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Test: Alesis DM10 MK2 Studio Mesh Kit


Profiset oder Einsteigerklasse?

Der Hersteller Alesis überschwemmt seit Jahren den E-Drum Markt mit ständig neuen Drumsets. Ob tatsächlich so viele Modellvarianten notwendig sind, sei dahingestellt und es fiel mir auch schon schwer, ein E-Schlagzeug nur aufgrund von kleinen Unterschieden als eigenständiges Instrument zu betrachten. Dennoch lohnt es sich, mal genauer hinzuschauen, denn wenn es einem gelingt, die große Modellpalette im Kopf einmal auszublenden, steht da mit dem Alesis DM10 MK2 Studio Meshkit ein wirklich interessantes Instrument zum Angebot.

Aufbau und Rack

Geliefert wird das umfangreiche Alesis DM10 MK2 Studio Meshkit in nur einem großen Karton. Dieser ist vom Gewicht gerade noch alleine zu bewältigen. Ein hochachtungsvolles „Chapeau“ geht mir beim ersten Öffnen eines so verpackten Instruments immer durch den Kopf, hier sind wahre Verpackungsmeister am Werk. Den Platz der Kiste optimal ausgenutzt, bleiben kaum Lücken. Problem ist, am Ende dann alles wieder hinein zu bekommen. Das soll aber allein mein Problem bleiben, normalerweise bleibt das Instrument ja beim Kunden.

Klingt leider nicht so cool wie es aussieht: Alesis DM10 MK2

 

Der Aufbau gestaltet sich einfach, die mitgelieferte Aufbauanleitung ist hilfreich, sofern man noch nicht sonderlich erfahren ist. Das verchromte Rack aufzubauen gelingt mit wenigen Handgriffen. Lediglich sollte man von Beginn an darauf achten, dass die Halteklemmen für die Pads richtig herum angebracht werden, sonst muss man später Teile wieder auseinandernehmen, was ärgerlich wäre. Die Querstangen des Racks verfügen an den Enden jeweils über zwei Einkerbungen die wiederum in Zapfen innerhalb der Halteklemmen einrasten. Das ist toll, so steht alles gleich gerade. Die Verchromung der Stangen ist einwandfrei und wirkt hochwertig.

Das auf Gummifüßen stehende Rack hat ein angenehmes Gewicht und bringt eine gute Stabilität mit sich. Alle Schrauben gehen sehr leichtgängig. Das mitgelieferte Alesis Anclip-Schildchen kann man montieren, muss man aber nicht. Zumindest wird einem hier die Wahl gelassen, ob man als Werbeträger für das Unternehmen dienen möchte. Die zwei Galgen-Beckenhalter für die Crashs werden direkt in den vorderen Rackbeinen versenkt. Der kurze, gerade Halter für die Hihat ist ausreichend lang, der Beckenhalter für das Ride Becken etwas länger, was für eine optimale Positionierung sinnvoll ist. Alle Klemmen sind aus Kunststoff, machen aber auch einen sehr stabilen Eindruck. Als kurzes Fazit zur Hardware: alles superstabil, flexibel in den Anordnungsmöglichkeiten und robust.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    amazonaman AHU

    Edrums sind wie Sex mit dicken Kondomen. Edrums sind sehr teuer, jedes akustische 400 Euro Einsteiger Drum Set aus Holz und echten Schlagfell klingt laut, ja aber einfach genial gefühlvoll spielbar und eben einfach gefühlsecht.

    • Profilbild
      Stephan M. RED

      Man kann das auch anders sehen: Meine 2jährige Schlagzeugschulung habe ich in den 80ern Mangels E-Drums abgebrochen, ein Akustik-Set ist in einer Mietwohnung nämlich kaum realisierbar. Ich kann das zwar nicht beurteilen, aber ein sehr preisgünstiges akustisches Instrument muss nicht zwingend mehr Spaß machen. Zu Alesis, ich hatte mir vor Jahren überlegt, eines zu kaufen und es wurde im Ergebnis das Roland HD-3. Wenn ich die Sounds des Nachfolgers in der Sonderausführung höre, bin ich rückblickend froh für die damalige Entscheidung. Und ja, ich würde es nie selbst gegen ein hochpreisiges Akustik-Set eintauschen, alleine aus Platz- und Emissionsgründen. Profi-Schlagzeuger mit Proberaum mögen dies natürlich anders bewerten, aber ich glaube, dass diese Kits dem Nachwuchs ungleich höhere Chancen als früher bereiten. Und im Studio lassen sich die eingespielten Tracks noch nachträglich massiv verändern, sowohl in den Sounds, als auch in der Abnahme. Auch das geht bei einem akustischen Instrument mitunter nicht so einfach.

  2. Profilbild
    amazonaman AHU

    Das Edrum ist bedingt tauglich für Mietwohnungen, wenn aber der Vermieter unten dran wohnt dann hat man auch mit dem Edrum verloren, denn dieses Getrampel und gekloppe macht jeden Untermieter unglücklich. Es gibt jedoch auch Glücksfälle!
    Wer jedoch ein echtes Schlagzeug spielen kann, im eigenen Haus im Keller oder eben im Proberaum (Powerhouse), der wird nur müde lächeln. Für elektronische Klänge ist es aber unerlässlich und da fängt die Daseinsberechtigung für das Edrum schon wieder an! Oft werden auch akustische Sets mit Edrum Schlagflächen ergänzt. Z. B Roland SPD 30.

    Tolle Sachen kann man damit machen. Nur alesis hat mich schon mehrfach enttäuscht, ähnlich wie Behringer sollte man wissen wie viel Professionalität man erwarten möchte. Trotzdem besitze ich ein altes Alesis D5 und finde es sehr gut plus Edrum Set und im Keller ein Akustik Set.

  3. Profilbild
    utopia3000

    Richtig, ich hatte damals mal ein Roland T9 E-Drum und musste es auch wieder verkaufen. Ständig hatte sich der untere Nachbar beschwert, da der Trittschall ständig zu hören war. Einzige Möglichkeit wäre ein Drumpodest aus Sandsäcken und halbierten Tennisbällen gewesen, aber das wollte ich mir dann auch nicht in die Wohnung stellen..

    • Profilbild
      Oliver Schulte RED

      Ja, das Thema Trittschall ist tatsächlich immer ein Thema. Wo geklopft wird gibt es Geräusche, vermutlich lässt sich das nie ganz eliminieren. Allerdings ist das durch die Einführung von Gewebefellen schon wesentlich besser geworden, als noch mit den Gummipads. Sollten die Geräusche eines E-Schlagzeug die Nachbarn dennnoch auf die Palme bringen, sollte man versuchen Übezeiten abzusprechen. Das Problem liegt ja letztlich nicht nur beim Schlagzeug, ein Saxophonist nebenan macht auch keinen Spaß. Da jeder das Recht hat ein Instrument zu erlernen und zu spielen, rate ich immer sich zu arrangieren und an ausgemachten Zeiten zu halten. Wenn auch das nicht funktioniert, liegt das Problem meistens eher an den Menschen, als am Instrument ;-)

  4. Profilbild
    vssmnn ••••

    Alesis Drum-Module sind wie DECT-Telefone von Panasonic: Jedes Jahr zig neue Modelle und immer wieder ein hässliches grobpixliges (gefühlt aus den 80-er Jahren) Display + ein furchtbarer Klang, der immer noch nicht wesentlich besser ist, als der des urururur-alten D4s.

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Alesis Alesis DM10 MK2

Bewertung: 4 Sterne Bewertung des Autors
Leserbewertung: 4
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