Die größte MPC aller Zeiten!
Die neue AKAI MPC XL ist die bisher größte aller MPCs. Es gibt nicht nur mehr Bedienelemente, auch im Innenleben wurde ordentlich aufgerüstet. Nachdem vor Kurzem erst die MPC Live III veröffentlicht wurde, dürften einige neue Features wie die MPCe Pads, der Touch Strip und der Step-Sequencer bereits bekannt sein. In unserem Test wollte ich herausfinden, was die beiden genannten Geräte wie auch die Vorgängermodelle MPC X und MPC X SE sonst noch voneinander unterscheidet.
Was ist es? AKAI MPC XL, Standalone-Music-Production-Center und Flaggschiff der MPC-Serie mit erweitertem Bedienkonzept und umfassender Studio-Anbindung.
- Leistung & Speicher: 8-Kern-Prozessor, 16 GB RAM, 256 GB Speicher und 256-stimmige Polyphonie für anspruchsvolle Produktionen.
- Neue Pads: MPCe-Pads mit vier Quadranten pro Pad ermöglichen bis zu 64 Samples pro Bank und erweitern das Spielgefühl deutlich.
- Workflow: Step-Sequencer mit RGB-Tasten, Touchstrip und Clip-Matrix sorgen für direkteren, performance-orientierten Zugriff.
- Studio-Zentrale: Umfangreiche Ein- und Ausgänge inklusive erweitertem CV-Bereich machen die MPC XL zur Schaltzentrale im Studio.
- Fazit: Enormer Funktionsumfang mit hoher Einarbeitungszeit, klanglich und konzeptionell jedoch inspirierend und leistungsstark.
Inhaltsverzeichnis
Die AKAI MPC Modelle
Eine MPC benötigt an sich keine Erklärung mehr, da jeder Musikschaffende nach mittlerweile 37 Jahren zumindest mal von ihr gehört haben sollte. Die frühen MPC-Modelle (60, 60 II, 2000, 3000) trugen noch die Bezeichnung MIDI Production Center und ab der MPC 1000 im Jahre 2003 mutierte sie zum Music Production Center.
Heute gibt es die MPC in verschiedensten Größen und Ausführungen, was es für potentielle Nutzer manchmal gar nicht so einfach macht, sich für das geeignete Modell zu entscheiden. Der Vorgänger der MPC XL war die MPC X, mit einer zusätzlichen Sonderedition namens MPC X SE. Diese Modelle stellten bisher das Flaggschiff der Serie dar.
Eine Klasse darunter, bezüglich Größe und Preis, befindet sich die MPC Live III. Die beiden Modelle MPC XL und MPC Live III besitzen das neueste Betriebssystem MPC3 OS. Wer es gerne etwas kleiner und günstiger mag, kann aktuell immer noch auf eine MPC One+ zurückgreifen. Mit der MPC Key 37 gibt es sogar eine Version mit Tastatur.
Zur Übersicht gibt es hier eine Auflistung von Testbeiträgen und Workshops zu den aktuell erhältlichen Modellen:
AKAI MPC XL: Was ist neu?
Die wichtigsten Spezifikationen der AKAI MPC XL lesen sich bereits beeindruckend:
- Betriebssystem: MPC3 OS
- Prozessor: 8 Kern
- Arbeitsspeicher: 16 GB RAM
- Interner Speicher: 256 GB
- Plug-in-Spuren: 32
- Audiospuren: 16
- Polyphonie: 256
Interessant wird es übrigens auch, wenn man mal die Spezifikationen der AKAI MPC XL und die der AKAI MPC Live 3 vergleicht. Bezüglich der Ein- und Ausgänge gibt es hier sehr geringfügige Unterschiede. Die meisten sind so gering, dass sie in der Praxis vermutlich gar nicht ins Gewicht fallen, jedoch schneidet dort die MPC Live 3 in so manchen Punkten sogar etwas besser ab. Ein etwas extremes Beispiel wäre der Ausgangspegel des Kopfhörerausgangs: Während die MPC Live 3 bei 11 dBu liegt, spielt die MPC XL satte 20,4 dBu aus.
