Test: AKAI Force, Music Production Studio

4. März 2019

Rock the stage

Akai Force

Im Vorfeld des Verkaufstarts der Akai Force wurden die Erwartungen sehr hoch geschraubt, denn das Bedienfeld erinnerte an eine Akai APC, also einen Controller für Ableton Live. Die Paarung mit einem Touchscreen, welcher der Akai MPC Live entnommen zu sein schien, schraubten die Erwartungen sehr hoch. Es war die Rede davon, dass es mit der Akai Force möglich sei, Ableton Live unabhängig vom Computer zu bedienen. Das wäre natürlich eine Sensation! Wenn man der Berichterstattung über die NAMM 2019 glauben darf, war die Akai Force eines der Highlights, die die Messebesucher unbedingt sehen und ausprobieren wollten.

Akai Force: Was ist sie denn nun?

Als zum ersten Mal über die Akai Force berichtet wurde, handelte es sich um einen Leak und deswegen wurde massiv über ihre Funktionen spekuliert. Wer erwartet, dass die Akai Force tatsächlich Ableton Live in sich integriert, musste natürlich enttäuscht werden. Akai hat sich aber von Ableton Live inspirieren lassen. Bei Ableton fallen erst mal einem all die Laptop-Livecats der letzten Dekade ein. Wurde dieses Konzept auch mit der Akai Force umgesetzt?

akai force

Akai Force: Erster Eindruck und Lieferumfang

Als der Paketbote die Akai Force übergab, ist mir sofort das Gewicht aufgefallen. Tatsächlich wiegt die Akai Force ohne Verpackung 3,87 kg. Mit den Maßen 350 x 389 x 72.5 mm ist sie auch nicht gerade klein zu nennen. Genau dadurch wirkt die Akai Force aber aufgeräumt und übersichtlich, die Entwickler von Akai haben sich den benötigten Platz genommen. Alles ist somit gut erreichbar und sichtbar. Doppelt belegte Buttons gibt es nur wenige. So soll es auch sein für ein Gerät der Premiumklasse!

Das Gerät macht einen hochwertig verarbeiteten Eindruck. Die gummierten Pads fühlen sich fest und wertig an, die Drehregler haben einen angenehm festen Widerstand. Der Crossfader ist dagegen sehr leichtgängig, so wie man es von einem Crossfader erwartet. Die Oberfläche besteht aus einem hochwertigen Kunststoff, der Boden aus Metall. Dank des Gewichts steht die Akai Force sehr sicher und rutschfest. Aufgrund der hochwertigen Verarbeitung und des Gewichtes vermittelt die Akai Force den Eindruck, dass man auch mal fester zupacken kann, was bei einer leidenschaftlichen Performance durchaus passieren kann. An der Akai Force wurden alle Ecken abgerundet, was durchaus die Spielbarkeit in einer Live-Situation einfacher macht: keine Verletzungsgefahr an scharfen Kanten oder Ecken.

Im Lieferumfang befindet sich eine Schnellstart-Anleitung (in Deutsch) mit Putztuch für den Touchscreen, ein USB-3.0 Kabel sowie 3 Miniklinke-MIDI-Adapter.

akai force

Der Aufbau der Akai Force

Die Akai Force hat viele Anschlüsse und Regler und damit viele Möglichkeiten, die das Musikmachen erleichtern und flexibel gestalten sollen. An der Frontseite finden wir rechts einen SD-Card-Slot, einen regelbaren Kopfhörerausgang sowie den Cue-Mix. Das ist sehr praktisch, denn in Fragen dieser Trias möchte man während einer Performance nicht hinten am Gerät rumfummeln. Man möchte schnell mal Samples laden oder den Kopfhörer den Lautstärkebedingungen in der Location anpassen.

Sodann fällt der Blick auf die Bedienoberfläche. Wir sehen zuerst ein Feld von 8 x 8 transparenten und gummierten Pads. Hier kommen wir schon zu den Gemeinsamkeiten mit Ableton Live: Akai hat Clip Launch in die Akai Force integriert. Man kann Clips mit den Pads u. a. starten und stoppen. In der letzten Zeit haben viele Hersteller den Clip-Modus in ihre DAW integriert und nun ist man sogar unabhängig von einer DAW und einem Computer.

