Sampler und Groovebox im kompakten Format
Akai überraschte uns kürzlich mit der MPC Sample, einem portablen Sampler bzw. Groovebox mit Mikrofon, Lautsprecher, Akku und allen notwenigen Anschlüssen im Look klassischer MPCs. Was kann die MPC Sample und was nicht?
Was ist es? Akai MPC Sample, portables Music Production Center für Sampling und Beatmaking mit integriertem Mikrofon, Lautsprecher und Akku.
- Workflow: Sehr übersichtliche Bedienung mit stark vereinfachtem MPC-Konzept und schnellem Zugang zu Sampling und Sequencing.
- Ausstattung: 16 RGB-Pads, integriertes Mikrofon und Speaker, Audio-/MIDI-Interface-Funktion sowie umfangreiche Resampling-Optionen.
- Stärken: Flüssiger Workflow, Recall-Funktion, gute Effekte und flexible Aufnahme direkt im laufenden Betrieb.
- Schwächen: Eingeschränkte Polyphonie-Ansätze und weniger geeignet für melodisches Arbeiten oder komplexes Sounddesign.
- Fazit: Leistungsstarke, reduzierte MPC für Beatmaking, die schnell inspiriert und sich klar auf Sampling fokussiert.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Akai MPC Sample: Basics
- Anschlüsse und Ausstattung der Akai MPC Sample
- Akai MPC Sample: Aufnahme von Audio
- Sample Editing
- Speicherung, Export und Laden von Samples und Projekten
- Sequencing/Performance mit der Akai MPC Sample
- Effekte in Akai MPC Sample
- Arbeiten mit der Akai MPC Sample
- Konkurrenz, Alternativen, Video
Einführung
Die Akai MPC Sample konzentriert sich auf Sampling. Nachdem der Sampling-Prozess einst Musiker in aller Welt kreativ inspirierte, verschwand die Gattung der Sampler zeitweise und an deren Stelle traten Software-Sample-Player (die Industrie strebte nach immer realistischeren Librarys) und leistungsfähige Grooveboxen. Allerdings ging dadurch auch die Einfachheit verloren.
Genau hier setzt die neue MPC Sample an, die gleichfalls eine Groovebox ist und ein klar strukturiertes Interface bietet, das gegenüber der aktuellen MPC-Serie stark vereinfacht ist. Sie tritt damit auch in die Fußspuren von Akai Sampler-Legenden wie MPC 60, MPC 2000 und S 1100, der in den 1990ern mein erster Sampler war.
Gleichzeitig ist die MPC Sample aber auch eine Antwort auf moderne Grooveboxen wie Roland SP-404, die Teenage Engineering EP-Serie, Sonicwares Smpltrek, den Novation Circuits und Ableton Move. Ich habe alle getestet und pflege in diesem Artikel auch einige Vergleiche ein. Ich bin selbst neugierig auf den Test und gespannt, wie sich die MPC Sample schlägt.
Akai MPC Sample: Basics
Der äußerliche Eindruck ist gut und die Funktionen sind klar beschriftet. Die Akai MPC Sample ist etwas größer und deutlich schwerer als z. B. die Geräte der Teenage Engineering EP-Serie, das Gewicht liegt hier bei immerhin 900 g. Dadurch liegt das Gerät fest auf und lässt sich angenehm bedienen.
Die MPC Sample besitzt 16 anschlagsempfindliche und hintergrundbeleuchtete RGB-Pads (mit Zweitfunktionen), direkt davor ein weiches Pad zum Aufstützen mit der Hand, ein kleines 2,4″ Farbdisplay ohne Touch-Funktion, das an Sonicware Smpltrek erinnert, aber besser zu lesen ist.
Hinzu kommen noch drei Regler (K1-K3) plus ein Fader sowie einen Main-Volume-Knob zur Echtzeitkontrolle, 23 Buttons und ein Push-Encoder.
Drei auf manchen Bildern kaum zu erkennende schwarze Buttons (B1-B3) oberhalb des Displays dienen der Menüführung.
Anschlüsse und Ausstattung der Akai MPC Sample
Rückseitig finden wir je zwei 6,3 mm Klinken-Ein- und Ausgänge, USB-C (auch für die Stromversorgung und für mobile Geräte als Audioeingang), Sync Out, Kopfhörerausgang und MIDI I/Os im 3,5-mm-Format. Ein Kondensatormikrofon, ein Lautsprecher und eine Pegelanzeige sind ebenfalls integriert.
Der Lautsprecher strahlt den Sound bei der Nutzung direkt an mich ab, liefert recht kräftigen Sound und gefällt mir besser als z. B. der von Ableton Move.
An den Computer angeschlossen, meldet sich die MPC als Audio- und MIDI Interface an. Spielt man dann etwas auf der MPC ab, kann man es via Input 1-2 in die DAW aufnehmen, klasse!
Die MPC Sample hat intern immerhin 2 GB Arbeitsspeicher, weitere 8 GB als internen Drive und kann mit einer microSD-Karte bestückt werden. Ausgeliefert wird sie mit mehr als 100 Factory-Kits, bietet natürlich einen Sequencer und arbeitet mit bis zu 32 Stereo-Stimmen polyphon.
Man kann unbegrenzt Projekte verwalten. Jedes davon nutzt bis zu 8 x 16 = 128 Samples und Sequenzen (mit bis zu 128 Takten Länge). Beim Datei-Import lassen sich verschiedenste Sampleraten und Formate (.wav, .mp3, .aif/.aiff, .snd, .s1s, .s3s, .flac, .ogg) importieren.
Zur Anzeige des Batteriestands dient eine LED, die blinkend rot, ständig rot, gelb oder grün leuchtet. Immerhin gibt es dazu noch eine Lampe, die das Aufladen anzeigt. Gefordert sind 5 V/3 A, via MacBook klappte das Aufladen im Test problemlos, da macht Ableton Move mehr Zicken.
Ein umfangreiches MIDI-Menü erlaubt detaillierte Konfigurationen, auch für ein via Sync per CV ausgehendes Signal, mit Hilfe dessen sich die MPC Sample mit dem Eurorack synchronisieren lässt.
