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Test: AKAI MPC X V2.0 Standalone Workstation & Controller

15. Oktober 2017

Back to the Groove-Roots

Vorab ein kleiner Hinweis in eigener Sache:
Zwischenzeitlich gibt es einen ergänzenden Test zu diesem Artikel, der sich dem Software-Update 2.1 der AKAI MPC X widmet. Diesen finden Sie HIER.

Akai – ein traditionsreiches Unternehmen, das mit seiner MPC-Serie so ziemlich jeden samplebasierten Musikstil geprägt hat. Ohne die MPC wäre vielleicht alles anders gekommen und vor allem im Hip-Hop kann man sich ihre grauen Gummipads kaum wegdenken. Gerade den früheren Modellen, allen voran der MPC 60, wird auch ein ganz bestimmter Sound nachgesagt: Warm, roh, kraftvoll und punchy sind nur einige Umschreibungen der MPC-typischen Klangfarbe. Kann da das aktuelle Flaggschiff Akai MPC X anknüpfen?

Auch heutzutage gibt es noch viele Studios, in denen die Akai MPC den Mittelpunkt des Setups bildet. Ihr klassischer Sound, der hochgelobte Swing und die intuitive Bedienung machen sie für viele unersetzbar. Der entschiedendste Konkurrent dürfte wohl die Kombination aus einem Computer und einem der unzähligen MIDI-Controller am Markt sein. Genau hier soll also die neueste MPC ansetzen und sich im Dschungel der Möglichkeiten behaupten.

Nachdem sich Akai in jüngster Vergangenheit einige Fehltritte in puncto MPC-Familie erlaubt hat, gibt es für die Akai MPC X und die Akai MPC Live keinen geringeren Anspruch, als den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen. Um das zu schaffen, besann man sich auf die alten Werte, erhörte die Gebete der Musikgemeinde und unterzog die klassischen Features einer Modernisierung. Die MPC darf ihrem Namen wieder gerecht werden und ganz allein das Zentrum des Studios bilden – endlich wieder Standalone!

Das Äußere

Die technischen Details des Neuzuwachses Akai MPC X lassen schon hoffen: Noch immer finden sich im Mittelpunkt des Geräts die 16 Gummipads, dieses Mal aber mit schicker Hintergrundbeleuchtung. Zur linken Hand befinden sich ganze 16 Q-Link Regler mit jeweils dazugehörigem OLED-Display. Auch der Pegelanzeige des Audioeingangs wurde ein eigenes OLED-Display gewidmet. Die Display-Wut gipfelt im 10,1 Zoll Multi-Touch Display, das am Kopfende des Geräts über allem thront.

Auf der Rückseite des Music Production Centers bleiben die guten Dinge beim alten und die Neuerungen sind höchsterfreulich. Es finden sich hier 2 MIDI-Ein- und 4 MIDI-Ausgänge und sage und schreibe 8 CV/Gate-Ausgänge. Eine ganze Menge Hardware ließe sich damit ansteuern und der Einbindung modularer oder semimodularer Geräte in den MPC-Workflow ist der Weg geebnet.

Audiosignale können über mehrere Wege in die MPC geschleust werden. Die wohl klassischste Art geht durch die Audioeingänge, die sich in Form von zwei Combobuchsen, zwei großen Klinke- sowie einem Cinch-Eingang präsentieren. An der Combobuchse können sowohl 6,3 mm Klinke als auch XLR-Kabel angedockt werden. Phantomspeisung hat der Kasten drauf.

Puristen, bei denen der Anblick einer USB-Buchse schauderhafte Erinnerungen an die letzten Akai MPCs verursacht, kann ich getrost beruhigen: Bei der Akai MPC X ist dieser kein notwendiges Übel, sondern ein weiteres Feature. Audiodateien können in Höchstgeschwindigkeit vom Computer importiert werden, auf die Software-Einbindung komme ich noch zu sprechen.

Exotischer wird es schon bei der neuesten Methode des Sampletransfers: Per Bluetooth 4.0 können Dateien durch den Äther in die Akai MPC X gelangen. Die Samples werden auf der internen Festplatte hinterlegt, die maximal 16 GB Platz bietet. Das ist nicht sonderlich zeitgemäß, aber erst einmal zu verkraften. Immerhin gibt es die Option, über einen 2,5″ SATA-Anschluss weitere Speichermedien anzuschließen. Unterstützt werden die Audioformate WAV, MP3, AIFF, REX und SND.

Auch ohne eine MPC X vor sich zu haben, kann man sich also leicht vorstellen, dass die MPC X mit ihrer Fülle an Bedienelementen, dem großem Display und mannigfaltigen Ein- und Ausgängen ganz schön groß ausfällt. Für den Zeitraum dieses Berichts wird mein Tisch ganz schön klein aussehen!

Und es geht los

Meine erste Amtshandlung war natürlich, alles zu berühren: Hat die Akai MPC X die gleiche angenehme Haptik der Urahnen geerbt? Jeder, der bereits eine MPC benutzt hat, wird wissen, wie zentral das Scrollrad in deren Bedienkonzept verankert ist. Leider dämpft selbiges meine Stimmung schon etwas.