Akai Force Clip-Launch

Rechts neben dem Feld befinden sich die schwarz gehaltenen Launch-Buttons, mit denen wir pro Reihe alle Events starten können. Links vom Bedienfeld befinden sich ebenfalls schwarz gehaltene Buttons, mit denen wir die unterschiedlichen Funktionen des 8 x 8 Bedienfeld auswählen können.

Je nach Wunsch kann sich dieses Feld in einen Step-Sequencer oder ein tonal spielbares Feld verwandeln. Außerdem finden wir hier grundsätzliche Funktionen wie Select, Edit, Copy, Delete, Mute usw. Dort befinden sich auch die wenig doppelt belegten Tasten, die mit Configure unterschrieben sind. So muss man nicht lange überlegen, welche der vielen Tasten doppelt belegt sind.

Wenn man den Step-Sequencer auswählt, will man nicht immer nur denselben Takt haben, also können wir hier verschiedene Takte auswählen. Im Note-Modus will man z. B. nicht nur in C-Dur spielen oder ist mit dem Grundton C nicht einverstanden, also können wir das hier ändern.

Im Launch-Modus, also während der Aufnahme, will man nicht immer nur 2 Takte aufnehmen, sondern vielleicht auch mal 5 oder 6 Takte. Man muss dazu nur Shift drücken, drückt die gewünschte Funktion und sofort öffnet sich ein Fenster im Screen mit den gewünschten Einstellungen.

Sehr viele Hersteller können ihre Kunden mit den Doppelbelegungen in den Wahnsinn treiben, weil man oft die verrücktesten Tastenkombinationen drücken muss, um zum Ziel zu kommen. Akai hat dies zwar nicht ohne Doppelbelegungen geschafft, aber so ergeben sie wenigstens Sinn und bleiben überschaubar, verständlich und der Workflow wird nicht unterbrochen.

Unterhalb des Bedienfelds befindet sich noch 2x 8 Flächen, die ca. halb so groß sind wie die Lunch-Buttons. Hier können wir die Spuren auswählen sowie die Clips stoppen und je nach ausgewählter Funktion transponieren, quantisieren, das Metronom aktivieren oder die Automation löschen.

Oberhalb des Bedienfelds befinden sich 8 Endlosregler, die mit 8 kleinen Screens korrespondieren, die wiederum die  Funktionen der Regler anzeigen. Das ist absoluter Luxus, da es noch einen Touchscreen gibt, auf dem die Reglerbewegungen angezeigt werden können.

Akai hat hier schön mitgedacht: Es ist nicht immer der Screen geöffnet, auf dem der Regler abgebildet ist. So müssen wir vielleicht die Matrix beobachten, um den nächsten Drop, Cut oder Break abzupassen, wollen aber gleichzeitig per Hand das Filter modulieren, das natürlich in der Clip-Ansicht nicht angezeigt wird. Clever gelöst.

Alles was wir brauchen ist Kontrolle und direkten Zugriff!

Und so kommen wir zum Touchscreen, der das Zentrum des oberen Bedienfelds ausmacht.
Rechts finden wir einen großen Endlosregler (Data Dial). Mit ihm können wir durch das Menü der Seiten scrollen und da er druckempfindlich ist, löst er durch Drücken „Enter“ aus.

Auf der rechten Seite finden wir außerdem den Crossfader, mit dem wir die Möglichkeit haben, zwischen A und B zu faden, wie bei einem DJ-Mixer zwischen zwei verschiedenen Kanälen. Hier können wir aber A und B verschiedenen Tracks zuordnen und zwischen diesen faden.

Beispiel: A: Drums, Percussion und Bass Spuren und B: Melodien, Leads und Effekte. Wir haben hier alle Freiheiten.

Links des Touchscreens finden wir den Master-Volume-Button sowie Buttons mit grundsätzlichen Funktionen wie Load, Record, Save etc. und Up/Down- und Left/Right-Pfeile.

