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Test: Ableton Push 3 Beta 2.3, Controller

Push 3: Welche neuen Features gibt es?

7. November 2025
ableton push 3 test beat 2.3

Ableton Push 3 Beta 2.3, Controller

Es ist fast zwei Jahre her, dass Ableton seinen Performance-Controller Push 3 auf den Markt gebracht hat. Ableton Push 3 gibt es als Standalone-Variante mit integrierter CPU oder als (günstigeren) Live-Controller, der sich auf Wunsch auch später zur Standalone-Variante nachrüsten lässt.

Kurz & knapp
Was ist es? Ableton Push 3 – Performance-Controller und Standalone-Instrument für Ableton Live.
  • Neue Features: Rhythm Generator, Expressive Chords, Bounce-Optionen, Stem-Separation und MPE-Layouts erweitern den Funktionsumfang deutlich.
  • Bedienung: Zusätzliche Workflow-Optionen mit neuen Pad-Layouts, XYZ-Funktion und erweiterter Modulationssteuerung.
  • Klang & Workflow: Ideal als expressives Instrument und Sketch Pad, jedoch ohne Arrangement-Ansicht oder umfassendes Audio-Editing.
  • Fazit: Ein Performance-Tool mit hervorragender Spielbarkeit – nicht perfekt, aber einzigartig im Konzept.

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Seit der offiziellen Vorstellung der Geräte gab es bereits viele Neuerungen, sowohl für die Host-Software Ableton Live als auch für Ableton Push 3. Die Einführung von Move im Jahr 2024 wurde auch mit neuen Tools für Push 3 begleitet.

Vor Kurzem erschienen die Beta-Versionen Live 12.3 und 2.3 für Push Standalone mit tollen neue Features, die ich, bezogen auf Live hier, besprochen habe. Für Push 3 (auch als Controller) gibt es vor allem neue Layouts und Funktionen für die 64 Pads.

Außerdem wird der Rhythm Generator aus Live erstmals in Ableton Push 3 Standalone integriert – ebenso wie wichtige Bounce und Follow Action Optionen. Genug Gründe für einen neuen Blick auf das Ableton Hardware-Flaggschiff.

Dieser Testbericht erklärt aus echter Praxiserfahrung heraus, was man von Ableton Push 3 erwarten kann und was nicht. Dabei muss bedacht werden, dass es sich hier um den Test einer Beta-Version handelt.

push 3 gear

Push 3 mit dem Zubehör im Lieferumfang

Ableton Push 3: Einführung

Ableton Push 3 ist, wie andere Produkte von Ableton auch, ein gut und aufgeräumt gestaltetes Gerät. Selten erfreut sich meine Frau am Anblick neuer Geräte auf meinem Schreibtisch, diesmal war das der Fall. Markus Galla testete den Push 3 für AMAZONA.de bereits hier (damals noch mit Live 11) und hob dabei besonders die Tauglichkeit für Live-Performances hervor.

Bei der Recherche stieß ich in den Beta Release Notes auf eine lange Liste neuer Features aus regelmäßig erschienenen Updates (Link: hier, zuvor gab es noch Updates zu Live 11). Man gibt sich offensichtlich viel Mühe bei der Produktpflege.

Die neuen Features für die Standalone-Version von Push beinhalten wichtige Funktionen aus Ableton Live. Dazu gehören das optionale Gruppieren von Spuren und die Möglichkeiten, Follow-Actions zu nutzen. Beides ist nun möglich. Viele Verbesserungen betreffen aber natürlich auch Push 3 als reinen Controller.

push 3 top

Push 3

Bei Ableton Move als Sketchpad kam es mir vor, als würde man bewusst Mut zur Lücke kultivieren und ein klares Konzept verfolgen, anstatt zu viel zu wollen. Eigentlich ist das, wenn man darüber nachdenkt, auch bei Ableton Push 3 so.

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Push 3 Standalone ist wohl nicht in erster Linie DAW-Ersatz, sondern vor allem ein modernes expressiv spielbares Instrument und ein noch besseres Sketch-Pad. Push 3 Standalone hat keinen Arrangement-Mode (!), den findet man nur in Live, wo man später Projekte ausarbeiten kann. Das ist ein entscheidender Unterschied zu anderen Geräten.

