iO Hub
Starten wir mit dem iO Hub, das als kleines 2×2 Audiointerface ausgelegt ist. Der iO Hub kann sowohl an Mac, PC als auch als iOS-Erweiterung genutzt werden, die Computerverbindung zur Daten- und Stromübertragung wird per Mini-USB-Buchse hergestellt. An Anschlüssen bietet der iO Hub zwei Kombi-XLR/Klinkeneingänge, von denen Eingang 2 zwischen Mic/Line Level oder Hi-Z umgeschaltet werden kann, eben mit bereits erwähntem „Schrauben-Switch“. Eingang 1 lässt sich nicht umschalten, dieser arbeitet fest auf Mic/Line Level.
Als Ausgang kommt ein 6,3 mm Klinkenpärchen zum Einsatz, ein Kopfhörer kann ebenfalls angeschlossen werden. Hat man das iO Hub komplett verkabelt, kehrt sich der Vorteil des ansonsten sehr gerne gesehenen geringen Gewicht von rund 300 Gramm etwas um, denn auf seinem Platz bleibt das iO Hub dann bereits bei leichtem Ziehen am Kabel nicht mehr stehen, schade.
Durch die Form des Gehäuses sind die Bedienelemente des iO Hub sehr gut zu erreichen, denn diese hat man als Nutzer gut vor Augen. Durch die abgeschrägte Unterseite zeigt die Gehäuseseite mit den Bedienelementen leicht schräg nach oben, schön. Die vier Potis dienen zum Einstellen des Gains für Eingang 1/2, der Lautstärke des Kopfhörerausgangs sowie des Main Outs. Besonders über den regelbaren Kopfhörerausgang freue ich mich, das bietet nicht jedes Interface in dieser Preisklasse.
Wie bereits erwähnt, dient der erste der drei Umschalter zum Switchen zwischen Mic/Line und Hi-Z Niveau. Der Zweite im Bunde aktiviert eine +48V Phantomspeisung für beide Inputs gleichermaßen, der Dritte aktiviert das latenzfreie Monitoring, so dass das Eingangssignal ohne Umwege zum Computer direkt wieder ausgegeben wird. Gewandelt wird beim iO Hub mit maximal 24 Bit und 48 kHz. Die mittlerweile als Standard anzusehenden 96 kHz bzw. in der Mittel- bzw. Oberklasse auch deutlich höhere Abtastraten, schafft das neue Alesis also nicht.
So weit so gut, aber für was benötigt man nun die 9 Volt Blockbatterie, die zum Lieferumfang des iO Hub gehört? Die Antwort ist einfach und gut zugleich, denn nutzt man das iO Hub zusammen mit einem iPad, würde der zur Verfügung stehende Strom nicht für eine 48 Volt Phantomspeisung reichen. Mit Hilfe der Batterie kann man also auch Kondensatormikrofone an der Kombination iPad/iO Hub betreiben, beispielsweise um das Paket als Field Recorder zu nutzen. Und das dank der zwei XLR-Eingänge auch in Stereo.




























Nun ja, die Interfaces sind ja schon etwas länger am Markt. Wir haben das ioHub hier schon eine ganze Weile stehen. Das Interface ist nicht dazu da, um hochwertige Studioaufnahmen damit anzufertigen. Es ist eher ein Interface für diejenigen, die damit Demos produzieren möchten oder Ideen festhalten. Dumpf ist der Klang im Vergleich mit der Hardware, die ich sonst an meinem Hauptrechner einsetze, überhaupt nicht. Das kann man wirklich nicht behaupten. Über den Tiefbass kann ich nichts sagen, da an dem Interface nur eine kleine Fostex-Abhöre hängt, die keine richtig tiefen Bässe bringt. Über Kopfhörer klingt es in Ordnung. Schön ist, dass es am iPad funktioniert. Für den Preis ist das alles in Ordnung. Übrigens gab es das Interface direkt nach der Markteinführung bei vielen Händlern für 69€. Der Preis ist jetzt leider gestiegen.