Klassischer Xone-Sound mit digitalen Features
Allen & Heath Xone:24C – der neue 2+1-Kanal DJ-Mixer vom britischen Hersteller sorgt für ein Update des beliebten Mischpultes mit analogem Signalpfad. Master-Insert und verbauter USB-C-Hub treffen jetzt auf das beliebte Filter und die gute Verarbeitung des britischen Herstellers. Wir gucken uns heute an, was den Mixer ausmacht und natürlich auch, für wen sich dieser eignet.
- Klang & Filter: Analoger Signalweg mit dem klassischen Xone-Filter inklusive regelbarer Resonanz sorgt für druckvollen, musikalischen Sound.
- Digitale Features: 6 x 6, 24 Bit/96 kHz Audiointerface, DVS-, Streaming- und DAW-Modus sowie integrierter USB-C-Hub erweitern das Setup flexibel.
- Praxis & Verarbeitung: Robustes Aluminiumgehäuse, Mini innoFADER und durchdachtes Layout überzeugen.
- Preis-Leistung: Mit 478,- Euro kein Schnäppchen, angesichts Klang, Master-Insert und digitaler Anbindung jedoch ein gelungenes Update.
Inhaltsverzeichnis
Der Allen & Heath Xone:24C im Überblick
Der DJ-Mixer bleibt mit Abmessungen von 19 x 10,8 x 31,4 cm (B x H x T) und einem Gewicht von 2,8 kg absolut kompakt und transportabel. Im Vergleich zum Vorgänger wird jetzt auf ein klassisches, rechteckiges Design in komplett schwarzer Ausführung gesetzt.
Selbstverständlich finden wir am Allen & Heath Xone:24C zwei identische Kanalzüge. Diese bestehen aus einem Schalter für die Eingangsquelle, Gain-Poti, 3-Band-Equalizer, Button für Filter und Cue, Input-LED sowie einen Volume-Fader. Der Equalizer kann die einzelnen Bänder um 6 dB anheben oder komplett absenken. Die Frequenzen der Bänder liegen bei 3,5 kHz, 1,1 kHz und 500 Hz, wobei die Höhen- und Tiefenbänder als Shelving-EQs ausgeführt sind.
Mittig beim Allen & Heath Xone:24C haben wir eine 12-teilige LED von -25 dB bis +9 dB sowie ein extra Segment, das Übersteuerungen anzeigt. Darunter liegt das Poti für die nahtlos einstellbare Resonanz des Filters und weitere Buttons, mit denen wir wahlweise ein HPF oder ein LPF auswählen können. Dazu gehört dann natürlich das Poti, mit dem wir die Frequenz des Filters einstellen können.
Links außen finden wir den „+1“-Kanal, bei dem wir zwischen Mic, USB oder AUX auswählen können. Für diesen Kanal gibt es dann neben dem Gain-Poti einen 2-Band-Equalizer, Eingangs-Signal-LED und Buttons fürs Anschalten des Kanals, Aktivierung des Filters und Cue-Button, um das eingehende Signal vorhören zu können.
Auf der rechts außen liegenden Seite finden wir oben einen Button für einen Master-Insert. Richtig gelesen, eins der neuen Features beim Allen & Heath Xone:24C ist genau dieser Master-Insert, mit dem ihr einfach externe Effekte in euer Setup einbinden könnt.
Natürlich gibt es dann noch die wichtigsten Kontrollelemente für Master-Out und Booth-Out, eine Kopfhörer-Sektion und die Einstellungsmöglichkeiten des Crossfaders. Verbaut wurde ein Mini innoFADER.
Die Anschlüsse des DJ-Mixers
Die Anschlüsse des Allen & Heath Xone:24C sind schnell abgearbeitet: Vorderseitig haben wir natürlich den Kopfhöreranschluss in beiden Klinkengrößen und auf der Rückseite folgen dann im Cinch-Format die Anschlüsse für beide Kanäle sowie den Master-Insert. Abseits davon gibt es dann einen USB-C-Anschluss zur Verbindung mit dem Rechner und zwei weitere USB-C Ports mit je 7,5 W, mit denen man weitere USB-Geräte anschließen kann.
Via XLR gibt es den Master-Ausgang und über Cinch haben wir zum einen den Booth-Out, Record-Out und Aux-In. Abschließend gibt es dann noch eine Kombibuchse in 6,3 mm und XLR-Ausführung zum Anschluss eines Mikrofons.