Hier eine Übersicht der neuen Funktionen:
- MPCe Pads (mit vier Quadranten)
- Step-Sequencer
- Touchstrip-Controller
- Clip-Matrix
- Super-Timestretch-Algorithmus
- CV-Matrix
- Envelope Follower/LFO
- USB-C-Recording
- MPC Pro Pack (AIR Visual EQ4, AIR Reverb Pro, AIR Utility, AIR Fabric Select)
Lieferumfang der AKAI MPC XL
Im Lieferumfang der AKAI MPC XL enthalten sind das Netzteil, ein USB-C-Kabel mit Schraubverriegelung, vier Schrauben zur Montage einer 2,5“-SATA-SSD-Festplatte, ein Staubtuch sowie eine schicke Schutzabdeckung für das Display.
Einrichtung der AKAI MPC XL
Um die AKAI MPC XL optimal nutzen zu können, ist eine vorherige Einrichtung empfehlenswert. Dazu gehören die Online-Registrierung von Nutzer und Gerät, die Installation einer App sowie eine Internetverbindung.
Zwar lässt sich die MPC auch ohne diese Schritte direkt verwenden, doch fehlen dann wichtige Zusatzfunktionen. Besonders die Expansion „MPCe Expressive Kits“ bietet hilfreiche Templates zur Nutzung der neuen Expression-Funktion der MPCe Pads.
Anschlüsse der AKAI MPC XL
Die AKAI MPC XL ist für große Studio-Setups bestens ausgerüstet und bietet Anschlüsse auf der Vorder- wie auch auf der Rückseite. Auf der Vorderseite befinden sich links der SD-Karten-Slot und ein USB-A-Eingang. Auf der rechten Seite sitzen zwei Footswitch-Anschlüsse, zwei 6,3-mm-Line-Eingänge und zwei Kopfhörerausgänge – einmal im 3,5 mm-Format, einmal im 6,3 mm-Format.
Auf der Rückseite befinden sich zwei Combo-Eingangsbuchsen, zwei 6,3-mm-Klinkenbuchsen für Stereosignale und zwei RCA-Buchsen mit Erdungsklemme (GND) zum Anschließen eines Plattenspielers. Die beiden Klinkenbuchsen und die RCA-Buchsen sind allerdings nicht gleichzeitig nutzbar und über einen Kippschalter für Phono- und Line-Signale auszuwählen.
Daneben sitzen acht Klinkenbuchsen, die als separate Ausgänge dienen, von denen zwei als Hauptausgänge gedacht sind. Mittig platziert sind acht 3,5-mm-CV-Gate-Ausgänge, vier MIDI-DIN-Ausgänge und zwei MIDI-DIN-Eingänge.
Zu guter Letzt gibt es noch zwei USB-A- und einen USB-C-Port und einen Anschluss für das externe Netzteil inklusive Power-Taste.
Die Bedienelemente der AKAI MPC XL
Die AKAI MPC XL hat alle wichtigen Bedienelemente auf der Oberfläche, sodass möglichst selten auf Untermenüs zurückgegriffen werden muss. Auch wenn man bereits mit anderen Modellen der MPC-Serie vertraut ist, gilt es hier erst mal etwas Zeit zu investieren, um einen Überblick zu erhalten und eine gewisse Routine an den Tag zu legen.
Im Vergleich zu den kleineren Modellen gibt es direkt ein paar Auffälligkeiten, wie beispielsweise die Metering-Anzeigen für Ein- und Ausgangssignale, das Display mit Drehreglern für den Step-Sequencer und das erweiterte Transportfeld.
Zu Beginn hatten mich die vielen Bedienelemente ehrlich gesagt etwas überfordert und eher zu einem langsameren Workflow geführt. Hat man sich aber erst mal eingearbeitet, geht die Bedienung doch leicht von der Hand. Dennoch fühlte ich mich immer wieder verleitet, den Touchscreen für eine schnellere Bedienung zu nutzen.
