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Test: Akai Force 3.1, Music Production Studio

19. November 2021

Instrumente, Effekte und Disk-Streaming

akai force music production studio test

Akai Force 3.1, Music Production Studio

Mit dem 3.1 Update hat die Akai Force einige neue Funktionen spendiert bekommen, die wir in diesem Test näher betrachten wollen. Am aufregendsten war mit Sicherheit die Ankündigung, dass die Force nun in der Lage ist, Disk-Streaming durchzuführen. Betrachten wir also die neuen Funktionen genauer.

Anmerkung zum Akai Force 3.1 Test

Grundsätzlich basiert die Force auf Akais MPC Serie. Es gibt zwar Unterschiede zwischen beiden Konzepten, aber diese beziehen sich nur auf einige sehr spezielle Punkte. Weitere Informationen dazu findet ihr in unseren folgenden Tests: MPC Live 2, MPC One, MPC X und der MPC Force. Wir haben sogar die MPC One mit der MPC Live 2 verglichen.

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Der Kern der Software findet sich in der MPC Serie und der Force wieder. Daher wurden viele der Updates für die Akai Force schon in der Akai MPC Serie mit dem Update 2.10 verwirklicht.

Die Akai Force im Test

Wer an den neuen Instrumenten, Effekten und Funktionen für die Sample-Bearbeitung interessiert ist, sollte sich unseren ausführlichen Test des Akai MPC 2.10 Update zu Gemüte führen.

Der folgende Test der Akai Force 3.1 beschränkt sich dagegen auf die Funktionen, die exklusiv für die Force eingeführt wurden. Es ist allerdings zu hoffen, dass diese Updates auch bald ihren Weg in die MPC Serie finden werden.

Installation und Voraussetzungen für das Update 3.1

Das kostenlose Update kann ohne Log-in von der Akai Website heruntergeladen werden. Es ist möglich, das Update auf einen USB-Stick zu laden und auf der Force direkt zu installieren. Ich wählte für das Update meinen Computer, der das Installationsprogramm für das Update ausführte.

Zuerst muss die Akai Force in den Update-Modus versetzt werden, was im Installer erklärt wird und mit wenigen Schritten erledigt ist. Dann kann das Update installiert werden, was relativ flott geschieht.

Diese Einstellungen müssen in der Akai FORCE durchgeführt werden

Wer Zugriff auf die neuen Instrumente, Plug-ins und Samples haben möchte, muss seine Akai Force registrieren lassen. Dann können die gewünschten Files vom Akai Benutzerkonto heruntergeladen werden. Akai empfiehlt dabei, die Instrumente in der Force zu speichern. Es ist aber auch möglich, sie z. B. auf einem USB-Stick zu belassen, der an der Akai Force angeschlossen ist.

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Disk-Streaming mit der Akai Force

Endlich! Ab Version 3.1 beherrscht die Akai Force Disk-Streaming. Diese fehlende Funktion ist ein Faktor gewesen, der potenzielle Kunden vom Kauf einer Akai Force abgehalten hatte. Die MPCs und auch die Force verfügten zwar schon immer über eine interne Festplatte, aber leider konnte auf deren Inhalt nicht direkt zugegriffen werden. Audiodateien wurden in das RAM der MPCs und der Force geladen und genau da liegt das Problem.

Der RAM-Speicher wurde von Akai bescheiden bemessen. Heutzutage steht eine Akai MPC und Akai Force in direkter Konkurrenz mit einer DAW. Daher wirken 2 GB RAM für die Akai Force geradezu lächerlich. Ausreichend, um ein paar Tracks zu programmieren, aber viel zu wenig, wenn man einen Live-Act konstruieren möchte, der bis zu 2 Stunden dauern soll.

Aber das hat sich nun geändert, denn die Akai Force ist nun endlich in der Lage, Samples direkt von einem externen Speichermedium zu streamen, ohne den Umweg über den RAM zu nehmen. Es ist zu hoffen, dass auch bald die Akai MPCs diese Funktion beherrschen.