Das silberne Finish mag zwar auf den ersten Blick edel anmuten und in der Tat scheint die Kappe aus Aluminium gefertigt zu sein, aber leider eiert es auch. Wohlwollend gehe ich mal von einem gemeinen Zufall bei meiner Testeinheit aus und weiter im Text. „Vielleicht können die Pads das ja rausholen“ denke ich und trommle drauf los. Die Ansprache der Pads ist ab Werk etwas sensibel für meinen Geschmack, nach einer kurzen Justierung aber wirklich gut.

Mit sehr leisen Schlägen tun sie sich zwar schwer, aber das ist ein gängiges Phänomen von „neuen“ Pads. In der Regel altern die Pads der mir bekannten MPCs sehr gut und spielen sich mehr und mehr ein. Die farbige Beleuchtung korrespondiert mit der Anschlagsstärke, was ein netter Zusatz ist. Einen ebenfalls soliden Eindruck machen die 16 Endlosdrehregler auf der linken Seite der MPC. Sie lassen sich dank des angenehmen Widerstandes gut bedienen und bleiben auch bei kleinen Inkrementen genau.

Ein nettes Gimmick: Schon bei sanften Berührungen zeigen die Q-Link-Regler den Zahlenwert der jeweiligen Einstellung an. Bei der Akai MPC X wurde von Fadern abgesehen, was ich ein wenig schade finde, aber für vergleichbare Operationen steht jetzt das wohl auffälligste Upgrade zur Verfügung: Das Touchdisplay ist mit seinen Maßen von satten 10,1 Zoll ein echter Hingucker.

Schon rein optisch ist es ein Quantensprung zu den schummrigen Taschenrechnerdisplays der Großeltern und dürfte selbst im düstersten Kohlenkeller noch lesbar sein. Vollfarbig und gestochen scharf – das Multi-Touch-Display macht stark was her. Mit einem rückseitig angebrachten Bügel kann man nach alter Gartenliegen-Manier die Neigung des Monitors arretieren. Die teilweise beleuchteten Taster machen ebenfalls einen soliden Eindruck. Also von außen schon ein voller Erfolg, aber wie ist es um die inneren Werte des MPC bestellt?

Denn die MPC war hardwaretechnisch schon immer als ein solides Gerät bekannt, die Mängel lagen dann eher bei der Firmware. Das ging sogar so weit, dass die originale Firmware von dem hochgelobten Homebrew-OS namens JJOS heftige Konkurrenz bekam. Der Entwickler „JJ“ brachte im Laufe der Zeit unzählige Updates raus und verdiente an denjenigen, denen die Akai-Firmware nicht mehr ausreichte. Aktuell erzielt eine MPC mit installiertem JJOS höhere Preise auf dem Gebrauchtmarkt und ist unter versierten Nutzern fast Standard. Mit dieser Anekdote im Hinterkopf leite ich also den Praxistest ein.

Sampling 

Nachdem alles verkabelt ist, wird die Akai MPC X sofort gestartet. Auf dem Touchdisplay tauchen nach einer kurzen Ladezeit mehrere Kacheln mit Preset-Projekten auf, die mir wohl den Einstieg in das Gerät versüßen sollen.

Diese sind mit Genre-Namen versehen und bieten Einblick in die Factory-Samples und die Möglichkeiten der Klangformung. Zwei Stück höre ich mir an, dann zwingt mich die Ungeduld in die Knie und flugs lade ich ein neues, leeres Projekt. An den hintenliegenden Combobuchsen hängt jetzt mein Yamaha SY77, aus dem ich schnell ein paar Drums heraussample.

Der Sampleprozess ist sehr geradlinig. Input auswählen, Threshold festlegen und auf „Record“ drücken – fertig. Anschließend wird dem Sample ein Name und bei Bedarf auch direkt ein Platz im Programm auf einem Pad zugewiesen. Danach geht es in den Sample Edit-Modus, wo Start- und Endpunkte, ein Loop-Punkt sowie der Play-Modus editiert werden.

Hier werden Samples per Trim in Form gebracht oder per Chop in einzelne Stücke zerteilt, die dann auf mehrere Pads verteilt werden können. Die Chop-Funktion hat wiederum 4 unterschiedliche Modi: den Manual-Modus, in dem die Chop-Marken von Hand gesetzt werden, den Threshold-Modus, der sich an den Transienten der Spur orientiert, den Regions-Modus, in dem das Sample in eine wählbare Menge gleichgroßer Stücke zersetzt wird und den BPM-Modus, der die Unterteilung an den BPM der Sequenz festlegt. Aus Drumloops die einzelnen Hits separieren, aus einer Gesangsline neue Sätze zusammenbasteln oder aus winzig kleinen Schnipseln im Loop-Modus völlig neue Klänge erzeugen – mit den verfügbaren Werkzeugen kann die Akai MPC X den Workflow der alten Schule beibehalten und mit moderner Technik ausbauen.

Klangerzeugung

Die Klangerzeugung der Akai MPC X erlaubt das Layering von maximal 4 Samples auf einem Pad. Ein geladenes Sample kann mit Tune gestimmt werden, die MPC X verfügt über eine Timestretch-Funktion und natürlich wird auch der Reverse-Button nicht ausgelassen. Dank des Zooms können Start- und Endpunkt über das Touch-Display exakt platziert werden und ebenso genau lassen sich schiefe Töne mit dem Fine-Tune begradigen. Sobald die gewünschten Samples ausgewählt und zur Zufriedenheit angepasst wurden, geht es weiter zur nächsten Station.

