Test: AKAI MPX16, Sample-Recorder

Herzstück des MPX16 sind die 16 anschlagsdynamischen Pads, die sehr gut verarbeitet sind und sich sehr dynamisch und akzentuiert spielen lassen. Laut Hersteller kommt die gleiche Art von Pads zum Einsatz, die auch schon bei den neuen AKAI MPK2-Controllerkeyboards positiv aufgefallen sind. Jedes der Pads kann mit einem einzelnen Sample des internen Speichers belegt werden. Das gesamte Setup (Kit) aller 16 Pads darf maximal 30 MB betragen, wobei zu beachten ist, dass die Megabyte-Größen aufgerundet werden, d.h. ein Sample mit einer Größe von 1,2 MB wird intern als 2 MB Sample behandelt. Im ganz schlechten Fall gehen dadurch einige Megabyte flöten. Die Restriktion von 30 MB pro Kit gab es übrigens schon beim MPX8, nur dass der eben über halb so viele Pads verfügt. Effektiv muss der MPX16 also bei Vollbelegung mit der halben Speichermenge auskommen. Für mich nicht ganz nachvollziehbar, wieso man dem MPX16 da nicht etwas mehr Puffer mit auf den Weg gegeben hat.

Die 16 anschlagsdynamischen Pads können in drei unterschiedlichen Farben aufleuchten.

Die 16 anschlagsdynamischen Pads können in drei unterschiedlichen Farben aufleuchten.

Insgesamt hängt der Sample-Speicher natürlich nur von der Größe der SD-Karte bzw. der maximalen Dateianzahl ab. Maximal 512 Dateien kann der MPX16 nämlich verarbeiten. Für solch ein Gerät meiner Meinung nach aber vollkommen ausreichend. Jedes Pad kann in drei unterschiedlichen Farben bzw. auch ganz einfach im Dunkeln bleiben. Erleuchtet keine Farbe, ist das Pad nicht mit einem Sample belegt. Gelb bedeutet, dass dem Pad ein Sample zugeordnet wurde, Grün zeigt an, dass das Sample gerade abgespielt wird und Rot verdeutlicht den Bearbeitungsmodus des jeweiligen Pads. Um ein Pad zu bearbeiten, drückt man dieses und die Nummer des Pads samt Sample-Name erscheinen im Display. Danach ein kurzer Druck auf Pad Edit und die Bearbeitung kann losgehen.

Die Bearbeitung und Organisation von Samples ist aufgrund des recht kleinen Displays natürlich nicht so komfortabel wie am Computer-Bildschirm. Aber dank der guten und klaren Menüführung kommt man doch sehr schnell ans gewünschte Ziel. Wie bereits erwähnt, schaltet man den MPX16 per Pad-Edit-Button in den Bearbeitungsmodus und mit dem selben Button steppt man auch durch die unterschiedlichen Einstellungen. Die jeweiligen Werte verändert man dann per Endlosdrehregler, wobei der aktuelle Stand des Parameters im Display angezeigt wird. Für ein solch kompaktes Gerät wirklich gut gelöst. Vergleicht man den Bearbeitungsmodus und die Verarbeitung der Bedienelemente mit dem MPX8, hat AKAI beim MPX16 deutlich zu gelegt, sehr schön.

Rechts oben befindet sich die aufgedruckte Menüstruktur.

Rechts oben befindet sich die aufgedruckte Menüstruktur.

Forum
  1. Profilbild
    Atarkid  AHU

    Mir ist der „kleine“ Akai als Zuspieler sehr sympathisch. Gerade die Möglichkeit den Startpunkt eines Samples per Drehregler verschieben zu können, ist spannend.
    Mir ist auch klar wer die eigentliche Zielgruppe für das Gerät ist, aber zur ernsthaften Integration in ein Studio- oder Live-Setup taugt ein Stereo-Ausgang nicht. Gerade bei einem Sampler mit 16 Pads wären wenigstens 2 zusätzliche Ausgänge extrem hilfreich

