Test: Aiaiai, TMA-1 Studio, DJ-Kopfhörer

Klanglich bewegt sich der TMA-1 Studio – leider – auch wieder auf Familienniveau. Dies bedeutet vor allem eine gewisse Verhangenheit der Mitten. Zwar spielt der Studio keinesfalls so dick in den Bässen und stimmlos wie der DJ, doch für über 200 Euro gibt es merklich besser durchzeichnende und differenzierende Konkurrenz von etablierten Marken. Die Entzerrung des normalen TMA-1 ist nur moderat vorgenommen worden.
Der Bass ist druckvoll und recht präzise, auch die Höhen klingen soweit an „Ort und Stelle“ sitzend. Doch gerade der wichtige Mittenbereich klingt wie mit einem EQ weggesaugt. Das Aufsetzen der Hörer und Umschalten von Monitoren oder den anderen genannten Hörern wirkt wie das merkliche Einsetzen eines Filters in den oberen Mitten und Höhen. Vor allem Dynamiken akustischer (und damit differenziert gespielter) Instrumente werden bei der Konkurrenz wesentlich deutlicher herausgearbeitet. Das Zurückwechseln auf meine private Abhöre ist wie das Wegnehmen eines Schleiers.
Die mehr an den Ohrmuscheln anliegenden Lederpolster sorgen für eine stärkere Ankopplung an das Ohr und damit naturgemäß etwas mehr Bass.
Der Wirkungsgrad ist mit um die 102 Dezibel und nur 32 Ohm Impedanz ausreichend hoch. Er bläst mir auf Wunsch die Ohren nicht so stark wie der Sennheiser HD 25 weg, ist aber für Regieabhöraufgaben allemal laut genug. Das Aufdrehen der mir zur Verfügung stehenden Verstärker konnte keine bemerkbare Verzerrung herbeiführen. Die Abschirmung von Außengeräuschen ist mittelmäßig, die Verständlichkeit von Unterhaltungen bei aufgesetzten Hörern noch vergleichsweise hoch.

Fazit

Wieder hat Aiaiai ein für sie typischen Kopfhörer herausgebracht: tolles, schlichtes Design mit schönen Ideen und Lösungen im Detail. Das leicht verunfallte Ohrpolster will ich noch durchgehen lassen. Aber für einen preislich oberklassigen Monitorhörer müssen die oberen Mitten und Höhen um einiges präsenter und ein Stück differenzierter sein, denn solch ein Gerät wird in aller Regel als akustische Lupe angeschafft. Darüber kann auch ein guter Wirkungsgrad nicht hinwegtäuschen.

Plus

  • unauffälliges, geradliniges Design
  • recht hoher Wirkungsgrad
  • zwei Sorten Ohrpolster

Minus

  • schwache Mitten
  • Verklebung der Schaumpolster ist schnell gerissen

Preis

  • Straßenpreis: 229,- Euro
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