Unter dem Reiter „Pan Velocity“ können die einzelnen Layer des Pads im Panorama verteilt und die Velocity-Range begrenzt werden. VEL-Start und VEL-End triggern das Sample dann nur bei bestimmten Velocity-Werten, wobei sich die Werte nicht gegenseitig ausschließen. So kann man dynamische Stimmen modellieren und beispielsweise das Verhalten eines akustischen Instruments nachempfinden – ein wichtiges Feature.

Weiter geht es mit der Filter/Envelope-Page. Die MPC X verfügt über ein breites Spektrum von Filter-Modellen. Ein ganzes Arsenal reicht vom High-, Low- und Bandpass-Filter über zu Bandboost-, Vocal- und einem MPC3000 Lowpass-Filter. Bei Cutoff, Resonanz und Envelope-Parameter bleibt es nicht, denn für Filter und Amp gibt es je eine Hüllkurve mit den Modi „AD“ und „AHDS“ -Attack + Decay oder Attack, Hold, Decay und Sustain. Auch auf dieser Page kann die Velocity zur Modulation einiger Parameter genutzt werden. VEL > Start begrenzt den Velocity-Bereich, in dem der Startpunkt eines Samples verschoben wird. VEL > Attack fungiert ähnlich und moduliert die Attack-Phase des Filters. Auch die Envelope-Depth und die Cutoff-Frequenz können über die Velocity reguliert werden – die Filter/Envelope-Page potenziert den Dynamikbereich der MPC X ungemein.


Und jetzt bitte einmal anschnallen, denn als ob das noch nicht genug wäre, haben die guten Menschen bei Akai noch die LFO-Modulation-Page erschaffen. Auf ihr ist nicht nur die Modulations-Intensität des LFOs verortet, sondern auch die Zuweisung für Mute-Gruppen und Play-Modi. 32 Mute-Gruppen stehen zur Verfügung, in denen die zugewiesenen Pads sich gegenseitig abschneiden.

Unter den Play-Modi wird zwischen Cycle, Velocity und Random differenziert. Standardmäßig ist der Velocity-Modus aktiviert und kontrolliert so die Verteilung der 4 Layer durch die Anschlagsstärke. Alternativ dazu durchläuft der Cycle-Modus die 4 Samples einer Stimme mit jedem erneuten Hit und der Random-Modus wählt zufällig eines der Samples aus. Tipp: Wenn auf einem Pad nur 3 Samples gelegt sind, entsteht im Cycle-Modus ein Quasi-Polyrhythmus, ganz ohne die Länge der Sequenz zu ändern.

Bevor es dann an den LFO geht, kann auf dieser Page auch die Pad Polyphony bestimmt und die Velocity Sensitivity für Pitch, Attack, Amplification und Panorama angeglichen werden. Endlich beim LFO angekommen, stehen die üblichen Schwingungsformen zur Wahl: Sine, Triangle, Sample & Hold, Saw, Saw down, Square und Noise. Einen Random-LFO vermisse ich leider. Die Destinationen des LFO sind Pitch, Filter, Amp und Panorama. Mit Sync kann die Rate des LFO in Notenwerten synchronisiert werden. Auf dem jetzigen Stand ist der LFO leider nicht sehr versatil. Die Beschränkung auf vier festgelegte Destinationen ist für meinen Geschmack ein Minuspunkt, doch das größte Manko beschränkt seine Funktionalität ungemein: Der LFO verfügt über keinen Free-Modus. Er wird mit jedem Trigger neu gestartet und verspielt so viele der interessanteren Einsatzzwecke des Effekts. Ein Lichtblick sind da nur die zahlreichen Anfragen auf eben jene Funktion und die Hoffnung auf ein OS-Update. 

Soweit der erste Teil unseres Akai MPC X Tests, heute Nachmittag geht es weiter mit Sequencer, Effekten und XYFX …

Der Sequencer

Die MPC mit ihren Gummipads steht für Hands-on Bedienung und Intuitivität und nicht zuletzt für diesen ganz bestimmten MPC-Groove. Der Swing der MPC hat anscheinend eine polarisierende Wirkung und unzählige hitzige Debatten ausgelöst. Es wurden Charts angelegt, Millisekunden gemessen und Anekdoten erzählt, viel gefachsimpelt und der Mythos des legendären MPC-Grooves hat die Zeit überdauert.

Hier mache ich es ganz kurz: Meine persönliche Meinung zu dem Thema werde ich zurückhalten und versuchen, das Ganze etwas nüchterner anzugehen. Die Timing Correct-Page erlaubt die Angleichung der Notenlänge in 4 Modi, wobei im Legato-Modus jegliche Swing-Optionen abgeschaltet werden. Der Swing reicht von Time Divisions in 1/4 bis 1/64 und ist auch in der Lage, triolische Phrasierungen zu erzeugen. Zwischen 50%, also absolut kein Swing, bis zu 75% maximalem Swing verschiebt er die Trigger und kann über den Strength-Regler abgeschwächt werden.

