Test: AKAI MPX16, Sample-Recorder

Seien wir mal ganz ehrlich. Im Prinzip bietet der MPX16 Funktionen und Möglichkeiten, die die meisten gut ausgestatteten Musiker, DJs und Produzenten dank (mehrerer) Computer, Tablets, Smartphones, Controllerkeyboards oder Workstations bereits zu Hause haben. Doch zieht man den MPX16 einfach für das heran was er kann, bietet er in einem kompakten Gehäuse die Möglichkeit, Samples egal ob im Studio, auf der grünen Wiese oder auf der Bühne einfach und vor allem schnell aufzunehmen, zu bearbeiten und abzufeuern. Nicht mehr und nicht weniger. Und das unabhängig davon, ob man gerade ein paar Sample-Aufnahmen für das nächste Studio-Album aufnehmen, live ein paar Hits und Loops abfeuert oder aber einfach mit den Freunden herumalbern möchte. Für einen Ladenpreis von rund 170,- Euro bietet der MPX16 meiner Meinung nach gute Funktionen und Möglichkeiten, ein Gerät entweder im Alleingang oder aber dank MIDI-Schnittstelle im Verbund mit einem kleinen Controllerkeyboard einzusetzen. Gut vorstellen kann ich mir den MPX16 auch beispielsweise im Verbund mit Drum Machines oder aber in größeren Show-Produktionen, bei denen viele unterschiedliche Loops, Hits oder Geräusche, die live nur schwer umzusetzen sind, abgefeuert werden sollen. Dank seiner diversen Schnittstellen passt sich der MPX16 nämlich auch gut in größere Setups ein.

Fazit

Mit dem MPX16 bringt der Hersteller AKAI den größeren Bruder des MPX8 auf den Markt. Mit der Verdopplung auf 16 Pads, einer bessere Verarbeitung und einer einfacheren Menüführung hat AKAI den MPX16 deutlich aufgewertet. Die Aufnahme, Bearbeitung und Organisation von Samples und Kits ist kinderleicht und ohne große Einarbeitungszeit machbar. Schade ist nur, dass der MPX16 maximal 30 MB an Samples pro Kit erlaubt und der Kopfhörerausgang nicht separat regelbar ist. Ansonsten ist der MPX16 ein rund um gut funktionierendes Gerät, was sich dank einfachem Aufbau sehr gut in das eigene Studio- oder Bühnensetup eingliedert bzw. auch als eigenständiges Gerät gut funktioniert.

Plus

  • einfacher Aufbau und Menüführung
  • gute Verarbeitung
  • gute anschlagsdynamische Pads

Minus

  • max. 30 MB Samples pro Kit erlaubt
  • Kopfhörerausgang nicht separat regelbar

Preis

  • Ladenpreis: 169,- Euro
Forum
  1. Profilbild
    Atarkid  AHU

    Mir ist der „kleine“ Akai als Zuspieler sehr sympathisch. Gerade die Möglichkeit den Startpunkt eines Samples per Drehregler verschieben zu können, ist spannend.
    Mir ist auch klar wer die eigentliche Zielgruppe für das Gerät ist, aber zur ernsthaften Integration in ein Studio- oder Live-Setup taugt ein Stereo-Ausgang nicht. Gerade bei einem Sampler mit 16 Pads wären wenigstens 2 zusätzliche Ausgänge extrem hilfreich

  2. Profilbild
    Markus Galla  RED

    Es ist wirklich sehr schade, dass Akai aus den Fehlern des kleinen Geräts nichts gelernt hat. Schon damals wurden die nur 30MB Speicher kritisiert (übrigens findet man in einer Version der Bedienungsanleitung die Angabe 60MB – vielleicht war das mal geplant und wurde verworfen). Die FAT32 Formatierung ist antiquiert und die Limitierung auf 8 Zeichen ebenso. Die Pads können nur MIDI-Noten, keine Controller etc., was den Pad Controller schon für manche Aufgabe nutzlos macht. Direkter Zugriff auf das Sample Ram über den Computer per USB ist immer noch nicht möglich, möchte man auf die SD Karte vom Rechner aus zugreifen, wird das Gerät gesperrt. Da kann ich schneller die Karte herausziehen und in den Computer stecken. Jetzt kann man zwar Stereo-Samples nutzen. Doch bei 30MB stößt man da schnell an seine Grenzen. Warum man hier nicht auf die Negativ-Kritik vieler Magazine gehört hat, ist mir schleierhaft. Und wie so oft bleibt es damit bei hätte/könnte/wäre, ist aber nicht. Schade.

    • Profilbild
      Atarkid  AHU

      Da braucht man sich nicht drüber aufregen, weil als „OMNI-ONLY“ kann man das Teil nicht vernünftig in ein Setup einbinden. Damit ist jede weitere Diskussion völlig sinnfrei… Und ich schlepp weiterhin meinen alten S5000… ^^

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    Davide Rizzitelli

    Fehlkauf definitiv:
    Ohje ich hab einen grossen Fehler gemacht. Ich habe den MPX16 gekauft..Die Pads sind zwar gut und stabil, doch die 30 MB an Samples ist total nicht zeitgemäss. Lädt man ein Sample runter, mit 2.1 MB, dann wird es automatisch mit 3 MB aufgerundet. Auch das Laden der Samples ab SD geht ziemlich lange. Das Besten kommt aber noch: Die Software Editor zum Samples rüberladen ist noch gar nicht erhältlich. Ein Akai Mitarbeiter schrieb mir nach 1 Woche ein kurzes Feedback mit der Begründung , dass es bald erhältlich sein wird. Jedoch wird auf der Verpackung gross und Fett angeschrieben, dass die Software bereits zum Laden ist. Für mich ist dieser Sampler nur eine grosse Enttäuschung. Da investiere ich lieber 100 Euro mehr und Kauf mir was anständiges. Auf jedenfall werde ich den MPX auf E-Bay ersteigern.

  4. Profilbild
    Zierenberg  

    Hallo Leute,

    also ich denke man sollte so einige negative Kritiken hier und im Test relativieren. Man kann einen 170,-€ Sampler nicht mit Funktionen eines Profisamplers vergleichen. Ich bin völlig erstaunt was das Teil für diesen Preis leistet. In meinem 1650,-€ teuren und aktuellen Clavia Nord Electro 4D stehen in der „Sample-Abteilung“ nur 60Mb zur Verfügung…

    30 Mb bei kug zugeschnittenen Samples, welche die seltsame Aufrundungseinschränkung beachten bieten bei voller Auflösung in stereo ca.: 11,25 Sekunden x 16 Pads, 22,5 Sekunden x 8 Pads und immerhin 45 Sekunden x 4 Pads für „Movieeffekte“. Abgesehen davon kann man auch Umschalten… …auch wenn das sicherlich etwas dauert.

    Die Auflösung von 16Bit und 48Khz ist ja absolut O.K., frage mich wieso das Wort audiophil bei 170,-€ Elektronik fällt. Sorry, aber das war ein Griff ins Klo – nehmen wir es mit Humor. Vollständige Klinkenaus/eingänge und Midibuchsen vorhanden (auch wenn diese nur rudimentäre Funktionen übermitteln) sind der Knüller! Der regellose „Headphones“ Out kann besser als Monitor Out bezeichnet werden.

    Für mich in dieser Preisklasse DER HIT – und das bei noch relativ guter Verarbeitung, danke Akai – good Job! Viele möchten so gern Retro spielen, aber 30 Mb sind viel zu wenig… …*schmunzel*.

    Grüße,
    Zierenberg

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