Akai MPC Sample: Aufnahme von Audio
Sample-Aufnahmen erfolgen in 24 Bit/44,1 kHz. Als Quelle lassen sich das interne Mikrofon, die Klinkeneingänge, Resampling und USB-C nutzen. Hier muss man sich weder eine Voreinstellung merken, noch tief in ein Menü eintauchen, denn das „Input Config Menü“ ist sehr übersichtlich gestaltet. Weil die Sample-Wiedergabe per Disk-Streaming arbeitet, sind 20 Minuten Aufnahmezeit pro Pad möglich.
Gelungene Experimente, Gespieltes oder Gesagtes – alles lässt sich 25-30 Sekunden rückwirkend als Audiosample einfangen (je nach aktivem Input-Setting z. B. via Resample oder auch vom Mikro). Das klappt mit Hilfe der Recall-Funktion via Shift + Sample Record – aber nur, wenn noch ein Sample- oder Sequence-Slot frei ist.
Cool: Man kann z. B. laufend sampeln und Samples bei laufendem Sequencer einfangen, ohne dass dieser angehalten werden muss! Ergebnisse werden dann sofort und automatisch einem leeren Pad zugewiesen. Hier übertrumpft die MPC zumindest teilweise den Rolands SP-404 mk2 in puncto Workflow.
Synchronisierte Resampling-Aufnahmen, die sich ohne Performance-Unterbrechung sofort synchron abspielen lassen, wären ein Traum, den man sich via automatisiertem Resampling (Shift + Pad 11) von Sequenzen und Songs zumindest teilweise erfüllen kann.
Sample Editing
Im Bereich Sample-Editing finden wir destruktives Trimming (via Shift + Pad 13) und Looping. Was mir fehlt, ist eine Normalize-Option, allerdings lässt sich die Sample-Lautstärke leicht mit dem Fader justieren. Die B1-B3 Buttons rufen auch Amp Env, Mix, Tune, Play (incl Mono und Mute Group Settings), Warp, Filter, Filter Type und Filt Env Settings auf.
Mit der gehaltenen Shift-Taste erscheinen für die K1-K3 Knobs weitere Optionen, z. B. Start Zoom oder End Zoom. Alle Einstellungen lassen sich pro Pad individuell vornehmen.
- Amp Env mit aktivem Note On Mode
- Filter Setting mit aktivem Loop-Mode
- Tune & Warp, Loop ist an
Die Amp Hüllkurve besteht zwar nur aus Attack- und Decay-Parametern, doch bleibt die (Sustain-) Lautstärke im Note-On-Mode bei gehaltener Taste ganz oben und nach dem Loslassen wird die Release-Phase eingeläutet. Dass das zumindest als Option sinnvoll ist, um Samples so lange halten zu können wie man ein Pad drückt, ist anderswo, z. B. bei Ableton Move, zumindest in der offiziellen Firmware noch nicht richtig angekommen. Bei deaktiviertem Note-On-Mode kann die Decay-Zeit unabhängig von der Dauer des Pad-Haltens als Parameter hinter dem Sample Start- oder Endpunkt eingestellt werden.
Warping kann in einem via Shift + Pad 15 einstellbaren Modus Timing-Änderungen mit und ohne Pitch-Änderung in Echtzeit bewirken. Im Beats Mode (via Shift) lässt sich ein Sample auf eine vorgegebene Beat-Länge bringen. Stellt man Warp auf „Seq“, wird das Sample entsprechend der eingestellten Beats automatisch an ein sich änderndes Tempo angepasst.
Im 16 Levels Mode kann man Velocity, aber alternativ auch Filter-Cutoff und Tuning einstellen, um z. B. ein Sample transponiert spielen zu können.
Slicing – und Polyphonie
Im Chop-Mode des AKAI MPC Sample ist Slicing möglich. Hierfür stehen verschiedene Methoden bereit, z. B. manuell, basierend auf einem einstellbarem Threshold oder auf Unterteilungen. Edits des Start- und Endpunkts bei aktivierter Zoom-Funktion lassen sich auch nachträglich gut realisieren.
Split- und Merge-Optionen erleichtern das Editing. Einzelne Slices lassen sich via Extract auf Pads extrahieren. Will man das mit allen Slices machen, muss man das laut Handbuch einzeln tun.
Aber: Im Chop-Mode lässt sich über die 16 Pads auch eine Sequenz einspielen und aufnehmen (ohne dass ich diesen Hinweis im Handbuch gefunden hatte). Diese Sequenz kann auch dann noch unverändert spielen, wenn der Chop-Mode wieder verlassen wurde. Dann wird via Pad aber wieder nur noch das Sample als Ganzes getriggert – das ist praktisch, aber nicht direkt verständlich.
Im Slicing-Mode konnte ich Slices sogar auch polyphon spielen. Um ein Instrument polyphon spielen zu können, kann man mit der MPC Sample aber anscheinend nur bzw. am Besten mit langen Samples arbeiten, die verschiedene Töne (z. B. einer Skala) beinhalten und diese auf Pads slicen. Darauf weist auch der Vlogger Loopop im folgenden Video hin und bietet hierfür gleich ein Auto-Sampler-Tool an:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Speicherung, Export und Laden von Samples und Projekten
Beim Laden von Samples lassen sich diese vorhören – sehr praktisch.
Mit der MPC Sample ist es leicht, Samples in einem Ordner auf der microSD-Card abzuspeichern und später als WAV-Datei auf den Computer zu überspielen. Hierfür nimmt man die microSD-Card heraus oder nutzt den neuen SD-Card-Access-Mode im Projekt-Dialog, der mir allerdings erst nach einem Firmware-Update zur Verfügung stand.
Nach dem Ausschalten sind zuletzt geänderte Inhalte auch ohne Speichern verfügbar.
Ein Export einer Audiodatei bzw. eines Bounces ist mit Hilfe der microSD-Karte möglich. Exportierte Projekte und Samples werden wie folgt dargestellt: Es gibt ein zumindest bald mit anderen MPCs kompatibles .xpj Projekt-File, daneben findet sich ein Ordner mit allen zugehörigen Samples.
