun ganz am Anfang des Testes gleich mal ein bisschen um mich zu schlagen und einen fetten Minuspunkt zu verteilen.

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