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Test: AKG Perception Live-Serie Teil 2

19. November 2010

Einsteiger-AKG

Hier nun der 2. Teil des Testberichtes über die kürzlich erweiterte „Perception“-Serie von AKG. Diese wird ja nicht in Wien, sondern im Reich der Mitte gefertigt und bewegt sich in Preisregionen von eigentlich fragwürdigen Billig(st)-Mikrofonen. So bin ich auch diesmal gespannt, ob das Gütesiegel des Namens AKG dennoch spürbar ist.

Im Teil 1 waren es die Gesangs-/Sprachmikrofone der Perception-Serie, die ich für Amazona.de unter die Schöbelsche Audiolupe genommen habe, diesmal sind die Instrumentalmikros an der Reihe. 

Grundsätzlich ist die Perception-Serie die Gegenantwort von AKG auf die Flut von NoName-Produkten, die seit einigen Jahren den Markt regelrecht überfluten. Leider lassen sich viele zukünftigen Anwender von dem meist ansprechenden Äußeren dieser unter oft fragwürdigen Bedingungen und mit drittklassigen Materialien hergestellten Schallwandler blenden und wissen oft nicht, wie sorgfältig ein wirklich gutes Mikrofon hergestellt sein muss, um auch audiotechnisch zu überzeugen. 

Perception P 2

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Dieses Mikrofon ist ein ganz schöner Brocken und laut AKG für alles basslastige eine gute Wahl: Bassdrum, Posaune, Bassverstärker etc. sind die geeigneten Schallquellen vor dem dicken Einsprechkorb. Besonders gefallen hat mir das Kombigelenk, das neben dem Stativgewinde auch gleich den XLR-Anschluss beinhaltet. Die Richtcharakteristik ist „Niere“.

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Die „Anfassqualität“ ist hochwertig, und wenn man nicht über den beinahe schon lächerlichen Preis informiert ist, hält man es von der äußeren Erscheinung her für ein professionelles Mikrofon für den täglichen Einsatz.

Das Mikrofon habe ich bei einem Auftritt einer meiner Kunden live in einer Kick Drum eingesetzt und war wirklich erstaunt, dass ohne jeglichen Einsatz eines EQs ein sauberer und konturierter Ton aus der PA herausschallte. Das hätte ich bei diesem preiswerten Mikrofon in dieser Form und Qualität nicht erwartet. Den unvergleichlichen Punch eines AKG D 112 erreicht es freilich nicht, das wäre auch etwas zuviel für den Preis verlangt.

Das bereits erwähnte Kombigelenk hat sich im Praxistest als ausgesprochen nützlich herausgestellt, da das Mikrofon durch den fehlenden XLR-Anschluss an seinem Ende sehr kompakt baut und dadurch ausgezeichnet zu positionieren ist.

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