Sample-Einstellungen werden nicht bzw. nur im Projekt gespeichert (hier hat im Vergleich z. B NI Maschine noch eine „Sound“-Kategorie, wo dies der Fall ist).
Den Projektdatei-Transfer konnte ich nicht testen, aber er soll ab MPC Software-Version 3.8 klappen (ohne Gewähr, siehe hier), nachdem neue MPC Sample Effekte in die MPC Software integriert wurden. Zudem kann man dann bestimmte Inhalte aus der MPC Software auch in die Formate MPC Sample und Ableton Live Projekte exportieren. Alle 128 Pads von MPC Sample erscheinen dabei auf einer Spur.
Schade ist, dass Akai bislang keinen Voucher für eine MPC Software bereitstellt, um das exportierte Projekt in der DAW detailliert weiterbearbeiten zu können.
Sequencing/Performance mit der Akai MPC Sample
Der MPC Sample Sequencer ist vor allem auf das manuelle Einspielen und weniger auf klassische Step-Programmierung ausgelegt. Er hat eine Auflösung von 960 ppqn und bewegt sich damit auf DAW-Niveau! Hier kann jedes Feeling eingefangen werden. Swing und Note-Repeat (inkl. Triplet) Optionen sind für eine MPC selbstverständlich. Es gibt auch die Möglichkeit des nachträglichen Einfangens von Eingespieltem via Seq Record Recall.
Wie erwähnt, kann man auch Performances von Samples im Chop-Mode aufnehmen, diese aber nicht im Sequencer editieren.
Der Fader hilft beim Step-Editing und Verschieben einzelner Hits. Manuelles Programmieren von Steps geht hier aber nicht so leicht wie z. B. mit den 16 zusätzlichen dedizierten Step-Buttons in Ableton Move bzw. einem typischen TR-Style Programmiermodus anderswo.
Vieles in MPC Sample erinnert mich an Rolands SP-404 mk2, die auch erst nach späteren Firmware-Updates klassisches Step-Programming beherrschte.

Akai MPC Sample – Sequence Edit – auf Pos. 1 1 000 der eintaktigen Sequenz liegen Trigger für Pads A01 und A03. Velocity und Position sind editierbar, die Länge nicht.
Es kann stets nur eine Sequenz aktiv sein. Sequenzen können im selben Song auch das Tempo wechseln, wenn dieses nicht global, sondern auf die Sequenz bezogen eingestellt ist.
Via Time Correct Screen lassen sich selektierte Pads nachträglich quantisieren. Edits können via „Do It!“-Befehl destruktiv eingerechnet werden, bei Nichtgefallen oder Lust am Ausprobieren helfen Undo/Redo.
Double Sequence verdoppelt die Sequenzlänge und kopiert die Inhalte, Double Speed verdoppelt die Geschwindigkeit der Einspielung – das fand ich im Test praktisch, z. B. um aus Hip-Hop Drum & Bass zu machen.
Via Shift + Pad 11 (Resample) lässt sich eine Sequenz schnell in eine Audiodatei umwandeln. Im Song-Mode lassen sich Sequenzen hintereinander programmieren, diese können anschliessend in eine Audiodatei oder neue Sequenz umgewandelt werden.
Effekte in Akai MPC Sample
Die Effektoptionen der MPC Sample sind umfangreich, aber nicht ganz leicht zu erfassen. Als Beispiel zeige ich zuerst ein unverändertes Sample aus einem Projekt, das ich dann verfremde.
Pad FX
Zunächst gibt es 16 Pad-FX aller Art, die sich auf 16 Pads spontan performen lassen, während der Sequencer spielt.
Je stärker man drückt, desto mehr wirkt der Effekt – hier hat man bei Teenage Engineering abgeschaut. Pad-FX lassen sich via Resampling auch in einer Aufnahme einfangen. Es gibt die Effekte Beat Repeat, Half Speed, Reverb, Delay, Chorus, Flanger und mehr. Die Effekte machen allesamt einen soliden Eindruck und verfügen über weitere Parameter. Während mich „Half Speed“ mit einer optionalen Verlangsamung /4 beeindruckte, vermisste ich beim Delay ein Filter, dafür gab’s verschiedenen Modi (z. B. Ping Pong).
Flex Beat FX
Diese Effekte im Stil von Cable Guys Shaperbox und FL Studio Gross Beat stammen von einem Akai Plug-in und bringen Scratch, Volume, Stutter, Timing und DJ FX.
Die 16 vorkonfigurierten Presets werden im Display als Kurven angezeigt, lassen sich quantisieren und klingen überzeugend. Wann hier die Lautstärke und wann die Geschwindigkeit verändert wird, ist nicht sofort erkennbar. Zudem lassen sich die Kurven nicht editieren, hierfür wünscht man sich eine Option.
Ist ein Flex-Beat einmal aktiviert, kann er fast unbemerkt stets auf alles wirken, was man einspielt – im Test klang das oft interessant und es lässt sich schnell viel aus wenig machen. Allerdings kann man auch mal vergessen, dass der Effekt aktiv ist – angezeigt wird das nicht. Flex-Beat-FX sind im Loop-Mode immer aktiv, doch wenn das neutrale Pad 1 ausgewählt ist, ändert sich nichts. Ist der One-Shot-Mode aktiv, läuft ein Effekt nur einmal durch und geht dann zurück zu Pad 1.
Knob FX
Hier wählt man via Shift+Knob FX einen von 28 Effekten aus, der dann allen oder einzelnen Pads zugewiesen werden kann.
Besonders gut gefiel mir der Spring Reverb. Via Shift und K1-K3 sind oft weitere Effektparameter erreichbar, z. B. Stereo Width und Damping für Delays. Es kann aber immer nur ein Knob-FX aktiv sein. Tipp: Erstelle eine Sequenz, die ein Pad genau auf der „1“ spielt und resample diese in das ursprüngliche Pad, um den Knob-FX dauerhaft in ein Sample hineinzurechnen. Schade ist, dass man hier nicht zwei Effekte oder wenigstens einen automatisierbaren Send-Effekt für mehrere Pads nutzen kann, auch eine Sidechaining-Option fehlt. Dafür gibt es einen Pumper-Effekt mit Quantisierungsoption.
