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Test: Access Virus C


Access

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Klappe die Dritte ! In Alphabetischer Reihenfolge läutet die inzwischen hoch anerkannte Firma Access seine dritte Generation des Virtuell analogen Synthesizers „Virus“ ein. Erstmals auf der Frankfurter Musikmesse präsentiert, gibt sich der Neue in ungewohnt düsterem Outfit.

Form und Farben
Was der Virus A damals noch an Retro-Charme versprühte, und der Virus b in leicht abgeänderter Form fortführte, wandelt sich nun in eine Art von etwas Diabolischem, wie ich es mal überspitzt ausdrücken möchte. Der leicht Böse Charakter entsteht durch die Schwarze Farbe, kombiniert mit den Roten LEDs und dem roten (!) Display, was ich zuletzt beim Yamaha FB01 gesehen habe. Diese Anmut lässt den Virus schon ziemlich wichtig aussehen, und mein erster Gedanke führte mich gar in die Richtung „getunter tiefergelegter Golf II“:-) . Mein zweiter Gedanke stieß mich auf die Erkenntnis, dass die Bedienoberfläche nun komplett überarbeitet war, und ich den Key-Track Knopf des Filters vergeblich suchte, was mich unnachvollziehbarerweise auf meinen dritten Gedanken führte, wo sich denn nun der digitale Ausgang versteckt habe, den ich doch so gerne gesehen hätte ???

Die Oberfläche hat einiges an sinnvoller Umgestaltung über sich ergehen lassen. So sind in der Filtersektion drei Potis weggefallen. Dies sind Key-Track und die beiden Sustain-Rise-Potis, wobei ich den Key-Track doch etwas vermisse. Natürlich lassen sich diese Parameter wie gehabt in der Edit-Menü-Struktur anpassen. Der Saturation-Taster ist dem Osc-Volume-Poti hinzugeflossen, was ich sehr begrüße.

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Der Bereich der Oszillatoren ist nun so gestaltet, dass es die Bedienelemente nur noch für einen Oszillator gibt, man aber mit den drei OSC -Tastern den zu Bearbeitenden anwählt. Endlich gibt es für die Effekte eigene Potis und die Modulations-Sektion mit den LFOs hat sich ebenfalls sehr zum positiven gewendet. Jede Sektion besitzt nun einen eigenen EDIT-Taster mit dem man direkt das Untermenü aufrufen kann und alle relevanten Parameter am Display editieren kann.
Die neue Oberfläche halte ich für sehr gut gelungen. Besitzer eines älteren Virus werden sich zwar die Hände etwas verknoten, aber wenn nach ca. einer halben Stunde erst mal die Gedanken neu geordnet sind, läuft alles wie Gewohnt und sogar noch besser :-) ! Aber die just genannten Kritikpunkte möchte ich nicht so streng bewerten wie das neue Display, welches nun wirklich nicht dem gewohnten Standart entspricht. Die Farbe Rot mag zwar für Leute im U-Boot ideal sein, aber im Studio macht sich doch eher Grün gut, zumal das menschliche Auge im grünen Wellenlängenbereich am besten sehen kann. Zudem ist der Sweet-Spot ( ja, den gibt es auch bei Displays ) zu klein, sodass der Kontrast beim Schräg-Von-Vorne-Draufschauen stark abnimmt.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    4damind

    Sehr guter Hardwaresynth, besitze den Virus XL seit einigen Jahren (Rack, erweiterte C Version mit Vocoder).
    Anfänglich gab es allerdings auch Probleme mit dem Update auf OS6, was natürlich ärgerlich war. Das ist aber Vergangenheit und der Virus summt wie ein Bienchen ;)

    Viele bekannte Topacts im Trancebereich nutzen den Virus als Bass und Leadlieferant. Aber er ist natürlich in allen Bereichen zu Hause und manchmal hört man ihn auch recht gut heraus (z.B. bei Faithless).

    Heute würde ich eher den TI holen bzw. werde auch irgendwann auf den TI oder den Nachfolger wechseln, alleine wegen der besseren Integration in die DAW. Trotzdem ist der Virus C immer noch eine Empfehlung, insbesondere weil er natürlich auch heute günstiger in der Anschaffung ist als z.B. ein TI.

    Bei den virtuell analogen Synthesizern spielt der Virus jedenfalls in der Königsklasse.

  2. Profilbild
    Sebastian B.

    Es ist erstaunlich, was aus dieser kleinen Kiste alles kerauskommt! Und das alles auf so einer kleinen Platine im Inneren…
    Mein Gerät ist nun schon betagter, und es zeigen sich zwei Mängel: die Seiten-Teile sind mit einem dünnen Gummi-Überzug versehen, die schnell unansehnlich werden (ein leichtes Kratzen mit dem Finger reicht schon), sowie die Potis. Sie sind nicht mit dem Panel verschraubt und sind in sich bei meinem Gerät schon ziemlich locker, obwohl ich behutsam schraube. Virus-C-Neulinge sollten sich auf eine etwas undurchsichtige Hardware-Bedienung einstellen; ich denke, hier waren die A- und B-Modelle einfacher. So versuche ich z.B. bis Heute den 3. OSC isoliert zu bearbeiten. Man tappt im Dunkeln, kommt aber dann irgendwann an sein Ziel.

  3. Profilbild
    Sebastian B.

    Vielleicht noch eine Ergänzung zum Klangcharakter. Ist nur meine subjektive wahrnehmung. Der Virus besitzt eine eigenständige Klangwelt, die man aber nicht unbedingt sofort heraushört. Er gehört meiner Meinung nach zu den Synthies, welche das größte Spektrun haben, sämtliche Klangideen zu verwirklichen. Inklusive akustische Instrumente. So würde es mich nicht wundern, wenn ein Programmierer auch ein authentisches „Grand Piano“ hinbekäme.
    Der Klang ist generell plastisch bis trocken, trotz interner guter Effekte. Zum Vergleich der Klang eines ESQ-1 oder einer TR-909, welche halt ziemlich „saftig“ klingen. Mir fällt keine Alternative zum Virus ein. Ich wünschte, die Virus-Reihe würde immerzu weitergebaut.
    Noch toller wären mehr Potis und Taster bei gleichem Funktionsumfang.

  4. Profilbild
    Nikos Puschmann

    Der Virus C hat jetzt schon einige Jahre auf dem Buckel, aber er kann trotzallem noch immer ganz vorne mitmischen. Seine Sounds klingen auch heute noch brandaktuell und er bringt diesen ganz gewissen Charme beim Spielen mit.

    Ich kann eigtl kaum über Nachteile klagen. Er lässt sich nicht so super in eine DAW integrieren wie ein TI. Gerade, wenn man mehrere Virus sounds gleichzeitig bearbeiten will, so muss man sich doch einige Umwege einfallen lassen, die ich aber gerne in Kauf nehme.4

    Ab und an hab ich das Problem, dass die Sounds einen extremen Release besitzen. Voll bis zum Anschlag gestellt. Wenn ich dann am Release-Regler drehe, dann ändert er sich zwar, allerdings fadet der Sound nicht aus (Die lautstärke geht schlagartig von 100 auf 0). Ein kurzer Reset hilft aber und dann tritt es in einer session eigtl nicht mehr auf. Meist nur nach einem Start.

    Trotzdem. Die damals 600€ waren und sind noch immer fantastisch angelegt :)

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Test: Access Virus C

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