Disk Streaming ist aktiviert

Nach erfolgtem Update 3.1 ist Disk-Streaming sofort einsatzbereit. Wer sich nicht sicher ist, ob das tatsächlich der Fall ist, kann sich unter Preferences Gewissheit verschaffen. Dort sollte Disk- Streaming mit einem Haken markiert sein. Akai weißt eindringlich darauf hin, dass die Leistungsfähigkeit des Disk-Streaming von dem gewählten Speichermedium abhängig ist. Eine schnelle, leistungsfähige SSD sollte hier also erste Wahl sein.

Ich habe mich damit begnügt, meine externe 2 TB Festplatte an einen der USB-Slots anzuschließen, habe aber probeweise auch mit einem USB-Stick experimentiert. Die Festplatte wird selbstverständlich erkannt und wie gewöhnlich können nun Samples in den Speicher geladen werden.

Jetzt wird es interessant, da sich die Zuordnung der Samples verändert. Wenn man im Menü den Reiter „Projekt“ aufruft, wird die Sample-Zuordnung angezeigt. Die Samples sind in Memory und Streaming aufgeteilt. Wenn das Sample direkt in das RAM (Memory) geladen wurden, wird das Schwingungsformsymbol grau dargestellt. Wird das Sample von einem Speichermedium gestreamt, wird es grün angezeigt. Akai nimmt von sich aus eine automatische Zuordnung der Samples vor. Wenn die Samples „klein“ sind, werden sie direkt in den Speicher geladen und wenn sie besonders „groß“ sind, werden sie vom Speichermedium gestreamt.

Grün markiert: Samples werden von einem externen Datenträger gestreamt

Ab welcher Größe eine Zuordnung vorgenommen wird, konnte sich mir nicht erschließen. Das ist auch nicht wichtig, denn dankenswerterweise lässt sich die Zuordnung der Samples nachträglich verändern. Wenn man ein Sample anwählt, öffnet sich ein Menü, in dem man die gewünschte Zuordnung vornehmen kann.

Samples können nachträglich dem RAM oder Streaming zugeordnet werden. Wie man sieht, sind die Samples grau, also im RAM.

Intuitiv ist dieser Prozess nicht zu erlernen, doch glücklicherweise hilft das Handbuch in dieser Frage weiter. Ich hätte mir gewünscht, dass man die Zuordnung der Sample-Zuordnung schon im Vorfeld einstellen kann. Nachträgliche Zuordnungen empfinde ich als unpraktisch. Aber ich möchte auch nicht zu kritisch sein, denn das Disk-Streaming funktioniert wirklich sehr gut. Ich habe einfach mal 8 Tracks geladen, die ich von Vinyl mit 24 Bit/44,1 kHz digitalisiert hatte, alle über 10 Minuten lang. Das Tempo aller Tracks wurde erkannt und die Tracks liefen synchron miteinander.

Möglichkeiten des Disk-Streamings mit der Akai Force 3.1

Durch das Disk-Streaming steigern sich die Möglichkeiten der Akai FORCE nun (nahezu) ins  Unendliche! Denn beispielsweise ist es nun möglich, DJ-Mixe zu erstellen. Aber Vorsicht! Die Akai Force ist nicht Native Instruments Traktor oder ein anderes DJ-Programm, mit dem man auch ohne große Vorbereitung mixen kann. Darin unterscheidet sich die Akai Force nicht von Ableton Live.

Diese Instrumente sind dafür gedacht, dass man mit ihnen Tracks erstellt. Es ist nicht möglich, in der Force durch das Audiofile zu scrollen und ab einem gewissen Zeitpunkt abzuspielen. Daher ist es notwendig, dass die Tracks im Vorfeld editiert und zugeordnet werden. So sollte man die Tracks in Abschnitte wie Strophe, Refrain und Bridge aufteilen, um sie an gewünschter Stelle abspielen zu können.

Eine gründliche Vorbereitung ist auch deshalb notwendig, weil man im laufenden Betrieb zwar neues Audiomaterial laden kann, allerdings unterbricht die Force dann das Audiosignal. Ein Worst-Case-Szenario, das man während einer Performance unbedingt vermeiden möchte.

