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Test: Alesis Strike Multipad, Sample Pad

Output

Hier lässt sich die Zuweisungen (Routing) für die Ausgangsbelegung einstellen. Darunter der Effektanteil, der sich auf das gesamte Kit auswirkt. Zuletzt noch die MIDI-Noten-Zuweisung.

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Sound-Mode des Alesis Strike Multipad

Hier findet sich beim Strike Multipad ein Überblick über alle intern verfügbaren Sounds. Von hier lassen sich die Sounds den Pads zuweisen. Oben rechts im Display wird dabei immer angezeigt, welches Pad gerade aktiv ist. Die Import-Taste bezieht sich auf den USB-Slot. Hier können WAV-Samples von einem USB-Stick importiert und direkt einem Pad zugewiesen werden. Es lassen sich auch mehrere Samples gleichzeitig importieren und später den Kits bzw. Pads zuweisen.

Die Mode-Taste im Sound-Modus lässt auswählen, wie das Sample abgespielt werden soll. Per One-Shot, also einmal oder als Loop. Auch kann man sich hier für die Ausgabe als Mono- oder Stereo-Signal entscheiden, sofern das Sample denn in Stereo aufgenommen wurde.

Die Mix-Funktion gibt Auswahl über folgende Parameter: Pan, Fade in, Fade out, Velocity High and Low, Priority. Über die Edit-Funktion lassen sich so interne Preset-Sounds in den User-Speicher kopieren, um dort bearbeitet werden zu können.

alesis strike multipad

Der Utility-Mode

Das Display zeigt von links nach rechts folgende Tastenbelegung: MIDI, Audio, Triggers, Pedals, System und Backup. Das Meiste hier ist selbsterklärend. Nur ein paar Worte als grundsätzliche Information, für diejenigen, auf die mit dem Alesis Multipad eine neue Welt zukommt.

  • MIDI: Hier nimmt man alle Einstellungen vor, die die MIDI-Daten Ein- und Ausgabe betrifft.
  • Audio: Hier stellt man die grundsätzlichen Werte für die Aufnahme-Eingangslautstärke, die USB-Ein- und Ausgangslautstärke, die Aufnahmelautstärke (für das Abhören beim Samplen) des Record-Ins und USB-Eingangs sowie ein Wert namens System Gain.
  • Die Einstellungen für das richtige Spielgefühl auf den Pads legt man unter Triggers in den für E-Drums üblichen Parameterbegriffen wie Scan Time, Retrigger Cancel, X-Talk usw. fest.
  • Bei den Pedals lassen sich Pedale für HiHat-Funktion oder Foot-Control 1-4 (unterschiedliche Anspracheverhalten) festlegen.
  • Unter System stellt man die Helligkeit des Displays und die Auto-Power-off-Funktion ein. Hier wird auch die derzeit aufgespielte Software-Version angezeigt. In diesem Falle V1.0.0.
  • Zuletzt lässt sich über Backup noch ein gesamtes, alles beinhaltende Backup aller Einstellungen und Sounds machen.

Die Rasterung des Main-Potis ist erst einmal etwas gewöhnungsbedürftig. Da es wie gesagt eine Rasterung hat, die erst beim zweiten Widerstand reagiert, muss man sich erst etwas eingewöhnen. Mir persönlich gefällt dieses Verhalten nach kurzer Eingewöhnungszeit sehr gut, da man nicht versehentlich über das Ziel hinaus schießt und das anvisierte Ziel überspringt. Die Potis für die Effektzuweisung (A-Link) am linken unteren Rand des Bedienendes reagieren übrigens genauso.

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Wählt man mit den Plus/Minus-Tasten oder dem Main-Poti ein Set aus, so wird dieses sofort ohne Bestätigung geladen. Man muss also schnell genug am Drehregler bleiben, um zum gewünschten Set und nicht in ein anderes zu gelangen. Diese Funktion konnte ich nicht ausschalten, was mich im Workflow doch etwas stören würde. Man bleibt also ungewollt immer mal wieder in Sets hängen, in die man eigentlich nicht hineinrutschen wollte. Die Ladezeiten sind kurz und dauern wenige Sekunden. Vorteilhaft ist dies im Live-Betrieb. So kann man sich beispielsweise eine Playlist hintereinander abspeichern und muss pro Song nur jeweils einen Platz weiterdrehen.