Die neuen Funktionen der AKAI MPC XL
Die neuen MPCe Pads
Die neuen MPCe Pads eröffnen der MPC XL neue spielerische Möglichkeiten. Die bewährte Anschlagdynamik bleibt erhalten, doch nun lassen sich bis zu vier Samples, Artikulationen oder Effekte pro Pad laden. Diese sind als Quadranten in den vier Ecken eines Pads angeordnet. Mit 16 Pads sind so bis zu 64 Samples pro Bank möglich – oder 16 Sounds mit jeweils vier Layer bzw. Artikulationen.
Das erlaubt etwa das Triggern unterschiedlicher Drum-Varianten, das Spielen eines Samples in mehreren Artikulationen oder das Überblenden verschiedener Klänge. Besonders Finger-Drummer profitieren davon.
Passende Expansion-Packs sind erhältlich, jedoch nicht mit älteren MPC-Modellen kompatibel. Der Einstieg ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber die MPCe Expressive Kits mit fertigen Templates erleichtern den Start. Die Pads sind minimal größer als zuvor, liegen jedoch enger beieinander.
Erweiterte Sequencer-Tasten
Die AKAI MPC XL verfügt über 16 zusätzliche RGB-Funktionstasten in einer vertikalen Reihe. Primär dienen sie als Step-Sequencer inklusive Vor- und Zurück-Navigation für längere Sequenzen. Je nach Modus übernehmen sie unter anderem folgende Funktionen:
- Drum- und Note-Sequencing
- Step Edit (Velocity, Ratchets, Probability, Nudge, Filter, Tuning, Layer, Slice etc.)
- Notenlänge und Last Step
- Automation (Parameter-Locks)
- Clip- und Row-Launch
- Track Select, Arm, Mute
- Pad Mute
- Next Sequence
- Q-Link-Zuweisung
- Visuals (inkl. Metering)
- Edit Actions
Die Bedienung ist intuitiv: Im Drum-Modus wird das zuletzt gespielte Pad angezeigt, im Note-Modus springt der Sequencer nach jeder Eingabe automatisch weiter. Der Funktionsumfang ist nicht grundsätzlich neu, der Workflow jedoch deutlich direkter und Performance-orientierter.
Über jeder Taste liegt ein Drehregler mit separatem Display. Das macht alles übersichtlicher und leichter verständlich.
Erweiterter CV-Bereich
Der CV-Bereich wurde deutlich ausgebaut. Pro CV-Track lassen sich Melodie- (CV/Gate) oder Drum-Spuren (Gate) konfigurieren. Hinzugekommen sind folgende Funktionen:
- LFOs und Hüllkurven über CV
- Step-Sequencer als Modulationsquelle
- Offset-Funktion
- Modulationsmatrix zur Signalverknüpfung
Das sorgt für enge Synchronisation im Studio und macht die AKAI MPC XL besonders für Modular-Setups attraktiv.
Clip-Matrix & Ableton-Integration
Die Clip-Matrix ermöglicht nonlineares Arbeiten nach Ableton-Prinzip: Spuren vertikal und Szenen horizontal.
Clips lassen sich per Pads oder Sequencer starten – einzeln oder reihenweise. Zusätzlich ist der Import von Ableton-Projekten möglich. Im Live-Control-Mode steuert die MPC XL Ableton Live inklusive Transport, Mixer sowie Devices und Plug-ins von Drittanbietern.
Touchstrip-Controller
Der Touchstrip erweitert die Performance-Optionen deutlich. Er bietet zehn Modi:
- Q-Link
- Pad Level
- Track Level
- Touch FX
- Notes
- Pitchbend
- Mod Wheel
- Sustain
- Expression
- Crossfader
Bei Bedarf lässt sich der Touchstrip deaktivieren oder mit einer Hold-Funktion versehen, was beim Arbeiten am Touchscreen sinnvoll ist.
Stem-Separation mit der MPC XL
Die Stem-Separation ist weiterhin ein kostenpflichtiges Add-on (9,99 USD). Klangbeispiele und Details stellt der Hersteller online bereit und die Render-Zeit hängt vom Algorithmus und der Plattform ab. Mit der Desktop-Variante dauert es laut AKAI ungefähr 25 Sekunden pro Minute des zu bearbeitenden Audiomaterials und bei der Standalone-Variante beträgt die Zeit ca. 85 Sekunden pro Minute. Für komplette Songs empfiehlt sich daher die Desktop-Variante.
