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Test: Akai Advance 25, 49, 61, USB/MIDI-Controllerkeyboard

Praxis

Starten wir also einen ersten Testlauf mit dem Advance 49. USB-Verbindung herstellen, Strom ist da, Logic erkennt das Keyboard, alles funktioniert einwandfrei. Die Programmierung des Keyboards ist gut gelöst, nicht zuletzt auch wegen des gut ablesbaren Displays. Lediglich eine leichte Neigung nach vorne hätte das Ganze noch zu einem extra Punkt verholfen. Aber wie gesagt, das Arbeiten macht damit sehr viel Spaß, alles ist intuitiv und schnell erreicht.

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Foto 1

Grundsätzlich muss man bei den Advance Keyboards zwischen dem Arbeiten mit und ohne VIP Software unterscheiden. Ohne die VIP Software arbeitet das Keyboard wie ein herkömmlicher USB/MIDI-Controller, bei dem man alle Elemente frei belegen kann. Ab Werk sind bereits 11 vorkonfigurierte Presets an Bord, die für die Zusammenarbeit mit den bekannten DAWs bzw. für bestimmte Einsatzgebiete geladen werden können. Mappings stehen für Logic X, Cubase, Bitwig Studio, Ableton etc. bereit. Darüber hinaus gibt es weitere 21 Presetplätze, die man mit eigenen Kreationen belegen kann. Getestet habe ich die Presets für Logic und Cubase. Beide funktionieren einwandfrei, das Advance Keyboard wird sofort erkannt, die Zuweisungen passen. Anschließen, loslegen ist die Devise, sehr schön.

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So weit so gut, aber jetzt kommen wir zum eigentlichen Highlight der Advance Keyboards, der VIP Software. Das Wort VIP steht in diesem Fall für „Virtual Instrument Player“-Software und bei den meisten Lesern klingelt es da wahrscheinlich schon bzw. man kann vermuten, um was es dabei geht.

Foto 2

Bei der VIP Software handelt es sich um eine sowohl als standalone als auch als Plug-in (AU, VST, AAX) nutzbare Software, die selbst Plug-ins hosten kann. Im standalone Betrieb arbeitet die Software ähnlich (aber deutlich abgespeckter) zum Programm Main Stage, so dass man Plug-ins laden, bearbeiten, splitten und layern und diese beispielsweise live vom Keyboard aus fernsteuern kann. Der immense Vorteil ist, dass man direkt am Keyboard durch die Sound Presets der Plug-ins steppen kann. Der Name des Presets wird angezeigt und es lassen sich die wichtigsten Parameter mit den Bedienelementen des Keyboards fernsteuern. Allerdings bietet VIP keine kompletten Channel Strips, d.h. VST Effekt- oder Dynamik-Plug-ins auf einen Sound legen funktioniert nicht. Es kann lediglich das Software Instrument gespielt und mit dessen eigenen Parametern bearbeitet werden. Allerdings lassen sich Multis anlegen, d.h. bis zu acht Plug-ins können als ein Multi zusammengefasst, gesplittet und gelayert werden.

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Forum
  1. Profilbild
    Stephan Merk  RED

    Sehr schöner Test, das klärt für mich zumindest einige meiner Fragen. Seit der Pressemeldung hatte ich das Advance im Blick und überlegt, ob es was für mich sein könnte. Eine native Steuerung der VST-Instrumente wäre einerseits traumhaft, andererseits aber scheint die Umsetzung etwas lückenhaft zu sein. So werden nicht alle KORG Legacy-Instrumente aufgelistet, das kann ja noch kommen. Aber was ist mit iPad-Instrumenten, dafür wäre so ein Keyboard doch genial. Und bringt die VIP-Software in einer DAW wirklich Vorteile? Hier werden doch die Instrumente auch direkt und angepasst angesteuert. Mich interessiert zudem, ob sie mir in Verbindung mit der MPC-Software signifikante Vorteile bieten würde.

  2. Profilbild
    ahs

    Danke für den Test.

    Ich dachte bisher, dass dieses Keyboard als Plugout für Vst’s funktioniert !

