Vierfache Power
AKAI MPC Key 37 G2 ist ein Update der schon länger erhältlichen Keyboard-Workstation, mit der komplette Produktionen ohne Computer und DAW möglich werden sollen. Wir haben uns das Update näher angeschaut.
Was ist es? Die Akai MPC Key 37 G2 ist eine Keyboard-Workstation für DAW-less Musikproduktionen ohne Computer.
- Leistung: Ein 8-Kern ARM-Prozessor, 4 GB RAM und 64 GB interner Speicher ermöglichen im Vergleich zum Vorgänger eine vierfache Polyphonie (256 Stimmen) und die Nutzung von bis zu 32 Plug-in-Instanzen.
- Anschlüsse: USB-C ermöglicht 24×24 USB-Audio-I/O, direktes Sampling von Mobilgeräten und verbesserte Backup-Möglichkeiten des internen Speichers.
- Workflow: Die Kombination aus 37 anschlagdynamischen Tasten mit Aftertouch, 16 MPC-Pads und einem 7-Zoll-Touch-Display unterstützt einen schnellen, DAW-ähnlichen Produktionsworkflow.
- Klangerzeugung: Neben umfangreichen Sample-Funktionen und mitgelieferten Instrumenten bietet die Firmware 3.9 Oszillatoren für Drum- und Keygroup-Tracks mit vielfältigen Wellenformen und Parametern.
- Schwächen: Einige grundlegende Funktionen wie Stem-Separation, Super-Warp-Algorithm und Clip-Launching sind nur über ein kostenpflichtiges „Pro Pack“ verfügbar. Die Beschriftung der Bedienelemente ist bei bestimmten Lichtverhältnissen schlecht lesbar.
Inhaltsverzeichnis
AKAI MPC Key 37 G2
Features G2-Modell
- 8-Kern ARM-Prozessor mit viermal mehr Leistung als bei der ersten Generation
- 4 GB RAM
- 64 GB Speicherplatz
- 24 Bit AD/DA-Wandler
- 32 Bit Floating Point Signalverarbeitung
- Aufnahme von bis zu 32 Plug-in-Instanzen und 16 Stereo-Audiokanäle (kompatibel zu AIFF, FLAC, WAV, OGG, MP3)
- 256-stimmig polyphon
- 24 Ein- und Ausgänge über USB
- direkter Anschluss von USB-Interfaces, MIDI-Controllern und Festplatten/SSDs
- Ableton Live Control Mode
- High-Quality-Stem-Separation (paid) und Realtime-Timestretching (paid), Clip-Matrix (paid)
- 20 GB Plug-ins, Instrumente (Jura, Sub Factory, OP-X4, Bassline, Electric, Fabric Select, Hype, Mellotron, Odyssey, Solina, Drumsynth, Tubesynth, NI Analog Dreams MPC Edition) mitgeliefert
- 6 mitgelieferte Expansion Packs (Acoustic Tools, Classic Drum Machines, Apollo Retro Kits, Marco Polo Lo-Fi Boom, Gemini Future Classic Synths, Orion Future Classic Workstations)
- 16 MPC-Style Pads mit Pressure & Velocity plus 37-Tasten Synth-Action Keyboard
- 8 CV/Gate-Ausgänge
- Line-Eingänge 1/2: TRS/TS
- Line-Ausgänge 1/2: TRS
- Kopfhörerausgang
- MIDI In, MIDI Out
- USB-to-Device (USB 3.0)
- USB-to-Host (USB 3.0)
- SD-Card
- Pitchbend, Modulationsrad
- 7″ Mehrfarb-Touch-Display
- Wi-Fi (2,4 GHz, 5 GHz)
- Bluetooth 5
- optimierte und beschleunigte Ladezeiten
- direktes Sampling von Smartphones über USB
- neue Arrange Mode Editierfunktionen
- bessere DAW-Integration
- Oszillatoren für Synthesizer-Sounds
- Analog Dreams (MPC Edition) von Native Instruments liegt kostenlos bei

Die Anschlüsse auf der Rückseite unterscheiden sich bis auf die neuen USB-Buchsen nicht groß vom Vorgänger
Vergleich zum Vorgänger
Die Änderungen bei der zweiten Generation spielen sich vor allem unter der Haube und bei USB ab. Hier hat AKAI das AKAI MPC Key 37 G2 deutlich modernisiert. Insbesondere die Prozessorleistung, RAM und interne Speicherkapazität wurden stark erhöht, was dann auch wieder in einer deutlich erhöhten Polyphonie resultiert. USB C ist eine weitere Neuerung, die dann auch noch Vorteile wie ein integriertes 24×24-USB-Audiointerface, Sampling über USB und mehr mitbringt.
Hinsichtlich der Bedienelemente hat sich an der AKAI MPC Key 37 G2 im Vergleich zum Vorgänger oberflächlich betrachtet, also am Layout, nichts verändert. Aber: vergleicht man beide Modelle, bemerkt man, dass die Buttons nun teilweise andere Funktionen haben. Hier hat AKAI also kurzerhand die Position einiger Funktionen verändert.
Wer ein Upgrade auf das neue Modell machen möchte, muss sich umgewöhnen, vor allem bei den Funktionen, die von der rechten auf die linke Seite des Keyboards gewandert sind.
