Test: AKAI MPX16, Sample-Recorder

11. September 2014

Samples im Grünen?

Nachdem Akai mit dem MPX8 einen guten Start hingelegt hat, kommt jetzt der nächst größere Bruder auf den Markt. AKAI MPX16 heißt das gute Teil und dahinter verbirgt sich ein Sample-Recorder mit 16 anschlagsdynamischen Pads. Wir haben beim neuen MPX16 einmal etwas genauer hingeschaut.

AKAI MPX16

AKAI MPX16

Beim AKAI MPX16 handelt es sich um einen Sample-Recorder, der Aufnahmen im Format WAV 16 Bit und maximal 48 kHz auf einer SD-Karte aufnehmen, abspielen, bearbeiten und speichern kann. Bei 16 Bit und 48 kHz werden die ersten audiophilen Kollegen gleich aufhorchen und sagen, dass das in der heutigen Zeit doch nicht mehr standesgemäß ist, aber beachtet man das Einsatzgebiet und den Sinn des MPX16, geht die 16 Bit/48 kHz Qualität meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung. Andere Formate als WAV-Dateien werden nicht unterstützt. Der MPX16 akzeptiert SD- und SDHC-Karten mit einer maximalen Größe von 32 GB und dem Dateisystem FAT32. Klingt zunächst nach einem Gerät, welches jeder in Form einer Workstation oder des Tablets und Smartphones bereits zu Hause hat, aber irgendwie muss da ja noch mehr dahinter stecken, beziehungsweise hat sich AKAI sicherlich etwas dabei gedacht. Gehen wir das Ganze also mal der Reihe nach durch.

Der rund 29,5 x 14,5 x 4 cm große MPX16 kommt in einem stabilen Kunststoffgehäuse daher, was vor allem von 16 Pads im Stil der MPC dominiert wird. Die obere Hälfte des Gehäuses bietet ein rund 5,0 x 2,8 cm großes Display, Drehregler für Volume, Gain, Menü und Elemente zum Editieren der Aufnahmen.

An Anschlüssen bietet der MPX16 jeweils einen MIDI Ein- und Ausgang, Anschluss für ein externes Netzteil, USB-to-host, einen Kopfhörerausgang sowie zwei Klinken-Pärchen für Ein- und Ausgang. Ein Netzschalter ist ebenso zu vermelden wie ein Kensington-Schloss. Schön ist, dass AKAI dem neuen MPX-Spross einen Netzschalter spendiert hat und entgegen dem kleineren Bruder diesmal auf einen 6,3 mm Kopfhörerausgang setzt. Der MPX8 verfügte nämlich noch über einen 3,5 mm Anschluss. Leider ist dieser jedoch weiterhin nicht separat in der Lautstärke zu regeln. Seinen zum Betrieb notwendigen Strom kann der MPX16 entweder über das zum Lieferumfang gehörende Netzteil oder über USB beziehen. Zu guter Letzt sei noch das interne Mikrofon erwähnt, das oberhalb des Displays prangt, so dass man Aufnahmen entweder über dieses Mikrofon oder die Line-Anschlüsse machen kann.

Die Rück- und Unterseite erstrahlt im satten Rot und bietet alle notwendigen Anschlüsse.

Die Rück- und Unterseite erstrahlt im satten Rot und bietet alle notwendigen Anschlüsse.

DJs werden sich vielleicht ärgern, dass AKAI beim MPX16 nicht auf Cinch-Anschlüsse gesetzt hat, aber mir ist es so rum ehrlich gesagt lieber. Denn von Klinken-Anschlüssen kommt man meiner Meinung nach sicherer auf das Cinch- und andere Formate als anders herum.