Beta 2.3: Ableton Push 3 mit Live 12

Push 3 Standalone und auch die Controller-Version bieten 64 expressiv spielbare Pads mit nun noch mehr optimierten Sounds und „Layouts“ für die Bedienung. „Layouts“ lassen sich via Button aufrufen und teilen die 64 Pads in Funktionsbereiche auf. Man kann z. B. Step-Sequenzen aller Art intuitiv programmieren oder mit Clips der Session-Ansicht performen.

Im neuen XYZ-Pad-Layout kann man Modulationen performen. Man bewegt den Finger über die Pads wie bei einem XY-Pad, die dritte Ebene Z wird durch Drücken angesteuert. Jedes Pad kann dabei bis zu drei Macros modulieren. So lassen sich etwa Cutoff, Resonance und Drive spielerisch verändern.

Push 3 XYZ-Layout Melodic/ für ein Instrument

XYZ-Layout Melodic für ein Instrument

Für melodische Inhalte übernehmen die oberen 32 Pads die XYZ-Funktion, während man mit den unteren 32 Pads Melodien oder Akkorde spielt. Das fühlt sich wie eine große Version von Move an.

Für Drum-Racks gibt es andere Layouts, darunter nun eine Variante, bei der 16 Pads (rechts unten) die XYZ-Funktion übernehmen. Links unten spielt man dagegen 16 Pads via Fingerdrumming oder selektiert einen Sound. Die oberen 32 Pads bieten in diesem Szenario einen Lauflicht-Sequencer.

Push 3 Drums mit XYZ Layout

Push 3 Drums mit XYZ, Layout

Auch wenn auf 16 Pads weniger Platz für die XYZ-Funktion vorhanden ist, klappt das gut, weil die MPE-fähigen Pads erfassen, wie weit links oder rechts man sich darauf befindet. Dazu lassen sich beliebige Macros als Ziele zuweisen. Push 3 Standalone-Inhalte haben vorkonfigurierte Mappings.

Tools im Ableton Live Kosmos werden oft gut aufeinander abgestimmt. Das zeigt sich am 16-Pitches-Layout. Hier nutzen Push und Move 16 Pads für Tonhöhenänderungen des selektierten Drum-Pads, auch für Push 2 gab es ein entsprechendes Update.

Ein weiteres Beispiel ist die Einführung des Drift-Synthesizers, der sich im iOS-Programm Note (wo er für 3,99 Euro erwerbbar ist), in Move, in Live und in Push nun gut editieren und via MPE spielen lässt. Zudem lassen sich Dateien über die Ableton Cloud austauschen.

Ableton Push 3: Rhythm-Generator

Die Generative-Tools aus Live 12 waren in Ableton Push 3 Standalone bislang nicht verfügbar. Jetzt wurde aber das Rhythm-Generator-Tool integriert. Das empfinde ich nach dem Ausprobieren als eines der größten Highlights des Updates, allerdings „hakte“ es in meiner Beta noch ab und zu und die Option funktionierte nicht immer gleich gut.

Push 3 RhythGen

Rhythm Generator Layout für Drums-Spuren

Das neue (Drum-Rack-) „Rhythm Generator“-Layout sieht fast wie ein XYZ-Drum-Layout aus. Doch werden hier (unten rechts) mit 16 Pads vier Slider des Rhythm-Generators für Steps, Dichte, Variation und Shift bereitgestellt. Man selektiert einen Drum-Rack-Sound und kann für diesen dann die Parameter einstellen, um ein Pattern zu erstellen.

Push 3 Rhy2

Rhythm Generator, Parameter-Anzeige

Das ist in Live ohne Push schwieriger. Und versuche ich das mit Move als Controller, sind Rhythm-Generator-Parameter nicht zu Drehreglern gemappt und die Auswahl eines anderen Drum-Pads führt nicht automatisch zur Anzeige der zugehörigen Rhythm-Generator-Parameter. Dazu muss ich den Sound via Maus in einem Menü auswählen, schade.

Steps werden in Push sofort in den 32 Pads oben sichtbar, wo sich die Sequenz manuell editieren und weiter entwickeln lässt. So entstehen schnell coole neue Patterns. Es kommt das Gefühl einer besseren, größeren Move-Version auf, zumal ich mit 128 statt 16 Pads arbeiten kann.

