Test: AKAI MPX16, Sample-Recorder

Praxistest

Um mit dem MPX16 zu arbeiten, schiebt man seine Lieblings-Samples entweder am Computer auf die SD-Karte oder man zeichnet diese direkt mit dem internen Sample-Recorder auf. Zunächst wählt man die Aufnahmequelle aus (Mikrofon, Line L, Line R, Line Stereo), um danach per Gain-Regler einzupegeln. Der aktuell anliegende Pegel wird anhand einer kleinen Anzeige im Display verdeutlicht, was auf Anhieb gut funktioniert. Auf Wunsch kann auch ein Threshold zur automatischen Aktivierung der Aufnahme (-60 bis 0 dB) eingestellt werden.

Ist die Aufnahme im Kasten, lässt sich das Sample intern mit den gängigsten Funktionen wie Sample-Start/Ende festlegen, Fade In/Out einfügen, normalisieren, umkehren etc. Ist das Sample abgespeichert, kann man dieses im Nachhinein in der Tonhöhe verändern, Attack und Decay für Filter-Hüllkurve und Amplitude editieren, Cutoff und Resonance einstellen, Reverb hinzufügen und weitere Einstellungen für MIDI oder das eigentliche Pad- und Abspiel-Verhalten vornehmen. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass jedem Pad eine bestimmte MIDI-Note zugeordnet werden kann, das diese sowohl aussendet wie auch empfängt. Somit kann man den MPX16 beispielsweise auch an ein Masterkeyboard hängen und über dieses die Samples des MPX16 abfeuern. Sehr schön.

Jedes Pad bietet drei unterschiedliche Arbeitsmodi. One-Shot bedeutet, dass das zugeordnete Sample einmal komplett abgespielt wird. Beim Modus Loop wird das Sample so lange abgespielt, bis man das Pad loslässt und bei Hold läuft das Sample in der Endlosschleife durch, bis das Pad ein weiteres Mal gedrückt wird.

Sehr hilfreich ist die Möglichkeit mehrere Pads in einer sogenannten Choke-Gruppe zusammenzufassen, so dass das Drücken eines einzelnen Pads auch die anderen Pads der Gruppe aktiviert. Per Mono/Poly-Einstellung lässt sich dazu einstellen, ob man mehrere Instanzen eines Pads abspielen kann, d.h. man aktiviert ein Sample durch Pad-Druck und während das Sample durchläuft, drückt man noch einmal auf das Pad. Im Mono-Modus wird das Sample noch einmal gestartet, während das Sample im Poly-Modus ein zweites Mal getriggert wird und die Samples dann bis zum Ende des ersten parallel laufen.

MPX16-4

Outputs in verschiedener Form finden sich an der Rückseite.


Ab Werk hat der MPX16 bereits 10 interne und voll belegte mit „i“ bezeichnete Kits gespeichert, die vom Nutzer nicht überschrieben werden dürfen. Alle anderen User-Kits haben ein „e“ vor der Kit-Nummer und dürfen nach Herzenslust mit Samples gefüllt werden. Per Drehrad steppt man nun durch die Kits, wobei der MPX16 ein Kit automatisch lädt, sobald das Drehrad länger als ca. 1 Sekunde nicht bewegt wird. Im Studio hat das während des Tests gut geklappt und den Workflow verbessert, aber im Live-Betrieb sollte man aufpassen, dass man nicht versehentlich am Rad dreht (im wahrsten Sinne des Wortes). Abstellen lässt sich dieses automatische Laden nicht. Die internen Kits sind ruck zuck geladen und anspielbar. Die auf der SD-Karte abgelegten Kits brauchen etwas länger, wobei die Ladezeit in der Praxis keinerlei Probleme bereiten sollte. Das läuft alles im guten Rahmen ab.