In Verbindung mit den Instrumenten, Effekten und Sampling-Möglichkeiten verschwimmen die Grenzen zwischen einem Live-Act und einem DJ-Set zur Unkenntlichkeit. Dass dies alles nur und alleine mit der Akai Force möglich ist, hätte vor ein paar Jahren noch niemand gedacht.

Mit einem gut vorbereiteten Akai Force DJ-Set ist man mit Sicherheit unglaublich flexibel. Durch Aufheben des RAM-Umweges werden DJ-Sets, aber auch Tracks, möglich, die über eine unglaubliche Datenmenge verfügen können. Jetzt ist das Arbeiten mit der Akai Force nur noch vom Speicherplatz des gewählten Speichermediums abhängig.

Unter diesen Umständen ist es auch möglich, eine Live-Performance zu unterstützen. Viele Musikerinnen und Musiker haben keine Lust, einen Laptop auf die Bühne zu stellen. Die Akai Force wird zu einer unglaublich flexiblen Playback-Maschine, die alle Spuren der Studioaufnahme auch auf der Bühne möglich macht. Sie befreit die Musiker und Musikerinnen von einem Laptop und sieht auf der Bühne auch noch wahnsinnig gut aus. Da die Force Elastic-Audio beherrscht, wird man als Musiker nicht gezwungen sein, sich am Tempo der Akai Force zu orientieren. Wenn der Schlagzeuger über ein MIDI-Pad die Tempoerkennung der Force triggert, richtet sich die Force und deren musikalisches Material am Tempo des Schlagzeugers aus.

Dies sind nur zwei der vielen Möglichkeiten, die mir eingefallen sind, die das Disk-Streaming ermöglicht. Wie werdet ihr Disk-Streaming nutzen?

Automation von Submix, Return und Master

Automation ist sehr wichtig, um die Tracks mit Leben zu erfüllen. Auch ständige minimale Variationen der Decay Zeit nimmt unser Ohr wahr. Dadurch empfinden wir Musik als dynamisch und interessant. Wie aus dem MPC 2.10 Update bekannt, hat Akai viel getan um „Feeling“ in die Tracks zu implementieren, wie z. B. Human Touch und zufällige Variationen von bestimmten Parametern. Automation von Effekten gehört dazu, um Dynamik zu erzeugen. Leider konnte man die Effekte des Submixes, der Returns und des Masters nicht automatisieren.

Warum ist das wichtig? Beispielsweise werden sich viele Musiker und Musikerinnen damit begnügt haben, auf dem Master-Output einen Kompressor und einen Hall zu legen. Effekte also, die das Signal ein bisschen breiter, schöner und größer machen. Deren fixe Einstellungen werden sich immer in gleicher Intensität auf das Signal auswirken. Das kann an bestimmten Stellen im Track zu einem Problem werden, weil an leisen Stellen zu viel Hall vorhanden sein könnte oder der Kompressor zu sehr pumpt. Jetzt können auch diese Effekte automatisiert werden und das ist gut so, weil sie punktgenau in der richtigen Intensität eingesetzt werden können. Sie werden so wirken, wie man es erwartet.

Der Master-Knopf

Nun wird der Master-Button sehr wichtig, weil dieser Master, Returns und Sends anzeigt. Im Mixer können dann beispielsweise Effekte auf den Master-Out gelegt werden. Im Arrange-Fenster werden anstatt der Spuren Master, Return und Send angezeigt und es können an geeigneter Stelle Automationen eingeschrieben werden.

Feedback-Automation für das AIR Diffuser Delay auf dem Master-Out

Die Funktionsweise folgt der standardisierten Automationszuweisung. Bleiben wir beim Beispiel des Master-Channels und wählen ihn aus. Von Haus aus wird dieser mit Automationsparameter Volume belegt sein und wird unterhalb des Arrange-Fensters angezeigt. Wenn man auf diesen klickt, wird man in die Lage versetzt, eine neue Zuweisung vorzunehmen, z. B. den Parameter des Halls. Und schon kann dieser in die Automation eingezeichnet werden.

Sehr gut gefällt mir dabei, dass das Arrange-Fenster genau den gleichen Ausschnitt in der Automation anzeigt. Dadurch weiß man immer, an welcher Stelle im Track eine Automation vorgenommen wird. Unnötiges Scrollen oder Notieren eines Taktabschnitts ist überflüssig. Toll gemacht, Akai.