Nach der Trennung lassen sich die einzelnen Stems direkt hinsichtlich Lautstärke, Tonhöhe und Panning bearbeiten oder wie gewohnt in Audiotracks weiterverarbeiten.
Das MPC Pro Pack
AIR Fabric Select
AIR Fabric Select ist ein auf Samples basiertes Instrument mit zwei Layern und zahlreichen Presets. Eingriffe sind nur begrenzt möglich und eigene Samples lassen sich nicht importieren. Als kostenlose Zugabe jedoch eine solide Erweiterung.
AIR Reverb Pro
Deutlich flexibler als das Standard-Reverb ist das neue AIR Reverb Pro. Es gibt verschiedene Modi für frühe Reflexionen, einen EQ für die Hallfahne, tempo-synchronisierbares Pre-Delay sowie regelbare Stereo-Breite für Ein- und Ausgang. Dank integrierter Modulationen sind sowohl natürliche als auch experimentelle Räume möglich.
AIR Visual EQ4
Der AIR Visual EQ4 ist ein parametrischer 4-Band-EQ mit zusätzlichen Filtertypen (Peak, Notch, Bandpass, Hoch- und Tiefpass). Eine grafische Darstellung erleichtert die Bedienung, auch wenn feine Eingriffe optisch schwer erkennbar sind. Aktuell ohne Touch-Unterstützung.
AIR Utility
AIR Utility ist ein Mixing-Tool für Ein- und Ausgangssignale: Phasendrehung (L/R), Mono- und Mid/Side-Modus, variable Stereo-Breite sowie Bass-Mono-Funktion für definierbare Frequenzbereiche. Ausgangsseitig stehen Mute, DC-Offset-Schalter, Panning und ein Gain-Regler (nur Absenkung) bereit.
Weitere Funktionen der AKAI MPC XL
USB-MIDI-Interface
Über USB-C überträgt die MPC XL bis zu 24 Audiokanäle (24 Bit/48 kHz) sowie 32 MIDI-Kanäle (bidirektional). Im Test lief sie als Plug-and-Play-Interface problemlos mit gängigen DAWs.
Envelope-Follower & LFO
Im Q-Link-Edit-Modus stehen bis zu 16 Envelope-Follower oder LFOs zur Verfügung. Der LFO bietet sieben Schwingungsformen, der Envelope-Follower alle gängigen Parameter zur dynamischen Modulation.
Neuer Timestretch-Algorithmus
Zusätzlich zu „Proten“ und „Repitch“ gibt es nun den Modus „Super“. Dieser arbeitet FFT-basiert und liefert eine deutlich verbesserte Klangqualität mit weniger Artefakten – selbst bei stärkeren Tempoänderungen.
Die AKAI MPC XL in der Praxis
Die AKAI MPC XL ist größer, umfangreicher und somit auch komplexer als alle vorherigen Modelle. Das bringt zum einen neue und interessante Möglichkeiten mit sich, zum anderen nimmt die Einarbeitungszeit vor allem für Neulinge eine gewisse Zeit in Anspruch.
Obwohl ich mit der Bedienung einer MPC One und auch der einer MPC Live bereits vertraut war, habe ich zu Beginn oftmals etwas länger nach der gewünschten Funktion suchen müssen, bezüglich der Hardware natürlich. Sobald man sich aber alle Bedienelemente und die unzähligen Funktionen eingeprägt hat, ist die MPC XL eine Spielwiese für Kreative, die ihresgleichen sucht.
Die neue Rechenleistung macht sich deutlich bemerkbar. Beim Anschalten ist der Lüfter zwar kurz zu hören, im Betrieb allerdings komplett lautlos. Auch beim Workflow macht sich das bemerkbar. Lade- und Speicherprozesse aller Art gehen ebenso schneller von der Hand.