Der Wirkungsbereich des Timing Correct kann über den Window-Parameter festgelegt werden, also wie viele Notenwerte um die Time Division herum ebenfalls betroffen sind. Falls die ganze Sequenz verschoben werden soll, ist das Time Shifting-Feature gefragt. Jenes erlaubt das Verschieben aller Noten um kleine Intervalle zwischen 0 und 100, wobei die sich die Intervalle an der BPM und nicht an Notenwerten messen. Die oben genannten Mechanismen können in ihrem Wirkungsbereich begrenzt werden, indem man vom Preset-Modus „All“ auf den „Selected“ oder „Range-Modus“ wechselt. Im Selected-Modus ist nur das angewählte Pad betroffen und im Range-Modus werden Teile der gesamten Sequenz abgesteckt und zur Bearbeitung freigegeben. Das Live-Recording ist die eine und der Step-Sequencer die andere Methode, um Sequenzen zu erstellen.

Nachdem das entsprechende Pad ausgewählt wurde, erscheint das Grid, in dem die Steps verteilt werden wollen. Die Auflösung des Gitters kann zwischen Werten von 4/4 und 64/64 variieren und ermöglicht echte Feinarbeit. Für jeden der Werte gibt es dann noch ein triolisches Pendant, das mit einem großen „T“ gekennzeichnet ist. Über jedem gesetzten Step steigt ein Balken in die Höhe. Dabei handelt es sich um die Lautstärke, die pro Step verändert werden kann. An dieser Stelle geht das Touchpad voll auf: Wer an- und absteigende oder komplexere Volume-Verläufe anlegen will, wischt einfach mit dem Finger über das Display und im Handumdrehen kommen interessante Dynamiken in die Sequenz.

So kann man natürlich auch die nur fast perfekte Live-Aufnahme nachbessern. Für die Feinmechanik bietet sich der Grid-Mode in der Einzelansicht also gut an, fürs Komponieren ist er aber zu umständlich. Aus diesem Grund gibt es ihn auch in zwei Ausführungen: die eben genannte, in der man jedes Pad in der Einzelansicht abruft und die alternative „Draufsicht“, die im DAW-Stil alle Pads untereinander im Grid zeigt.

Mit dem Touch-Display kann man hier unter Verwendung des Pen-Tools Trigger quer über die Sequenz verteilen und sehr flink eine solide Basis schaffen. Prinzipiell kann man sogar so weit herauszoomen, dass sich fast 3 Pad-Bänke auf einmal nutzen lassen, dann muss man aber auch etwas „zielen“, um nicht den falschen Step zu setzen. Bei insgesamt 8 Pad-Bänken mit je 16 Pads stehen also 128 Sounds zu Verfügung.

Natürlich können auch externe Quellen mit der Akai MPC X angesteuert werden und zwar über CV wie auch über MIDI. Dafür eröffnet man einfach einen neuen Track und lädt das MIDI-Programm. Sobald der MIDI-Port ausgewählt ist, kann es gleich losgehen. Um in diesem Modus Noten einzuspielen, muss man die Pads zunächst in den Perform-Modus bringen. Wie schon oft zuvor, gibt es auch hier 4 Play-Modi, in denen MIDI-Noten eingespielt und verarbeitet werden:

„Notes“ gibt ganz gewöhnlich die Einzelnoten aus, „Chords“ ergänzt die gespielten Noten um eine regulierbare Menge an harmonischen Werten, „Chromatic Chords“ tut in der Essenz dasselbe, die Intervalle orientieren sich aber nicht am Grundton und „Progressions“ weist jedem Pad Chords zu, die in einer Reihe gespielt eine Progression wiedergeben. In den Modi, die mit Akkorden arbeiten, gibt es eine große Palette an Skalen und genretypischen Presets. Der Fundus reicht von „Classic Major“ über „Godly“ zu „House“.

Eine aufgenommene Sequenz kann im Grid-Modus optimiert werden, aber natürlich kann man sie auch direkt dort erstellen. Was ich wirklich schmerzlich vermisse, ist ein Arpeggiator oder andere MIDI-Effekte. Die müssten in Zukunft noch folgen, wenn die MPC X tatsächlich das Zentrum des Studios sein möchte.

CV-MODUS

Der CV-Modus kann über die 8 CV-Buchsen an der Rückseite der Akai MPC X Gate- und Pitch-Informationen senden und funktioniert nach dem gleichen Muster. Für alle oben angeführten Modi können auch Parameterbewegungen in einer Automation aufgenommen werden. Dafür betätigt man den Automations-Button am rechts oberen Bildschirmrand, bis ein „W“ neben dem Symbol angezeigt wird. Das „W“ steht für „writing“ und ab dem Zeitpunkt werden sämtliche Veränderungen aufgezeichnet. Sobald genug automatisiert wurde, deaktiviert man den Writing-Modus und geht in den Read-Modus, gekennzeichnet durch ein „R“. Es ist auch möglich, die aufgenommene Automation komplett zu umgehen, indem der Shift-Knopf gehalten wird, während man den Automations-Button betätigt. Für komplexere Arrangements können die einzelnen Sequenzen im Song-Modus aneinandergereiht werden. Zu beachten ist, dass die Sequenzen ihre jeweilige BPM beibehalten können, solange dies erwünscht ist. Leider wirkt der Song-Modus etwas unausgegoren. Die Sequenzen werden lediglich in einer Liste untereinander aufgereiht und die optische Repräsentation fehlt. Hier würde ich mir eine Grid-Ansicht wünschen, in der jede Sequenz eine einzelne Spur hat.