Die Akai Force und class-compliant Audiointerfaces

Wie die Akai MPCs, ermöglicht es jetzt auch die Akai Force, Audiointerfaces anzuschließen, die class-compliant sind. Im Test des Update 2.10 für die Akai MPCs zeigte sich allerdings, dass dies leider nicht mit jedem class-compliant Audiointerface funktioniert. Daran hat sich leider auch unter dem Akai Force Update nichts geändert. Die Zusammenarbeit mit dem Arturia Audio Fuse Studio wird beispielsweise verweigert, während das IK Multimedia iRig Pro Duo erkannt wird.

IK Multimedia IRig Pro Duo von der Akai Force erkannt

Ein neuer Bug in der Akai Force?

In den letzten Tests hatte ich es geliebt, Samples in die MPC zu laden und zu „choppen“. Denn Akai stellt hierfür verschiedene Parameter zur Auswahl, die diesen Prozess automatisieren. Man ist also nicht selber gezwungen, Chops zu setzen. Leider funktioniert dieser automatisierte Prozess
nun nicht mehr zufriedenstellend. Mit dem Parameter Threshold werden die Chops an den Transienten ausgerichtet. Sie werden nun vollkommen willkürlich gesetzt und offensichtliche Transienten werden ignoriert. Ärgerlich, denn nun muss man manuell nachjustieren.

Im Grunde war es das mit den Neuerungen des Updates 3.1. Man darf allerdings nicht übersehen, dass es ein gewaltiges Update für die Akai Force ist. Die meisten Features waren und sind bereits Teil unseres 2.10 Updates der Akai MPC Serie gewesen und deswegen möchte ich nochmals darauf hinweisen, dort alles Weitere nachzulesen. Die neuen Instrumente, Effekte und Funktionen werden dort ausführlich besprochen.

Die Akai FORCE heute und damals

Seien wir ganz ehrlich: 90 % des Akai Force Update kennen wir schon aus dem 2.10 Update der Akai MPC-Serie und so wäre es nicht weiter der Rede wert gewesen, wenn Akai das Disk-Streaming nicht implementiert hätte. Seit Erscheinen der Force warten aber alle darauf und das ist jetzt schon immerhin 3 Jahre her. „Lieber zu spät, als nie“, pflegte ein Lehrer in meiner Schulzeit zu sagen. Leider sind die Zeiten sehr ungeduldig und andere Firmen hätten schon längst den Produktionszyklus der Force eingestellt und wir hätten schon die Force 2 oder Force 3 am Start.

Dass Akai so vorbildlich ihre Produkte pflegt und noch nach Jahren mit sehr wichtigen Updates versorgt, ist vorbildlich. Gleichzeitig könnte man sich auch fragen, warum die Features nicht schon von Anfang an implementiert wurden. In diesem Fall ist das Update aber deutlich mehr als eine Ansammlung von „Bugfixes“, da sich die Funktionalität der Instrumente maßgeblich verändert. Das wird auch die Benutzerinnen und Benutzer freuen, wenn sie mit den neuen Funktionen und Instrumenten beschenkt werden, die das Arbeiten verbessern und das Gefühl vermitteln, (fast schon) eine neue Akai Force zu besitzen.

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Fazit

Wenn man sich mit dem 2.10 Update der Akai MPC beschäftigt hat, wird das Force Update 3.1 keine große Überraschung bieten.

Tatsächlich ist Disk-Streaming aber eine sehr große Überraschung, auf die die Nutzer der Akai Force schon lange gewartet haben. Endlich ist es da und dass es auch noch so gut funktioniert, ist eine wahre Freude. Der Einsatzspielraum der Akai FORCE wird hierdurch ungemein erweitert. Jetzt muss Disk-Streaming unbedingt in die MPCs eingeführt werden und sicher wird Akai dann neue Überraschungen vorstellen. Weiter so Akai!

