Test: Allen&Heath, Xone:DB4, Club-Mixer

Menü à la carte

Über das sehr einfach zu bedienende, klar ablesbare Menü in Honiggelb können nicht nur die Effekte konfiguriert werden. Auch der Interpretationsbereich der Beatcounter oder ihr Gehorchen auf eine externe MIDI Clock kann hier eingestellt, die Faderstarts aktiviert und die bereits erwähnte Beleuchtung gedimmt werden. Vor allem wird das Menü aber dazu dienen, das Routing für die Soundkarteneingänge und aller analogen Ausgänge einzustellen. Die USB-Inputs können paarweise mit beliebigen analogen und S/PDIF-Eingängen, den PFL-Signalen der Kanäle und den an Mix, Booth, Record und Phones anliegenden Mixen beschickt werden. Für Record und Booth können Mix, Cleanfeed und Kopfhörer-Mix gewählt werden, Booth und Mix können ihre Phase invertieren und sämtliche rückseitigen Ausgänge können bis zu 40 dB gedämpft werden.
Das Fehlen einer Effektschleife kann teilkompensiert werden, indem man die Kopfhörersignale am Booth oder Record als Quelle auswählt und sie über Aux wieder reinholt. Allerdings ist man dann in Sachen Vorhören limitiert und kann nur als Return hinzumischen, nicht aber wie bei Denon oder Pioneer Dry/Wet mit einem einzigen Regler einstellen.

Einfaches und effizientes Display

Einfaches und effizientes Display

Der USB-Port auf der Oberseite ist nicht nur für Sticks mit dem Firmwareupdate, sondern auch, um Presets zu laden und zu speichern. Diese enthalten die Einstellungen für die BPM, Effekteinstellungen, Kopfhörer-Einstellungen, Record-Quelle, USB-Routing, LED-Modus und Helligkeit.
Wenn der Mixer für zwei Minuten nicht bedient wird, rotiert als bildschirmschonender Gimmick ein Xone-Logo auf der Punktmatrix.

Über den rückseitigen USB-Port wird neben Audio auch MIDI gesendet. Alle Regler und Taster außer drei analoge senden Noten- bzw. CC-Daten, worüber auch das Handbuch freudigst Auskunft gibt. Die Effekt-Wahltaster sind nur im MIDI Shift-Modus aktiv, und dann auch nur für MIDI. Jene Nutzer, deren Programme MIDI ausgeben können, können sich auch die beleuchteten Taster am Mischer vom Rechner fernsteuern lassen.

Fazit

Der Allen&Heath Xone:DB4 als A&Hs erster volldigitaler DJ-Spross überzeugt und punktet vor allem mit einer höchst soliden Audioperformance, vielen Effekten und zahlreichen Routingoptionen. Den Eindruck der Unübersichtlichkeit, den manchen beschleichen mag, ist nur ein erster. Das Gerät ist einfach vollgepackt mit Möglichkeiten, die sich mir sehr schnell erschlossen haben und an keiner Stelle unlogisch erschienen. Das klare Farbkonzept und die schwarze Farbe setzen den Nutzer jederzeit deutlich über den aktuellen Betriebsstatus in Kenntnis – was auch nötig ist bei der Vielzahl an Optionen, die hier geboten wird.
Die Negativpunkte sind alle eher von leichterem Gewicht und können einer wirklich guten Wertung wenig anhaben. Der Preis dieses Schlachtschiffs ist bei allem Zauber aber kein Pappenstiel und auch etwas oberhalb eines Pioneer DJM-900 gelegen, gegen den er direkt antritt. Für gute Arbeit wird im DJ-Bereich weiterhin auch gutes Geld genommen.

Plus

  • Verarbeitungsqualität
  • Klang allgemein
  • Qualität der Effekte, Kill Send-Option, Beatcounter
  • Routingoptionen
  • Lichtkonzept
  • Menüführung
  • Softbag
  • Ausführliche Dokumentation

Minus

  • richtige Effektschleife wäre schön gewesen
  • Filter-/Effekt-Trigger könnten etwas größer sein
  • USB-Ausgänge etwas zu laut
  • Effekte eher aus der Brot- und Butter-Fraktion
  • Abholmodus als Option für EQs wäre wünschenswert
  • LEDs könnten etwas weniger übersprechen

Preis

  • UVP: 2616,81 Euro
  • Straßenpreis: 1998,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Bubla

    Der DB4 müsste eigentlich auf PLatz eins stehen. Ich hatte zuvor einen DJM900, welcher wirklich gut ist aber mit einem DB4 klar nicht mithalten kann. Der Sound des DB4 ist, obwohl auch digital, deutlich wärmer als beim DJM900. Die Effektsektion des A&H sucht seinesgleichen und ist vielseitig einsetzbar.
    Wer gerne etwas mehr Geld für einen MIxer ausgeben möchte, sollte sich dieses Gerät mal genauer anschauen.

  2. Profilbild
    Tommy Sassoon

    Sehr schade, dass dieser Mixer nicht den ersten Platz einnimmt. Definitiv schlägt dieser Mixer in Klang, Effekten und Innovation den 900 Nexus. Dieser ist einfach nur ein Abklatsch des 800er Mixers. Aber meine Meinung in diesem Fall ebenso subjektiv, wie die des Autors.

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