Auf der Rückseite der Akai Force befinden sich CV/Gate-Anschlüsse, die als Miniklinke vorliegen. Dies ist auch beim MIDI-Trio der Fall, weswegen der Akai Force drei Adapter beiliegen. Hier hätte ich mir natürlich echte MIDI-Ports gewünscht. Man sollte darauf achten, dass diese Adapter nicht verloren gehen. Unter den Miniklinken finden wir vier Audioausgänge. Daneben zwei Universaleingänge für Mikrofon (mit +48 V Phantomspeisung) und Klinke.  Ergänzend finden wir ein USB-Trio, einen LAN-Anschluss sowie den Power-Button.

Der Anschluss für das externe Netzteil kann mit einem Power-Adapter-Restraint noch mal extra gesichert werden. Sehr praktisch, vor allem in wilden Party-Locations, wo im Getümmel schon mal schnell das falsche Kabel rausgezogen werden kann. Das ist mir im Test tatsächlich passiert und die Akai ging nicht sofort aus. Man hat ca. 20 bis 30 Sekunden, um das Netzteil wieder anzuschließen, super!

Sicherheit ist wichtig und Langfinger gibt es überall, deswegen kann man die Akai Force mit einem Kensington Lock sichern.

Die Anschlüsse der Akai Force (Hinten)

Akai Force: Let’s get started!

Wenn man die Akai Force zum ersten Mal startet, erwartet uns ein farbiges und imposantes Blitzlichtgewitter mit dem Force Schriftzug auf dem Display. Danach werden Demo-Songs angezeigt, die in verschiedene Kategorien geordnet sind.

Wenn wir einen Track gewählt haben, wird er geladen, was je nach Umfang der Session schon seine Zeit braucht. Danach wird die Matrix angezeigt und hier sieht es tatsächlich aus wie in Ableton Live. Wir sehen die Tracks mit den entsprechenden Clips in unterschiedlichen Farben. In den entsprechenden Farben werden sie auch auf den Pads angezeigt. Der erste Jam zeigt: Das macht Spaß.

akai force

Bin ich am Computer oder doch nicht?

Wir starten die Clips mit den Buttons und der aktive Clip wechselt dann seine Farbe, damit wir immer sehr gut nachvollziehen können, in welchem Clip wir uns befinden. Man findet sich hier wirklich schnell zurecht und ehe man sich versieht ist viel Zeit vergangen, weil man sich wie ein Bandleader oder Dirigent fühlt, der die Einsätze vorgibt und bestimmt, wann was gespielt werden muss. Sicher wird die schnelle Einarbeitung in den Workflow vereinfacht, wenn man Vorkenntnisse in der Bedienung von Ableton Live hat. Da das Jammen mit den Demos so gut funktioniert, will man natürlich einen eigenen Track erstellen.

Die Sounds und Instrumente von Akai Force

Der Hype Synthesizer

Der Hype Synthesizer

Um einen eigen Track zu bauen, braucht es Sounds. Die Akai Force ist kein in sich geschlossenes System. Anschlüsse gibt es zur Genüge, um musikalisches Material zu laden. Trotzdem bringt die Force schon 10 GB an Material mit, womit man sich austoben und auf die schnelle mal einen Track produzieren kann. Die Anwendungsbereiche beziehen sich hier hauptsächlich auf House, Techno, Hip-Hop usw.

Wir bekommen hier aber nicht nur Audio-Clips geliefert, sondern auch MIDI-Clips, Drumkits und richtige Instrumente. Instrumente? Genau, Plugins, wie wir sie aus der DAW unseres Vertrauens kennen. Bassline ist ein Basssynthesizer, der natürlich für elektronische Musik unersetzlich ist. Der macht gehörig Druck.

