Test: AKAI S S3000 SERIE

1. Februar 1999

Der neue AKAI-Standard

Zusätzlich zum folgenden test aus dem Jahr 2002, gibt es mittlerweile einen aktuellen GREEN BOX REPORT zur AKAI-S3000 Serie. Diesen finden Sie HIER

Als Nachfolger des legendären S1000 gilt AKAI´s S3000-Serie, die von 1993 bis 1997 in verschiedensten Ausführungen auf den Markt gebracht wurde. Auch heute noch sind Vertreter der S3000-Serie weltweit in vielen Studios anzutrefen. Die Bedienung ist einfach, der Sound neutral und studiotauglich.

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Wir werfen nochmals einen Blick auf den S3000 im Vergleich zu seinen direkten Vorgängern S1000/S1100, die ebenfalls noch oft auf dem Gebrauchtmarkt zu finden sind.

Das Outfit

Erinnern wir uns und werfen zunächst einen Blick auf das Äußere unseres Probanten. Auffälligste Änderung neben dem nun etwas rundlicher gestalteten Display und dem in schweinchenrosa leuchtenden Rec-Level Regler ist sicherlich das Fehlen des Cursor-Rads, das den vier Cursor-Tasten weichen mußte. Das Cursor-Rad war ja zweifelsohne das am hitzigsten diskutierte Element der S1000/1100 Oberfläche, fluchten doch viele über unendliche Kurbel-Orgien, während andere gerade die Flexibilität dieses Mediums schätzten. Ich persönlich war und bin kein großer Freund des Cursor-Rads, kann aber inzwischen gut damit leben, die Tasten-Variante gefällt mir jedoch deutlich besser. Ohne Probleme läßt es sich mit ihr über den Bildschirm manövrieren. Wenig geschickt finde ich jedoch, dass man nun zum Anwählen der einzelnen Dezimalstellen die rechts unten auf dem Bedienfeld gelegenen +/- Taster betätigen muß. So sind also beim S3000 gleich drei Elemente zu bedienen, um einen einzigen Parameter zu verändern. Beim S1000/1100 waren es derer nur zwei, und die lagen auch noch direkt nebeneinander – meiner Ansicht nach ergonomisch günstiger.

Frei von Fragen des persönlichen Geschmacks fällt hingegen die Betrachtung des Hinterteils unseres Prüflings aus: In gewohnter Manier fanden wir hier die acht frei zuweisbaren Einzelausgänge in unsymmetrischer Klinkenausführung sowie die zwei Stereo-Master-Outs, einmal als Klinke unsymmetrisch und einmal als XLR symmetrisch vor. Weiterhin zieren die drei obligaten MIDI-Drillinge die Rückfront. Ein zweiter Blick verriet dem Tester dann, weshalb ihm die Vorderseite des S3000 so seltsam aufgeräumt vorkam: Die Sample-Inputs (Klinke und XLR) sind nämlich auf die Rückseite des Samplers gewandert. Ob das eine weise Entscheidung der Akai-Ingenieure war, wage ich zu bezweifeln, denn nicht jeder, der einen Akai-Sampler benutzt, ist unbedingt der Ober-Profi, der seinen Sampler ohnehin nur „am Pult“ betreibt und ihn von daher nur einmal im Rack verkabeln muß. Ich stecke jedenfalls auch gelegentlich mal „einfach nur so“ ein Mikrofon in meinen S1000 und sample darauf los – ohne Pult, ganz unprofessionell! Wer jetzt meint, die nun konstruktionsbedingten Gymnastikeinlagen wären der körperlichen Konstitution förderlich, irrt leider gewaltig, denn im Zuge der akaischen „Wanderlust“ hat die Kopfhörer-Buchse inzwischen ihren Platz auf der Vorderfront eingenommen, sehr gut. Das „Mehr“ an Bewegung durch die rückwärtigen Sample-Ins und das „Weniger“ an Gymnastik durch die nun frontal zu nutzenden Headphones durften sich also die Waage halten…

Forum
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    jdrummer

    Für Drums, insbesonder Hihats ein tolles Werkzeug, selbst wenn dessen Nutzung mit unzeitgemäßen Ladewartezeiten verbunden ist.

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    iltis30  

    Was hat es eigentlich mit der Betribessystem-Version 2.0 auf sich. Da das erstellen einer solchen Diskette mit erheblichem Aufwand verbunden ist (man muss einen DOS-PC mit Diskettenlaufwerk finden, der maximal win 98 drauf habe darf …), würde ich gerne Wissen, ob sich das lohnt.
    Danke schonmal!

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    s1100user

    Sehr guter Artikel. Was mich hierzu außerdem noch interessiert: Wenn man beim S1100 ein Sample um 3-5 Halbtöne hochstimmte und es dann entsprechend wieder per Timestretching auf die ursprüngliche Länge brachte, ging das nicht ohne deutlich wahrnehmbare Artefakte. War das beim S 3000 anders/ besser?

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