Black Box: Akai XR10 & XE8, Drumcomputer & Expander

8. November 2015

Industrial Samba

Zu der Zeit, als Akai mit dem S1000 zum Marktführer bei Samplern aufstieg, versuchte die Firma auch ihre Produktpalette zu erweitern. Dazu gehörten Effektgeräte, Mixer, MIDI-Prozessoren und selbst eine Drummaschine: die Akai XR10.

Akai XR10 top 1

Als die Akai XR10 auf den Markt kam – tja, wann genau eigentlich? Hier gehen die Angaben auseinander, oft kann man nur 199X lesen. Tatsächlich wurde die Maschine wohl bereits 1989 erstmals vorgestellt. Also, als die Akai XR10 auf den Markt kam, war der Markt für Drummaschinen bereits heftig am schrumpfen. Ironischerweise trug Akai mit den erfolgreichen S-Samplern einen Gutteil selbst dazu bei. Und noch ironischerweisiger war eben der Erfolgssampler S1000 bzw. dessen Sample-Library die Grundlage für die XR10. Wenn das mal keine schicksalhaften Vorzeichen waren.

Konzept / Hardware

Die XR10 gehört zur 2. Generation digitaler Drummaschinen, wie die Yamaha RX-, Korg DDD- und spätere Roland TR-Serie. Diese Maschinen arbeiten mit PCM-Samples, die jedoch nicht mehr wie zuvor in einzelnen Boards/Chips, sondern in einer integrierten Schaltung, meist mit offener Chip-Architektur, untergebracht sind. Bei der XR10, als Spätkommer dieser Generation, lagen die Samples im 16-Bit-Format vor. Der Sequencer der Drummaschine bietet alle Funktionen, die seinerzeit Standard waren und hielt 50 Preset-Styles mit Variationen parat. Die Tonerzeugung ist achtstimmig, was für das Gebotene absolut ausreicht.

Akai XR10 rear

Das Gehäuse sieht etwas eigenwillig aus. Vor allen die Aufteilung der Oberfläche wirkt unausgewogen. Man verschwendete viel Platz für den Aufdruck der Rhythmen und Sounds. Der Pad-Bereich hingegen ist im unteren Drittel abgesetzt. Die nicht-anschlagdynamischen Pads für Sounds, Transportsteuerung und Soundfunktionen liegen als ein Block zusammen, sind identisch und außer der Beschriftung nicht voneinander zu unterscheiden. Da muss man zunächst schon zwei Mal hinsehen, um sich zurechtzufinden. Zur Dateneingabe über das Display sind Cursor-Tasten und ein Data-Regler vorhanden.
Anschlussseitig gibt es ebenfalls keine Besonderheiten. Neben Summen- und Kopfhörerausgang gibt es einen Effekt-Send, der aber ohne Return auskommen muss. MIDI-Ein- und Ausgang sind vorhanden und Musiker, die die Maschine als Rhythmusbegleitung verwenden wollten, konnten zwei Fußschalter für Start/Stop und Fill-In anschließen.

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