Was nach wie vor fehlt, ist ein XLR-Anschluss für ein Mikrofon oder überhaupt ein Mikrofon-Preamp. Wer gerne ein Mikrofon anschließen möchte, muss auf ein Class-Compliant-USB-Audiointerface, einen externen Preamp oder ein kleines Mischpult zurückgreifen und dieses an die Line-Eingänge des AKAI MPC Key 37 G2 Keyboards anschließen.
Auf Pads mit MPE wurde ebenfalls verzichtet. Einen Step Sequencer gibt es, allerdings nicht die praktischen Buttons wie zum Beispiel bei der AKAI MPC Live III. Der Workflow ist also ein anderer und wer gerne Buttons für den Step Sequencer hätte, sollte sich innerhalb der MPC-Serie anderweitig orientieren.
G1 und G2-Modelle im direkten Vergleich
| Merkmal | AKAI MPC Key 37 | AKAI MPC Key 37 G2 | Änderung / Bewertung |
| Prozessor | Quad-Core CPU | G2 8-Core CPU | 4-fache Rechenleistung laut AKAI |
| Arbeitsspeicher | 2 GB RAM | 4 GB RAM | verdoppelt |
| Interner Speicher | 32 GB (ca. 22 GB nutzbar) | 64 GB | verdoppelt |
| Klang-Content | >10 GB | >20 GB | ähnlich umfangreich |
| Maximale Plugin-Spuren | 8 | 32 | viermal so viele |
| Stereo-Audiospuren | 8 | 16 | verdoppelt |
| Polyphonie | 64 Stereo-Voices | 256 Stereo-Voices | vierfache Stimmenzahl |
| Drum-/Keygroup-Polyphonie | 32 Stimmen | 64 Stimmen | verdoppelt |
| USB-Anschluss | USB-B + USB-A | USB-C + USB-A | moderner Anschluss |
| Anschluss eines Class Compliant- Audiointerface (MPC = Host) | ja, bis zu 32 Ein- und Ausgänge | ja, bis zu 32 Ein- und Ausgänge | unverändert |
| USB-Audio zu einem Computer (MPC = Device) | 2 Kanäle (Stereo-Out) | AKAI MPC Key 37 G2 als 24×24 USB-Audiointerface | komplett neu |
| Sampling über USB | nein | direkt von Smartphone, Tablet oder Computer | neu |
| USB-C Host-/Device-Modus | nein | ja | deutlich flexibler |
| Interner Speicher per USB zugänglich | nein | ja | Backup wesentlich einfacher |
| Pro Stems | unterstützt (Pro Pack) | unterstützt (Pro Pack) | unverändert |
| Super Warp Time Stretch | unterstützt (Pro Pack) | unterstützt (Pro Pack) | unverändert |
| Clip Matrix | unterstützt (Pro Pack) | unterstützt (Pro Pack) | unverändert |
| WLAN | ja | ja | unverändert |
| Bluetooth | ja | ja | unverändert |
| Tastatur | 37 Tasten mit Aftertouch | 37 Tasten mit Aftertouch | unverändert |
| Pads | 16 RGB-Pads mit polyphonem Aftertouch | 16 RGB-Pads mit polyphonem Aftertouch | unverändert |
| Display | 7″-Touchscreen | 7″-Touchscreen | unverändert |
| Q-Link-Regler | 4 | 4 | unverändert |
| CV/Gate | 8 Ausgänge | 8 Ausgänge | unverändert |
| Audio-Ein-/Ausgänge | 2 In/2 Out | 2 In/2 Out | unverändert |
| Gewicht | 4,0 kg | 4,36 kg | leicht schwerer |
| Gehäuse | Rot | Retro-Creme | neues Design |
MPC 3.9 Firmware Upgrade
Zunächst einmal muss darauf verwiesen werden, dass nicht nur die neue AKAI MPC Key 37 G2 Workstation mit der neuen MPC 3.9 Firmware läuft, sondern dieses auch für den Vorgänger und andere MPC-Modelle angeboten wird. Es gibt einige Hardware-spezifische Verbesserungen, die nur die G2-Modelle betreffen. Dazu gehört die I/O-Erweiterung für USB-Audio auf bis zu 24 I/O-Kanäle, die direkte Verbindung zu Audiointerfaces sowie USB-MIDI-Controllern und der Ableton Live Control Mode.
Die folgenden Neuerungen beziehen sich auf alle Modelle, zu denen MPC 3.9 kompatibel ist sowie auf die Desktop-Software.
Es gibt zahlreiche neue Bedienelemente, zu denen insbesondere die Funktionstasten in der unteren Bildschirmreihe zählen.
Die wohl spannendste Neuerung sind die MPC Oscillators. Statt nur Samples zu nutzen, stehen hier nur für Drum- und Keygroup-Tracks Oszillatoren als Klangquelle zur Verfügung. Diese generieren folgende Schwingungsformen:
- Warm Sine (Sinus mit zusätzlichen Obertönen angereichert)
- Basic Waveforms (Digital Sine, Saw Square, Digital Saw, Pulse)
- Advanced Waveforms (Noise, FM2 2-Operatoren FM-Oszillator, RM3 3-Operatoren-Ringmodulator, Algorithmic Waveforms, Single Cycle WAV Files, Wavetable)
Die Oszillatorenmodelle verfügen alle über zahlreiche Parameter.
Eine weitere große Neuerung sind Taktarten auf der Sequenz- und Clip-Ebene. So kann nun jede Sequenz und jeder Clip seine eigene Taktart haben.
Bedienkonzept
Das Bedienkonzept des AKAI MPC Key 37 G2 ist das einer Keyboard-Workstation. Die Idee ist, einen kompletten Track ohne Computer oder DAW innerhalb des AKAI MPC Key 37 G2 produzieren zu können.