Effektsektion 

Die Akai MPC X verfügt über ein großes Arsenal der gängigen Effekte. Es gibt mehrere Ausführungen der Effekttypen Compressor, Reverb, Delay, Phaser, Chorus und Panorama. Auch Emulatoren des MPC-Sounds sind hier hinterlegt und sollen der MPC X den Klang der MPC60 oder MPC3000 geben. Auf jede Stimme können vier Effekte gelegt werden, die in Reihe geschaltet sind.

Positiv hervorzuheben sind die multiplen Ausführungen der Effekte, die den Workflow an dieser Stelle vereinfachen. Bei der Effektsektion gibt es einige wirkliche Highlights und alle Basics sind mit meist mehreren Ausführungen abgedeckt. Vor allem die Möglichkeiten der MPC, mit einem der vielen Kompressoren, Bit Reducer und Distortion-Ausführungen einen echt rabiaten Sound zu entlocken, hat mich besonders überzeugt.

Reverb, Delay und Chorus klingen allesamt gut, wenn sie auch ein wenig zahm sind. Dem kann aber Abhilfe geschaffen werden, denn es lassen sich ja 4 Effekte in Reihe schalten. Und nicht nur auf der Einzelspur, sondern auch auf der gesamten Sequenz findet sich Platz für 4 Effekte. Der Kreativität sind also kaum Grenzen gesetzt und aus ein und der selben Sequenz können mannigfaltige Variationen erschaffen werden. Die Akai MPC X strotzt nur so vor Möglichkeiten und verbindet den Begriff des Samplers mit einer Workstation. Allerdings fehlt eines von alten Generationen bekannte Feature: Die MPC X vemisst einen internen Synthesizer, wie ihn die Akai MPC5000 hatte.

XYFX

Das Touchpad des MPC X geht bei einer Gelegenheit richtig auf: Für die sogenannten XYFX steht eine Auswahl von Effekten zur Verfügung, mit denen eine laufende Sequenz durch die Mangel gedreht werden kann. In den Presets gibt es mehrere Beat Repeater, Filter, Phaser, Flanger und Delays. Die Bedienung ist dank des Touchpads sehr intuitiv und befördert dadurch auch ungewöhnliche Verfremdungen zu Tage. Beim Beat Repeater klappt das super, allerdings ist mir das Gerät auch zweimal abgestürzt, während ich mit dem Flanger gespielt habe und sogar als ich nur in ein anderes Preset wechseln wollte. Auch hier ist die Firmware noch nicht ausgereift und schreit förmlich nach einem Upgrade.

Controller

Die Akai MPC X bringt schon im Standalone-Modus eine Menge Features mit sich, doch in Verbindung mit einem Rechner gibt es noch einige Erweiterungen. Mit der maßgeschneiderten Software von Akai kann die MPC X als Controller dienen und durch Plug-ins erweitert werden. Außerdem ist es möglich, gespeicherte Projekte von der MPC auf den Computer zu exportieren und umgekehrt. Auf der Herstellerseite stehen bereits zahlreiche Plug-ins und Presets zum Download bereit und erleichtern den Einstieg im Controller-Betrieb.

Fazit

Die Akai MPC X muss in große Fußstapfen treten und die Erwartungshaltung ist dementsprechend hoch angesiedelt. Nicht nur äußerlich ein Biest, ist die MPC X ein Muskelprotz mit zahlreichen Features, starkem Sound und umfangreichen Funktionen.

Allerdings fehlt es dem Riesen auch an Mobilität. Einen guten Teil des Berichts habe ich mit Menü-Diving verbracht und bis das Gefühl eines richtigen Workflows aufkommt, dauert es eine ganze Weile. Wenn man erst einmal an der richtigen Station angelagt ist, sind die meisten Funktionen sehr übersichtlich und gut zu bedienen, allerdings frustriert das erforderliche Hin-und-Her dann doch.

Hinzu kommt die offensichtlich nicht ausgereifte Firmware. Dass ein Gerät in dieser Preisklasse quasi unfertig ausgeliefert wird, finde ich dem Nutzer gegenüber nicht fair und Abstürze bei einfacher Benutzung dürfen nicht sein. Dass es keine freilaufenden LFOs gibt, stößt bei mir auch auf Unverständnis.

Kein Arpeggiator, kein freilaufender LFO und gelegentliche Abstürze sind meiner Meinung nach ein No-Go und auch wenn ich der Akai MPC X zutraue, in Zukunft eines der besten Geräte seiner Klasse zu werden, kann ich zu diesem Zeitpunkt noch keine volle Punktzahl geben.

Plus

  • intuitive Bedienung
  • umfangreiche Klangerzeugung
  • vierfaches Sample-Layering
  • XYFX Display für Effektsteuerung
  • Touchscreen
  • umfangreiche Effektsektion auchim Standalone-Modus

Minus

  • viel Menu-Diving
  • kein Arpeggiator
  • keine freilaufenden LFOs
  • Software-Version an einigen Stellen noch buggy
  • kein VA-Synth wie bei der MPC5000

Preis

  • Ladenpreis: 2.199,- Euro
Forum
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    Wellenstrom  AHU

    Also, wenn ich 2000 Ocken für so’n Teil hinlege, will ich damit auch mukken. Scheinbar ist das Dingen bisher ja nur ein Hutständer für selbstgehäkelte Wollmützen. Dreist, so was Unfertiges auf den Markt zu schmeißen.

