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Test: Aguilar, Agro, TLC Compressor, Octamizer, Filter Twin, Effektpedale

2. August 2011

Aguilar Pedale

Wer kennt sie nicht, diese immer wieder auftretenden Schübe von G.A.S. (Gear Acquisition Syndrom, dt. Geräte-Erwerbs-Syndrom), vor denen kaum ein Musiker gewappnet scheint und die als unweigerliche Begleiterscheinung ein bodenloses Loch in unsere Geldbörsen frisst. Da sich Instrumente und Verstärker allerdings zum Großteil in Preisklassen bewegen, die keine all zu häufigen Shopping-Touren möglich machen, liegt eine Produktgruppe zumeist im Hauptaugenmerk von Gitarristen und Bassisten. Sie belasten den Geldbeutel nicht all zu sehr und bringen dafür meistens auch noch jede Menge Innovation mit sich. Die Rede ist natürlich von Effektgeräten.

-- Aguilar Effektgeräte --

— Aguilar Effektgeräte —

Um für die nächste G.A.S.-getriebene Shopping-Tour ausreichend informiert zu sein, bietet der Amazona.de Einkaufsführer nun hier einen Einblick in die neuesten Errungenschaften auf diesem Sektor. Denn wie es der Zufall will, erreichte die Amazona-Testlabore ein Paket mit vier bunten Kästchen aus den USA. Im Einzelnen handelt es sich dabei um die vier Boden-Effektpedale AGRO, TLC Compressor, OCTAMIZER und FILTER TWIN aus der New Yorker Edelschmiede Aguilar. Diese ist bereits seit ca. 15 Jahren für einige exzellente Verstärker- und Boxen-Serien bekannt, deren Erfolgsgeschichte nun um den Produktbereich Bodeneffektgeräte erweitert werden soll. Welche Eigenschaften und Funktionen diese vier kleinen und bunten New Yorker letztendlich mit sich bringen, wird sich im nachfolgenden Testverlauf zeigen.

Lieferumfang & Verarbeitung

Alle vier Aguilar Effektpedale kommen in einem kleinen, robusten Pappkarton mit deutlichem Produktaufkleber daher, der sich an der Farbe des jeweiligen Pedals orientiert. Im Inneren befindet sich neben dem Effektgerät noch eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache. Diese fällt allerdings etwas dürftig aus, da neben produktspezifischen Details z.B. Demo-Einstellungen/Presets nicht erwähnt werden. Vereinzelt sind solche vorgegebenen Einstellungen von diversen Endorsern zwar auf der Aguilar-Website zu finden, was jedoch etwas Eigeninitiative voraussetzt.

Sind die Pedale erst einmal alle ausgepackt und aufgereiht, ist neben der unterschiedlichen Farbgebung und Beschriftung die identische Bauweise sofort auffallend. Generell sind die vier analogen Aguilar Effektgeräte mit den Produktmaßen 14x7x4 cm blockartig dimensioniert, deren Innenleben, bestehend aus Platinen und Widerständen in einem unkaputtbaren Gehäuse aus Stahl verpackt ist, so dass selbst härtere Tritte problemlos weggesteckt werden. Die Gestaltung orientiert sich dabei voll und ganz an der schlichten aber funktionalen Designlinie von Aguilar. Das eingerahmte Bedienfeld auf der Oberseite beherbergt neben dem Aguilar-Logo und dem Produktnamen vier Kunststoff-Drehregler mit jeweiliger Funktionsbelegung für das entsprechende Effektpedal und einen Druckknopf aus Metall, der zur De- bzw. Aktivierung der Tretmine dient. Als leichtgängig kann man die Drehregler der vier Bodeneffektgeräte wahrlich nicht bezeichnen. Aber dies ist auch gut so, da man im Eifer des Gefechtes mit ein paar Steptanz-Einlagen auf dem Effektboard doch sehr schnell ungewollte Einstellungen an den Potis vornehmen könnte. Dieser Alptraum tritt mit einem solchen Widerstand der Potis bestimmt nicht ein. Abschließend ist für das Bedienfeld nur noch ein blaues LED-Lämpchen zu erwähnen, das den Status des Pedals verdeutlich und als I-Punkt im Aguilar-Logo eingearbeitet ist.

Am oberen Ende der Box befinden sich neben dem Eingang für ein optional erhältliches Netzteil die Steckplätze für den Ein- und Ausgang, an denen Instrumenten- oder Patchkabel eingesteckt werden können. Diese Positionierung der Ein- und Ausgänge an Bodeneffektgeräten ist nicht unbedingt üblich, da sie doch eher vermehrt an den Seitenflächen zu finden sind. Dies ist allerdings nicht unbedingt funktional, da die Pedale so nicht direkt nebeneinander gelegt werden können und durch die Verbindung mit Patchkabeln oder Adaptern immer einen gewissen Abstand aufweisen müssen. In dieser Hinsicht hat man bei Aguilar weitergedacht, da man die Aguilar Pedale somit dicht zusammengestellt kombinieren kann, was jede Menge Platz auf dem Effektboard spart, sofern man alle vier Aguilar Effektgeräte oder Pedale gleicher Bauweise nutzt.

Neben dem Betrieb mit einem Netzteil, lassen sich alle vier Aguilar Bodeneffektgeräte natürlich auch mit einer handelsüblichen 9V Blockbatterie versorgen, die über eine praktische Schubladenfunktion am unteren Ende der Box eingesetzt werden kann. Ganz ohne den Einsatz von Werkzeug muss dabei nur eine händisch drehbare Schraube gelöst werden, und schon lässt sich die Schublade herausziehen, um an das Anschlusskabel für die 9V Blockbatterie zu gelangen. Und selbst wenn die Batterie doch einmal schlapp machen sollte, so wird das Basssignal dank der Gig-saver bypass Funktion ohne Klangeinbußen weitergeleitet. 

So viel zu den allgemeinen Spezifikationen der Aguilar Effektpedale. Welche Einstellungen man an an diesen vier Tretminen im Einzelnen vornehmen kann und welche Soundmöglichkeiten diese entsprechend möglich machen, wird nun nachfolgend für jedes Pedal separat erläutert.

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