Der Slogan „The MPC for Players“ zeigt schon, in welche Richtung AKAI Professional hier denkt: Während zum Beispiel die AKAI MPC One G2 den Beat-Produzenten anspricht, sollen mit der AKAI MPC Key 37 G2 Musiker adressiert werden, die neben Beats auch Akkorde, Basslinien oder Soli einspielen möchten.
Dazu stehen nicht nur 37 anschlagdynamische Tasten mit Aftertouch für das Einspielen von Melodien und Akkorden zur Verfügung, sondern auch 16 MPC-Style Pads zum Triggern von Drums oder anderen Samples. Die Pads reagieren auf Velocity und Druck und leuchten entsprechend ihrer aktuellen Funktion in unterschiedlichen Farben.
Wie bei einer DAW findet das sonstige Geschehen auf dem Display des AKAI MPC Key 37 G2 statt. Hier wählst du Instrumente/Plug-ins aus, arrangierst Tracks, schneidest Samples und mehr. Unterstützend stehen dedizierte Schalter und Regler zur Verfügung. Rund um das Eingaberad auf der rechten Seite stehen Schalter für Werteänderungen, Undo, Save, verschiedene Betriebsmodi/Seiten wie Browser, Sampler/Sample Editor, Arrange Mode, Song Mode, Tap Tempo, Timing Correct (Quantisierung), Overdub, Transportfunktionen, Arpeggiator zur Verfügung.
Unterhalb des Displays finden wir ebenfalls Schalter zur Auswahl von Sounds, den Track Edit Mode/Track Settings, den Step Sequencer/das Grid View, den Mixer/Pad Mixer und das Main/Track View.
Auf der linken Seite neben und über den Pads sind weitere Schalter gruppiert. Diese betreffen vorwiegend die Arbeit mit den Pads und Funktionen wie Level, Notes, Note Repeat, Copy/Delete und so weiter.
Unterhalb des Main-Volume-Reglers finden wir Schalter für das Steuern der Oktavlage/Transposition sowie das Pitch- und Modulationsrad.
Eine Sonderstellung haben die vier Encoder rechts neben dem Display. Diese als Q-Link bezeichneten berührungsempfindlichen Regler können belegt werden und steuern zum Beispiel bestimmte Effektparameter während einer Live Performance.
Insgesamt stehen also ausreichend Bedienelemente mit Parametern zum Direktzugriff zur Verfügung – ein großer Vorteil im Vergleich zu einem Computer für die DAW mit Maus und Tastatur. Was fehlt, sind Fader, um zum Beispiel einen Mix zu erstellen. Hierfür wäre aber auf der Gehäuseoberfläche einfach kein Platz mehr gewesen.
Praxis
In der Praxis zeigt das AKAI MPC Key 37 G2 Konzept seine Stärke, wenn es darum geht, zügig Beats zu bauen oder Song-Strukturen zu erstellen:
- Track auswählen, Instrument zuweisen, Aufnahme drücken, spielen. Nach Ablauf der eingestellten Recording-Dauer geht das AKAI MPC Key 37 G2 automatisch in den Overdub-Modus und nimmt weiterhin auf
- den nächsten Track auswählen, neues Instrument zuweisen, spielen. Das geht auch, während das Instrument aufnimmt.
- Drums über die Pads einspielen oder Loops abfeuern. Die Pads reagieren MPC-typisch sehr genau und es macht Spaß, Grooves damit zu spielen.
- über die Line-Eingänge oder USB Samples aufnehmen, schneiden, auf die Pads oder die Tastatur legen und spielen. Insbesondere die Möglichkeit, direkt vom iPhone aus zu sampeln, ist genial. Samples können auf die Pads gelegt werden oder über die Tastatur gespielt.
- Im Song-Modus kombinieren wir mehrere Sequenzen zu einem Song
- über den Mischer Effekte zuweisen und den Song/Beat mischen
- Das fertige Ergebnis als Stereo-Track ausspielen oder für die DAW exportieren, um es dort weiterzubearbeiten
Den Schwerpunkt bildet nach wie vor das Sampling und der Umgang mit Samples wie Schnitt, Resampling, Keygroups, Splicing und vieles mehr. In diesem Punkt besitzt AKAI eine lange Geschichte und dementsprechend viel Erfahrung.
Für Komponisten und Beat-Produzenten sind alle wichtigen Tools mit an Bord: Sequencer/Step-Sequencer, Arpeggiator, Arrangement-Views mit Tracks, Pianorolle, Songs, MIDI- und Audio-Tracks und vieles mehr.
Natürlich müssen die dazu notwendigen Handgriffe erlernt werden – das gilt aber für alle Keyboard-Workstations und letztendlich auch für eine DAW. Man merkt beim AKAI MPC Key 37 G2 aber, dass der Hersteller schon lange im Geschäft ist und weiß, wie insbesondere bei Anwendern aus dem Hip-Hop-Segment der Workflow aussieht.
Eine längere Eingewöhnungszeit ist jedoch notwendig, möchte man alles aus der AKAI MPC Key 37 G2 herausholen. Da die verschiedenen AKAI MPC-Produkte auf demselben Betriebssystem basieren, ist die Funktionalität ähnlich und man hat sich bei AKAI deshalb auch zu einem gemeinsamen Handbuch entschlossen. Das finde ich etwas unglücklich, da gerätespezifische Infos über das gesamte Handbuch verteilt sind.