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          Trance-Ference  

          Bei welchem Gerät das auch nur annähernd so einen Funktionsumfang hat ist das denn nicht?
          Ja schön ist das nicht aber sowas sollten die schnell in den Griff bekommen.
          Ich denke aber auch das sie bei der Herstellung niemals alle Szenarien haben die Nutzer später in ihren Workflows haben.
          Ich will die Hersteller aber auch nicht zu sehr in Schutz nehmen.

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            Wellenstrom  AHU

            Finetuning ist das eine…. aber es darf doch nicht sein, dass solch ein Produkt dermaßen mangelhaft auf den Markt kommt. Das ist hier ja noch praktisch im Beta Stadium.

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      Jonas Bonk  RED

      Dem kann ich so zustimmen. Es war sicher ein Fehler das Gerät in dem Entwicklungsstadium auf den Markt zu bringen.
      Auch wenn die MPC unheimlich viel kann und auch das Potenzial hat, die im Test aufgetretenen Bugs und Mängel zu beseitigen, fühlt man sich als Kunde nicht ernstgenommen. Am sinnvollsten wäre es, ein halbes Jahr abzuwarten und dann nochmal zu schauen, ob AKAI liefert. Bis dahin könnte die MPC X dann auch ausgewachsen sein.

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    glain  

    Dies ist aber ein typischer Move von Akai:

    MPC 1000 musste jj erstmal liefern
    MPC 5000 mussten die user warten
    MPC 2000 hat nie Features erhalten von der xler
    MPC 2000 xl ich habe noch irgendwo ein Interview rumfliegen, wo auch noch Features versprochen wurden, welche nie kamen

  3. Profilbild
    stacoja  

    Wenn ich mir rückblickend die Unterstützung des Akai Advance Keyboard durch Akai betrachte, habe ich ein Dejavu. Was wurde nicht angekündigt, bis Heute werden viele Vst Instrumente nicht unterstützt. Updates gab es im Jahrestakt. Und der Grösste Hammer ist, von den Unbegrenzten Lizenzen der Software über Ilock sind nach dem Update 3.0 still und heimlich ganze zwei übriggeblieben. Auf Grund dieser Erfahrungen kann ich dem verständlichen Wunsch nach der neuen Mpc gut wiederstehen.

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    AMAZONA Archiv

    Seit dem Erscheinen des S-6000 hat AKAI offenbar nicht so richtig dazu gelernt.

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      fritz808  

      das war schon harter tobak damals. auf der anderen seite hat es aber nur ein halbes jahr gedauert, dann hatten sie die bugs in den griff bekommen. außerdem war akai damals ein japanische firma, heute sind das amis. da ist nur noch der name geblieben.

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    Atarkid  AHU

    Ich hab mich wirklich sehr auf die neuen MPCs gefreut, aber kurz nach Release hatte ich dann doch Zweifel ob das 100%ig was wird. Ich brauchte aber einen Ersatz für meine 2000XL, also was tun? Ich hab mir letztendlich eine neuwertige MPC 2500 gekauft. Mit der bin ich jetzt auch glücklich. Dennoch hoffe ich, dass die Live und die X noch fertig werden, die Hardware scheint ja nicht die schlechteste zu sein…

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      MPC-User  

      Hallo Atarikid,

      gute Wahl mit der MPC2500.
      Jetzt noch JJOS drauf und gut is.

      Übrigens ist Akai schon lange nicht mehr Akai.
      Das Unternehmen wurde glaube ich so 2005-2006 von der Krake Numark unter der Leitung von Jack O’Donnell übernommen.
      Die letzten Produkte die von Akai Japan entwickelt wurden, waren die MPC1000 und die MPC2500.
      Ab da gings bergab…….

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        Jonas Bonk  RED

        Mit dem MPC 2500 kann man wirklich nicht viel falsch machen. Habe die Kiste schon einige Jahre in Benutzung und musste bisher nur zwei Taster austauschen.

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            Jonas Bonk  RED

            Selbst bei Wiki wird die weibliche Anrede genutzt, aber ich verstehe es nicht. Aus dem Sprachgebrauch kenne ich das ja auch, aber warum wird es so gemacht? Es ist ja nicht die „Music Production Center“, oder?

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              k.rausch  RED

              Die Artikel sind auch bei Wiki nicht konsistent. Bei MPC1000 etwa steht „das“. Richtig ist jeweils das, was das bezogene Substantiv verlangt, also das MIDI Production Center, der MPC Sampler und Sequencer, die MPC Drum Machine. Könnte sein, dass bei der ersten MPC60 die Drum Machine damals im Vordergrund stand und sich seither ein weiblicher Artikel allgemein etabliert hat. Ist bei Workstations genauso: Das M1 Keyboard, die M1 Workstation, der M1 Synthesizer.

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                Wellenstrom  AHU

                Hahaha… ihr seid ja gut… Leute, mal ehrlich… was macht man, wenn man sich nicht sicher ist? Wikipedia wäre in so einem Fall höchstens 2. Wahl. Tipp: Man guckt mal auf der Seite des Herstellers nach. Da spendieren sie DER MPC einen weiblichen Artikel. So einfach ist das. Auch wenn ich so’nem R2-D2 ohne Beine lieber ’nen sachlichen Begleiter an „ihrer“ Seite stellen würde.