Spannend sind natürlich die vielen neuen Features, allen voran die MPCe Pads und der Step-Sequencer mit all seinen Zusatzfunktionen. Das sorgt für andere Workflows und neue, inspirierende Möglichkeiten.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
















































Über die Ausmasse des Monsters haben wir noch gar nicht gesprochen.
Ein halber mal ein halber meter. Oder eine Partypizza! in m².
Sollte jedem Studenten/Singlehaushalt bewusst sein wenn er dass Teil in die WG schleppt…
Mal ehrlich, dass Ding ist doch nur ein Statussymbol. In Anbetracht von Wohnungsnot und Mietpreisen ist die Akai MPC XL ein Ausdruck von Dekadenz in der Branche.
Sollen die sowas doch Custom made bauen und Hans Zimmer draufschreiben.
@Mattvank haha!
wohl wahr! 😜
wobei, wenn man die Preise der 3000 oder 6000 betrachtet…
bin froh die Key 37 gekauft zu haben.
hab lieber etwas „kompaktes“
die Key 61 gibt’s ja nimmer und die 2 letzten waren wieder etwas teurer.
die neuen Pads wirken interessant (zumindest bei Talentierten Leuten) aber ist mir nicht soviel Aufpreis wert.
das Keyboard ist aber wirklich gut, glaube besser als alle anderen in meinem Arsenal.
@Mattvank Akai baut halt auch Geräte für Leute, die auf dem Dorf wohnen.
Dort haben die nicht nur viel Platz, in der Scheune sondern auch noch ne ordentliche Sackkarre für den Transport :-)
@dr noetigenfallz wenn mein Onkel beatbauer wäre, wäre sein Hilux Pickup ideal für diese Maschine.😜
@dr noetigenfallz , auch auf dem Dorf ist nicht Platz nicht unbegrenzt, du glaubst gar nicht wie schnell 50 qm Dachgeschoss sich in der Bewegungsfläche reduzieren. Hier ein Rhodes Stage MkII 73, dort ein Roland JC-40. Dann ein Mischpult, dann vielleicht so zehn 19 Zoll Racks, dann die Jasper Ständer mit Synthies. Wenn ich dann den Fender Bass raushole muss ich schon aufpassen. Auschweifende Drumperformance, geht nicht. Gar nicht zu sprechen vom Arbeitsplatz mit dem Rechner. Mit einer Sackkarre kommst hier auch nicht weit, alles was breiter als 80 cm, tiefer als 40cm und höher 140 ist, muss durchs Dachfenster eingeflogen werden. Und auch wieder rausgeflogen. Gar nicht zu sprechen vom Ehefrauenakzeptanzfaktor, wo was hat es gekostet, muss das so gross sein und das find ich nicht schön, variable Faktoren sind.
@Mattvank Und am anderen Ende jammern alle wegen der Schwemme an winzigen Spielzeugsynthies…
Ein echter Synthie ist auch nicht wirklich kleiner…wenn ich bedenke, wieviel Platz ich für meine Tasten brauche…ja, Dorf.
@mort76 Die Mc 909 war schon sehr gross.
wer so grosse Grooveboxen baut, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
@Mattvank Vielleicht gehen hier aber auch nur die Begrifflichkeiten etwas durcheinander. Das Maschinchen ist ein Music Production Center und keine reine Groovebox. Um nur ein wenig Boing Bumm Tschakk zu machen ist das Gerät natürlich deutlich oversized. Ich hätte den Test eher unter der Rubrik Studio aufgehängt anstatt bei Beats. Nur meine unbescheidene Meinung.😉
@MadMac Groovebox ist ein von Roland eingetragener geschützter Name. Wie auch MPC.
Die mpc 500 darf sich auch so nennen. Und ist sie die eierlegende Wollmilchsau?
@Mattvank Nicht ganz, der Begriff Groovebox ist nicht als exklusives Markenzeichen geschützt obwohl er auf Roland zurückgeht. Der Begriff MPC dagegen ist eine geschützte Marke von Akai Professional.
@MadMac Ich glaube zu wissen dass Jörg Schaf seinen Spectralis nicht als Groovebox hat bezeichnen dürfen.