Optionale Features
Etwas schade ist, dass einige Features nur optional zur Verfügung stehen. Sie müssen gesondert erworben werden. Dazu gehören die High-Quality-Stem-Separation, Warp sowie auch das MPC-Clip-Launching sowie die Clip-Editing-Modes, die Bestandteil des MPC Pro Packs sind. Mit dem MPC Pro Pack lassen sich auch Ableton Live Projekte laden.
Auch fortgeschrittene Features für das Kontrollieren von externen Eurorack-Modulen per CV-Ausgänge und die oft in Präsentationsvideos zu sehenden Q-Link-Funktionen wie Envelope Follower oder Modulationen sind Bestandteil des MPC Pro Packs.
Was aber schmerzlich ist, ist der Super Warp Algorithm, der ebenfalls optional ist und mit dem MPC Pro Pack erworben werden muss, das für AKAI MPC Key 37 G2 Nutzer immerhin mit rund 100,- Euro zusätzlich zu Buche schlägt. Achtung: Vor dem Kauf unbedingt im InMusic-Account vorbeischauen und dort nach der Registrierung des Geräts nach dem Rabatt-Code suchen, sonst zahlt man 199,99€!
Natürlich beinhaltet es auch noch einige Pro-Effekte und Sounds, aber viele Funktionen würde man eben als grundlegende Features verstehen, insbesondere bei einem Produkt, das auf Sampling spezialisiert ist.
Sound
Über den Sound müssen wir nicht viele Worte verlieren, denn der ist erstklassig. Hier hat sich gegenüber dem Vorgängermodell und auch den anderen AKAI MPCs nichts verändert. Es stehen die gleichen Klangerzeuger zur Verfügung. AKAI bietet nach dem Registrieren einen reichen Fundus an Instrumenten und Samples, sodass jeder sofort loslegen kann (siehe oben). Weitere Instrumente können im MPC-Shop gekauft werden, darunter auch angepasste Bibliotheken von Native Instruments, die seit kurzem ebenfalls zum inMusic Konzern gehören. Mitgeliefert wird zum Beispiel die Native Instruments Analog Dreams MPC Edition.
Einen guten Überblick über das Klangfutter für die AKAI MPC Key 37 G2 Keyboard-Workstation findest du im offiziellen MPC Store.
Natürlich lassen sich alle Instrumente auch am Computer nutzen und nicht nur mit der AKAI MPC Key 37 G2 Workstation – wenn man denn überhaupt noch einen Computer für die Produktion benötigt.
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Was mir gut gefällt
Sehr gut gefällt mir der einfache Umgang mit Sampling. Wer schon einmal eine MPC bedient hat, findet sich sofort zurecht. Das schnelle Samplen von Signalquellen und jetzt sogar direkt vom iPhone per USB-C macht Spaß. Das manuelle Slicen, während das Sample läuft, ist ein weiteres Highlight.
Die Bedienung ohne Maus ist zwar erst gewöhnungsbedürftig, doch hat man sich einmal daran gewöhnt und weiß, welcher Schalter und welcher Regler was bedient, geht das sehr schnell von der Hand. Das Display ist ausreichend groß und scharf, sodass man den Bildschirminhalt gut ablesen kann. Außerdem ist jederzeit ein Hereinzoomen in den Bildschirminhalt beim Editing möglich. Durch das leicht angewinkelte Display gibt es auch keine unnötigen Nackenschmerzen, weil man sich nicht immer über das Keyboard beugen muss, um es zu bedienen.
Die virtuellen Bedienelemente der mitgelieferten Synthesizer wie z. B. Jura lassen sich genauso gut oder sogar besser über die physischen Controller bedienen wie am Computer, auch wenn das Touchdisplay deutlich kleiner ist als ein Computerbildschirm.
Durch den schnelleren Prozessor reagiert alles sehr fix. Es steht genügend Rechenleistung auch für umfangreichere Projekte zur Verfügung.
Die Tastatur lässt sich gut spielen und über die MPC-Style Pads müssen wir ohnehin nicht streiten.
Die vielen mitgelieferten Sounds, Samples, Klangerzeuger und Effekte bieten alles, was man benötigt, in bester Qualität. Außerdem bietet AKAI zahlreiche (kostenpflichtige) Erweiterungen an, sodass für ausreichend „Futter“ gesorgt ist.
Was mir nicht so gut gefällt
Die Gehäusebedruckung ist nicht bei allen Lichtverhältnissen lesbar. Oft musste ich das Keyboard anheben, um aufgrund des schlechten Kontrasts die roten, per Shift-Taste (oder manchmal auch per schnellem Doppelklick) erreichbaren Funktionen lesen zu können. Dass diese schlecht lesbar sind, hängt teilweise auch mit den sehr hellen LEDs zusammen. Ohne gute Beleuchtung des Raumes geht da nichts.
Bei der AKAI MPC Key 37 war das besser gelöst, weil hier aufgrund der roten Gehäusefarbe die Schrift unterhalb der Buttons mit einem weißen Hintergrund hinterlegt wurde. Das steigert den Kontrast. Bei meinem AKAI MPK mini, das ebenfalls das Signature-Grau für das Gehäuse besitzt, ist die Schalter- und Reglerbeschriftung hingegen sehr gut lesbar, selbst bei schlechtem Licht. Hier ist aber auch nie der komplette Schalter beleuchtet und nichts mit roter Schriftfarbe geschrieben.
