Test: Aiaiai, TMA Capital, Kopfhörer

23. August 2012

TMA Capital

Die Dänen von Aiaiai haben ihrem Hauptmodell TMA-1 ein Schwestermodell zur Seite gestellt, das sich dem derzeit schwer angesagten Street Style verschreibt: den TMA Capital. In diesem Preissegment um die 100 Euro tummeln sich auch diverse weitere junge Marken wie Urban Ears, WeSC, Skullcandy, Beats by Dr. Dre oder auch die alten Hasen von Sony und Philips und buhlen um die Gunst der Mittelklassekäufer von Alltagsgeräten.

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Die Herkunft vom modernen Produktdesign merkt man dem Capital in vielen Details an. Das beginnt schon mit der schweren, eleganten Pappschachtel mit im Gegenlicht schimmernden Applikationen.
Ohne hässlichen verschweißten Blister und jedwedes Zubehör wie Adapter, Verlängerungskabel oder Beutel kommt die Lieferung aus. Der Hersteller wird nicht müde zu erwähnen, wie robust, praktisch und wetterfest diese Kopfhörer sind. Es handelt sich um eine geschlossene, ohraufliegende (AKA supraaurale) Konstruktion mit 40mm durchmessenden Titantreibern und integrierter Steuerung und Mikrofon für die omnipräsenten Smartphones.

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Das Bügelmaterial ist fiberglasverstärktes Nylon und wurde nicht übertrieben sparsam verwendet. An den Klappgelenken wurden außerdem Metallschrauben verbaut. Ich wage es also, der Konstruktion eine einigermaßen lange Haltbarkeit vorherzusagen.

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Das minimalistische Design der mir vorliegenden schwarzen Version mit aufgerautem Kunststoffgehäuse ist angenehm unaufdringlich. Man muss sogar gegen das Licht gucken, um überhaupt den Hersteller über das Logo zu identifizieren. In Zeiten von durch Werbung optisch stark zugedröhnten öffentlichen Räumen eine willkommene Abwechslung.

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Die aus knautschigem PU-Schaum bestehenden Ohrpolster riechen etwas (aber nicht übermäßig) chemisch beim ersten Auspacken. Sie sind relativ fest und umschließen die vergossenen Treibermuscheln, die dadurch effektiv spritzwassergeschützt sind, wenn man die Hörer trägt. Zugleich sind sie sehr leicht abnehmbar – der Polsterwechsel beim Sennheiser HD 25 ist dagegen eine Fummelarbeit.

Um den Kopfbügel ist ein poriger Schaumgummi gewickelt, wie man ihn beispielsweise von Fahrradgriffen kennt. Die geriffelten Bügelseiten haben eine Mechanik ähnlich wie bei Skischuhen. Nicht auf dem Kopf sitzend lässt sich das Band leicht verstellen. Sitzt der Hörer aber auf dem Kopf, dann spannt dieser die Konstruktion, so dass diese sich nicht von selbst verstellt. Der Zauber liegt in der Einfachheit. Gleich beim ersten Aufsetzen aber merke ich, dass meine Ohrmuscheln bzw. -läppchen mit den festen Polstern mittelfristig keine Freunde werden. Dafür schmiegen sie sich nicht genügend an, sondern drücken etwas zu sehr. Mit dem Kopfband hingegen habe ich kaum Probleme. Der Tragekomfort ist bei allen Kopf- und Ohrhörern aber eine individuell empfundene Sache.

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