Der Bass Synthesizer

Der Bassline Synthesizer

Der Hype Synthesizer wird von Akai als moderner Synthesizer betrachtet. Wie die Klangerzeugung genau funktioniert, ist zum Testzeitpunkt nicht klar. Ich vermute, dass es sich um einen Wavetable-Synthesizer handelt. Die Auswahl bei den Oszillatoren geben darauf einen Hinweis. Wir finden hier solche Namen wie EP Metal, Synth Gtr, Blown Bottle usw. Macht jedenfalls gehörig Druck, um den Club zum Beben und das Trommelfell zum Schwingen zu bringen. Der Tube Synthesizer emuliert analoge Vintage-Synthesizer und macht einen sehr guten Job, sanfte Pads und schneidende Leads sind kein Problem.

Electric zaubert uns E-Piano Klänge, um Hip-Hop-, Trip-Hop-, House-Track die richtige Deepness und Coolness zu verleihen. Die Bandbreite reicht hier von Rhodes bis Wurlitzer. Klingt alles brauchbar, sehr schön. Hier wird sich der passionierte Keyboarder ein Keyboard wünschen, um seinem Können den richtigen Ausdruck zu verleihen. Noten über die Pads zu spielen, funktioniert zwar sehr gut, führt aber sicher auf Grund der ungewohnten Spielweise bei einem Keyboardvirtuosen zur Konfusion. Das ist aber alles kein Problem, über MIDI und USB kann man eine Tastatur seines Vertrauens anschließen und behält somit die volle künstlerische Kontrolle.

Natürlich funktionieren externe MIDI-Controller mit allen Instrumenten der Akai Force. Die Instrumente reagieren alle auf Anschlagdynamik und das tun auch die Pads, so können wir unserer Performance und dem Spiel Charakter verleihen. Um die Synthesizer, Samples und MIDI-Clips in ihrer genauen Ausprägung zu beschreiben und zu bewerten, wäre ein weiterer Test notwendig. Ein Überblick ist aber gegeben und so können wir uns neuen Abenteuern mit der Akai Force zuwenden.

Klangbeispiele
Forum
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    stacoja  

    Die Laptop-Livecats würde ich gern mal miauen hören :-)
    Aber mal im Ernst, das Wlan muss eindeutig zu den Minuspunkten.
    Das ist so schlecht, erst ein Hotspot mit dem Handy erzeugt welches neben der Force lag wurde nach Minuten irgendwann erkannt.
    Ein normales Wlan wurde entweder nicht verbunden oder das Passwort war angeblich falsch.
    Wenn es dann geht, läuft die Force mit Link super.

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      Sven Rosswog  RED

      Hallo stacoja,

      danke für dein Kommentar.

      Ich denke, Wlan wird sicher mit einem der nächsten Updates behoben, deswegen ist es nicht im Minus ;-)

      grüsse

      Sven

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        stacoja  

        Den Hype Synth würde ich mal so beschreiben. Ein Wavetable Oszilator, der der mit sich selbst multipliziert und gemischt werden kann.
        Evtl. ähnlich des Schwarm Oszilators von Radikaltechnologies.
        Im Sounddesign sehr eingeschränkt. zB die Hüllkurven für den Filter und den Amp kann man nur getrennt über den Anteil der Anschlagsdynamik regeln. Ansonsten gilt der Wert für die Intensität, für beide.
        Der Fiter ist fix, ein 4 pole Low pass.
        Der einzige Lfo ist ein Effekt und kann nicht einem Ziel zu geordnet werden. Er wirkt immer auf den Filter.

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    Altered  AHU

    Maybe this is the future…… mal schauen was andere Hersteller in den nächsten Jahren so auf den Markt schleudern… all-in-one Lösungen werden ja für gerade für Neueinsteiger von Interesse sein, anstatt sich über Jahre ein Studio aufzubauen hat man Alles sofort parat

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    Atarkid  AHU

    Das Konzept finde ich wirklich total geil, und mein Interesse war anfänglich groß. Für mich gibt’s aber einen ganz großen Minuspunkt: Midi! Nur ein Ausgang, nur ein Eingang. Und dann noch über diese fragilen Miniklinken. Das war und ist für mich der absolute Dealbreaker. Wer das nicht braucht, bekommt bestimmt ne tolle Machine mit irrsinnigen Möglichkeiten.