Auf der linken Seite des Bedienfelds befinden sich drei Lautstärkepotis: Main-, Aux- und Phones-Regler. Diese sind leider nicht beleuchtet.

Darunter drei Taster, die von links nach rechts folgende Funktionen steuern: Kit FX weist den Drumkits Effekte auf das jeweilige komplette Set zu. Der MST FX weist nur jeweils einem Pad einen Effekt zu und Pad Cue lässt ein Pad zum Start/Stop-Button werden, der mit dem Stick ausgelöst werden kann. Es stehen jede Menge guter Effekte zur Verfügung wie zum Beispiel: Hall, Chorus, Flanger, Wahwah, Pitch, Low Fi, Slicer und vieles mehr. Über die Taste A, B und C lassen sich die den drei Effekt-Buttons zugewiesene Effekte dann im Handumdrehen den Sounds oder Kits Effekte zuordnen. Die fünf verbauten Effekt-Prozessoren arbeiten schnell und bringen viel inspirierende Performance.

Die Perform-Taste schaltet zwischen drei Modi um, in denen man die Belegung der Pads, der Trigger-Kanäle oder der Foot-ControlKanäle sieht und schnell auf die jeweiligen Einstellungen Zugriff hat.

Bekannt von vielen anderen Produkten: Per Vierpunkt-Lochplatte wird das MultiPad fixiert

Anschlüsse des Alesis Strike Multipad

Auf der Rückseite befinden sich der Stromanschluss samt Ein-/Ausschalter, eine USB-Buchse für Backups oder Sample-Import, der USB-Anschluss, MIDI In und Out, der Main-Out als 6,3 mm Klinkenbuchse, daneben Aux-Out (ebenfalls 6,3 mm Klinke), vier beliebig belegbare Trigger-Eingänge, Record In (zweimal 6,3 mm Klinke) und zwei weitere Trigger- bzw. Pedal-Eingänge. Ganz rechts kommt noch der Main-Regler, der die Sample-Eingangslautstärke bestimmt.

alesis strike multipad

Vor allem Live wird das Alesis Strike Multipad eine sinnvolle Rolle einnehmen. Alleine was die Übersichtlichkeit betrifft, gefällt mir die Gestaltung hier besonders gut. Im Studioeinsatz oder als stand-alone Mini-Studio eignet es sich hervorragend. Es lassen sich ohne weitere Zuhilfenahme von anderen Geräten Live-Setups für Zuspieler, Playalongs, Samples, Loops oder einfach nur den Clicktrack erstellen. Der Spaßfaktor für kreative Soundbastler liegt außerdem enorm hoch.

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Fazit

Natürlich ist es keine leichte Aufgabe, ein Konkurrenzprodukt zu solch etablierten Produkten wie dem Roland SPD SX oder dem Yamaha Multipad zu entwickeln. Alesis setzt beim Strike Multipad auf frisches Design mit intelligenten Ideen wie der Zuordnung von LEDs zu Soundgruppen oder zur Anzeige von Sample- oder Loop-Längen.

Gute Ideen stecken auf jeden Fall viele drin. Nutzt man diese Möglichkeiten, die das Strike Multipad mitbringt, so lassen sich diese Funktionen zur Verbesserung des eigenen Workflows wirklich sinnvoll einsetzen. 7.000 Sounds „on board“, das ist keine schlechte Anzahl. Die Qualität ist außerdem sehr ordentlich. Bei der Menge ist es natürlich extrem (Musikstil-) geschmacksabhängig, was gefällt. Die Soundqualität ist auf jeden Fall durchweg sehr gut. Der Rauschanteil ist sehr gering und alles klingt klar und druckvoll. So gefallen mir die enthaltenen Dubstep- oder Percussion-Loops sehr gut. Vieles wirkt sehr inspirierend.