Forum
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    Atarkid  AHU

    Mir ist der „kleine“ Akai als Zuspieler sehr sympathisch. Gerade die Möglichkeit den Startpunkt eines Samples per Drehregler verschieben zu können, ist spannend.
    Mir ist auch klar wer die eigentliche Zielgruppe für das Gerät ist, aber zur ernsthaften Integration in ein Studio- oder Live-Setup taugt ein Stereo-Ausgang nicht. Gerade bei einem Sampler mit 16 Pads wären wenigstens 2 zusätzliche Ausgänge extrem hilfreich

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    Markus Galla  RED

    Es ist wirklich sehr schade, dass Akai aus den Fehlern des kleinen Geräts nichts gelernt hat. Schon damals wurden die nur 30MB Speicher kritisiert (übrigens findet man in einer Version der Bedienungsanleitung die Angabe 60MB – vielleicht war das mal geplant und wurde verworfen). Die FAT32 Formatierung ist antiquiert und die Limitierung auf 8 Zeichen ebenso. Die Pads können nur MIDI-Noten, keine Controller etc., was den Pad Controller schon für manche Aufgabe nutzlos macht. Direkter Zugriff auf das Sample Ram über den Computer per USB ist immer noch nicht möglich, möchte man auf die SD Karte vom Rechner aus zugreifen, wird das Gerät gesperrt. Da kann ich schneller die Karte herausziehen und in den Computer stecken. Jetzt kann man zwar Stereo-Samples nutzen. Doch bei 30MB stößt man da schnell an seine Grenzen. Warum man hier nicht auf die Negativ-Kritik vieler Magazine gehört hat, ist mir schleierhaft. Und wie so oft bleibt es damit bei hätte/könnte/wäre, ist aber nicht. Schade.

    • Profilbild
      Atarkid  AHU

      Da braucht man sich nicht drüber aufregen, weil als „OMNI-ONLY“ kann man das Teil nicht vernünftig in ein Setup einbinden. Damit ist jede weitere Diskussion völlig sinnfrei… Und ich schlepp weiterhin meinen alten S5000… ^^

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    Davide Rizzitelli

    Fehlkauf definitiv:
    Ohje ich hab einen grossen Fehler gemacht. Ich habe den MPX16 gekauft..Die Pads sind zwar gut und stabil, doch die 30 MB an Samples ist total nicht zeitgemäss. Lädt man ein Sample runter, mit 2.1 MB, dann wird es automatisch mit 3 MB aufgerundet. Auch das Laden der Samples ab SD geht ziemlich lange. Das Besten kommt aber noch: Die Software Editor zum Samples rüberladen ist noch gar nicht erhältlich. Ein Akai Mitarbeiter schrieb mir nach 1 Woche ein kurzes Feedback mit der Begründung , dass es bald erhältlich sein wird. Jedoch wird auf der Verpackung gross und Fett angeschrieben, dass die Software bereits zum Laden ist. Für mich ist dieser Sampler nur eine grosse Enttäuschung. Da investiere ich lieber 100 Euro mehr und Kauf mir was anständiges. Auf jedenfall werde ich den MPX auf E-Bay ersteigern.

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    Zierenberg  

    Hallo Leute,

    also ich denke man sollte so einige negative Kritiken hier und im Test relativieren. Man kann einen 170,-€ Sampler nicht mit Funktionen eines Profisamplers vergleichen. Ich bin völlig erstaunt was das Teil für diesen Preis leistet. In meinem 1650,-€ teuren und aktuellen Clavia Nord Electro 4D stehen in der „Sample-Abteilung“ nur 60Mb zur Verfügung…

    30 Mb bei kug zugeschnittenen Samples, welche die seltsame Aufrundungseinschränkung beachten bieten bei voller Auflösung in stereo ca.: 11,25 Sekunden x 16 Pads, 22,5 Sekunden x 8 Pads und immerhin 45 Sekunden x 4 Pads für „Movieeffekte“. Abgesehen davon kann man auch Umschalten… …auch wenn das sicherlich etwas dauert.

    Die Auflösung von 16Bit und 48Khz ist ja absolut O.K., frage mich wieso das Wort audiophil bei 170,-€ Elektronik fällt. Sorry, aber das war ein Griff ins Klo – nehmen wir es mit Humor. Vollständige Klinkenaus/eingänge und Midibuchsen vorhanden (auch wenn diese nur rudimentäre Funktionen übermitteln) sind der Knüller! Der regellose „Headphones“ Out kann besser als Monitor Out bezeichnet werden.

    Für mich in dieser Preisklasse DER HIT – und das bei noch relativ guter Verarbeitung, danke Akai – good Job! Viele möchten so gern Retro spielen, aber 30 Mb sind viel zu wenig… …*schmunzel*.

    Grüße,
    Zierenberg

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