 

Plus

  • Disk-Streaming
  • Automation von Submix, Return und Master
  • alle Erweiterungen und Funktionen des Akai MPC 2.10 Update

Minus

  • leider werden immer noch nicht alle Class-Compliant Audiointerfaces erkannt

Preis

  • 989,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Atarkid  AHU

    Wie toll das alles ist, hatten wir ja schon an anderer Stelle. Was ich mich inzwischen frage: Kommt Step Recording noch? Ich meine tonal, nicht rhythmisch, so wie bei den „alten“ MPCs. Oder ist mir da was entgangen? Die Lösung über den List-Editor ist mir einfach zu unkomfortabel. Manchmal möchte ich einfach Note für Note mit Pausen usw. „eintippen“.

    • Profilbild
      Sven Rosswog  RED 2

      Hi Atarikid,

      ich weiß nicht was du genau meinst, aber ein Grid Editor gibt es. Nur Listen zu editieren, also wie ein Tracker, hätte ich in der Vergangenheit sicher negativ kritisiert. Es ist schön das es geht, aber so will ich nicht arbeiten. Ich brauch ein Grid, Piano-Roll, oder wie man es auch immer nennen möchte.

      • Profilbild
        Atarkid  AHU

        Was ich meine kennt man aus jeder DAW, den alten MPCs, oder sogar einem KORG Poly 800…
        Du schaltest die Step Eingabe scharf, danach gibst du deine Noten über die Klaviatur ein. Step für Step. Mein uralter QY 700 kann das, mein Zaquencer kann das, mein JX 3P konnte das, der SH 101 konnte das, genauso wie meine MPC 2000 XL oder meine MPC 2500. Das ist absolut super-basic… Ich sag ja, kann sein, dass es das gibt inzwischen, aber ich finde diesbezüglich nix. Step Eingabe für Rhythmen gibt es ja auch…

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          Larifari  AHU

          Jaein…direkt so wie beim sh 101 funktioniert es meines Wissens nach nicht. Aber – Du kannst den jeweiligen gewählten Noten Eingabe Modus mit dem Step Sequencer kombinieren. Beispiel – im oberen Teil wird das Lauflicht angezeigt, im unteren Teil deine Noten oder Akkorde. Du drückst die Note die gespielt werden soll und drückst dann auf die jeweilige Position im Step Sequencer. Dazu kannst du noch eine fixe oder „as played“ Velocity wählen.

          Edit : Die klassische 101 Eingabe könnte aber im Tracker Modus funktionieren, dann springt der Marker nämlich weiter. Aber die Info ist unter Vorbehalt und müsste ich nochmal checken.

  2. Profilbild
    Gero van Apen

    Leider kann in der force – im Gegensatz zu den MPC-Geräten – wohl immer noch nicht die time-signature verändert werden. Und eine last-step Einstellung gibt es ebenfalls nicht. Geht also nur 4/4 oder – über triplets – 6/8. Deswegen leider ein no-go für mich.
    Schade denn grundsätzlich finde ich das Teil geil.
    Aber letztlich hatte ich die force noch nie in den Fingern, meine Aussagen beziehen sich auf Recherchen in diesem „Internet“… in der Bedienungsanleitung ist hierzu nichts zu finden und die Thomann-Crew konnte auch nicht viel dazu sagen.
    Weiß es jemand besser?

    • Profilbild
      Sven Rosswog  RED 2

      Hi Gero van Apen,

      hatte die Force seit erscheinen getestet und es ist überraschend, wie beharrlich Akai seine Produkte pflegt und über die Jahre optimiert hat. Das macht so kaum noch ein Hersteller.

      Daher ist es aus meiner Sicht nicht unwarscheinlich, dass die von dir gewünschten Features noch kommen werden. Mit unterschiedlichen Time-Signaturen, ausser die von dir erwähnten, habe ich nicht experimentiert.

      • Profilbild
        Gero van Apen

        hi Sven, danke für die Antwort! Ja, ich hoffe weiter… zumal es bei den MPCs ja geht… ich stehe halt auf 5/4, 7/8 und sowas ;-)

    • Profilbild
      Larifari  AHU

      Hallo,
      Du brauchst keinen last Step separat einstellen. Du stellst einfach ein wie lang die Sequenz sein soll. Egal ob 1 Step oder 77.3 . Ist alles mit einem Handgriff möglich. Time Signature läßt sich je nach Knob Modus einfach via Poti umschalten. So kannst du während du ein ARP abfeuerst damit spielen. Beides war seitdem ich die Force hab ( 1,5 Jahre ) möglich und ist super easy.