Stem-Separation, Bouncing & Audio-Edits

Ebenfalls in Ableton Push 3 Standalone integriert ist Stem-Separation, inklusive High-Quality-Option, das Highlight des Live 12.3 Updates, das wir hier getestet haben (inkl. Klangbeispiel). Zuvor wurden Clip-Bounce Optionen eingeführt.

Via Shift + Drücken des Clip-Pads gelangt man an ein Clip-Kontextmenü mit Optionen zum Einfärben, Bouncen und für Follow-Actions. Der Bounce-Befehl löschte im Test den Clip und legte das neue Audiofile auf eine neue Spur.

Alternativ gelangt man via Shift + Track Select ans Track-Kontextmenü. Dort gibt’s, neben der Freeze-Option, nun ebenfalls ein Eintrag „Bounce“, um den Track incl. aller Clips „In Place“ zu bouncen.

Push 3 Clip Bounce

Clip Bounce Option

 

Push 3 Track Bounce

Track Bounce Optionen

Expressive Chords und Drums

Nach dem separaten Herunterladen von Expressive-Chords (mehr im Test zu Live 12.3 hier) steht für dieses faszinierende Max4Live Akkord-Tool ein neues Layout zur Verfügung, in dem man Artikulationen beim Spielen in den oberen beiden Pad-Reihen verändern kann. Parameter sind auch automatisch gemappt und werden angezeigt.

Für Push 2 wurde ein solches Layout ebenfalls eingeführt und auch bei der Nutzung von Move als Controller genießt man ein solches Mapping, allerdings ohne den Komfort der großen Anzeige. Ich finde, Expressive-Chords ist ein tolles Live-Tool.

Push 3 Expr

Expressive-Chords, Layout

Ableton Push 3 bietet auch ein Tutorial zu „Expressive Drums“. Damit sind für die Ansteuerung via MPE konzipierte Kits aus den Packs Session-Drums-Studio und Club gemeint. Hier bewirken Bewegungen beim Spielen des Pads oder verschiedene Hitpoints auf dem Pad Klangvariationen, weil Modulationszuweisungen programmiert wurden.

Weitere Funktionen

Im Scale-Menü gelangt man nun auch an ein Tuning-Menü, um mit mikrotonalen Stimmungen arbeiten zu können.

Bezüglich Audiospuren wird nun darauf hingewiesen, dass es ein Zugriff auf ein Scale-Menü gibt, das liest sich gut, doch der Nutzen erschloss sich mir nicht sofort bzw. entsteht möglicherweise nur zusammen mit der Nutzung weiterer Plug-ins, eine automatische Audio-Tonhöhen-Quantisierung ist jedenfalls nicht zu erwarten.

ableton push 3

Ein Drücken des Tempo & Swing Encoders stellt einen globalen Groove-Wert ein. In der Clip-Ansicht erscheint ein neues Menü zur Justage der Groove-Settings.

In Push 3 ist nun auch ein Icon für Max4Live Devices zu sehen. Auch Macro-Variations lassen sich seit einiger Zeit in Push Standalone erzeugen und über ein dediziertes Layout aufrufen.

Die schon lange bekannten Follow-Actions sind Abletons versteckte Variante einer Arrangement-Option, auf die nun in Push 3 Standalone zugegriffen werden kann. Play + Scene Button erlaubt eine schnelle Konfiguration von Follow-Actions für eine Scene, Play + Clip für einen Clip. Play + Main aktiviert Follow-Actions für jede Scene, Play + Track für die ganze Spur. Main + Clip-View erlaubt dabei Feinjustierungen.

Installation

Um ein neues Push 3 Gerät, das mit Live 11 Intro geliefert wird, auf Live 12 upzugraden, sind mehrere Firmware-Upgrades nötig (von 1.1.2 zu 1.2.2 zu 2.2.5 zur 2.3.1 Beta). Im Test machten die ersten Updates zunächst Probleme und wurden nicht fertig, doch es klappte, nachdem ich es „einfach“ fünf-, sechsmal versuchte. Auch Autorisationen waren mehrfach nötig, erst für Live 11, dann für Live 12. Ein paar Stunden war ich da schon beschäftigt, bis ich die neueste Version endlich testen konnte. Nach der Erstinstallation waren noch ca. 200 GB auf der internen Platte frei.

