Test: ADAM Audio A7

27. November 2008

Adam Audio A7

Die Monitore der Berliner ADAM Audio GmbH erfreuen sich schon seit längerer Zeit international großer Beliebtheit, in professionellen Studios ebenso wie in kleineren Projekt- und Homerecording-Studios. Wie schlägt sich der zweitkleinste Monitor der Lautsprecher-Schmiede, der A7, der mit ca. 800 Euro pro Paar preislich in der hart umkämpften Mittelklasse liegt?

Features

Der Name A7 deutet an, dass wir es mit einem 7-Zoll-Tieftöner zu tun haben, was nicht ganz stimmt, denn de facto ist es nur eine 6,5-Zoll-Membran. Die Konkurrenz bietet in dieser Preisklasse schon einige Monitore mit 8-Zoll-Tieftöner an, was zumindest auf den ersten Blick eine bessere Wiedergabe der tiefen Frequenzen verspricht.
Ein besonderes Merkmal aller ADAM-Monitore ist der ART-Hochtöner (Accelerating Ribbon Technology), der auf dem von Dr. Oskar Heil entwickelten Air Motion Transformer-Prinzip beruht. Im Vergleich zu konventionellen Hochtönern zeichnen sich die Air Motion Transformer u.a. durch ein sehr gutes Impulsverhalten und einen höheren Wirkungsgrad aus. Näheres dazu findet man hier im Interview mit Klaus Heinz: http://amazona.de/index.php?page=26&file=2&article_id=65

ADAM Audio A7

ADAM Audio A7

Diesen besonderen Hochtöner besitzt natürlich auch der A7, wie man optisch unschwer an der gefalteten Hochtöner-Membran erkennen kann. Davon abgesehen fällt beim Auspacken sofort die ungewöhnliche Form der Monitore auf: Sie sind zwar in etwa so tief und so hoch, wie man es von einem Lautsprecher mit einem 6,5-Zoll-Chassis erwarten würde, aber doch ein ganzes Stück schmaler als bei der Konkurrenz üblich. So wirken sie recht klein, und auch das Gewicht ist mit nur 8 kg geringer als bei anderen aktiven Monitoren dieser Klasse.
Das Gehäuse und alle Regler sind in einem einheitlichen, matten Schwarz gehalten, die Tieftöner-Membran ist leicht gemustert und glänzend. Die Verarbeitung macht insgesamt einen guten Eindruck. ADAM ist übrigens von der eigenen Qualität so überzeugt, dass die Firma 5 Jahre Garantie auf die A7 gibt.
Wie beim bekannten großen Bruder P11A sind die oberen Gehäusekanten abgeschrägt (um Brechungen am Gehäuse zu reduzieren) und die Bassreflexöffnung befindet sich unten links. Rechts daneben befinden sich Lautstärkeregler und Power-Schalter, beide relativ groß ausgeführt – optisch ist das an der schmalen Front etwas gewöhnungsbedürftig, praktisch ist es allemal.

Forum
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    Sehr schön, dass diese wirklich sehr guten Lautsprecher getestet wurden, ich habe schon länger darauf gewartet. Ich besitze die A7 seit ca. 3 Monaten und werde sie bestimmt nicht mehr hergeben. Ich liebe diesen luftigen, knackigen Sound, der mich vom ersten Hören an begeistert hat. Lobenswert zu erwähnen wäre da noch der sehr nette und hilfsbereite Support in Berlin.

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    Habe die ADAM“s auch seit ca. 3 Monaten und bin auch sehr zufrieden damit! Absolut geiler Klang-kein Vergleich zu meinen doch schon angestaubten passiven Tannoys System 600! Hab mir allerdings 3 wochen nach dem Kauf der A7 noch den ADAM Sub 8 dazugeholt wegen dem Tiefgang-ne geile Combo!

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      Ja, auf den Sub8 spare ich auch schon. Aber jetzt nicht falsch verstehen – die Monitore gehen auch so schon verhältnismäßig tief in den Keller. Wenn man aber clubtaugliche, bassbetonte Musik produziert ist auch der Bereich unter 50 Hertz enorm wichtig, damit man später keine Club-PA schießt ;-)
      Beides zusammen (A7 + Sub8) ist sicherlich ein Dreamteam im bezahlbaren Bereich.

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    Bin auch sehr angetan von meinen A7! Frage an Dich, Franz: Da Du Deine A7 mit und ohne Sub gehört hast: Mit dem Sub8 sollte das beschriebene Luftrauschen doch aufhören, da die besagten Frequenzen von ca. 58-62 Hz dann vom Sub übernommen werden… Stimmt das?

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    Hi, Volker, muss ganz ehrlich sagen, dass mir dieses Luftgeräusch so noch nicht aufgefallen ist! Aber wie du schon schreibst, sollte es in der Tat nicht auftreten, da diese Frequenzen ja vom Sub übernommen werden, je nachdem wie die Trennfrequenz eingestellt ist!

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    Seit 30 Jahren besitze ich eine Revoxanlage.In dieser Zeit hatte ich einige LS und war bis vor einem Jahr nur unzufrieden.Da ich ein kleines unsymetrisches Musikzimmer habe,schob ich meine Unzufriedenheit darauf.Dann kam der Rat.Aktiv LS.Habe alles Geld zusammengerafft(1500) und in Europas größtes Musikhaus Thoman.Der Verkäfer spielte mir ca 12 LS in der Preisklasse 500-1500 Euro vor.Ich hatte die Augen geschlossen um nicht von der Optik abgelenkt zu werden.Absoluter Testsieger,mit Abstand Adam A7 für 800 Euro das Paar.Klasse,meine Hochachtung vor der Firma.Gruß Uli

  6. Profilbild
    Electric

    Interessant wäre noch zu wissen, wie sich die Monitore bei kleiner Lautstärke machen und wie gut der untere Mittenbereich wiedergegeben wird. Denn es sind die Mitten wo sich eine Menge abspielt und sich die Spreu vom Weizen trennt.

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