Dieser kann dann in die Groove-Library eingefügt werden. Hier sieht man auch eine Auswahl der mitgelierten Grooves.
Dazu muss gesagt werden, dass man aus einem Funk-Loop nicht unbedingt einen Jazz-Swing zaubern kann, dazu ist der Algorithmus nicht im Stande. Es kann aber sehr interessant sein, subtile Groove-Patterns zu variieren und somit mehr Lebendigkeit in die Loops zu bringen.
MIDI in ACID
Der neue MIDI (Piano-Roll) Editor unterscheidet sich nur geringfügig von dem der Vorgängerversion. Allerdings sind jetzt sämtliche Continuous-Contoller zu steuern. NRPN und ähnliche erweiterte Techniken sind aber nach wie vor nicht mit an Bord.
ACID ist also eindeutig kein ausgewachsener MIDI-Sequenzer. Jedoch reicht die Funktionalität aus, um die wichtigsten MIDI-Aufgaben zu erledigen. Vielversprechend ist die Tatsache, dass die MIDI-Editoren ihrerseits PlugIns sind, so könnten vielleicht 3rd-Party-Entwickler umfangreichere Editoren schreiben und anbieten.
Die Außenwelt
Jetzt ist in ACID auch die ReWire-Schnittstelle integriert, sodass andere Programme die ReWire unterstützen, in die Audio-Spuren eingeschliffen werden können. Auch durch die volle VST-Implementation ist ACID mehr zu einer Standalone-Lösung geworden.
Man kann das komplette Arrangement in noch mehr Formaten rendern. Dabei ist das Dolby Surround AC3-PlugIn jetzt standardmässig integriert.
Da ACID auch eine Video-Spur unterstützt, findet man hier auch die entsprechenden Dateiformate. Eine Besonderheit von ACID ist die Anbindung an das Internetportal www.ACIDplanet.com. Hier stellen Benutzer ihre Songs online und auch öfters mal Remis Pakete. Dabei handelt es sich keinesfalls um No-Names. Der letzte Remix-Contest war ‚Don’t hold back’ von den Chemical Brothers!
Es ist daher direkt in ACID eine Upload- und Publishing-Funktion integriert, die es ermöglicht, seine Produktionen sofort auf den ACIDplanet zu beamen.
Ein wichtiger Punkt sei noch angesprochen: ACID PRO ist kein Multitrack-Recording-Programm. Wenn man Audio einspielt, geht das höchstens im Stereo-Modus. Das macht das Programm natürlich für einige Anwendungen unbrauchbar. Jedoch muss zur Ehrenrettung gesagt werden, dass das Programm einfach nicht dafür ausgelegt ist. Außerdem hat Sony mit der Videobearbeitungs-Software VEGAS ein exzellentes Programm für Mehrspuraufnahen, und so könnte die Gewaltenteilung auch erklärt werden.


