Was mir außerdem nicht gefällt, ist die Anordnung der Funktionen. Ich konnte mir beim besten Willen auch nach Stunden am Gerät nicht merken, wo welche Funktion liegt. Auch sind manche Funktionen nur über das Display zu erreichen, andere über Schalter. Einige Funktionen sind links neben den Pads angeordnet, obwohl sie auch in anderen Bereichen genutzt werden können.
Nicht immer findet man sofort die gewünschte Funktion. So habe ich lange nach der Quantisierungsfunktion gesucht. Manchmal ist die Nomenklatur auch einfach eine andere. In diesem Falle Time Correct, was am Gerät selbst mit TC abgekürzt ist. Das erschwert die Einarbeitung für AKAI MPC-Neulinge zusätzlich.
Wie bereits erwähnt empfinde ich es als sehr schade, dass die für Sampling grundlegenden Features wie Warping oder Stem-Separation gesondert erworben werden müssen. Auch das Ableton Style Clip-Launching gehört für mich zu einer Grundfunktion einer solchen Workstation. Interessenten sollten also den Aufpreis gleich beim Kauf einplanen, da man sonst enttäuscht wird.
Alternativen
Die einzige Alternative, die mir zur AKAI MPC Key 37 G2 einfällt, kommt aus dem eigenen Hause und ist die AKAI MPC One G2, an die man aber dann noch ein MIDI-Keyboard anschließen muss, möchte man auch hier Instrumente auf einer Keyboard-Tastatur einspielen.
Ansonsten bleibt nur der Kauf einer Workstation wie Roland Fantom/Roland Fantom 0x, Yamaha Montage oder Korg Kronos. Da ich selbst einen Roland Fantom besitze, kann ich sagen, dass auch hier die meisten Funktionen des AKAI MPC Key 37 G2 Keyboards zur Verfügung stehen. Die Pads sind nicht ganz so gut spielbar wie die einer MPC, aber auch Roland unterstützt Sampling. Klanglich macht man auch hier nichts falsch, aber:
Man muss erheblich mehr Geld investieren und selbst die günstigeren Roland Fantom-0x-Ableger kosten mehr als die AKAI MPC Key 37 G2 Workstation. Allerdings bekommt man auch beim kleinsten Modell schon 61 Tasten. Auf Aftertouch muss man hier allerdings verzichten. Außerdem kann keine andere Keyboard-Workstation wirklich eine DAW ersetzen, vor allem dann nicht, wenn es um die Einbindung von Audiospuren geht.
Eher eine Alternative zur AKAI MPC One G2 ist Elektron Tonverk. Auch hier müsste man mehr Geld investieren und hat deutlich weniger Features als bei einer AKAI MPC One G2 oder AKAI MPC Key 37 G2.














































Markus, danke für Deine umfangreiche und gute Expertise. 😬👍
Gibt es irgendwelche Informationen warum AKAI den Quadrant-Split bei diesem Gerät nicht mehr verfolgt? Die Idee der QuadSplit finde ich richtig gut.
Ich las mehrfach, dass die Umsetzung der Pads weniger durabel auf die User wirkt. 🫣
Das Weglassen der QuadSplit-Pads wäre wenig vertrauenserweckend… 😱
@CDRowell ich glaube um die teureren etwas zu differenzieren.
diese und die one ist die „einsteigerklasse“
wäre aber natürlich cool.
wahrscheinlich bei der G3 nehme ich an.
@Numitron Schon schade, dass sie nur einem Einsteigermodell eine Tastatur gönnen. So eine MPC „mit alles“ wäre doch interessant.
@CDRowell Das die neuen Pads die nicht dabei sind, hat mich und bestimmt viele andere etwas enttäuscht.
hmm
@luap hast du die probiert? klingt gut , aber auch ein gewisse.lernkurve für Einsteiger zumindest
super, Danke!
in der Tabelle ist ein kleiner Fehler. Key 37 (g1l steht: Farbe schwarz.
@Numitron Ein Politiker früherer Tage sagte mal, Schwarz sei in Wirklichkeit nur ein sehr dunkles Rot 😉
@SynthNerd haha. und in Österreich wurde aus schwarz plötzlich türkis mit einem Blender der zu kurz gekommen ist 😎
@Numitron Vielen Dank, ist korrigiert.
Das Pro Pack kostet für MPC Key 37 G2 Besitzer nicht 200€ sondern 100€ – Rabatt über inMusic-Konto.
@Hamlet Interessant, die Angabe stammt direkt von der Website. Ich kann das Testgerät nicht registrieren, deshalb kann ich das nicht verifizieren. Ich suche aber mal weiter.
@Markus Galla Du brauchst da nicht viel verifizieren. Auf der Website von Akai steht für Key 37 G2 bei MPC Pro Pack „50% off“ und ich habe die MPC Key 37 G2 gekauft und für das Pro Pack nur 100€ bezahlt.
@Hamlet Ist vielleicht auch eine begrenzte Aktion.
@Hamlet Ich habe noch einmal nachgeschaut: Auf der Produktseite steht 199,- US Dollar. Lege ich es dort in den Warenkorb, zahle ich 199,99€, keine 100€. Seltsam.
@Markus Galla Es ist nicht seltsam. Im inMusic-Konto gibt es einen Rabatt-Code mit dem man das Pro Pack für 100€ kaufen kann.
Wie man dazu kommt, ist im inMusic-Konto alles erklärt.