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Das wäre cool, aber dann würde das Gerät wohl 600-700 Euro mehr kosten :)

  3. Profilbild
    The-Sarge  

    vielen Dank für den tollen Test Felix
    aber es ergeben sich noch Fragen:
    1.) VST3 wird nicht unterstützt, aber in der verlinkten Liste erscheinen die neuen Arturia-Produkte trotzdem – dann wohl als VST2?
    2.) auf Seite 5 schreibst Du das alle selbst erstellten Presets manuell bearbeitet werden müssen – somit gilt dies auch für zugekaufte Presetbanken? wenn ja, dann jedes einzelne Preset hinzufügen? wäre bei Zebra & Massive ja ewig langer Aufwand :(
    3.) lassen sich die zugewiesenen Regler noch verändern und abspeichern?

    was mir nicht an Deinem Testbericht gefällt ist diese Kritik bzgl. „Main Stage“, denn a) ist es nicht von AKAI und b) hat NI dies mMn auch nicht integriert und dort wurde es nicht bemängelt…

    • Profilbild
      Felix Thoma  RED

      Hallo The-Sarge,
      hier ein paar Infos zu Deinen Fragen:
      a) Ja, es lassen sich VST und VST2 Plug-ins nutzen (habe ich im Test hinzugefügt)
      b) Ja, sofern für die Presetbanken kein Mapping File von AKAI besteht, muss alles per Hand hinzugefügt werden
      c) Ja

  4. Profilbild
    tantris  

    Mir fehlen auch ein paar Informationen, eventuell weiss ja ein Leser darüber Bescheid.

    Auf welchen Rechnern (Betriebssystem, 32Bit / 64Bit) läuft die VIP-Software ?

    Wie sind die Plugins lizenziert, d.h. kann man diese auf verschiedenen Rechnern verwenden ?

    Laufen die Plugins nur zusammen mit der VIP Software oder könnte man die Plugins z.B. auch direkt unter Cubase laden, mit dem AKAI als reinem Masterkeyboard ?

    Vielen Dank

    • Profilbild
      Felix Thoma  RED

      Hallo Tantris,
      die VIP Software läuft standalone in 32- und 64-bit, als Plug-in:
      VST (32/64bit)
      AU (64bit)
      Welche Plug-ins meinst Du denn bzgl. Lizenzierung? Die, die beim Advance Keyboard dabei sind (Xpand!2, Loom, etc.)?
      Die VIP Software selbst arbeitet auch alleine ohne das angeschlossene Keyboard. Und die Plug-ins selbst (Xpand!2, Vacuum, Loom etc.) können als AU/VST mit jeder DAW genutzt werden. Allerdings nur im 64-bit Modus.

      • Profilbild
        tantris  

        Vielen Dank für die schnelle Antwort ! Meine Fragen sind nicht im geringsten als Kritik am Testbericht zu verstehen, denn solche Informationen müsste doch eher der Hersteller liefern.

        „Die VIP-Software läuft auch standalone“ – wird diese Software also direkt auf dem Masterkeyboard ausgeführt ? Denn bei den Produktvideos sieht es immer so aus, als sei ein handelsübliches Tablet angeschlossen ( nur als Monitor ?).

        Die mitgelieferten VSTs muss man meiner Meinung nach mit der Seriennummer des Keyboards lizenzieren. Bei Cubase ist ein Rechnerwechsel durch die Mitnahme des USB-Sticks möglich. Aber gilt das auch für die mitgelieferten VSTs des AKAI ?

        Zum besseren Verständnis : mich interessiert weniger die Anwendung der VIP-Software als DAW-Ersatz, sondern mehr der Betrieb dieser VSTs direkt unter Cubase – eventuell sogar mit dem Einsatz eines anderen Masterkeyboards.

        Ich nehme an, dass dies technisch nicht möglich ist, weil dann die mitgelieferten VSTs des AKAI nicht mehr erkennen können, ob sie legal betrieben werden.

