Test: Alesis DM 10 X Mesh Kit, E-Drums

Der mitgelieferte Snareständer ist für keine größeren Belastungen ausgelegt. Bei rockiger Spielweise sollte man auf etwas Stabileres wechseln.

Die Kabel sind gut beschriftet, das Kit ist schnell verkabelt. Lediglich das vierte Tom und das dritte Becken haben keine feste Zuordnung. Diese kann man auf einen der verbleibenden Percussion-Eingänge stecken. Es sind einige Kabelbinder mit Klett beigelegt, so gibt es Ordnung und die Kabel hängen nicht wild in der Gegend herum.

Der Hihat Controller arbeitet in drei Stufen: offen, halb geöffnet und geschlossen. Das Hihatpedal ist sehr leicht und verrutscht daher leicht. Hier – und bei dem Kickpad – muss man sich gegen das Verrutschen etwas einfallen lassen.

---sehr leichte Bauteile verutschen auch leicht---

— Sehr leichte Bauteile verrutschen auch leicht —

Was ich nicht verstehe ist, warum Hersteller von E-Drum Sets oftmals nicht wenigstens ein ganz einfaches Bassdrumpedal mit dazugeben. Schleppen denn alle Drummer ihre ans Herz gewachsene Lieblingsfußmaschine mit sich herum? Auch hier Fehlanzeige! Also schraubt man im Proberaum erst das Pedal ab, nimmt es mit nach Hause, um bei der nächsten Probe festzustellen, dass man es genau dort vergessen hat. Alles könnte doch so einfach sein.

Es empfiehlt sich auf jeden Fall, die mitgelieferten Gummiränder auf alle Pads aufzustecken. Das reduziert die Anschlagsgeräusche auf den Spannringen enorm. Diese sind ja allesamt mit einem extra Sound versehen und werden oft auch separat angespielt.

---Pad mit aufgestecktem Gummirand---

— Pad mit aufgestecktem Gummirand —

Gut finde ich auch, dass die Trigger in der Mitte der Pads sitzen. Das erzeugt ein ähnliches Spielgefühl wie bei einer akustischen Trommel.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    vssmnn  

    Ich finde die Snares in den Demos nach wie vor sehr unnatürlich, erinnert mich an das Geknatter im uralten D4.,
    Alesis hat in meinen Augen bis auf den Adat und die Live- Effektgeräte nur Elektro-Schrabel auf den Markt gebracht, ich war nie zufrieden, immer muss man versuchen, an irgendwelchen Einstellungen zu drehen, bis man entnervt aufgab.
    Auch das Trigger IO war so ein furchtbares Nerv teil, wenn das im DM10 so weiter geht, nein Danke.

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      Oliver Schulte  RED

      Hi vssmnn,

      zunächst danke ich für Deinen Kommentar. Da deckt sich mein Eindruck aber nicht mit Deinem, das D4 kenne ich auch noch gut, aber zwischen diesen beiden Geräten liegen doch Welten.
      Ohne „drehen und schrauben“ geht ja nie was. Auch nicht bei Roland, 2Box etc. Mich hat das DM10 allerdings (auch natürlich unter Berücksichtigung der Preisklasse) positiv beeindruckt. Nicht jedes Preset klingt toll, aber es sind doch einige gute dabei.
      Das Trigger IO damals und auch das DM Dock heute sind jeweils zwar inovative Erfindungen, aber in beiden Fällen nicht zu Ende entwickelt. Da schießt Alesis gerne zu früh auf den Markt (Trotz langer Entwicklungszeiten).
      Probiere das DM10 doch mal aus, vielleicht siehst Du es dann anders.

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        vssmnn  

        Genau dieses inflationäre Herausbringen von unfertigen oder mangelhaften Lösungen ist der Aspekt, welcher mein Vertrauen in diese Firma unter die Toleranzlinie hat sinken lassen.

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    Atarkid  AHU

    Das mit den Snares wollte ich vorhin auch schon schreiben, hab’s mir aber verkniffen. Jetzt seh ich, dass ich nicht der einzige bin dem das gar nicht gefällt. Den Gesamtsound finde ich recht homogen, aber die Snare sticht bei jedem Demo raus. Grade Paradiddles oder sonstige schnellere Wiederholungen auf der Snare klingen sowas von nach Plastik und statisch. Vielleicht sind auch die Snaresounds einfach schlecht. Aber an irgendwas muss es ja liegen…

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    zeitlos  

    Ich spiele schon längere Zeit zuhause auf einem Roland TD-20-Set und seit knapp 2 Jahren im Bandübungsraum auf einem DM-10-Set ( das TD ist mir aus Diebstahlgründen dort zu wertvoll ) Ich habe die Pads selbst mit Meshheads versehen. Der Umbau für alle 5 Padshat etwas mehr als eine halbe Stunde gedauert und funzt tadellos. Es gibt auf Youtube dazu ´ne gute Anleitung) Viele Sounds gefallen mir bei Alesis sogar besser als beim Roland. Das Virtuelle hat seine Vorteile, das Sampling aber auch! Richtig filigranes und leises Spiel (wie zum bei bestimmten JAzzstilen) sind m.E. auf keinem E-Drum möglich. Straightes, klar akzentuiertes Spiel dagen sehr wohl. Man muss sein Spiel halt den Möglichkeiten anpassen ( was interessant und auch lehrreich sein kann ) Dann ist die E-Technik ein Zugewinn und in manchen Dingen dem Akustikset überlegen. Aber trotzdem: letztendlich geht nichts über eine richtige Trommel, nur in Teilbereichen. Aus heutiger Sicht würde ich mir das teure TD nicht mehr kaufen, sondern auch für zuhause das – wie ich finde – sehr preisgünstige DM10. Der vielfache Mehrpreis lohnt sich m. E. nicht…
    (justmy2cents)

  4. Profilbild
    vaikl  

    DM10 und Sounds nachladen – tja, eine der großen Marketinglügen von Alesis. Es gibt seit 4 Jahren nur *ein* einziges, per Sysex-File nachladbares Soundset, das „BluJay“ von Sonivox (welche ja nun auch im großen InMusic-Konzern neben Alesis, Akai, Numark etc. pp. wandeln). Dieses überschreibt dabei komplett alle bereits vorhandenen Kits und Sounds. Für das baugleiche Redbox-Modul von Pearl gibt es eine ganze Palette Soundsets, die sind aber wg. Serial-Abfrage des Moduls nicht kompatibel. Es gibt auch kein größeres OS-Update mehr fürs DM10 (2.0 wurde ebenfalls schon vor 4 Jahren versprochen und nie geliefert), Alesis hat das Ding fast komplett abgeschrieben und setzt noch leicht zuckend auf das DMDock fürs iPad zusammen mit einer halbherzigen DMTouch-App. Die sind raus aus einer ernsthaften EDrum-Produktreihe für Semiprofs, deswegen hab ich meins auch kürzlich verkauft. Mehr Infos dazu auf der inoffiziellen, privaten Forumsseite (nicht meine!) http://www.dmdrummer.com.

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