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      Sven Rosswog  RED

      Hallo Atarkid,

      danke für dein Kommentar.

      ja, irgendwie sind solche „Anhänge“ im Trend, aber nicht nur bei der Akai Force.

      grüsse

      Sven

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    dr w  

    kann man eigentlich an die mpc live nen launchpad anschliessen und hat ungefaehr das gleiche an performance moeglichkeiten?

    das mit dem sample ram ist natuerlich aeusserst bitter. und ebenso die wifi geschichte und der fehlende songmode (den man ja braucht um stereo tracks aus der maschine zu rendern – oder geht das anders?)…..

    bei mir hinterlaesst das ding ein grosses grosses fragezeichen.
    einerseits geil und „habenwill“ aber dann fehlen auch einfach elementare funktionen ….
    ich glaub ich wart erst noch mal ein halbes jahr bevor ich hier zuschlag.

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      Larifari  

      Anscheinend wird jedes File bevor es in dem RAM landet auch noch in 32 Bit umgerechnet. Es wird also ziemlich eng…

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        Sven Rosswog  RED

        Hallo Larifari,

        danke für dein Kommentar.

        das befürchte ich auch, aber wenn die Samples direkt von der Disk gestreamt werden können, sehe ich große Hoffnung.

        viele Grüße

        Sve n

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          Larifari  

          Hey hey,
          Okay..dann heißt es wohl mal wieder warten.
          Was noch eine wichtige Frage ist – Die Inputs sind nicht auf den internen Mixer routbar ???

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      Sven Rosswog  RED

      Hallo Dr W,

      danke für dein Kommentar.-

      gute Frage. Vieleicht weiss hier jemand im Forum bescheid?

      viele Grüße

      Sven

  5. Profilbild
    BÄM  

    „Wer ohne Rechner elektronische Musik live präsentieren will“. Letztendlich ist es eine Frage von Haptik und Preis. Die Force ist ja auch „nur“ ein Rechner mit Interface und dedizierter Software (auf Linuxbasis). Ich finde, dass man sich da ein bisschen was vormacht, wenn man glaubt, damit keinen Rechner zu nutzen, nur weil er in ein anderes Format verbaut wurde. Es kommt ja auch immer mehr in Mode, Arduinocomputer für Hardwaresynths einzusetzen, anstelle von dedizierter analoger Hardware, was ja per se nicht schlecht sein muss. Ich persönlich bin begeisterter Fan von allem, was man anfassen kann, aber überlege mir bei sowas wie der Force schon zweimal, ob ich für den Preis nicht einfach meinen Ableton-Rechner mit zusätzlichem Interface verwende.

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      lightman  AHU

      Auch wenn sich Hardware-Produktionssysteme und normale Computer in vielen Bereichen ähneln, ist die Arbeit mit dedizierter Hardware anders, direkter und weniger ablenkend, da ist eben kein Browser drauf oder Bilder vom letzten Urlaub. Abgesehen davon ist auch der physikalische Aufbau zumeist auf Livenutzung ausgelegt, einen normalen PC oder Mac würde ich langfristig nicht zu Gigs mitnehmen wollen, außerdem schauts kacke aus.

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        Sven Rosswog  RED

        Hallo lightman,

        vielen Dank für dein Kommentar.

        ich stimme dir voll zu. Das nächste mal schreibe ich PC/Laptop, damit der Ausdruck Rechner klarer wird.

        Viele Grüße

        Sven

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        lightman  AHU

        Nachtrag: Mir ist bei der Beschäftigung mit der Force gerade die Erinnerung an meine ersten Livegigs Anfang der 90er wieder hochgekommen. Mann, ich hätte damals für sowas wie die Force oder eine MPC getötet!