Externes Audiointerface – mehr Praxis

Manches geht via Push leichter: Audiomaterial lässt sich per Button in MIDI konvertieren (als Drum-Pad, Slice, in MIDI und nun auch Stem-Separation). Wollte ich aufgenommenes Material zurechtschneiden, haben mir in der Standalone-Version wichtige Optionen gefehlt (für MIDI und Audio), besonders, wenn ich ohne Metronom aufgenommen hatte. Auch die Aufnahmeprozedur an sich fiel im Test etwas sperrig aus, was den gewöhnungsbedürftigen Weg zu Einstellungen oder eine (nicht immer schnell zu bewerkstelligende) sofortige Bereitschaft zur Aufnahme angeht.

push 3 rear

Die Rückseite mit Push 3 Anschlüssen

Dass alle leeren Pad-Slots scharfgestalteter Spuren rot leuchten, hat mich anfangs irritiert, erscheint mir aber nun sinnvoll. Für Audiospuren klappte das mit meiner Beta aber nicht immer.

Push 3 Rec

Clip-Ansicht bei scharfgeschaltetem Track

Die „Warp to Grid“-Automatik bringt im Breakbeat- oder Ambient-Bereich nicht immer sinnvolle Resultate. Basis-Funktionen für manuelle Edits im Sinne von „dieser Clip hat X Takte, rechne mir das dazugehörige Tempo aus“ oder „dieser Clip hat exakt das Tempo X“, fand ich nicht bzw. es gab gar mehr Möglichkeiten, wenn man Audio in den Simpler transferierte. Da komme ich anderswo leichter zum Ziel, auch z. B. in Maschine.

Immerhin hat man eine „Tempo :2/x2“ Option. Detailliertere Warp-Optionen, wie das manuelle Setzen eines Markers, gibt es aber nicht.

Destruktives Editing nimmt Live ohnehin nie vor. Eine Normalize-Option für Aufnahmen könnte man aber brauchen, besonders, weil für Audioaufnahmen ohne externes Interface keine Gain-Regelung möglich ist. Immerhin lassen sich 24 dB Playback-Gain als Parameter draufpacken. Insgesamt sind also schon noch Nachbesserungen gefragt, um Push auch als „Sketch Pad“ besser zu machen.

Ableton Push 3 fehlt meiner Meinung nach ein Mikrofoneingang, doch unterstützt es jetzt auch class-compliant USB-Audiointerfaces. Alternativ kann man einen mobilen Recorder mit Gain-Regler oder/und Mic-Anschluss „dazwischen klemmen“ oder die ADAT I/Os nutzen. Diese erlauben auch Verbindungen zu Eurorack-Interfaces, z. B. einem Expert Sleepers ES-8.

Touch-Sensitive-Step-Editing erlaubt nun auch noch nachträgliche Velocity-Edits im Step-Sequencing-Modus durch die berührungsempfindlichen Pads.

Im Drum-Rack gelangt man in Push nicht an die Send/Returns eines Drum-Racks, sofern man diese nicht vorher gemappt hat.

ableton push 3 test

Der Datentransfer von und zu Push via Ableton Live oder/und WLAN funktioniert zwar elegant, aber bevormundet auch etwas. Manchmal will man vielleicht Samples auf konventionelle Weise transferieren (z. B. unterwegs, wenn ein anderer User kein Live installiert hat). Das ist mit Push schwierig.

Ähnliches ist über die Möglichkeiten zu sagen, Sample-Content in Push zu sortieren. Bei der Verwaltung von Samples und Sets ermöglicht der kleine Push-Bruder Move einen Zugriff auf Samples von allen Projekten aus. Bei Ableton Push 3 musste ich im Test Samples aus Projekt A mit Live’s Browser verschieben oder sie als Simpler-Preset exportieren, um in Projekt B an sie heranzukommen.