Master-Compressor
Via Shift + Pad 5 lässt sich ein Master-Compressor mit Color-Option und Animation aktivieren.
Arbeiten mit der Akai MPC Sample
Der Klang der Akai MPC Sample und ihrer Effekte gefällt mir sehr gut, wobei das natürlich auch am mitgelieferten Sample-Material liegt.
Wichtig in der Praxis ist der Stop-Button, der doppelt gedrückt jede Sample-Wiedergabe stoppt. Der Fader links kann die Pad-Lautstärke verstellen (das kann schnell auch mal versehentlich passieren), aber auch anderen Zielen zugewiesen werden.
Das Editing geht schnell von der Hand, sowohl bezogen auf Processing als auch auf Workflows. Der interne Speaker macht auch das Arbeiten ohne Kopfhörer auf dem Sofa angenehm. Auch Sprachaufnahmen über das Mikro klingen überraschend gut und haben zumindest genug Bass.
Man kann komplexe Produktionen realisieren, indem man Effekte wie Knob-FX nacheinander anwendet und jeweils per Resampling aufzeichnet. Auch der Aufnahme kann ein Effekt zugeordnet werden.
Es kam im Test vor, dass mir vermisste Samples gemeldet wurden, die aber nach Auswahl der „Resolve“-Option gefunden wurden.
Dass keine Batterien gewechselt werden müssen, ist für mich in der Praxis ein wichtiger Workflow-Vorteil. Die Batterie soll laut AKAI 5 Stunden halten, im Test tat sie das auch.
Konkurrenz, Alternativen, Video
Bevor ich im Fazit wieder auf die MPC Sample komme, hier noch ein paar Anmerkungen zu Alternativen: Rolands etwas sperrigere SP-404 mk2 (sowohl was Größe als auch Bedienung angeht) bietet mehr Effekte, komplexere Sequencing- und Sample-Editing-Optionen sowie neuerdings auch einen Synth, benötigt aber Batterien.
Ableton Move mit Mini-Display bietet Dateiübertragung per WiFi, eine Kopplung an die Note-App und eine leichte Integration von Sketches in Live, hat mehr internen Drive-Speicher, aber keinen Karten-Slot und bevormundet den Nutzer mitunter in Bezug auf Dateiübertragung ein wenig. Dafür kann man dort mit Synthesizern und viel besser mit Akkorden, Melodien, Parameterautomationen und Step-Programming arbeiten. Das mag ich als jemand, der vom Klavier kommt, besonders. Es lässt sich alternativ eine leistungsfähige inoffizielle Firmware nutzen.
Die ebenfalls batteriebetriebenen Teenage Engineering EP-Geräte haben deutlich weniger Speicher und nur ein Zahlendisplay und LEDS, sie wirken auf mich für den Transport zudem weniger widerstandsfähig bzw. fragiler, z. B. bezüglich des Faders.
Die Novation Circuits müssen ohne Display auskommen und verarbeiten Samples nur in Mono.
Hier noch ein Begleitvideo zum Test:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

























































also für diesen Preis klingt das nach einer kleinen spaßigen Kiste. Meine erste MPC war eine klassische 2000 und im Vergleich zu dieser, ist die neue zumindest technisch wesentlich weiter und trotzdem angenehm „retro“. Für das reine Beatmaking ist Stepsequencing ganz nett aber jetzt nicht unbedingt ein ko Kriterium, zumindest für mich persönlich nicht. Ich hätte mich natürlich über 1-2 echt DIN-Midi Anschlüsse gefreut, auch wenn klar ist das es nicht der Schwerpunkt ist. Aber sonst: Effektvielfalt, guter Preis, muss ich mir anschauen, bin gespannt auf den Workflow
Als ich mit das 20-minütige Demovideo von AKAI angeschaut habe, war meine erste Reaktion: Wow, endlich mal ein Produkt für junge Leute. Der Preis stimmt, das Konzept stimmt, die Funktionalität stimmt. Was hätte ich mich als Jugendlicher darüber gefreut. Für mich war meine Roland TR-505 schon ein Highlight. Aber das?
Was hat doch das kleine Casio Keyboard mit Sampling beim Händler fasziniert, das im Vergleich dazu nichts konnte. Die geschickte Einbindung von iPhones und iPads ist super. Der Step Sequencer wird bestimmt irgendwann per Update kommen. Eine tolle Kiste und ich würde mich freuen, wenn man sie in Zukunft in vielen Videos junger Leute auf TikTok sieht.
@Markus Galla Als jugendlicher habe ich mich riesig gefreut über die ersten aufkommenden Porta-Sampler von Yamaha und Casio. Das beste: mein SK-1 ist immer noch ehrfürchtig und Orignalverpackt in meinen Händen… und in Kürze in der MPC-Sample.
Damals war allein durch die Möglichkeit zum DIY-Sampling der Ruf nach kreativer Aktivität geebnet…
Ich bin jetzt wieder positiv gestimmt, da mein 12 Jahre altes Kind gestern die MPC-Sample übernahm und mit wenig Anleitung große Freude beim Sampling enpfand… Alleine dieser Moment ist unvezahlbar. Dafür Dank an AMAZONA und AKAI
@CDRowell Hui.
super jetzt brauchst du noch eine!
dafür ist das Kind vielleicht bald Fingerdrumming Champ.😎
@Numitron Der Trend pro Haushalt geht ja zum Dritt-Hardware-Sampler. 😇 Da werden ja Generationen von Menschen versampled! 🤙
@CDRowell stimmt! 😁
Das wird meine neue samplebasierte Drum-Maschine. Mit den Pad EFX (hat auch die MC-101/MC-707) ist das der ideale Gefährte für Liveperformances oder Jams im Studio. Reduce to the max.
