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Test: Adam Audio, A5X, Aktiv-Lautsprecher

Klang 

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Im Bass bis hinunter zu etwa 70 Hz verfügt die A5X über hörbar gesteigerte Reserven, die nunmehr von dem recht beeindruckenden Maximalhub des bereits aus der A5 bekannten Tiefmitteltöners bestimmt werden und nicht mehr von der durch einen Limiter begrenzten Ausgangsleistung des Endverstärkers.

Hörtest

Hörtest

Die Abstimmung ist unverändert schlank. Dafür tönt der Lautsprecher auch in tieferen Lagen und in, für das akustische Nahfeld, ausreichenden Lautstärken deutlich präziser als die meisten Monitore der Größenklasse.

Die Ankopplung des Tiefmitteltöners an den hauseigenen „Überdrüber“-Hochtöner ist besser gelungen als beim Vorgängermodell. Die mittleren Tonlagen klingen bereits außergewöhnlich offen und differenziert. Die bereits sehr breite „Bühne“ der A5 hat mit der A5X nun auch spürbar an gefühlter Tiefe zugelegt.

Der Klangeindruck der A5X im Präsenz- und Obertonbereich ist das Maß aller Dinge und bringt unerhörte Details eigener Aufnahmen und in der häuslichen Plattensammlung zum Vorschein, die viele Monitore verschweigen oder deren Wahrnehmung nur mit Hilfe eines Kopfhörers gelingt. Dazu gehören auch unerwünschte Details: digitale Clicks oder versehentlich abgeschnittene Hallfahnen auf einer Einzelspur, Atemgeräusche, Kodierartefakte oder … Rauschen. Aber: Die A5X klingt nur dann scharf oder gar zischelig, wenn auch das Eingangssignal derartige Schwächen aufweist. Wem dies dennoch zu viel oder auch zu wenig ist, kann den Pegel des X-ART auf der Rückseite variieren.

Elektronische Tanzmusik tönt über die A5X eher unspektakulär und macht vergleichsweise wenig „Laune“. Um einen glaubhaften Eindruck zu vermitteln, wie es später im Club klingt, bedarf es einfach mehr Schub, als ihn dieser Lautsprecher liefern kann. 

Mangelhafte Mehrspurmixe mit künstlich generiertem, aber inkonsistentem Raumanteil klingen auf der A5X eher zweidimensional. Positiv ausgedrückt: Die A5X fordert dazu auf, es besser zu machen. Wer bei Mehrspurmixen ein „natürliches Klangbild“ anstrebt, dem liefert die A5X ein genaues Feedback zum Aufbau einer akustischen Bühne. Auch gibt sie Musik, die in natürlichen Räumen mit wenigen, hochwertigen Mikrofonen aufgenommen wurde, mit einem atemberaubenden Realismus wieder, der den Lautsprecher zuweilen vergessen lässt.

Während der Hochtöner scheinbar mühelos zu Werke geht, erzeugt das bereits bekannte, clever in die Bedieneinheit integrierte Bassreflex-Duo der A5X bei lauten Bässen einen mitunter vernehmlichen, vor allem aber deutlich fühlbaren Luftstrom in das Gesicht des Musikschaffenden. Das ist je nach Witterung und Gemütslage erfrischend oder auch nervtötend, gesundheitsschädlich ist es jedoch nicht: Laut Aussage von ADAM besteht das Dämm-Material im Inneren der A5X aus unbedenklicher Polyesterwolle.

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Die A5X ist auch bei Maximalmain störgeräuschärmer als die meisten Konkurrenten: Ab einem Hörabstand von rund 40cm liegt das Brummen und Rauschen auch in vollkommen ruhiger Umgebung unter der Wahrnehmbarkeitsschwelle.