  2. Profilbild
    Markus Galla  RED

    Es ist wirklich sehr schade, dass Akai aus den Fehlern des kleinen Geräts nichts gelernt hat. Schon damals wurden die nur 30MB Speicher kritisiert (übrigens findet man in einer Version der Bedienungsanleitung die Angabe 60MB – vielleicht war das mal geplant und wurde verworfen). Die FAT32 Formatierung ist antiquiert und die Limitierung auf 8 Zeichen ebenso. Die Pads können nur MIDI-Noten, keine Controller etc., was den Pad Controller schon für manche Aufgabe nutzlos macht. Direkter Zugriff auf das Sample Ram über den Computer per USB ist immer noch nicht möglich, möchte man auf die SD Karte vom Rechner aus zugreifen, wird das Gerät gesperrt. Da kann ich schneller die Karte herausziehen und in den Computer stecken. Jetzt kann man zwar Stereo-Samples nutzen. Doch bei 30MB stößt man da schnell an seine Grenzen. Warum man hier nicht auf die Negativ-Kritik vieler Magazine gehört hat, ist mir schleierhaft. Und wie so oft bleibt es damit bei hätte/könnte/wäre, ist aber nicht. Schade.

    • Profilbild
      Atarkid  AHU

      Da braucht man sich nicht drüber aufregen, weil als „OMNI-ONLY“ kann man das Teil nicht vernünftig in ein Setup einbinden. Damit ist jede weitere Diskussion völlig sinnfrei… Und ich schlepp weiterhin meinen alten S5000… ^^

  3. Profilbild
    Davide Rizzitelli

    Fehlkauf definitiv:
    Ohje ich hab einen grossen Fehler gemacht. Ich habe den MPX16 gekauft..Die Pads sind zwar gut und stabil, doch die 30 MB an Samples ist total nicht zeitgemäss. Lädt man ein Sample runter, mit 2.1 MB, dann wird es automatisch mit 3 MB aufgerundet. Auch das Laden der Samples ab SD geht ziemlich lange. Das Besten kommt aber noch: Die Software Editor zum Samples rüberladen ist noch gar nicht erhältlich. Ein Akai Mitarbeiter schrieb mir nach 1 Woche ein kurzes Feedback mit der Begründung , dass es bald erhältlich sein wird. Jedoch wird auf der Verpackung gross und Fett angeschrieben, dass die Software bereits zum Laden ist. Für mich ist dieser Sampler nur eine grosse Enttäuschung. Da investiere ich lieber 100 Euro mehr und Kauf mir was anständiges. Auf jedenfall werde ich den MPX auf E-Bay ersteigern.

  4. Profilbild
    Zierenberg  

    Hallo Leute,

    also ich denke man sollte so einige negative Kritiken hier und im Test relativieren. Man kann einen 170,-€ Sampler nicht mit Funktionen eines Profisamplers vergleichen. Ich bin völlig erstaunt was das Teil für diesen Preis leistet. In meinem 1650,-€ teuren und aktuellen Clavia Nord Electro 4D stehen in der „Sample-Abteilung“ nur 60Mb zur Verfügung…

    30 Mb bei kug zugeschnittenen Samples, welche die seltsame Aufrundungseinschränkung beachten bieten bei voller Auflösung in stereo ca.: 11,25 Sekunden x 16 Pads, 22,5 Sekunden x 8 Pads und immerhin 45 Sekunden x 4 Pads für „Movieeffekte“. Abgesehen davon kann man auch Umschalten… …auch wenn das sicherlich etwas dauert.

    Die Auflösung von 16Bit und 48Khz ist ja absolut O.K., frage mich wieso das Wort audiophil bei 170,-€ Elektronik fällt. Sorry, aber das war ein Griff ins Klo – nehmen wir es mit Humor. Vollständige Klinkenaus/eingänge und Midibuchsen vorhanden (auch wenn diese nur rudimentäre Funktionen übermitteln) sind der Knüller! Der regellose „Headphones“ Out kann besser als Monitor Out bezeichnet werden.

    Für mich in dieser Preisklasse DER HIT – und das bei noch relativ guter Verarbeitung, danke Akai – good Job! Viele möchten so gern Retro spielen, aber 30 Mb sind viel zu wenig… …*schmunzel*.

    Grüße,
    Zierenberg

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