@Mattvank 😅 ich brich ab
@Mattvank Was soll man dann erst zu einer Nord Stage sagen, Junge Junge ….
@Mattvank Wer große Grooveboxen baut, bietet aber gleichzeit dem Anwender volle Kontrolle über die Groovebox. 😇
@Modellwelle Deswegen hat akai ja auch dass OS fur die 1000 und 2500er so gut weiterentwickelt……
@mort76 stimmt. aber tasten Brauchen halt Platz 😜
Pads weniger
@Mattvank Ist das Satire , 1.April? Diese gedankliche Verbiegung von Wohnungsnot zur Größe einer MPC muss man erst mal hinbekommen.
@mtotheb In Berlin kostet der Quadratmeter 24 Euro bei 30qm Wohnungen.
Die MPC Xl kostet anteilig also 6 Euro im Monat.
@Mattvank ah, deswegen sind alle in Berlin?😜
mein Bett ist noch größer.
da zahle ich lieber für die mpc miete 😎
obwohl? die mpc könnte auf der rechten Seite pennen. 😜
Ich hatte mir noch eine der letzten MPC 61 zu unverschämt günstigem Kurs sichern können und bin ein echter Fan von Akai und dem heutigen MPC-Konzept geworden. Die Hardware ist top, der Sound ebenfalls, der mitgelieferte Content umfangreich und das Fehlende häufig zu extremem Discount zu erwerben. Meine 61er ist in Summe für etwa 1600 Euro voll ausgestattet.
Die wesentliche Kritik für mich ist jedoch die extreme Fokussierung der Contentcreator und auch Akai auf einige wenige Musikstile.
Für mich (insb. 80s Wave) bedeutet das, ich muss sowohl die Sounds, Samples und auch Tracks alle selber bauen, um ein passendes Liveset auf die Beine zu stellen. Dafür fehlt mir einfach die Zeit.
Es wäre super hilfreich, wenn es eine GM Kompatibilität mit vollständigem SMF Import gäbe (ja, sehr oldschool).
Zum schnellen Vorhören und umbasteln.
Darüber hinaus zickt die Kiste manchmal mit der Freischaltung der Plugins. Für Live kann das zu einem Problem werden, wenn mal gerade so der Minimoog oder Juno fehlt.
@LeSarrois stimmt.
Laut Akai gibt’s 1000 Presets bei meiner Key 37.
weiss zwar nicht so die sind, aber einige hab ich gefunden.😜
@LeSarrois „Die wesentliche Kritik für mich ist jedoch die extreme Fokussierung der Contentcreator und auch Akai auf einige wenige Musikstile.“
Das hat seit Jahren System, sieh dir die Geschichte von Ableton Live an. Da wurde von allen Beteiligten so getan, als könnte man nur Elektro damit produzieren. Als könnte man damit nicht genauso gut Schlager oder Blues einspielen. Also alles Strophen-basierte, damit fast alles. Aber das war nicht cool. Bei den Content-Creatoren hier dürfte der Hintergrund der gleiche sein.
@Tai Das ist vermutlich genau so Macht es aber nicht besser. Die MPC ist so enorm leistungsfähig, dass es schon eine Schande ist, sie nur auf Beatmaking und das Abfeuern von den immer gleichen Samples zu reduzieren.
Mit der Maschine ist so wirklich alles möglich und mit dem richtigen Content kann man jede Stilrichtung abdecken.
Mit viel Arbeit habe ich zum Beispiel Polymoog- und Bass-Sounds von Gary Numan nachgebaut. Klasse.
Aber wie schon im Eingangspost geschrieben ist der Aufwand für „nebenbei“ einfach zu groß.
@Tai immerhin gibt’s auch ein paar drum n Bass Packs. zb von den Legenden black sun Empire.
hab ich natürlich gekauft.👍
„…Schwer fällt sich zu entscheiden…“
Das ist richtig. Ich tendiere ja stets zu den besseren Modellen, damit ich mich hinterher nicht ärgern muß wieder am falschen Ende gespart zu haben :)
Die Anschlüsse sehen schon sehr professionell aus. Mehrere MIDI-Ausgänge sind ja heute purer Luxus, aber für mich schon nicht unwichtig, wenn es darum ginge Externe Geräte mit einzubeziehen.