 

Starfoto des Herstellers

Starfoto des Herstellers

Ausblick

Der Markt beschert uns seit einigen Jahren ein großes Angebot aktiver Nahfeldmonitore zu Preisen, die noch vor einem Jahrzehnt undenkbar waren. Diese stammen von renommierten Lautsprecherfirmen, die ihr Sortiment durch eine Präsenz im Einsteiger-Segment nach unten abrunden, oder von Elektronikherstellern, die ihr Programm durch Monitore vervollständigen. Fast durch die Bank werden ordentliche Gehäuse und Chassis fernöstlicher Provenienz eingesetzt. Auch die Montage erfolgt überwiegend in Asien. 

Die Aktivelektroniken ähneln sich: Transformatoren, Netzteile, mit Standard-Operationsverstärkern aufgebaute aktive Frequenzweichen und Endstufenchips aus dem Reich der Mitte sind heutzutage kaum teurer als die im HiFi-Bereich immer noch weit verbreiteten passiven Frequenzweichen aus Spulen, Kondensatoren und Widerständen, unter deren Verwendung „mann“ auch weiterhin zentnerschweren Endverstärker“boliden“ huldigen kann. Mit einer Aktivweiche lassen sich kleinere Schwächen von Gehäuse und Chassis gezielter ausbügeln, und das Entwicklungsziel eines geraden On Axis-Frequenzganges wird einfacher und schneller erreichbar. Zudem versehen fast alle Monitorhersteller ihre Produkte mit schallenkenden Details, so dass es auch „Off Axis“ viel ausgeglichener zugeht also vor geraumer Zeit.

Relativ groß sind die Unterschiede in der klanglichen Abstimmung: Einige der günstigen Monitore prahlen mit einer überzeichneten Basswiedergabe und aufdringlichen Höhen und sind damit eher „auf Wirkung“ gebürstet, andere sind neutral und weitgehend „professionell“ abgestimmt. Die A5X gehört eindeutig der seriösen letzteren Kategorie an.

Erstaunlich ist, dass die digitale Technik bislang dem Luxussegment vorbehalten bleibt: Sie ermöglicht fast beliebige Eingriffe in den Amplitudenfrequenzgang, eine weitreichende Korrektur des Phasenfrequenzganges und klingt darüber hinaus sauberer und rauschärmer als Operationsverstärker. Ein DSP-Board mit ausreichender Rechenleistung, A/D-Wandler und je einem D/A-Wandlerkanal pro Lautsprecherweg gibt es mittlerweile für einen niedrigen zweistelligen Dollarbetrag; Standard-Operationsverstärker mitsamt der erforderlichen passiven Bauteile zu ihrer Beschaltung sind aber bereits für ein einen zweistelligen Cent-Betrag zu haben. So müssen wir im unteren und mittleren Preissegment weiter auf digital entzerrte Monitore warten.

Sinnvoll erschiene mir, wenn einige angestammte Hersteller gemeinsam mit einem (asiatischen) Lieferanten ein kostengünstiges digitales Frequenzweichenmodul entwickeln und dann zuhauf in die jeweiligen „Volumenmodelle“ integrieren würden. Auch die Modelle von ADAM mit ihrem schon von Haus aus besonders fein auflösenden Klangcharakter würden mit dieser Maßnahme noch ein Quäntchen zulegen.

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Forum
  1. Profilbild
    Lopez  

    Der A5X ist ein super Monitor.
    Aber im Bassbereich etwas dünn – da muss noch ein guter Sub dazwischen, um ein wirklich gutes Klangbild zu schaffen.
    Trotzdem bleibt es ein super Monitor, und man kann damit verdammt gut abmischen.

  2. Profilbild
    rehab

    als 5.1 waren die A5x meine Wahl. Zusätzlich ein Sub 12 und es tönt bombastisch. Ich benutze das System um PS3 auf einer Leinwand zu Zocken und Filme anzuschauen. Für das reicht es allemal.

  3. Profilbild
    Phakt  

    Moin, Die A5X sind echt hammer mäßig. Hatte vorher die Tannoy 502, die auch nicht wirklich schlecht sind. Aber die Adams sind nochmal Augen bzw Ohrenöffner. Im verbund mit nem Presonus Temblor T10 ist dies für mich ein Traumsetup.

    Grüße
    N.

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