Die MPC-Sample wirkt auf mich, wie ein eigenständiges Instrument, mit umfangreichen Ambitionen. Die Ausstattung ist üppig, im Vergleich zu auf dem Markt alternativen Samplern anderer Hersteller.
Besonder positiv empfinde ich die gut bedachte leicht nachvollziehbare Einarbeitungsmöglichkeit, durch fehlendes Menü-Diving.
Besonders positiv ist das robust und durabel wirkende Housing, samt Bedienelemente. Hier kann ich, trotz meiner wenig zierlichen Finger alles durchgängig gut erreichen, einstellen und zuverlässig steuern.
Optisch hätten die drei Buttons über dem Display noch einen farblichen Akzent vertragen können, um bei Dunkelheit die Orientierung zu optimieren.
Insgesamt begreife ich dieses Sampler nach kurzer Einarbeitung als gut gelungene MPC-Variante, die seine deutlichen Vorzüge ausspielt.
cool, Grad erst der 24. jetzt der Test da!
wirkt spaßig, ich warte aber noch ab.
werde die momentan nicht kaufen, muss noch die Key 37 lernen. 😄
@Numitron Na das wäre doch mal ein Leserbericht zur 37 wert.🙂
@MPC-User gute Idee. 😁
Mal sehen..😜
Eine große Befreiung beim Starten mit neuen Ideen bzw. beim Arbeiten mit Sketches ist, dass man beliebig Samples und Projekte auf einer Karte speichern kann, ohne dass z. B. Projekte auf „Pads“ liegen müssen, ohne dass man sehen kann, wie sie heissen oder welche Version von wann das ist. Übrigens: Während nur ein Knob FX gleichzeitig nutzbar ist, können bei den Pad FX auch mehrere gleichzeitig aktiv sein.
@Heiner Kruse (TGM) Sowohl Ihre hier getätigten praxistauglichen Anleitungen als auch die MPC-Sample sind ein Segen!🤩
@CDRowell Danke, Du kannst mich ruhig duzen ;-)
@Heiner Kruse (TGM) ich kenne dich schon vom DJ mag😜
Respekt! 👍
@Numitron Danke! Welches DJ Mag meinst Du? Es gab mal nen Ableger von der Keyboards 2002, das so hieß, meinst Du das? Für die habe ich auch geschrieben. Ich erinnere mich an eine Ankedote: Ich habe damals ab und zu auch auf Hochzeiten aufgelegt, aber da ich zeitgleich eine Karriere und viele Bookings im Drum & Bass Bereich hatte, war mir das peinlich. Dann habe ich den Artikel da unter einem Pseudonym geschrieben. Später hörte ich, dass Hans Nieswandt so was Ähnliches zu nem Buch gemacht haben soll…es gab aber auch Reviews in DJ Mags zu meiner Musik
Praxisnaher guter Test, danke Heiner Kruse 💪
@masterBlasterFX Finde ich auch 😎
@Dirk Danke!
@Heiner Kruse (TGM) ?
@masterBlasterFX nochmal danke ;-)
Die MPC Sample für den Preis ist schon ein Burner. Also langjähriger Octatrack Benutzer und Fan
frage ich mich, ob die Kombination beider Geräte Sinn ergibt.
@Dayflight Ich würde sagen nein.
@Dayflight Zusätzlich Geräte machen immer Sinn, wenn dir 8 Tracks nicht genügen.
@Roy Fatty Ich denke es geht eher um die Kombination als um mehr Tracks.
Ob sich beide Geräte halt ergänzen im allgemeinen.
@MPC-User Das mag sein, aber auch in dem Fall macht es Sinn, einen einfachen Sampler, neben dem OT zu nutzen. Live Sampling ist nicht immer notwendig, außerdem vergisst man öfters Trigs an der richtigen Stelle zu setzen oder befindet sich gerade im Midi Mode usw usf. Da kann ein zugänglicherer Sampler eine Befreiung sein. Ich schätze, die MPC wird auch besser klingen als der OT.
@Roy Fatty Da hast Du einen guten Punkt erwähnt. Der OT ist etwas komplizierter und die Ausgangs-Bauelemente sind auch nicht die besten.
Ich bin kein Hip Hop Typ, sondern eher Launch & Techno und frage mich natürlich, inwieweit die MPC Sample das abbilden kann.
@Dayflight Als Octatrack Fan oder Elektron im allgemeinen solltest Du eigentlich wissen, dass Sie hervorragende Wandler verbauen.
Was sich im Klang jeder Geräte wiederspiegelt..
Mein Octatrack MK1 kann da noch sehr gut mithalten.
Der MK2 soll noch bessere Wandler haben.
Komplex ist er, da gibt es keinen Zweifel🙂
@Dayflight Die historischen Hintergründe interessieren mich eigentlich nicht so sehr. Auch mit MPCs wurden viele Hits im Bereich House & Techno produziert. Akutell fehlt ein Step-Sequenzer, vielleicht kommt der noch. Aber für die kleine Mahlzeit zwischendrin gibt es noch andere Geräte, z.B. Ableton Move mit Schwung oder so. 🤷♂️
@Roy Fatty Dass die MPC besser klingt kann ich nicht bestätigen.
Beide Geräte samplen mit 24 Bit
Die MPC kling für mir mich aber etwas muffiger und Oldschool (was nicht schlecht ist)
Evtl wird ja intern mit 12 Bit gerechnet um der MPC 60 nahe zu kommen
Wer weiß.
@MPC-User im Manual steht, dass MPC Sample intern mit 32 Bit Float rechnet. Bei den Pad FX gibt es einen Vintage Mode, der alte Geräte emulieren soll
@Heiner Kruse (TGM) Ah ok
Beide Geräte hören sich aber dennoch in der Standarteinstellung unterschiedlich an
@Heiner Kruse (TGM) ja. wie bei one+ und Key 37 und den anderen, Mpc 60 und 3000 Modi.
@Dayflight MPC Sample kann mobil genutzt werden mit interner Batterie, Mic, Lautsprecher…
insofern kann sie alle Setups ergänzen, weil man Audio auch gut exportieren kann.