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                  k.rausch  RED

                  Wir richten uns nach den amtlichen Regelwerken für deutsche Rechtschreibung. Oft ist das stattdessen der halbamtliche Duden, der hilft mit Empfehlungen des allgemeinen Sprachgebrauchs. Dass auf der Website des Herstellers „die“ steht, bestätigt die Annahme wg. MPC60.

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                    Jonas Bonk  RED

                    Und am Ende ist man immer schlauer. Vielleicht kann man das ja so treiben wie mit dem Artikel zu „Nutella“. Ich werde aber beim „das“ bleiben und entschuldige mich im Voraus beim Lektorat. Eigentlich war im Artikel auch von „dem“ MPC die Rede, das wurde dann aber „verbessert“ ;)

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                      k.rausch  RED

                      Du hattest gefragt, und das wurde beantwortet. Nichts zu danken :)

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    richard  AHU

    Ich weiß nicht, mich überzeugt das Konzept in der Form noch nicht. Vielleicht mit kommenden Updates, aber dan zu dem Preis? Da muss noch einiges kommen. Ich nutze seit Jahren die MPC4000 und für live die Octatrack. Die MPC X kann in dieser Form, für mich, keine von beiden ersetzen.

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      Jonas Bonk  RED

      Da hilft nur Abwarten und Tee trinken. An sich hat das Ding echtes Potenzial, jedenfalls wenn die Menschen bei AKAI das mit den Updates ernst nehmen.

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    slogen

    Habe seit Release die AKAI MPC 2500er mit allem was dazu gehört. Kurze Zeit später habe ich mir das JJOS gegönnt. Es wird sogar heute noch weiterentwickelt und es kommen fast monatlich updates. Akai hat die 2500er schon lange abgekündigt.

    Ich musste bisher nur den ENTER Button austauschen. Ich habe mir gleich 50 Buttons aus England bestellt, da hier nirgends erhätllich.

    Ich finde das die Akai MPC X geil aussieht und einen hochwertigen Eindruck hinterlässt. Ich finde weniger ist mehr, aber hier ist es einfach zu viel geworden. Ich will mal gerade schnell einen Beat zaubern und das geht mit dem Ding nicht mehr. Es ist einfach alles zu viel und der Workflow hat sich auch geändert. Preisleistungstechnisch ist das Teil übertrieben teuer!

    Ich habe mir jetzt als Alternative die NI Maschine MK3 gegönnt und bin bisher begeistert. Meiner Meinung nach gibt es keinen Grund sich eine Akai MPC X zu kaufen. Die Maschine ist einfach ein TOP Produkt.

    So ziemlich jeder hat einen PC/Notebook/Mac und für 600€ bekomme ich prinzipiell alles was ich brauchen + langjährigen Support.

    Kein Anfänger wird sich für 2000€ ein MPC X kaufen und alle anderen werden das Teil nutzen um gerade mal ein Beat zu basteln.

    Meiner Meinung nach ist die MPC X völlig überladen.

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      MPC-User  

      Interessant.

      Ersatzteile aus England ?
      Teile uns bitte mal den Link mit.

      Ich habe in den USA bei MPC Stuff bestellt und nachher viel Zoll bezahlt.

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        Jonas Bonk  RED

        Geht es dir um die Kappe, oder um den darunterliegenden Taster? Passende Taster gibt es wie Sand am Meer auch hier.

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        slogen

        Ich habe gerade nochmal nachgeschaut. Ich habe nur den Taster unter Blende gemeint. Ich habe die aus Berlin. Aus England wollte ich diese erst bestellen, aber dann waren die Versandkosten extrem hoch. Die ALPS Taster sollen wohl die besten sein bzw. 10mal so gut wie das Original verbaute Schrott:

        ALPS SKHHAKA010 TASTER,SPST, 0.05A, 12V, THT

        Die darüberliegenden Blenden gibt es leider nur bei MPC Stuff.bzw. Ebay.

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          Jonas Bonk  RED

          Also ich habe mir exakt diese Taster im Conrad in der Nähe vom Hermannplatz kaufen können. Kosten dort vielleicht ein paar Cents mehr als im Internet, aber bei so wenigen rechnet sich das mit dem Versand auch nicht.

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      funkymothers  

      Wie verhält es sich denn mit der MPC 2500 und JJ OS? Kann die Keygroups wie die 4000, mit richtiger Mod Matrix? Und ist das Choppen von Loops schnell und intuitiv?

      Ich hatte vor Jahren eine 2000 XL und hätte gerne wieder eine MPC, dachte eigentlich an die 4000, aber vielleicht wäre die 2500 ja auch was.

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        slogen

        Ich kann dir garantieren dass das JJOS die MPC’s deutlich aufwertet.

        Wie meinst du das mit Keygroups + ModMatrix? Willst du mehrere Gruppen bilden und denen eine Modulation hinzufügen? Verstehe ich nicht so richtig… bzw. nutze ich es anscheinend nicht. Was bringt das und wofür nutzt du das?

        Das Choppen ist mit dem JJOS so ziemlich das NonPlusUltra, besser geht es mit dem Display + Buttons nicht wirklich. Im Vergleich zum Original MPC OS ist JJOS eine Offenbarung.

        Hier gibt es eine Vergleich der Funktionen zwischen den ganzen OperationSystems:

        http://www...../chart.htm

        Im IdealFall kaufst du dir einen gepflegte 2500er und machst das upgrade auf den XXL Bildschirm. =)

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          funkymothers  

          Danke für den Link. Ich wusste, daß JJ OS besser ist, aber wieviele extra Feautures eingebaut wurden ist beeindruckend.