        • Profilbild
          Felix Thoma  RED

          Hallo Tantris,
          standalone bedeutet, dass die Software sowohl als Plug-in innerhalb einer DAW genutzt werden kann, aber auch ohne zusätzliche DAW (als eigenständiges Programm) läuft. Direkt auf dem Keyboard läuft die Software nicht, die beiden sind nur auf einander abgestimmt. Bzgl. der Lizenzierung/Nutzung auf einem anderen Rechner frage ich sicherheitshalber bei AKAI nach, da melde ich mich nochmal. Ansonsten gibt es hier ein paar gute Infos zu VIP/Advance Keyboards: http://www.....nce_series

        • Profilbild
          Felix Thoma  RED

          Hallo Tantris,
          laut AKAI kann man die beim Advance Keyboard mitgelieferten Plug-ins von AIR und SONiVOX ohne Probleme auch auf einem anderen Computer nutzen. Entweder geschieht dies per Software, d.h. die Lizenz muss immer von Computer zu Computer transferiert werden (Pace Eden Copy Protection) oder man organisiert alles über einen iLok USB-Stick. Dann steckt man den USB-Stick einfach an den Computer wo man die Plug-ins gerade nutzen möchte.

  5. Profilbild
    beejay  

    Ich hatte auf mehr Funktionen ala NI Kore gehofft, denn soweit ich das aus dem Test herauslese kann man in der VIP software kein 2. Keyboard oder andere Controller verwenden (auf unterschiedliche sounds mappen)?

    Bin seit langem auf der Suche nach einer MainStage Alternative für Windows aufgrund der horrenden Hardware-Preise der Macs…
    Das einzige was halbwegs in Frage kommt ist Forte, aber dem fehlt halt einiges auf MainStage…

  6. Profilbild
    Synthiwerkatt

    Das neue Advance wird hier gelobt, meine Erfahrg mit dem Adv. 61 sind jedoch anders:

    – die riesige Software braucht Windows 7, wir haben Vista :(
    läßt sich also nicht installieren

    – der eigentliche Midikanal (links im Display) zum RADIAS o.ä. speichert sich mit „safe“ nicht ab, nach Ausschalten wird er bisher stets „vergessen“

    – Drehkn. nicht numeriert, liegen zu weit hinten u. senden bish. nicht brauchbar auf RADIAS

    – Die Firmware ist von 1.11 Auslief. auf akt. 1.19 updated, half aber nicht

    – Der kleine Wahldrehregler dreht verkehrtherum, bzw. die Auswahl im Display wandert in verkehrte Richtung, das verwirrt jedesmal.

    – Die 4 Cursortasten sind eng + unhandlich fummelig, zu klein… nix professional, die „Netztaste“ hinten schlimm versteckt, die Buchsenbeschriftung von oben nicht sichtbar, billige Netzteilbuchse nicht sicher vorm Rausrutschen,

    Das Schlimmste aber ist:

    –  die Tasten des Keyboards sind sehr kantig (Finger tun nach 10 min weh),  sind zudem recht schwergängig (Federn zu stramm, speziell die schwarzen Keys).
    Den weißen Keyflächen fehlt auch die übliche Wölbung zum Nachbarkey.
    Leider doch keine gute Verarbeitung. AKAI muß da wirklich flott nachbessern.
    Man könnte glauben, die haben sowas noch nie gefertigt. Und ein Netzteil gehört schließlich auch dazu bei über 600€ ! Fazit: zurückgeben und abwarten auf Adv. 2.0

  7. Profilbild
    Synthiwerkatt

    Die Beschriftungsfunktion hätte man auf die Keys legen können, statt der schlimmen Dreherei, Display muß mehr nach vorn, damit man solch Gerät auf einem Keyb-Standwie Apex mit mehreren Geräten auch einsehen kann.

  8. Profilbild
    barthjen

    Der Test hat mir sehr gut gefallen. Leider widerspiegelt dieser jedoch nur eine „frischen“ Eindruck. Ich würde bevorzugen, wenn man nach einer gewissen Zeit den Test wiederholt. Anhand dieses ersten Tests sieht es ja nicht so schlecht aus. Wenn man aber im Internet die Nutzer – Foren bemüht, kommt der Akai insbesonders im Zusammenhang mit VIP (Stichwort Stabilität und Einbindung von Plugins) wirklich nicht gut weg, besonders bei Musikern, die täglich damit arbeiten. Hier wäre eine Aktualisierung des Tests sicher nicht schlecht.

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