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Test: Alesis iO Hub, Hub Control, USB-Audiointerface

(ID: 115087)

Klang

Anschlussseitig bietet das iO Hub prinzipiell alles, um das Interface im heimischen Studio oder aber im mobilen Einsatz zu betreiben. Aufwendiges Recording kann und soll man damit natürlich nicht erledigen, aber wie sieht es mit dem Klang aus? An meinem Mac ist das Ganze schnell angeschlossen, ruck zuck ist das Interface für die Wiedergabe bereit. Eine Treiberinstallation ist sowohl beim Mac als auch beim PC nicht notwendig. Die Wiedergabequalität ist gut, wirkt insgesamt aber etwas dumpf. Einige Details, die ich über mein Vergleichsinterface Focusrite Saffire Pro 40 gut höre, gehen beim iO Hub leider etwas unter.

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Mit der optionalen 9V Blockbatterie lassen sich sogar Kondensatormikrofone am iO Hub betreiben

Mit der optionalen 9 Volt Blockbatterie lassen sich sogar Kondensatormikrofone am iO Hub betreiben

Gehen wir weiter zur Aufnahmefunktion. Zunächst etwas Sprache und Gesang, bei denen sich das Einpegeln schwierig gestaltet, denn eine Peak LED o.ä. gibt es am iO Hub nicht. Also Gain aufdrehen und schauen, wo der Anschlag ist. Bei den Testaufnahmen ergibt sich dann folgendes Bild: Der Klang ist etwas dumpf im Gesamtkontext, mir fehlt es hier an Präsenz im Höhenbereich. Der Mittenbereich ist gut, unten herum ist mir der Bassbereich allerdings zu unpräzise. Dazu kommt, dass der iO Hub bei leisen Signalen und entsprechendem Aufdrehen des Gain-Reglers recht schnell anfängt zu rauschen. Durch die Direct-Monitoring Funktion kann man sein aufzunehmendes Signal zwar latenzfrei an den Kopfhörer schicken, allerdings lässt sich das Verhältnis zwischen Computer- und Direct Monitoring-Signal bei einer Aufnahme nicht einstellen, schade.

Klar, für einen Preis von 79,- Euro darf man sicherlich nicht zu viel erwarten, aber bei einer Presonus Audiobox oder den kleinsten Focusrite Interfaces bekomme ich da schon einen deutlich besseren Sound geboten. Allerdings liegen diese auch oberhalb der magischen dreistelligen Euro-Grenze, bieten aber im Falle der Audiobox auch ein solides Metallgehäuse und Wandlungen mit bis zu 96 kHz.

Abgesehen vom befriedigenden Sound präsentiert sich der iO Hub als unkomplizierter Mitstreiter. Während des Tests kam es zu keinen Ausfällen, die Installation ist unkompliziert, die Bedienung nahezu selbsterklärend. Der Kopfhörerausgang bietet genug Power, um auch lautere Aufnahmen zu bewerkstelligen.

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Control Hub

Während sich das iO Hub als Audiointerface präsentiert, handelt es sich beim kleineren Bruder Control Hub um ein reines Wiedergabeinterface, dazu aber mit MIDI-Schnittstelle. Aufnehmen kann man mit dem Control Hub also nicht, dafür wurde dem Gerät aber wieder ein separater und regelbare Kopfhörerausgang spendiert. Als Ausgang steht ebenfalls ein 6,3 mm Klinkenpärchen bereit. Zwei Potis dienen zum Regeln von Kopfhörerlautstärke und Main Out.controlhub_ortho_top_1200x750_lg

Es besteht die Möglichkeit, einen Ein- oder Zweifußtastenschalter anzuschließen. Dieser sendet einen MIDI-Befehl (CC14 bzw. CC14 und CC15 bei Zweifußtastenschaltern) aus. Umprogrammieren lässt sich der Befehl nicht. Wie auch der iO Hub kann der Control Hub sowohl an Mac, PC als auch als iOS-Erweiterung betrieben werden. Treiber sind nicht notwendig. Wie auch beim iO Hub verharrt der Control Hub bei Vollbelegung mit allen Kabeln leider nicht sonderlich gut auf seinem Platz, bei einem Gewicht von 220 Gramm ist das allerdings auch kein Wunder. In der Praxis arbeitet der Control Hub genauso unaufgeregt wie sein Bruder auch. Anschließen, als Wiedergabegerät aktivieren und los geht es.

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Forum
  1. Profilbild
    Markus Galla RED

    Nun ja, die Interfaces sind ja schon etwas länger am Markt. Wir haben das ioHub hier schon eine ganze Weile stehen. Das Interface ist nicht dazu da, um hochwertige Studioaufnahmen damit anzufertigen. Es ist eher ein Interface für diejenigen, die damit Demos produzieren möchten oder Ideen festhalten. Dumpf ist der Klang im Vergleich mit der Hardware, die ich sonst an meinem Hauptrechner einsetze, überhaupt nicht. Das kann man wirklich nicht behaupten. Über den Tiefbass kann ich nichts sagen, da an dem Interface nur eine kleine Fostex-Abhöre hängt, die keine richtig tiefen Bässe bringt. Über Kopfhörer klingt es in Ordnung. Schön ist, dass es am iPad funktioniert. Für den Preis ist das alles in Ordnung. Übrigens gab es das Interface direkt nach der Markteinführung bei vielen Händlern für 69€. Der Preis ist jetzt leider gestiegen.

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