Darüber hinaus finde ich diese „Alles in einem Gerät“ Teile schon sehr faszinierend. Ich weiß auch nicht warum. Im Prinzip sehe ich meinen Mini-PC zum Musik machen nicht mal und am Ende ist man mit Maus und Tastatur doch irgendwie komfortabler unterwegs.. Verrückter Kopf :D
Das Teil ist schon ein massiver Platzhirsch…
Ich selbst hab aber eher kleinere Geräte, welche ich auch mal öfter zu Freunden mitnehmen kann oder auf die Couch zum Beispiel.
Das Teil selbst ist aber schon Wahnsinn…
Die 5000er war damals auch nur zu Hause genutzt. wobei die xl noch grösser ist…
Akai MPC XL – der Name ist Programm.
@masterBlasterFX Yo der Start einer neuen Serie.
Bin mal gespannt was danach kommt.
Eine MPC XXL ? 😁
Rainer Größenwahn
@MPC-User Als ich meine MPC+ aus dem Karton geschält habe, war ich echt erschrocken.Ich hatte sie mir beim bestellen „handlicher“ vorgestellt.
Die XL hat dem Preis entsprechende Größe 😉
Die XXL wird dann per LKW mit überbreite ausgeliefert.
@MPC-User was macht Jumbo schreiner?
der könnte mpcs testen statt XXL Schnitzel. 😂
@MPC-User die fangen vielleicht wieder von vorne an, deswegen die mini me version (Sample)
und dann wieder Größer. 😂
Hurra, noch ’ne App! Wo kämen wir denn da hin wenn man mal das Zombofon aus den Hand legen würde…
Es ist einfach ein großer Computer mit schlechterem Bildschirm, Prozessor und sehr eingeschränktem OS, dafür besseren Controllern und die Software direkt eingebaut. Da entscheide ich einfach, was mir sympathischer ist. Am Preis kann’s nicht liegen. Das geht eher günstiger mit einer Computerlösung. Das Argument mit tighteren Ergebnissen ohne Computer hat mich noch nie überzeugt.
@Tai Die neuen MPCs und tight?
Nur die alten nach dem Litmus Test
https://innerclocksystems.com/litmus/?v=5f02f0889301
@Tai Nicht doch diese alte Leier. Nach dieser Keule ist heutzutage alles, was nicht gerade Federaufzug hat, „ein Computer mit der Eigenschaft {#}“. Klar, es weckte mich ein kleiner Computer, traditionell „Radiowecker“ genannt. Nun sitze ich gerade, am Montagmorgen, im Morgenlicht in der Küche und ein Computer mahlt, presst, drückt, brüht mir meinen zweiten Doppio, nachdem er mit einem Ristretto loslegen durfte. Selbst die „Glühbirne“ der Tischleuchte ist ein leuchtender Computer, sogar mit WLAN-Anschluss. Meine Haupt-Fotokamera war bereits 1988 ein Computer, der dafür sorgte, ein kleines Stück Film (24×36 mm) ordentlich zu belichten und zu transportieren.
Als die ersten VA-Synths auf den Markt kamen, da war auch auf einmal der Chor laut „sind alles bloß Computer“. Klar. Zumal sich damals Plug-ins einfacher klauen ließen als ein Virus oder Nord. ;-)
@Aljen Die alte Leier war gar nicht beabsichtig. War ein einleitender Satz. Sehe ich wie du. Daraus resultiert meine Frage, nehme ich diesen Computer oder einen anderen. Und zweitens: hat die Entscheidung einen Einfluß auf das Ergebnis.
@Tai Auf die Frage, hat die Entscheidung Einfluss auf das Ergebnis?
Klar hat die Einfluss auf das Ergebnis. Wenn ich tatsächlich nur so eingeschränkt arbeite, wie die Hardware mir Möglichkeiten zur Verfügung stellt, dann kann man damit leben.
Aber ein PC bzw das installierte Software Paket, kann doch noch viel mehr als eine MPC.