@Hamlet Hi, habe es gefunden. Es wird tatsächlich erst angezeigt, nachdem man sich in sein InMusic-Konto eingeloggt hat. Bei der Gelegenheit konnte ich dann gleich entdecken, dass sich das Instrument selbstständig registriert hat, obwohl ich es nicht aktiv registriert habe (weil Demogerät). Ganz schön frech, denn jetzt muss ich erst einmal schauen, wie ich es wieder aus meinem Account bekomme (oder ich muss es kaufen…was sagt wohl meine Frau dazu?) Wie von mir vermutet ist der Rabatt also an die Registrierung gebunden.
Gehe ich (eingeloggt) auf den Shop, wird dort weder angezeigt, dass ich einen Rabatt-Code bekommen habe, noch welche Instrumente/Expansions ich schon besitze. Auch steht auf der MPC-Seite m. E. nicht, dass es überhaupt einen Rabatt für Besitzer des Instruments gibt.
@Hamlet 100€ ist mir auch zuviel.
klar, hier ist mehr dabei als bei meiner g1.
aber im Endeffekt kann man dann nochmal den gleichen Betrag oder mehr für Erweiterungen ausgeben.
besser mehr selber sampeln.
Auto Sample ist genial!
midi in und Line Out des externen Geräts und diverse Parameter (welche Oktaven, welche Qualität l und automatisch hat man schnell einen Sound
@Numitron Du weißt aber schon, dass das Pro Pack nichts mit sampeln (außer indirekt der Time-Stretch-Algo) oder Expansion zu tun hat?
@Hamlet ja, ich habe gemeint statt der Samplepacks.
sorry 😎👍
Klingt alles sehr gut für mich. Die negativen Punkte spielen für meine Zwecke nur teilweise ein Rolle. Stems, Loops usw. benutze ich grundsätzlich nicht, kann mir also egal sein. Die fehlenden Mikrofonverstärker sind, nach meinen Erfahrungen mit integrierten Amps, eher ein Vorteil. Auch für schlecht lesbare Schriften oder dunkle Umgebung habe ich schon lange eine Lösung (Brille mit Licht, das immer genau dahin leuchtet, wo ich hinsehe).
@Mac Abre PS: Nervig finde ich aber die niedrige Frequenz des integrierten Audiointerfaces, nur 44,1 kHz bewegen sich so weit unter Studiostandard, dass das Interface für mich unbrauchbar ist.
PPS: Ha, Falschinformation, das Teil kann lt. Handbuch bis zu 96 kHz. Das ist super.
@Mac Abre orbitalfan? 👍😎
@Numitron Nope, kannte ich bis eben überhaupt nicht, ist auch nicht mein Geschmack. Ich habe das mit der Leuchtbrille schon bei einigen Bands gesehen, würde es aber auf der Bühne nicht machen. Da gibt es andere Lichtquellen falls die Bühnenbeleuchtung nicht ausreicht. Ich benutze übrigens eine Lesebrille mit integrierten LEDs vor den Bügelscharnieren.
Erwischt?
Im Abschnitt „Alternativen“, Vergleich zur Roland Fantom-Familie, steht: „Allerdings bekommt man auch beim kleinsten Modell schon 61 Tasten.“
Und im Fazit wird das Testgerät (bzw. der Vorgänger) zweimal bezeichnet als „AKAI MPC Key 73“.
Ein schönes Beispiel für einen Freudschen Vertipper ;)
Nix für ungut, Carsten
@chardt Ah, Mist. Ich habe schon mit Suchen & Ersetzen die meisten Vertipper gefunden. Korrigiere ich gleich. Vielen Dank für den Hinweis.
danke!🙂aber muß ich mir ruhe übersetzen laßen.
viel input
PS: ich nicht zangen will aber wertung leider zeigt nur sicht
vom den tester.ich hätte gern product selber in gebrauch von meiner
seite geben. system wie ebay ist aber gut
@Viertelnote Ich kann Dir da die Top Leserstory von Numitron zur MPC Keys 37 G1 empfehlen.😉
Die ist noch ziemlich frisch🙂
Aus eigener Erfahrung kann ich zu dem hier getesteten Gerät folgendes berichten:
Zur Einführung der MPC dachte ich mir, Du kannst es ja mal versuchen und ich bestellte sie.
Was soll ich sagen, die Lernkurve ist sehr steil. Zu steil für mich.
Somit ging sie leider wieder zurück.
Die MPC Sample blieb. Sie ist für mich intuitiver zu bedienen.
@MPC-User danke 😃👍
Ja, etwas steil… auch für mich
mittlerweile geht es.
bei der Sample geht halt weniger.
ich will mir aus Japan den Casio Sampler Bestellen. 😃
@Numitron Ja weniger ist manchmal mehr um schnell ans Ziel zu kommen.
Und dafür ist die Sample gedacht.
Wäre ich jünger ginge mehr in mein Hirn rein und es würde mir sicherlich leichter mit der MPC Keys fallen.
@MPC-User stimmt.
siehe alte 90er Jahre Alben mit mpc60 oder sp1200..😜
@MPC-User ja leserstory numi hab ich gelesen und auch verstanden.die ist schön
problem: viele fachwissen übersetzer macht zu langen satz da.kann ich in block machen aber sinn ist
oft zu complex.kann ich nicht damit anfangen.aber okay🙂werden wir kein freund mehr.
all-in-one. wenn ich sequencer sampling midi centrale
führen kann in eines okay wäre super da.QY 700 ich denke hat rente zu gehen verdient.
wenn visually ich an die hand genommen bin ist das perfect.workflow hast du recht
muß jeder finden und notwendig ist lernen immer da.