          Ich meine klassische Keyboard Programs, so wie in einem Rack Sampler. Die MPC 4000 kann Drum Programs und Multisamples, hatte mal gehört, dass die 2500 mit JJ OS das auch kann, sieht aber nicht so aus.

          Für diese Keygroup Programs gibt es dann eine Modulationsmatrix. Wie gesagt, kann die 4000 und umgekehrt können die Z-Series Sampler Drum Programs. Ich fände es schön, beides in einem Gerät zu haben.

          Warum Numark JJ seinerzeit nicht ins Team geholt hat ist mir schleierhaft.

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              MPC-User  

              Hatte auch mal eine weiße MPC4000.
              Vom Sound her unschlagbar, aber den Workflow fand ich zu kompliziert. Wurde aber auch aus Platzgründen wieder verkauft.
              Sie erinnert mich immer an eine große Supermarkt-Kasse :-)

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                slogen

                Die MPC4000 ist ein riesiges Monster. Das Ding ist doppelt so große wie meiner MPC 2500.

                Was mich immer an den MPCs stört ist das ganze Plastik. Es sieht billig aus, fühlt sich billig an und hält nicht wirklich lange. Am schlimmsten finde ich die ganzen Buttons an die dadrunter liegenden Taster. So ziemlich jeder Taste der MPC reagiert nicht immer beim ersten drücken der Buttons. Es wurde wirklich die billigstens Taster verbaut die man kaufen kann.

                Die defekten Taster habe ich dir die ALPS ausgetauscht. Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die fühlen sich besser an, klicken besser und reagieren immer. Auch die Plastrikknöpfe brechen unten ganz gerne….

                Ich muss zugeben das Akai bei den neuen MPCs die Haptik bzw. Qualität deutlich gesteigert hat. Ich stand schon vor der MPC Live + MPC X und die fühlen sich sehr hochwertig an.

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    Trooper  

    Zum Glück habe ich die Vorbestellung storniert gehabt….und mir eine Deluge für weniger als die Hälfte zugelegt – und bin restlos begeistert davon, Abstürze? was ist das?, 1a Workflow, besser geht nicht, Sampling in unbegrenzter Länge, Drumkits, 16 Spuren, CV, usw. usw.

    Da hätte sich Akai mind. 3 Scheiben abschneiden können….

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      funkymothers  

      Den Deluge habe ich auch und bin ebenfalls hellauf begeistert. Ein wirklich klasse Gerät. Fairerweise muss man hinzufügen, daß Sampling in unbegrenzter Länge erst vor ein paar Tagen per Firmware-Update nachgereicht wurde. Außerdem ist der Sampling Prozess sehr basic, dafür aber schnell und spaßig. Die (das?) MPC hat da wesentlich mehr zu bieten. Ich denke beide decken jeweils andere Bereiche ab, bzw. ergänzen sich gut.

      Aber ich stimme dir zu, Deluge ist ein wirklicher Knaller. Kaum zu glauben, dass ein Mensch alleine dieses Teil entwickelt hat.

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    bakerman2

    Ich will nur mal so zum Gedanken machen anfügen:
    Die Roland MV 8000/ 8800 hat zwar kein Touchdisplay, aber dafür einen praktischen Mausanschluss für einen echten Monitor (!!), wirklich sehr hochwertige Effekte und einen wirklich tighten Sequencer mit allem pipapo.

    Das System läuft absolut stabil. Mehr als 512MB Sample Memory habe ich für einen Song nie gebraucht.

    Einfach zum Nachdenken.

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    swellkoerper  AHU

    Selbstzitat: Wenn der Computer zurück in den Controller wandert, ist das Ergebnis noch lange kein „Stand-Alone“-Gerät, sondern bleibt (wahrscheinlich) ein Embedded-Windows-PC mit schicker Oberfläche. Was an sich ja kein Problem ist, solange das Timing stimmt. Schade, dass der Test dazu keine exakten Messdaten liefert, mich hätte sehr interessiert, wie sich die MPC X in Sachen Latenz und Jitter schlägt.

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    her75  

    Das eigentliche Problem ist heute ja, dass diese Digital Kisten alle nur noch ein PC in Verkleidung sind, da arbeiten nur noch Softwareingenieure dran die sind es offenbar gewohnt mit Patches alles nachträglich verbessern zu können. Ich hatte lange Zeit die MPC2000 und dann die MPC2500 und hab da nicht einen Makel dran gesehen, auch ohne ständige Updates. Gerade weil die MPC Serie ja in der Vergangenheit einen zu recht guten Ruf besaß ist es umso mehr schade, dass sie jetzt an Strahlkraft verliert. Für mich kommt momentan keine der neuen MPCs in Frage.

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    SimonChiChi  

    Ich find das Teil heiß. Ich schätze auch, dass AKAI die etzten Bugs auch noch wegbekommt. Welches Produkt kommt den heute schon fertig auf den Markt? Das schafft ja noch nicht mal APPLE.

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      Wellenstrom  AHU

      „Welches Produkt kommt den heute schon fertig auf den Markt? Das schafft ja noch nicht mal APPLE.“

      Hahaha, ja, Apple ist sogar ein Spezialfall. Die nehmen sogar immer mehr (nützliches) weg.

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