@Dayflight schnell mal ein paar drumsounds mit velocity einklopfen
ohne viel gedöhns
ist schon geil
@plumperquatsch viele haben schon Fotos beim Kaffeetrinken unterwegs mit mpc Sample. hab vor einem Jahr ein ähnliches Foto mit der tr6s gemacht 😃
es gibt schon Leute die bald andere Potikappen aus Metall ua. verkaufen wollen.
bin auf die erste Bauchtasche gespannt 😜
@Numitron ich hab sowas immer auf dem iPad gemacht.
da fehlen aber die velocitypads 🥴
deswegen her mit dem ding 😆
Danke Heiner für den tollen Test.
Und das so schnell nach der Vorstellung.🙂
Nun ich hatte ja bereits gestern im anderen Beitrag berichtet, dass die MPC Sample nun auch bei mir gelandet ist.
Ich kann das alles hier bestätigen.
Aber:
Ich komme einfach nicht mehr mit dem AKAI Workflow zurecht, obwohl ich vor über 20 Jahren mit meiner MPC 2500 angefangen habe zu arbeiten.
Dann kamen die Elektron Geräte und alles hat sich geändert.
Die MPC steht nun seitdem im Regal, schade.
Vielleicht bin ich auch schon zu alt, mit weniger Geduld oder so.
Bin halt eher im Team Elektron, sorry
PS. Muss ich jetzt meinen Benutzernamen ändern? 😎
@MPC-User ja! in „sidstation User“ Spass😁
@Numitron 👍😂
@MPC-User Ich mach ganz andere Grooves wenn ich einspiele
oder wenn ich vor nem step sequencer sitze 🤷🏻♂️
auf m Stepper brauch ich gefühlt länger „bis die Bude in Schwung kommt“
das ergänzt sich beides gut …
beides hat vor & Nachteile
Zitat: „Synchronisierte Resampling-Aufnahmen, die sich ohne Performance-Unterbrechung sofort synchron abspielen lassen, wären ein Traum, den man sich via automatisiertem Resampling (Shift + Pad 11) von Sequenzen und Songs zumindest teilweise erfüllen kann.“
Das gibts bei der Toraiz SP-16 bzw. Pioneer DJS-1000. Das ist dort ein klarer Pluspunkt. Allerdings war mir die Einschränkung auf 4 Bars deutlich zu wenig. Das hätte ich bei allen MPCs gerne gesehen.
@frankjunker auch KORG Kaoss Replay kann sowas
https://insidek.org/kaoss-replay-als-sampling-tool/
@Heiner Kruse (TGM) Moin, der Octatrack sowieso 🙂
@frankjunker ja, 8 Takte sind schon fein!
übrigens konnte das schon die OG Groovebox Roland mc303 Anno 1996😜
hoffentlich Bring Roland keine miniversion davon raus. Back to the 90s!
*straight outta Rotterdam* 🤣
leider heute oft nur 4 Takte oder sogar weniger.
crossfade loop wird hoffentlich nachgeliefert?
dann fliegen wir alle in den Drum & Bass Himmel 😁
Herr Kruse macht einem schön Appetit auf die Kiste. 🤙
@plumperquatsch nice 😃
noch ein dnb Fan!
leider selten zu finden in freier Wildbahn 😃🔥🎉
@Numitron wenn einer Lust hat, am 30.4. mache ich wieder ne Basswerk Session in Köln, diesmal als Special mit General Levy
https://www.eventim-light.com/de/a/640bbb1ea6146c26ef1ff798
An alle die bereits eine MPC Sample besitzen.
Ich habe jetzt mal im MIDI Slave Mode getestet.
Da scheint es ein gehörigen Bug mit der aktuellen Firmware 1.2.1 zu geben
Sobald sie extern per MIDI getriggert wird, haben sämtliche Kicks ein Störgeräuch.
Die Kick klingt wie übersteuert.
Das ist nur wenn sie im Slave läuft. Sobald sie alleine läuft ist das Geräusch weg.
Betrifft nur die Kicks.
Das Phänomen ist mit USB sowohl auch mit MIDI Kabel.
Habe mehrmals die Firmware neu eingespielt, ohne Erfolg.
Könnt ihr das bestätigen?
Danke euch😊
@MPC-User Moin,
es wurde gerade im Elektron Forum bestätigt, dass es sich hier um einen massiven MIDI Bug handelt.
Schade bin gerade erst wieder in den AKAI Workflow reingekommen 😕
Hoffe die fixen das bald
Der Autor erwähnt mehrfach die „soliden MIDI-Funktionen“. Welche sollen das denn sein? So wirklich drauf eingegangen wird im Test überhaupt nicht. Und das erweckt bei mir den Eindruck, als wären diese gar nicht getestet worden. Denn sonst wäre sicherlich aufgefallen, dass es gar keine „solide“, sondern leider eher sehr „dürftige“ MIDI-Unterstützung gibt, was ich für eine MPC leider für ungenügend halte. Der Testbericht und das Fazit bzw Pro/Contra ist damit leider sehr irreführend.
@ZH Ja die Basics in Sachen MIDI Sync sind aktuell ungenügend.
@ZH So ein Artikel wird teilweise redigiert und im Fazit ist einiges umformuliert worden. In dem Zusammenhang kann ich mich nicht erinnern, das Wort solide benutzt zu haben, kann es aber auch nicht beschwören. Doch dieser Satz steht ohnehin nur im Fazit und in der Liste. Ich habe die MPC vor allem via USB angeschlossen und war da positiv überrascht davon, dass ich auf Play drücken und die MPC via Audio In 1-2 in die DAW aufnehmen konnte. Des weiteren tauchte die MPC in meinem Audio-MIDI Setup im MIDI-Studio auf dem Mac ohne Treiberinstallation als erkanntes Gerät auf. Des weiteren habe ich getestet, ob und wie ich die MPC via MIDI 3,5mm Input mit einem externen Keyboard ansteuern konnte – das hat geklappt. Dabei habe ich auch die zahlreichen Konfigurationsoptionen auf der MIDi Page angesehen und z. B. ausprobiert, einen anderen Kanal einzustellen (klappte ebenfalls). Man kann dort auch einstellen, von wo MIDI empfangen wird (USB/ MIDI), ob MIDI Out auch Thru ist, ob via Program Change Sequenzen gewechselt werden sollen. Allerdings gab es keine Option, ein Pad zu selektieren und chromatisch zu spielen (was mich gefreut hätte und worauf ich vor allem gehofft, aber womit ich nicht gerechnet habe). Darüber hinaus habe ich nichts getestet, der Test ist hier von der Länge dann auch bereits an seine Grenzen gekommen.