      • Profilbild
        Gero van Apen

        hey Larifari, auch dir besten Dank für deine Antwort! Echt jetzt? Dann muss ich das Ding wohl doch endlich mal ausprobieren… ist ja bald Weihnachten ;-)

        • Profilbild
          Larifari  AHU

          Ja..echt..kurzer Deep Dive :
          Den Clip Start und Endpunkt kannst du auf den Tick genau einstellen. Streng genommen also z.b. 77.3.23. Unabhäng von der eigentlichen Clip Länge kann deine Sequenz eine andere Länge haben. Beispiel : Clip startet bei 1 und läuft bis 42. Die Sequenz startet aber erst bei 5 und läuft bis 12. Der Clip läuft also weiter bis 42, auch wenn die Sequenz beendet ist. Möchtest du loopen, kannst du wiederum unabhängig von Clip und Sequenz Länge den Loop Start und Endpunkt auf den Tick genau einstellen. Das Ganze funktioniert natürlich pro Spur.
          Ob MIDI oder Audio ist dabei egal.

  3. Profilbild
    Emmbot  AHU

    Na das hört sich doch alles ganz toll an.

    Wie viele Diskstreaming Spuren könnten denn max. paralell laufen?

    • Profilbild
      Sven Rosswog  RED 2

      Hi Emmbot,

      dazu schweigt sich Akai aus. Akai sagt auch ganz deutlich, wie ich auch geschrieben habe. Es kommt auf den genutzen Datenträger an. Sie empfehlen eine schnelle SSD einzubauen. Wie man weiß, gibt es beim Zugriff auf den Speicher von Festplatten große Unterschiede, was Geschwindigkeit angeht. Mit Schrott wird man nicht weit kommen. Ich hatte keine SSD da, aber mit einer externen Festplatte hat es schon gut geklappt, aber wäre unfair und unziureichend um damit zu versuchen das System an seine Grenzen zu bringen. Ich bin mir sicher, dass es bald jemand herausfinden wird. Wie ich geschrieben habe: Die Sampels können nun in den RAM geschickt werden, oder gestreamt werden. Daher ist wohl nur noch das Speichermedium und dessen Qualitäten entscheidend.

    • Profilbild
      Larifari  AHU

      Hallo….auch hier muss ich den Autor korrigieren.
      Du kannst maximal 8 Stereo Spuren parallel laufen lassen. Die Force kann nicht mehr als 8 Audio Tracks erzeugen, dementsprechend ist es egal wie du es drehst und wendest das Limit. Auch dass war schon von Anfang an so.

      • Profilbild
        Sven Rosswog  RED 2

        Hi Larifari,

        Das stimmt schon. Ich habe die Frage ein bisschen anders Verstanden, weil es ja um die Auslastung des RAM vs. Streaming geht. Man hat 8 Audioclips und es können nur 8 gleichzeitig abgespielt werden, aber für die Systemauslastung ist es nicht unerheblich, wo sich die die nächsten 8 Clips befinden. Im RAM oder auf der Festplatte. Wenn die Clips mit Diskstreaming auf der Festplatte bleiben, hat man mehr RAM für Instrumente und Effekte und das macht für das Limit schon ein groeßer Unterschied.

        Ausserdem kann man noch über den Sampler gehen und dessen Sampes können auch gestreamt oder in den RAM geladen werden. Wodurch man die Audiospurbegenzung auch austricksen kann.

        • Profilbild
          Larifari  AHU

          Richtig…aber es ging ja explizit um paralleles abspielen. Ich habe bis jetzt ein Projekt mit 97 wavs ( komplette Songs um die 6 Minuten ) geladen. Vorher war bei 6-7 Schluss. Die Ssd ist irgendein Überbleibsel der letzten Jahre.

          • Profilbild
            Emmbot  AHU

            Hallo Sven und Larifari,

            Ich danke euch für eure erhellende Antworten. 8 Audio Spuren würden mir reichen. Der Tipp mit dem Sampler ist auch super.

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