Forum
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    Atarkid  AHU

    Mir ist der „kleine“ Akai als Zuspieler sehr sympathisch. Gerade die Möglichkeit den Startpunkt eines Samples per Drehregler verschieben zu können, ist spannend.
    Mir ist auch klar wer die eigentliche Zielgruppe für das Gerät ist, aber zur ernsthaften Integration in ein Studio- oder Live-Setup taugt ein Stereo-Ausgang nicht. Gerade bei einem Sampler mit 16 Pads wären wenigstens 2 zusätzliche Ausgänge extrem hilfreich

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    Markus Galla  RED

    Es ist wirklich sehr schade, dass Akai aus den Fehlern des kleinen Geräts nichts gelernt hat. Schon damals wurden die nur 30MB Speicher kritisiert (übrigens findet man in einer Version der Bedienungsanleitung die Angabe 60MB – vielleicht war das mal geplant und wurde verworfen). Die FAT32 Formatierung ist antiquiert und die Limitierung auf 8 Zeichen ebenso. Die Pads können nur MIDI-Noten, keine Controller etc., was den Pad Controller schon für manche Aufgabe nutzlos macht. Direkter Zugriff auf das Sample Ram über den Computer per USB ist immer noch nicht möglich, möchte man auf die SD Karte vom Rechner aus zugreifen, wird das Gerät gesperrt. Da kann ich schneller die Karte herausziehen und in den Computer stecken. Jetzt kann man zwar Stereo-Samples nutzen. Doch bei 30MB stößt man da schnell an seine Grenzen. Warum man hier nicht auf die Negativ-Kritik vieler Magazine gehört hat, ist mir schleierhaft. Und wie so oft bleibt es damit bei hätte/könnte/wäre, ist aber nicht. Schade.

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      Atarkid  AHU

      Da braucht man sich nicht drüber aufregen, weil als „OMNI-ONLY“ kann man das Teil nicht vernünftig in ein Setup einbinden. Damit ist jede weitere Diskussion völlig sinnfrei… Und ich schlepp weiterhin meinen alten S5000… ^^

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    Davide Rizzitelli

    Fehlkauf definitiv:
    Ohje ich hab einen grossen Fehler gemacht. Ich habe den MPX16 gekauft..Die Pads sind zwar gut und stabil, doch die 30 MB an Samples ist total nicht zeitgemäss. Lädt man ein Sample runter, mit 2.1 MB, dann wird es automatisch mit 3 MB aufgerundet. Auch das Laden der Samples ab SD geht ziemlich lange. Das Besten kommt aber noch: Die Software Editor zum Samples rüberladen ist noch gar nicht erhältlich. Ein Akai Mitarbeiter schrieb mir nach 1 Woche ein kurzes Feedback mit der Begründung , dass es bald erhältlich sein wird. Jedoch wird auf der Verpackung gross und Fett angeschrieben, dass die Software bereits zum Laden ist. Für mich ist dieser Sampler nur eine grosse Enttäuschung. Da investiere ich lieber 100 Euro mehr und Kauf mir was anständiges. Auf jedenfall werde ich den MPX auf E-Bay ersteigern.

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    Zierenberg  

    Hallo Leute,

    also ich denke man sollte so einige negative Kritiken hier und im Test relativieren. Man kann einen 170,-€ Sampler nicht mit Funktionen eines Profisamplers vergleichen. Ich bin völlig erstaunt was das Teil für diesen Preis leistet. In meinem 1650,-€ teuren und aktuellen Clavia Nord Electro 4D stehen in der „Sample-Abteilung“ nur 60Mb zur Verfügung…

    30 Mb bei kug zugeschnittenen Samples, welche die seltsame Aufrundungseinschränkung beachten bieten bei voller Auflösung in stereo ca.: 11,25 Sekunden x 16 Pads, 22,5 Sekunden x 8 Pads und immerhin 45 Sekunden x 4 Pads für „Movieeffekte“. Abgesehen davon kann man auch Umschalten… …auch wenn das sicherlich etwas dauert.

    Die Auflösung von 16Bit und 48Khz ist ja absolut O.K., frage mich wieso das Wort audiophil bei 170,-€ Elektronik fällt. Sorry, aber das war ein Griff ins Klo – nehmen wir es mit Humor. Vollständige Klinkenaus/eingänge und Midibuchsen vorhanden (auch wenn diese nur rudimentäre Funktionen übermitteln) sind der Knüller! Der regellose „Headphones“ Out kann besser als Monitor Out bezeichnet werden.

    Für mich in dieser Preisklasse DER HIT – und das bei noch relativ guter Verarbeitung, danke Akai – good Job! Viele möchten so gern Retro spielen, aber 30 Mb sind viel zu wenig… …*schmunzel*.

    Grüße,
    Zierenberg

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