@Viertelnote wenn du oft mit Keyboard spielst,.und ich denke das ist so, ist sie sicher gut für dich.
vielleicht kannst du die one testen, die ist fast identisch. gibt’s wahrscheinlich öfters zum testen in Shops. für schnelles sampeln ist sie leider nicht so gut. eher sp404 (mk2), mpc Sample,.Roland p6 und andere.
Sehr gute Übersicht über das Gerät.
Mich „giert“ ja diese Möglichkeit der vollständigen Produktion in einem Gerät, mit dem ich mich auch auf dem Sofa rumlümmeln kann sehr an. Auf der anderen Seite finde ich es auch schade, dass ich vorhandene Plugins entweder gar nicht benutzen kann, oder eben nachkaufen.
Ebenso mache ich kein Hop-Hop oder Tekkno. Und Sampling hat mich bisher auch nie wirklich interessiert.
Und dann kommt am Ende wieder ein völlig neuer Bedienflow, der einen Überfordert. Da habe ich schon mit der MASCHINE MK3 meine Probleme.
Interessant wäre es nur, wenn ich mit der verbauten DAW meine ganzen Synths ansteuern und nutzen könnte. Aber ob es dafür unbedingt eine MPC sein muß?
@Andreas Ich glaube sogar, dass du zur Zielgruppe gehörst. Einerseits ist es das vollständige Produktionstool, das lockt. Andererseits ist die Akai MPC Key 37 G2 genau so eine Zentrale, wie du sie beschreibst. Du steuerst damit alle deine Synths an. Mit einem externen Audiointerface oder Mischpult kann man diese dann sampeln, mit Effekten versehen, loopen, weiterverarbeiten, aus Sounds von Monosynth polyphon spielbare Samples machen und mehr.
Geht auch alles mit der DAW, aber das Feeling ist anders. Früher hingen Synths, Drumcomputer, Effektgeräte an meinem Kawai Q80, der mit einer Fostex R8 Bandmaschine synchronisiert wurde. Dann kam der Atari, dann irgendwann der Mac mit Logic. Aber die schönste Phase war damals der Q80 Sequencer. Ähnlich ist es mit den MPCs. Nur die Lernkurve ist sehr viel steiler.
@Andreas mache selber nur noch selten hip hip.
Techno hab ich nie gemacht.
es gibt einige drum and Bass Musiker die die mpcs verwenden.
man kann sie sicher für sehr viele Genres verwenden.
man kann nämlich sehr lange patterns verwenden!
ich verwende meistens 12 Takte!
nicht zu vergleichen mit herkömmlichen Grooveboxen oder drummachines.
@Numitron Also das Klischee ne MPC nur für HipHop zu verwenden ist nun endgültig vorbei.
Mit ihr kann man alles machen finde ich.🙂
@MPC-User stimmt! 😃
@Numitron Ich weiß, letztendlich ist es ja „meine Sache“, was ich damit mache und die Instrumente sind meistens die selben. Aber wenn mal ein MPC-Gerät präsentiert wird, dann meistens mit irgendwelchen Leuten, die alte Schallplatten Sampeln und dann daraus einen Hip Hop Song machen. Das schreckt mich dann eher ab :)
Mit dem Sampeln ist es auch so eine Sache. Ich weiß nicht, ob ich die wenige Zeit, die ich zum Musik machen habe damit verbringen möchte etwas zum aufnehmen zu suchen, das zu zerpflücken und dann wieder zusammenzusetzen. Wenn man sowas im Video sieht, ist das eine tolle Sache, aber bis man soweit ist :)
Aber wie gesagt: Irgendwann werde ich sicher mal schwach werden :D
Ich kann es durchaus verstehen, dass viele manchmal einfach keine Lust haben, sich vor den Computer mit Bildschirm zu setzen. Ich könnte mir sogar vorstellen, erste grobe Ideen mit so einem Instrument aufzuzeichnen, um sie dann auf der DAW zu Ende zu machen, wenn sich der Weg als sinnvoll erweist. Das interne Interface ist prima. Allerdings geht die Soundengine für mich in die falsche Richtung. Sampling hat nicht die Bedeutung für meine Art Musik zu machen.
Ein Stück darauf fertig zu machen, käme allerdings (für mich) nicht infrage. Denn eigentlich habe ich nur einen Computer in anderer Bauform vor mir, wo ich alle Plugins mir neu besorgen muss, sofern es sie überhaupt gibt. Dabei nicht annähernd die Möglichkeiten, die mir mein Rechner bietet. Alle Eckdaten sind schlechter. RAM, Samplemöglichkeiten, Speicher um Daten abzulegen.
Wenn ich keine Lust habe auf dem Rechner zu arbeiten, nehme ich mein iPad 13“. Entweder ohne Peripherie, oder wenn ich mehr Ausdruck brauche, mit einem Roli Block. Preislich etwas teurer, aber mit deutlich mehr Möglichkeiten.
@Tai ist weg mir da zu weit.okay ich habe mpc für notice aber lade dann wieder
in computer. ich laufe von instrument zu instrument ja da weißt du?
@Viertelnote Genau. Das meinte ich doch, eine Skizze machen, ist sie vielversprechend, woanders weiter.