@Heiner Kruse (TGM) Kann es sein dass Du noch die alte Firmware drauf hattest?
Denn die neue 1.2.1 hat alles verschlimmbessert
@MPC-User Als ich das Gerät hatte hab ich sofort losgelegt, war super neugierig und alles hat prima geklappt. Als ich zum Thema Speichern kam, fand ich den Eintrag für den SD Card Mode nicht und der kam dann mit dem 1.2.1 Update, das ich dann gemacht und was ich auch geschrieben habe.
(wie gesagt, siehe Kommentar unten, 1.3 scheint es schon zu geben, aber nicht öffentlich zugänglich)
@Heiner Kruse (TGM) Also es wurden 2x die „soliden MIDI-Interface-Funktionen“ erwähnt und weiter oben im Text das „umfangreiche MIDI-Menü“. Das Problem ist, dass die bisherigen MPCs (seit der allerersten) als sehr gute MIDI-Sequencer bekannt sind. Als die MPC Sample angekündigt wurde, hatte ich gehofft, dass diese ebenfalls als Sequencer taugt. Leider ist die Realität, dass man damit nur 1 MIDI-Kanal sequencen kann, und sich dabei auch noch die Sample-Pads mit dem MIDI-Out „teilt“. Das ist für eine MPC mehr als schwach. Da der Artikel aber nicht groß auf MIDI eingeht, aber von „umfangreich“ und „solide“ spricht, auch/gerade im Fazit und Pro/Contra, könnte dies bei einigen Lesern den Eindruck erwecken, dass diese „MPC“, was den MIDI-Anteil angeht, „solide“ ausgestattet ist, eben wie man es von anderen MPCs kennt. Die Tatsache jedoch, dass gerade hier ein riesiger Unterschied zu den bisherigen MPCs besteht, sollte in solch einem Testbericht auf jeden Fall hervorgehoben werden.
@ZH hmm, also dieser Test ist schon sehr umfangreich geworden und kratzt an der Grenze angestrebter Vorgaben und für mich waren da jetzt subjektiv andere Sachen wichtiger. Das letzte Wort in puncto Sync ist sicher noch nicht gesprochen. Dass die ganze Sequenz letztlich nur eine Spur ist, habe ich im Test z. B. im Abschnitt über den Import in eine MPC Software herausgearbeitet. Dazu muss man aber den Test und nicht nur das Fazit lesen. Was meinst Du mit: Sample Pads mit MIDI Out teilt? Man kann einstellen, ob die Pads MIDI Out senden oder MIDI In empfangen und ob der Out auch Thru ist.
@Heiner Kruse (TGM) Den Test hatte ich komplett gelesen, das mit der Spur bezieht sich halt auf die Samples, aber daraus abzuleiten dass man auch per MIDI nur eine einzige Spur steuern kann (und nicht wie bei herkömmlichen MPCs mehrere MIDI-Tracks anlegen kann), würde ich da so nicht unbedingt rauslesen.
Das mit den Pads habe ich zumindest wie folgt verstanden (aus anderen Berichten): Du kannst zwar per MIDI mithilfe der Pads andere Geräte steuern, aber wenn sich auf einem der Pads auch ein Sample befindet, dann wird das halt ebenfalls abgefeuert. Also sprich, wenn ich per Pads MIDI-Befehle ausgebe, dann werden auch etwaige vorhandene Samples getriggert. MIDI Note outs sind also einfach nur eine „Pflicht-Dreingabe“ der Pads, aber wenn ich damit z.B. einen Bass-Synthesizer ansteuern will, dann muss ich meine Samples auf den Pads schon z.B. auf „weiter oben“ verteilen, damit ich bei den Bass-Noten nicht auch gleichzeitig die Samples triggere. Und wenn ich beim nächsten Song eine Melodie über MIDI steuern will, muss ich die Samples wieder auf die „unteren“ Pads verlegen, etc.
@ZH verstehe. Ja, das ist so. Das ist aber ja irgendwie klar, dass auf dem Pad nichts anderes liegen darf, wenn es gleichzeitig extern MIDI ansteuern soll
Das Konzept ist halt, dass es nur eine Sequenz bzw. eine Spur gibt, die dann auch wieder einem von 128 Pads zugewiesen ist (ansteuerbar via Prg Change), z. B. Seq A02 usw., das ist ähnlich wie bei der SP-404mk2. Was anderes als Samples, die getriggert werden, gibt es in MPC Sample ja nicht. In der MPC DAW Software ist dann eben eine Spur mit den (MIDI-) Triggern für 128 Samples. Das kann man kritisieren, hier bieten z. B. Move und die Novation Circuits mehr.
Interessant finde ich, und das hat Loopop übersehen, dass es anscheinend so eine Art (Mod-) Sequenz in der Sequenz gibt, um Slices zu wechseln (keine Ahnung, mit welchem MIDI Befehl das dann in der DAW auftaucht) oder die 16 Levels zu spielen (z.B. bezogen auf Pitch, Velocity und Filter). Vermutlich geht das dann via CC. In Ableton Move machen sie sowas via MPE. Das konnte ich nicht testen. Im Sequencer von MPC Sample sieht man dann nur das jeweilige Pad mit Position und Velocity, nicht die Zusatzinformation, wie dieses Pad gespielt wird.
@Heiner Kruse (TGM) das mit der einen Spur finde ich schon enttäuschend, das ging sogar bei der 500 eine extra midispur zu erzeugen.