        Mein erstes Liverig bestand aus einer Alesis SR-16, Roland TR-606, MC-202 und einem Arp Axxe. Ein MIDI-DINsync Interface hatte ich noch nicht, also programmierte ich auf der 202 zwei lange Spuren, hängte die 606 dran und versuchte so gut es ging, die SR-16 mit der linken Hand zu den beiden Rolands zu synchronisieren, während ich mit der rechten Hand Basslines auf dem Axxe spielte. Der Output der SR-16 lief über den externen Eingang des Axxe wie auch der Rest auf einen alten 4-fach Mixer von Uher und dann am Ende in einen Mitsubishi-Verstärker. Meine beiden leicht kaputten Yamaha 100W Bassreflexboxen waren auch immer dabei. Eigenes Soundsissdem, immer schön unabhängig bleiben, wa. Nicht, daß die Druffis in den diversen Chillouts, wo ich anfangs unterwegs war, meine Synchronisierungsversuche und sonstigen Verrenkungen groß kommentiert hätten, aber in diesen Zeiten hab ich mir Fingerfertigkeiten angeeignet, von denen ich heute noch profitiere.

        Demgegenüber wirkt die Force wie ein Alien-Raumschiff mit all ihren geilen Funktionen. Eigentlich brauchts nicht viel mehr, um live voll abzugehen, den diversen Nicklichkeiten zum Trotz.

    • Profilbild
      Sven Rosswog  RED

      Hallo BÄM,

      danke für dein Kommentar.

      ja vieleicht hätte ich PC/Laptop schreiben sollen, das verstehe ich unter einem Rechner im Gegensatz zu einem Computergesteuerten Instrument, wie die Force.

      viele Grüße

      Sven

  6. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Ein Gerät der Premium-Klasse sollte auch klassische DIN-MIDI-Buchsen haben; das ist ja schließlich kein SQ-1. Immerhin hat’s auch MIDI-Thru…

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      Sven Rosswog  RED

      Hallo Son of MooG,

      danke für dein Kommentar.

      ein Podcaster nennt die ganzen Adapter auch Computerwarzen ;-)

      viele Grüße

      Sven

  7. Profilbild
    Larifari  

    Hey hey,
    Danke für den Test. Kurze Frage : Es ist nicht möglich externe Synths über den internen Mixer der Force zu routen ?
    Nur über die erwähnte Aufnahmefunktion ?

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      freidimensional

      Doch ist möglich…Du kannst die beiden Eingänge natürlich auf den Mixer Routen, inkl. Vier anwendbarer Effekte. Du hast dann halt einen Track pro Eingang…ob du auf dem Track aufnimmst bleibt dir natürlich selbst überlassen

  8. Profilbild
    knokker

    Eierlegende Wollmilchsau.
    Aber auf den Display rumdrücken und wischen, dann wieder am Drehrad. Drehregler müssen erst zugewiesen werden…. Braucht keiner Sorgen haben, da könnte Spass aufkommen.

    Und dieser unkritische Test im Ferienerlebnis-Nacherzählungsstil ist leider für die Tonne.

  9. Profilbild
    tonvibration  

    Sorry, ich verstehe den Nutzwert dieses Gerätes überhaupt nicht. Weil ich ohne Computer Musik machen will, kaufe ich mir einen Controller, in dem der Computer halt drin ist??? Ne klar, und bei der Entwicklung elektronischer Bauteile ist das Gerät in 3 Jahren veraltet…der Controller wird noch gehen, aber die Power ist ja jetzt schon eher schwach (2GB RAM haha), in ein paar Jahren outdated.
    Frage: Was kann das Ding, das Ableton Push2 (+Laptop +Ableton Suite +Soundkarte) nicht kann? Gar nix. Kann viel weniger… muss aber nur 1 Teil statt 4 zum Auftritt mitschleppen (wobei die 4 in einen Rucksack passen) und kostet ca. 500 Euro weniger als die Geräte Combo. OK.
    Man merkt, dass der Testautor mit Push2 nicht vertraut ist (daher vielleicht auch der komische Vergleich mit der APC am Anfang…sorry, aber das ist n Push-Clone). Denn alles worüber er sich freut, wurde da längst umgesetzt. Mit Push2 kann ich den Laptop untern Tisch legen, ich brauche nie auf ihn zu schauen und keine Maus anfassen.
    Ich kann ja Hardwarenerds verstehen. Aber das Ding ist auch nur n Rechner… da leg ich lieber noch ein wenig Geld drauf und habe 1000 mehr Freiheiten.