In meinem Lieblings-Drum-Tool Impulse kann ich in Push Samples nicht manuell laden. Push kann mehr Sets als Move verwalten oder via Live importieren. Versuche, Sets via Live in Ordnern zu organisieren, wurden im Test allerdings manchmal nicht korrekt oder zumindest anders (ohne eine in Live angelegte Ordnerstruktur) in Push abgebildet. In Maschine+ kann ich mit einer 1 TB Speicherkarte arbeiten und User-Inhalte darauf sortieren.

ableton push 3 test

Vieles, was ich dagegen in Move vermisse, finde ich in Push 3. Allerdings hat mir Move geholfen, ein besseres Gefühl für den Push 3-Workflow zu bekommen. Ein bisschen schade finde ich dennoch, dass Move nicht wenigstens acht Spuren, einen „normalen“ Sampler und eine Dateiverwaltung für mehr als 32 Sets bietet. Auch die neuen Bounce, Rhythm-Generation oder Expressive-Chords-Funktionen stünden Move gut zu Gesicht.

Sonstiges und Konkurrenz

Vor einiger Zeit gab es eine Meldung, dass der in Push 3 verwendete NUC-Chip von Intel nicht mehr hergestellt wird, allerdings an Asus weiterlizensiert wurde. Im besagten Artikel wird auch über mögliche (nachhaltige) Prozessorveränderungen in der Zukunft diskutiert. Dabei ist auch die Hitzeentwicklung ein Thema. Bereits mein Kollege Markus Galla bemängelte, dass Push 3 sehr heiß wird. Wenn das Gerät auf dem Schreibtisch steht, stört mich das allerdings wenig, wenn man es auf den Schoß nimmt, kann das dagegen anders aussehen.

Im Vergleich mit einer AKAI MPC scheint es in Ableton Push 3 schwerer, Samples zu laden und zu editieren. Die neue MPC Live III hat nur 16 MPE-fähige Pads für Drums, bietet aber mit dem MPC Pro-Pack-Clip noch Launching via Touchscreen. Alle MPCs bietet mit dem MPC Pro Pack nun angeblich eine Importoption für Ableton Live Sets.

Auch gegenüber NIs Maschine+ 3, die seit dem Update auch schnell Inhalte bouncen kann, fehlt eine freie Platzierung von Audiofiles in einem Arrangement. In Maschine oder 1010musics Bento gibt es Song-Modi, um Scenes anzuordnen. Pushs-Follow-Actions bieten oft detailliertere Optionen, sind aber weniger übersichtlich als solche Song-Modi. Ein Vergleich ist ohnehin schwierig, denn die Option, Projekte in einer Software mit mehr Detailoptionen ausarbeiten zu können, gibt es anderswo zumindest in dieser Form nicht.

Hardware-Standalone-Geräte, die mit einer sich entwickelnden Software kompatibel sein sollen, haben oft das Problem, dass die Software zeitweise „davonläuft“, so geschehen mit Push beim Release von Live 12 oder Maschine+ bei Maschine 3, in beiden Fällen wurden Updates nachgeliefert.

Ein Wermutstropfen sind auch relativ hohe zusätzliche Kosten für Live-Lizenzen, immerhin gibt es nun eine neue Rent-to-Own Option.

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Fazit

Ableton Push 3 festigt gemeinsam mit Ableton 12.3 seine Position als besonderes und einzigartiges Performance-Instrument und Live-Tool. Die neuen Layouts stehen auch bei der Nutzung von Push 3 als Controller zur Verfügung. Nirgendwo sonst findet man eine solche Kombination aus Spielbarkeit und Performance-Möglichkeiten, gepaart mit genialen Ideen und Inhalten, die man vorbereiten und nutzen kann.

Insbesondere bekam ich im Test Lust, meine Move-Sketches auf Push weiter zu bearbeiten oder generell auf Push 3 Musik auf eine Weise zu komponieren, die ich in Move gelernt habe. Als Sketch-Pad kann Push 3 Standalone sehr viel und ist auch hier wieder einzigartig, könnte aber sogar hier und da von Move lernen oder Detail-Edits besser möglich machen.

Die Standalone-Variante beherrscht in puncto Handling und Workflow aber längst nicht alles, was man aus der Live-DAW kennt. Zu nennen sind neben der fehlenden Arrangement-Ansicht auch das detaillierte Editieren von Warp Markern. Da sollte es vor einem Kauf keine Missverständnisse geben.