Und darum geht es ja auch. Die Software. Wenn ich die Software habe, dann bin ich da günstiger und sogar noch besser und präziser am arbeiten und habe noch mehr Möglichkeiten.
Aber es geht auch um die Haptik beim spielen… Eine eigene Hardware für Musik usw… Ich bin auch eher der Typ, sitze mit meiner Drummachine/Sampler auf der Couch und bastel und nicke zum Beat.. Also sehr Oldskool halt.
Aber Professioneller bin ich leider mit einem PC…
Meine Meinung dazu.
@luap Das sehe ich genauso, dass mein Werkzeug einen Einfluss auf das Ergebnis hat. Wenn ich einen Controller habe, der nur für meinen gerade benötigten Einsatz konzipiert wurde, kann das zu einem schnelleren Ergebnis führen. Genau so habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein einfacheres Setup oftmals bessere Ergebnisse bringt. Das gilt allerdings für den Computer Einsatz genauso wie für DAWless.
Was hier nicht ganz zusammenpasst, ist die schiere Größe dieses Gerätes. Der potentielle Kunde will definitiv ohne DAW arbeiten. Ich glaube, es gäbe mehr potentielle Kunden, wenn das Gerät deutlich kleiner, damit transportabler und günstiger wäre. Dann ist ein Mischbetrieb auch irgendwie darstellbar.
@Tai Die MPC XL Production Center ist eine reine Zentrale. Einmal aufgebaut wird Sie vermutlich längere Zeit an ihrem Einsatzort bleiben. Das ist auch der Einsatz.
Für transportablen Einsatz muss man auf die kleineren Versionen zu greifen.
MPC Live 3 zum beispiel hat gleich ein eingebautes Mikro um beispielweise auch unterwegs mal umgebungsgeräusche etc aufzunehmen. Da stimmt der Ansatz auch… die XL hat sowas auch nicht. Sie will einfach nur da stehen und angeschlossen werden.
😅
Das waren die früheren MPC auch. Eine 2000er hätte ich noch irgendwie mitgenommen. Eine 2500er und 5000er hab ich aber eher daheim stehen gelassen und meine Kumpels zu mir eingeladen. Transportabel waren von den alten Modellen für mich aber eher noch die 1000er und die kleine 500er Serie. Bei den aktuellen Modellen MPC Live und eine MPC One samt Powerbank.
@Tai Hallo Grüss dich.. Preislich ist die MPC schon sehr hoch angesetzt. Und wenn man eine Produktions Lösung anstrebt, ist man definitiv beim PC besser aufgehoben und kommt günstiger weg.
Bzw wenn ich schon alleine in Richtung Mixing gehe, ist ein PC schon Pflicht!
Deshalb landen viele Aufgaben dann wieder im Rechner…
Pro für die MPC:
Die neuen Pads versprechen viele neue Ideen live auszuprobieren. Kreativität!
Gibts als externen Controller noch nicht. Ansonsten kann man alles im PC machen mit entsprechendem Hardware Pad Controller.
Die MPCs sind immer nur so gut wie die Funktionen, welche ich auf dem Gerät bekomme.
Also wenn ich auf der MPC nur mein Sample schneiden kann und Anordnen, kann ich auf dem PC schon wieder Granular Synthese oder andere heftige Effekte nutzen und komme so auf was wirklich abgefahrenes Endergebnis. Ist nicht vergleichbar! PC immer besser!
Erinnert mich an meine ersten Beats, damals mit Drummachine, AN1X und Quasimidi 309, aufgenommen auf MiniDisc über ein Mischpult. Selbst programmiert und paar Live Tweaks, Patternwechsel etc… Dann kommt der Kollege z.B. mit Reason daher und haut mir einen Beat her mit mehreren Instanzen von dem Synthi usw… Da schaust halt erstmal..
Ich habe selbst auch Ableton mit Synthis drauf…
Für mich ist aber der Punkt MPC (one) ein kleines Spielzeug zum abschalten und jammen und eine andere Bedienung. Im Punkt Tight, wenn ich nur mit Hardware spiele, noch nie Probleme mit Latenz gehabt.