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      Dave the butcher  

      Ich nicht. Ich kann zwar nur für die mpc sprechen, aber was ich da geboten krieg, ist mehr als die Summe der Teile, die du aufzählst. Einschalten und loslegen, woimmer du bist geht so easy nicht in der lapivariante. Und das Paket ist schon gigantisch: Sequencer, Sampler, pad controller, soft synths, Effekte, audio interface, vollwertige DAW für die, die wie ich live ätzend finden, midihost, akku uswusw und das gebraucht um 800 bei sehr guter Verarbeitung, das muss mal ein anderer vortanzen.

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        tonvibration  

        Tja da kann man durchaus geteilter Meinung sein, ist schon irgendwie Geschmacksfrage. Aber 2 Dinge verstehe ich nicht bei Deiner Antwort:

        Wenn Du Ableton „live“ ätzend findest, wieso interessiert Dich dann ein Hardware-Clone davon? Ich meine der (beschriebene) Workflow ist zu 100% Ableton, sorry. Sogar der Schrifttypus ist 1zu1 von der Push übernommen. Wo sind denn bitte die Unterschiede? Oder ist das eher so n Prinzipiending (kann ich durchaus verstehen).

        Einschalten und loslegen dauert bei mir am Rechner weniger lang als das Hochfahren der AKAI Force wohl dauert (siehe video). OK, wenn ich dazu noch neu verkabeln muss 2 Minuten länger. Aber in Relation zu einem Liveauftritt oder einer abendlichen Jam ist das doch unwichtig.

        Verstehe mich nicht falsch – jedem das seine – aber ich möchte die Hardware-only Fraktion da mehr verstehen.
        Und …jedes System ist mehr als die Summe seiner Teile. Ableton ja auch. Nur im Vergleich zur Force habe ich da viel mehr Freiheiten.

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          Dave the butcher  

          Danke dass du mich nicht gleich als Trottel bezeichnest sondern sachlich am Thema argumentierst!
          bei mir ist es so dass ich den mpc workflow seit Jahrzehnten intus habe, daher ist die neue Generation plus mpc daw meine optimale Lösung! Mit ableton bin ich nie richtig warm geworden, die clip Geschichte ist mir zu statisch, wahrscheinlich hab ichs auch nie ganz durchblickt. Aus dem Grund ist die force auch nix für mich, allerdings sind die akai Maschinen schon kein Furzikacki, das sind richtige Maschinen für Musiker, wenn man mal die Hardwarekonkurenz vergleicht. Und selbst mit ausgewachsenen DAWs können die mithalten.

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    Emmbot  AHU

    Ich finde das Teil gut. Das mit dem RAM ist schon ärgerlich jedes Highend Smartphone hat deutlich mehr.

    Aber als mobile Schaltzentrale oder Single Gerät ist das schon richt geil und geht in die richtige Richtung.

    Muss halt noch n bissel reifen. Hoffentlich kommt ne neue Version mit mehr RAM.

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    Raport

    Also, ich vertsehe das Konzept von Akai nicht, das soll ein performance Gerät für die Bühne sein?
    Wer nimmt das Teil mit auf die Bühne wenn er nur zwei Mono eingänge hat, das ist schwach für ein Gerät das im mittelpunkt stehen möchte.
    Als Klangquelle ist mir die Force zu langweilig da nehme ich lieber meine synths, habe gehofft das force die gleichte ausstattung wie die Akai mpcx hat, zumindestens was die Line eingänge angeht.
    Ich war bereit für die Force Geld auszugeben und hatte mich sehr auf die Force gefreut um mal ohne Pc meine synths aufnehmen zu können und das so einfach wie auf keinem anderen Gerät.
    Denn auf der mpcx ist das aufnehmen und die menüführung verschachtelt die Force ist da viel einladender.
    Nur mit einem Stereo eingang ist das teil für mich auf die interne soundengine und samples oder samplen beschränkt, und die Leute die mehrere klangquellen haben wie drumcomputer oder mehrere synthesizer müssen wieder ihren rechner hochfahren um aufnehmen zu können.