Von den in Live 12 eingeführten „Generative Tools“ sind nun immerhin der „Rhythm Generator“ und „Expressive Chords“ dabei. Doch besteht ja auch immer noch die Möglichkeit der Nutzung als Controller. Es ist durchaus vorgesehen, auf Push erstellte Sketches in Live zu finalisieren. Das macht einen gravierenden Unterschied im Vergleich zur Konkurrenz aus, wo es eine derartige Option nicht gibt.

Die Updates haben zudem weitere wichtige Live-Features in das Push-3-Standalone-Gerät integriert. Hierzu gehören Stem Separation, Bounce-Optionen, Macro Variations, Group-Funktionen und Follow-Actions.

Plus

  • Pads sind als XYZ-Controller in neuen Layouts nutzbar
  • integrierte generative und auf Einzelsound basiernde Rhythm-Generation zum schnellen Erstellen komplexer Patterns in neuem Layout
  • Stem Separation jetzt auch in Push 3 verfügbar
  • neue integrierte Bouncing-Optionen
  • Push kann nun Host für USB-Class-Compliant Audiointerfaces sein, wodurch man extern ein Mic-In und eine Gain-Regelung nutzen kann
  • Macro-Variations programmierbar und mit neuem Layout ansteuerbar
  • Group-Funktionen sind jetzt integriert
  • Follow-Actions mit detaillierten Einstellungen für Clips und Szenen wurden integriert
  • extrem vielseitiges (Live-) Instrument
  • einzigartiges all-in-one Live-Performance-Tool
  • sehr leistungsfähiges Sketchpad, Ausarbeitung von Projekten in Ableton Live möglich
  • blitzschnelles und variables Resampling möglich
  • eleganter Daten- und Projekttransfer via Live und WLAN möglich

Minus

  • Standalone ist kein Arrangement-Mode nutzbar, Follow-Actions sind aber ein (für Push 3 Standalone relativ neuer) möglicher Workaround
  • keine manuellen Gain-Einstellungen für Audioaufnahmen im Standalone-Mode möglich
  • kein konventioneller Datenaustausch von Samples ohne Netzwerk oder via Speichermedium möglich
  • zusätzliche Live Lizenzen könnten für Neukäufer günstiger sein, immerhin gibt es nun eine Rent-to-own-Option
  • detailliertere nachträgliche Audio-Warp-Edits sind ausschließlich in der Standalone-Version nur sehr begrenzt möglich
  • in der Standalone-Version kann das Impulse-Gerät keine Samples manuell laden

Preis

  • Push 3 Controller: 949,- Euro
  • Push 3 Standalone: 1.899,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    richard AHU

    auf die Option Audio Interfaces anzuschließen habe ich gewartet super. Für mich ist der Push als Live Instrument eigentlich fast interessanter, jetzt kann ich das Xone96 ergo per USB anschließen? Kann man jetzt auch die unterschiedlichen Spuren zuordnen oder geht nur Stereo out?

    • Profilbild
      Hamlet

      @richard Push erkennt alle Ein- und Aushänge deines Audio-Interfaces. Du kannst sie jeweils separat zu ordnen.

  2. Profilbild
    Olaf Strassen

    Ich will ihn wirklich mögen, meinen Push 3 Standalone. Aber dass noch immer kein Arrangement- bzw. Songmodus geplant scheint, enttäuscht mich doch etwas. Mir fehlt dieser eindeutig.

  3. Profilbild
    Soundreverend AHU

    Danke für den schönen Bericht!!

    Ich habe Jahrzehnte nur Ableton Live benutzt und Push von Anfang an, mir war sie immer ein bisschen zu groß und ich mochte die Pads auch nicht so gerne.

    Vor 2 oder 3 Jahren habe ich mir eine Maschine+ gekauft und finde den Workflow insbesondere mit den Scenes super gelungen. Und die Pads sind echt prima – wenn man kein Aftertouch braucht.

    Und auch der Browser ist IMHO besser strukturiert.

    Dazu habe ich die Maschine Jam wenn ich halt jammen will 😄 Auch wieder zum Umschalten der Scenes und dazu die Performance Effekte. Die Effekte sind nicht der Burner aber machen Spass…

    Ganz aus dem Sinn ist die Push 3 aber noch nicht. Aber dann eher nur als Controller.

  4. Mehr anzeigen
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