@ZH ist ansonsten gut wenn Du hier auf einen Aspekt hinweist, den ich nicht gefunden habe, aber der für mich persönlich als Einsatzzweck weiter hinten steht. Wobei das Ding gerade erst rausgekommen ist, recht stabil wirkt und man bei solchen Aspekten dem Hersteller auch etwas Zeit zugestehen kann, aber das sag ich hier als jemand, der das Ding erst mal eher zum Ideen erstellen nutzen will. Dann wäre es vielleicht auch gut, wenn noch Ableton Link Kompatibilität dazukäme. In Maschine habe ich MIDI Sync mal ausprobiert, war nicht zufrieden, und Jahre später kam ein Update „MIDI Clock deutlich verbessert“, ohne das ein Wort dazu verloren wurde, dass sie vorher schlecht war. Dem Sync Braten richtig trauen tu ich selten, wenn dann mit Profi-Geräten. Und da muss man auch oft mal verschiedene Varianten ausprobieren, bevor man ein solides Urteil fällen kann finde ich.
Im Loopop Video redet er übrigens auch schon von Version 1.3 und MPC 3.8 die er nutzt, das hat mich irritiert, beides war nicht zugänglich. Daher habe ich im Test die Formulierung „zumindest zukünftig“ benutzt. Ich weiß nicht, wie gut Akai in puncto Bug-Beseitigung allgemein ist. ich erinnere mich, dass ich öfters MPCs (Key 37, MPC+) ausprobiert habe und mich letztlich abgewendet habe, weil einfachstes Noten-Editing in der Pianorolle buggy war. In MPC Live, die ich vor Jahren mal in einem Thomann Video vorgeführt habe, lief damals alles ok, aber das ganze Ding ist eben viel komplexer als MPC Sample.
@Heiner Kruse (TGM) Ich hoffe sehr stark, dass da mit einem Update noch etwas kommt, aber wer weiss. Es wäre ja schon ein komplett neues „Funktionspaket“, verglichen mit dem was bisher so da ist. Aber möglich wäre es mit Sicherheit. Da für mich bei der MPC das Sequencing eine wichtige Rolle spielt, würde ich die MPC Sample nur dann kaufen, wenn ich damit externes Gear steuern kann (und nicht nur syncen). Und weil die bisherigen MPCs eben so stark darin sind, könnte man hier einfach vermuten, das sei hier selbstverständlicherweise genauso (ist ja schließlich eine MPC, heißt MPC, und soll der „MPC60“ nachempfunden sein).
Insgesamt begrüße ich nämlich diese „reduzierte“ Form der MPC sehr. Die neuen MPCs finde ich etwas überladen. Alles, was im Loopop-Video gezeigt wurde, gefiel mir auf Anhieb sehr. Bis dann eben der Teil mit der MIDI-Implementierung kam. Ab da wurde für mich das Gerät schlagartig uninteressant.
@ZH ja, manchmal möchte ich da mitmischen, einst habe ich mal Produktmarketing studiert.
Tendenziell sind die Dinger entweder zu einfach oder zu komplex. Und alle schauen scheinbar auf die Features und Konzepte der Konkurrenten, um die eigene Entscheidung und Position abzusichern. Kaum einer traut sich bei den größeren Firmen, eigene Wege zu gehen. Es handelt sich aber auch um eine schwere Aufgabe.
Von den Updates erwarte ich z.B. Optimierung von Sync oder TR-Sequencing, aber nicht ein Konzept mit mehr Spuren, das bleibt bestimmt den größeren MPCs vorbehalten. Eher gibt es vielleicht doch irgendwann ein neues Modell mittlerer Größe, z. B. achtspurig.
naja..
alles nur auf einer spur..
das wird ja schnell unübersichtlich.
über midi spuren bzw. sync zu anderem gear auch kaum
was weiterführendes im test.
die anlehnung an MPC 60 fand wohl lediglich im design statt.
ansonsten ist das nen drum sampler mit einer spur und fx..
nix für mich, bzw. unter meiner erwartung.
ich würde mir eher eine aktuelle mpc 1000 zb wünschen,
mit altem workflow, besserem display, mehr speicher und fx.
@dubsetter die alten MPCs hatten wirklich teilweise großartige Workflows, vor allem bezüglich der Beaterkennung. Ich habe auch in Erinnerung, dass die mehr konnten, wobei ich mich nicht genau erinnere und ich diese sehr versteckte Option Warp: Sync bei gleichzeitiger Einstellbarkeit, auf wieviel Beats gestretcht werden soll, in MPC Sample schon sehr gut finde.
Nur eine Spur – so ähnlich ist es ja auch bei der SP404, da bieten andere und die DAWs mehr Komfort. Aber wenn man sich auf diesen Workflow mit schnellem Resampling einlässt, ist auf andere Weise als anderswo viel möglich.
@Heiner Kruse (TGM) hab noch die 404sx. da war ja der sequencer eher wie eine Draufgabe.
hab ich nie verwendet.
immer mit „hold“ und etwas geloopt oder one shots abgefeuert. die mk2 hat ja endlich ein ordentliches Display.
@Numitron ja, in diesem Kontext sehe ich die MPC sample auch. Wobei die Resampling-Optionen natürlich schon toll sind und auch den Sequencer einbinden. Und Ideen in Audio reinzurechnen ist nicht das Schlechteste, damit kann man überall weiterarbeiten.
@Heiner Kruse (TGM) stimmt!
@dubsetter ja, anscheinend bist du auch im sequencer.de Forum. aber als moogulator meinte man kann ja einen extra sequencer dazu verwenden, war das skurril für eine mpc. 😁
@Numitron ja, weiss nicht ob der wrklich ernste meinte…
@dubsetter hoffentlich 😉
bin als adhsler etwas Ironie befreit. 😎
@Numitron ja….weiss nicht, ob der das wirklich ernst meinte…
auf einen schicken kleinen sampler der das wesentliche schnell macht
scheinen alle insgeheim gewartet zuhaben
akai scheint die richtige Formel gefunden zu haben die alle triggered. 🤔
Roland & Elektron sind nur halb so zugänglich.
@plumperquatsch aber Format von Teenager engineering 😁
alles ist ein Remix 🔥