Die Loop- und Sample-Funktionen überzeugen in ihrer einfachen Anwendung, hier finde ich kaum Kritikpunkte. Natürlich muss man sich hier an die Arbeitsschritte gewöhnen wie bei allen neuen Denkweisen.

Der Preis ist nicht ganz günstig, aber realistisch für die vielen Möglichkeiten, die das Strike Multipad bietet. Alesis überrascht mit einem gut durchdachten professionellen Instrument, was auf den ersten Eindruck sehr verspielt wirkt, aber beim Test seine starken Seiten zeigt. Alle Neune oder eben „Strike“!

Als Bonus gibt es zum Strike Multipad jeweils Pro Tools Lite und Ableton Lite gratis dazu.

Plus

  • sehr gute Verarbeitung
  • 7000 Sounds
  • viele gute Effekte
  • zuweisbare LED (RGB) -Funktionen
  • großer Speicher
  • Pro Tools Lite und Ableton Live Lite inklusive

Minus

  • Per Poti angewählte Kits oder Sets werden direkt ohne Bestätigung geladen

Preis

  • Ladenpreis: 699,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Soonisnow

    Unglaublich! Alesis scheint nach 20 Jahren des low- Budget- Daseins mit teils unausgereiften Produkten oder Neuauflagen der gleichen Samplesets in neuen Geräten wieder echte Qualität liefern zu wollen/können. Das hat auch seinen Preis. Und das finde ich ok. Toll die Idee, den Click optisch darstellen zu können und eine Art Lauflichtfunktion zu haben. Mal schauen, wie das ankommt…
    Mich würde noch interessieren, ob die Pads auch im Utility Mode einen „Handspielmodus“ haben ohne Sticks.

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Kriegt man Lust sich sticks zuzulegen. Find ich interessant für live, besser als die neue akai launchpad machine. Hab allerdings eine mpc

  3. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Vielen Dank für den Bericht. Werde das Gerät nach gewiiser Etablierung und ggf. Preissenkung mal genauer beobachten. Es gibt durchaus verlockende Features. Vielleicht kann es mein SPD SX ablösen. Wobei das SPD SX einfach super robust und megazuverlässig ist. Es hat mich seit Jahren nicht im stich gelassen und ist zu meiner Schaltzentrale an meinem Hybriddrumset geworden. Ohne geht nicht mehr. Dass muss Alesis erstmal beweisen, ob es dass auch kann. Auf den ersten Blick sieht es danach aus. Ich bin gespannt.

  4. Profilbild
    automix

    Hallo,

    ich wundere mich gerade beim Lesen dieses “ Testberichtes “ warum es keine der sonst üblichen Audiobeispiele gibt. Ich vermute mal stark das der Tester das Gerät auch nur von der Presseseite des Herstellers kennt. Die Aufzählung der Eigenschaften und die beigefügten Fotos lassen dies jedenfalls stark vermuten.

    Ich habe das Multipad bereits direkt nach der Vorstellung bestellt und der Liefertermin wird von Monat zu Monat verschoben.

    Bitte schreibt nur Testberichte von Geräten die Ihr auch wirklich über einen angemessenen Zeitraum benutzt habt.

    MfG.
    Frank Kleinwächter

    • Profilbild
      Oliver Schulte  RED

      Hallo Frank,

      Danke für den Hinweis! Selbstverständlich habe ich Audiobeispiele aufgenommen. Wieso diese nicht angezeigt werden, kann ich momentan nicht erklären. Wir werden Sie schnellstmöglich anhängen!
      Das Strikepad war selbstverständlich bei mir zum Test, was man meinen Schilderungen des Workflows (z.B. Sampling) , haptischen Beschreibungen etc klar entnehmen kann.

      Melde Dich gerne bei weiteren Fragen :-)

  5. Profilbild
    Thereminchen  

    Hätte nicht gedacht das die Kloppekiste so einen Spaß macht, auch das Lichtsystem ist keine Spielerei sondern eine wichtige Orientierungsmöglichkeit, die Sounds sind erstaunlich gut.
    Bin schon gespannt was man mit angeschlossenen HH und anderen Pedalen noch so basteln kann!

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