@Tai es gibt ja auch Software Synths.
klar es ist kein echter synth, aber doch sehr interessant.
vorallem mit der neuen Firmware.
der erste Sound eine nette Fette Sinuswelle wie in den alten Racksamplern von akai!
aber zum Glück gibt’s für jeden etwas!
@Numitron Ich habe es gelesen, nur das heisst doch einfach, ich mache alles, was ich in der DAW mache, nur sehr viel eingeschränkter.
@Tai Im Prinzip ja, praktisch nein. Es ist schon ein anderes Feeling, ob du an einem Instrument arbeitest oder einem Computer. Und gerade durch die Einschränkungen arbeitet man effizienter.
Sie es wie bei einer E-Gitarre: E-Gitarre plus Röhrenamp und du machst sofort Musik. Steck die Gitarre in ein großes Pedalboard oder einen Modeler und du verbringst garantiert die Zeit mit dem Tweaken von Effekten usw. Habe ich alles schon durch.
Ich habe früher mit den beschränkten Möglichkeiten deutlich mehr Musik (und mit mehr Spaß) gemacht als heute. Meine Ensoniqs früher kannte ich im Schlaf. Bei meinem Roland Fantom habe ich noch nicht einmal 1/100 der Funktionen entdeckt, fürchte ich. Häufig ist der Nord Electro 5D im Einsatz, wenn ich spielen will – noch häufiger das Klavier.
@Tai ja. Aber nix das ablenkt, kein nerviges Windows Update mittendrin mit Neustart, sicher stabiler und praktischer für liveauftritte.
@Tai Hi, ich nutze die MPC auch für meine Ideen. Sampling aber wirklich kaum.
Es gibt mittlerweile wirklich viele Softsynths für die MPC (101, Juno, Model D, FM usw)
Sogar für die Drumkits gibt es einen Drumsynthi…
Die ganzen Softsynths sind auch für PC nutzbar.
Man kann auch ein Projekt auf der MPC beginnen und das dann auf den PC übertragen und dort weiter machen, sogar mit zusätzlichen VSTs… Hierbei kann man nach wie vor alle Steps, Automationen usw weiter bearbeiten…
Es gibt aber auch Export der einzelnen Spuren für die DAW.
Zum Beispiel die Groovebox Deluge exportiert ihre Spuren auch für den PC.
Andere Grooveboxen machen das auch…
Ist halt ein anderer Ansatz…
Ich für mich schätze die Freiheit mich mit meiner MPC One auf die Couch zu setzen oder Sie in den Park zu nehmen.. Mit einer Powerbank angeschlossen bist du wirklich frei von Steckdosen…
Mischen und Mastern geht sogar auch..
Aber für Mischen und Mastern greife ich dann lieber auf meine private PC Sammlung zurück…
@Tai ich glaube, das ist eine Sehnsucht, die viele Musiker betrifft, und die Hersteller versuchen, das passende Gerät dafür zu erfinden. Aber die Versuche sind alle noch nicht perfekt…. es ist alles leichter gedacht als gemacht, manchmal staune ich aber über die „Fehler“ oder fehlenden oder zu unübersichtlichen Workflows (wobei ich die letzte große MPC nur vor Jahren mal ausführlich getestet habe). Deshalb bleibt es spannend, wenn neue Produkte rauskommen…
@Tai Ich weiß ja nicht, aber wenn ich es richtig verstanden habe, ist der MPC wieder mehr oder weniger ein „eigenes System“. Also da anfangen und dann in eine DAW laden.. Ob das überhaupt geht? Man müsste vermutlich alles neu zuweisen?
Es ist halt immer so eine Sache. Wenn der PC sauber eingerichtet ist und alles läuft, ist ja alles gut. Aber wenn dann mal wieder was nicht so tut wie es soll, nervt es. Da wäre mal etwas a la „Anschalten und loslegen“ sehr schön.
Ich würde es halt gerne mal ausprobieren, ob es am Ende besser oder schlechter ist. Allerdings könnte ich mich auch einfach mal auf vorhandenes Equipment konzentrieren und hier das Zusammenspiel optimieren, bevor man sich wieder was neues dazuholt :)
…ist schon ein interessantes und komplexes Produkt – und ein schöner und interessanter Test.
Ich bin jetzt an die MPC Software herangekommen, aber kriege sie nur Standalone ans laufen, nicht als Plugin. Klappt das mit dem, was man mit MPC Key bekommt?
Als Maschine+ Besitzer ist diese für mich immer noch eine Alternative zu MPC One G2.
Die Bedienung ist echt anders ohne Touchscreen, aber nach Einarbeitung auch nicht schlecht.
Bei einer Vorversion von MPC One hatte ich mal echt Probleme, eine eingespielte Note in der Pianorolle vernünftig zu selektieren und zu verschieben….. würde mich interessieren, ob da jetzt alles glatt läuft…
@Heiner Kruse (TGM) pfuh. um ehrlich zu sein hab ich die pianorolle noch gar nicht verwendet. 😜
kann es aber Mal testen.
dein Problem wird aber auch schon einige Jahre her sein wahrscheinlich.
gibt Grad wieder ein Update glaube 3.9.1.
aber eher für Bugfixes.
@Numitron so dachte ich auch, nachdem ich MPC Live vor endlosen Zeiten für Thomann besprochen habe, doch es ist erst ein Jahr her, als ich das mit mehreren MPC-Modellen, die im Laden standen, beim kurzen Versuch damit was zu machen erlebt habe.
Mache gerade Experimente mit der MPC Sample, das macht Spaß….