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      Dave the butcher  

      Na dann ist ja die mpc x die richtige Maschine für dich. Kann auch clips ballern, und so schlimm verschachtelt sind die Menüs nicht! Eher sehr logisch, wie ich finde!

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        Raport

        Hi Dave, ich habe die MPC x und wenn akai nicht die force herausgebracht hätte wäre ich damit Vieleicht auch glücklich gewesen, wer hätte auch gedacht das jemand so ein Konzept auf Hardware was auch ohne Rechner funktioniert.
        Was ich an der force cool finde ist das man direkt zum gewünschten Spur gelangt was bei der mpc x und live umständlich ist und die Mixer ansicht von force ist der Hammer was bei der mpc mehr retro ist als modern.
        Als standalone Gerät für sich kann ich die Force nicht gebrauchen da mich die instrumente die in der force enthalten sind nicht interessieren wie auch bei der mpc x da es die gleichen sind.
        Die effekte von air sind schon cool nutze ich auch bei der mpc x.
        Aber für alle anderen die das Gerät als klangquelle und ohne externe Hardware wie Synthesizer oder so nutzen möchten ist das Ding genial.

  12. Profilbild
    Pepper

    So hundertprozentig habe ich das Konzept auch noch nicht durchdrungen.
    Ist wahrscheinlich auch noch nicht ganz fertig, bei der Live und X wurde ja auch ordentlich nachgeliefert.
    Song – bzw. Arrangermode soll ja nachgeliefert werden und auch den jetzigen Songmode bei den MPC`s ersetzen, was ich sehr begrüssen würde.
    Es scheint allerdings, dass diejenigen, die das Teil unter den Fingern hatten recht angetan sind, wenn man die Tests und Nutzerkommentare im Netz liest.
    Aber die Zufriedenen schreiben halt seltener.
    Die Leserbewertung hier liegt jedenfalls deutlich über Kreuz mit anderen Bewertungen.

  13. Profilbild
    .holz  AHU

    Also ich bin nach 2 Wochen recht angetan von der Kiste.
    Im Gegensatz zur MPC Live, mit der ich es 2x probiert habe,
    eine kleine Wohltat was die Menüführung betrifft.
    Letztendlich soll die Force für mich eine performante MPC + Controller für Ableton ersetzen:
    Ich denke wir könnten nach dem Update im Frühjahr Freunde werden.

  14. Profilbild
    daslicht

    Kommt hier der gleiche Sampeler wie bei der MPC zum einsatz ?
    Wie automatisiert alle Cutoffparamter oder envelopamt aller keygroups aufeinmal ?
    nen globalen envelope / filter hat der sampler ja nicht sondern nur separate pro keygroup

  15. Profilbild
    franzzbohr

    ich hab die Force jetzt seit 2 Wochen und schon ein paar Tracks damit fertiggestellt. Ich finde den Workflow sehr gut und alles ist an der richtigen Stelle damit man schnell zum Ziel kommt. Die Force ist bisher auch noch nicht abgestürzt. Die Effekte gefallen mir sehr gut und mit den „Vintage“ Emulationen der Sp1200, MPC 60 bekommt man die Tracks schön dreckig & druckvoll. Völlig egal ob die jetzt 100% wie das Original klingen – sie machen einen hervorragenden Job!

    Eigentlich wollte ich die eingebauten Plugins garnicht nutzen da ich ausreichend gute Hardware Synths habe die man mit der Force sehr schnell aufnehmen kann. Aber der eingebaute Hype Synth hat ein paar sehr gut klingende und schnell zu editierende Sounds (sehr gute House Pianos), sodass ich jetzt doch auch ab und an Gebrauch davon mache.

    Solche Sachen wie Splice Integration interessieren mich nicht. Das Einzige was noch toll wäre: wenn irgendwann der Export des Projektes zu Ableton möglich wäre. Einfach um die Option zu haben dort zu arrangieren. Ich muss aber sagen das der Stereoausgang dermassen fertig und richtig gut aus der Force kommt, dass ich vielleicht doch lieber einfach nur den Ausgang als Audio in Ableton aufnehmen.
    Akai Force – gutes Teil!

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