Test: Alesis Elevate 5 MKII, Elevate 3 MKII, Studiomonitor

27. August 2018

Günstig, kompakt und gut?

alesis elevate 5 mkII

Es muss ja nicht immer gleich die 3-Wege-Monsterabhöre sein, um glücklich zu werden. Mal ganz abgesehen vom Preis, der für solch wuchtigen Studiomonitore aufgerufen wird, sind große Monitore in einem kleinen Raum auch gar nicht sinnvoll. Besitzer von kleinen Heimstudios brauchen also entsprechende Lautsprecher. Ein weiteres Szenario für unsere heutigen Testkandidaten Alesis Elevate 5 MKII ist der Einsatz als zweite alternative Abhöre. Dass man im Studio eine gescheite Abhörmöglichkeit benötigt, ist unbestritten, doch ständig nur auf den 2.000,- Euro Lautsprecherboxen abzuhören und zu mischen, ist im Jahr 2018 (leider) oftmals nicht sinnvoll. Dafür sind die Hörgewohnheiten der Konsumenten zu konträr, denn in der Regel genießen diese ihre Musik über kleine Stöpsel im Ohr oder über „Küchenradios Edition 2018“, namentlich auch Alexa, HomePod oder EchoDot genannt. Da kann ein Pärchen günstiger aktiver Studiomonitore durchaus sinnvoll sein. Doch was leisten diese in der Praxis?

Ausstattung der Alesis Elevate 5 MKII

Bezahlbar sind heutzutage fast alle Produkte aus dem Hause Alesis. Große Synthesizer à la Andromeda sind aktuell nicht in Sicht, das Produktfeld konzentriert sich auf Controllerkeyboards, Audiointerfaces, Studiomonitore, Mischpulte und allerlei E-Drums.

Die Elevate Serie hat der Hersteller bereits mehrere Jahre im Programm, aktuell stehen die Elevate 3 und Elevate 5 Lautsprecher bei Version MKII. Wie der Zahlenzusatz 3 und 5 bereits vermuten lässt, sind die beiden Modelle unterschiedlich bestückt. Während die uns für den Test zur Verfügung stehende Elevate 5 mit einem 5 Zoll LF-Driver und einem 1 Zoll großen Seidenhochtöner samt Waveguide bestückt ist, kommt die Elevate 3 MKII mit einem 3 Zoll sowie einem ebenfalls 1 Zoll großen Lautsprecher aus. Es handelt sich bei beiden Modellen somit um ein klassisches 2-Wege-System.

Die beiden Öffnungen auf der Vorderseite der Elevate 5 MKII dienen als Bassreflex-Port. Die Ausrichtung nach vorne sollte es ermöglichen die beiden Lautsprecher relativ nah an einer Wand zu platzieren, ein weiteres Indiz für den Einsatz als Heimstudio-Produkt mit geringen Grundmaßen und beschränktem Platzangebot.

Angetrieben werden diese bei der Alesis Elevate 5 MKII mit einer Endstufe, die eine Leistung von 2x 40 Watt bereitstellt. Bei der 3er Version sind es nur 2x 10 Watt. Entgegen der Mittel- und Oberklasse der Studiomonitore werden die Alesis Elevate 5 MKII und Elevate 3 MKII nur als Pärchen verkauft und ausgeliefert. Ein einzelner Verkauf ist auch nicht sinnvoll, denn die Studiomonitore sind so aufgebaut, dass die komplette Verstärkereinheit jeweils in der rechten Lautsprecherbox Platz findet. Auch ein Stromkabel wird entsprechend nur für die rechte Box benötigt. Ein einfaches Klinkenkabel leitet das Signal dann von der rechten an die linke Box weiter.

alesis elevate 5 mkII

Die Rückseite der Alesis Elevate 5 MKII ziert ein Power-On/Off-Schalter, der Anschluss für das Stromkabel, die Verbindungsbuchse zur jeweils anderen Box sowie – entsprechend des Konzepts nur bei der rechten Lautsprecherbox zu finden – ein Stereo-Cinch sowie ein Stereo-Klinkeneingang. Zur Anpassung des Sounds an die Abhörposition erlaubt die Elevate 5 MKII die Aktivierung eines Bass-Boosts. Hiermit wird ein nicht näher definierter (Bass-) Frequenzbereich „geboostet“.

Die Vorderseite bietet die Möglichkeit, einen Kopfhörer über eine 3,5 mm Stereoklinkenbuchse anzuschließen. Die Gesamtlautstärke des Systems lässt sich mit Hilfe eines Potis regeln, eine LED gibt Auskunft über den aktiven Betriebszustand.

alesis elevate 5 mkii

Im Vergleich zur MKI Version haben sich technisch zwei kleine, aber durch sehr interessante Punkte geändert. Das untere Ende des Frequenzgangs reicht bei der MKII Version nun bis auf 56 Hz herunter. Für den Vorgänger hat Alesis noch die Eckfrequenz 80 Hz angegeben. Zusätzlich wurde die Leistung der Endstufe verdoppelt, für die MKII-Version stehen nun wie beschrieben 2x 40 Watt bereit, zuvor waren es 2x 20 Watt.

Deutlich größere Unterschiede, die sich auch auf die Bauart ausweiten, gibt es zur kleineren Version Elevate 3. So befindet sich der Bassreflex-Port bei diesem Modell beispielsweise auf der Rückseite. Auch die Verbindung zwischen rechter und linker Box wird nicht mit einem 6,3 mm Klinkenkabel, sondern nur via Miniklinkenkabel hergestellt.

Zum Lieferumfang der Alesis Elevate 5 MKII gehören eine mehrsprachige Kurzanleitung mit Tipps zum Anschluss und der Aufstellung der Lautsprecherboxen, das zum Betrieb notwendige Stromkabel, das Verbindungskabel zwischen linker und rechter Box sowie ein Miniklinkenkabel auf Cinch-Stecker.

alesis elevate 5 mkii

Forum
  1. Profilbild
    ctrotzkowski  

    Soweit so gut: Einsteigerklasse zum Taschengeld-Preis.
    Allerdings, im Widerspruch zu den nicht vorhandenen XLR-Eingängen steht hier im Fazit die Aussage: „anderseits bieten sie mit Cinch- und Klinkenanschlüssen die Voraussetzungen, die Lautsprecherboxen in ein professionelles Umfeld einzubinden. “
    Sind die Klinkeneingänge denn immerhin symmetrisch ausgeführt, oder hat der Rotstift hier Tür und Tor für gänzlich unprofessionelle Brummschleifen geöffnet?

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