Der Unterschied zum Allen & Heath Xone:24
Der Unterschied zum „Basis“-Modell sind die digitalen Möglichkeiten, die der Allen & Heath Xone:24C mit sich bringt. Das ist zum einen der verbaute USB-Hub auf der Rückseite, mit dem externe Controller, wie beispielsweise ein Allen & Heath Xone:K3 oder ein Native Instruments X1 MK3, angeschlossen werden können, und natürlich das verbaute Audiointerface.
Dieses gibt uns als Anwender drei verschiedene Modi, wie wir den Allen & Heath Xone:24C nutzen können: Streaming, DAW und DVS Pro. Verbaut bei diesem DJ-Mixer ist eine 6 x 6, 24 Bit/96 kHz Soundkarte.
Der DJ-Mixer in der Praxis
Nachdem wir den Allen & Heath Xone:24C aufgebaut und angeschlossen haben, können wir direkt sagen, dass sich das Gerät genauso wertig anfühlt wie alle anderen Allen & Heath Produkte. Das Gehäuse und die Faceplate bestehen aus Aluminium und machen einen robusten Eindruck. Die Potis sind gummiert und haben zum Teil, wie beispielsweise beim Equalizer, eine Mittenrasterung, die auch in einer dunklen Umgebung ein wenig mehr Kontrolle ermöglicht. Abseits des Mixers liegt im Lieferumfang lediglich noch das externe Netzteil bei.
Vom Aussehen macht der DJ-Mixer in unseren Augen alles richtig. Klare Strukturen, gut ablesbare Beschriftungen und Farben nur da, wo es sinnvoll ist. Das ist neben der Pegel-LED-Anzeige dann auch nur der Cue- und Filter-Button sowie der Button zur Aktivierung des zusätzlichen Kanals und die Filterarten. Die Buttons haben einen festen Druckpunkt und sämtliche Potis einen angenehmen Widerstand.
Etwas bemängeln wir jedoch: den Umstand, dass es lediglich eine Erdungsschraube auf der Rückseite des Mixers gibt und sich diese auch vollends abschrauben lässt, wodurch diese im schlimmsten Fall beim Transport auch verloren gehen könnte. Achtet man aber ein wenig drauf, sollte das nicht passieren. Dennoch hätten wir auch bei dem 2-Kanal DJ-Mixer eine zweite Erdungsschraube klasse gefunden, da dies das Anschließen beim Gig im Dunkeln noch einfacher und übersichtlicher gestaltet.
Auch wenn wir nicht viel mit dem Crossfader arbeiten, merken wir hier doch einen Bereich von circa 2 mm Cut-In, bevor der Crossfader greift. Der mini innoFADER läuft sonst aber wie gewohnt sehr weich.
Natürlich braucht ein DJ-Mixer wie der Allen & Heath Xone:24C das beliebte Filter. Dazu haben wir euch hier einmal Klangbeispiele von LPF und HPF mit verschiedenen Resonanz-Einstellungen aufgenommen:
Eine Besonderheit des Mixers ist die Signal-LED über dem jeweiligen Volume-Fader. Diese visualisiert euch in drei Farben die Lautstärke des Signals Post-Fader und Post-EQ.
Das Auflegen mit dem Allen & Heath Xone:24C macht Spaß. Es gibt alle grundlegenden Elemente, die man für sauberes Mixing benötigt, aber mehr auch nicht. Es sei denn, man kümmert sich selbst darum.
Master-Insert und USB-Modi
Damit meinen wir natürlich den Master Insert. Hier kann einfach ein externes Effektgerät angeschlossen werden. Für diesen Test haben wir unseren Roland MX-1 mal als Effekt benutzt und diesen einfach über die Cinch-Anschlüsse angeschlossen. Über den Button auf der Oberseite kann der Insert-Effekt aktiviert werden und schon können wir das Delay des Roland Gerätes in unseren Mix einbinden. Weder beim Aktivieren des Master-Inserts noch beim Anschalten der Filter gibt es ein unschönes Ploppen oder andere Geräusche.
Die USB-Features des DJ-Mixers können sich sehen lassen und bieten vielfältige Möglichkeiten, sodass wir hierzu in naher Zukunft einen kleinen Workshop veröffentlichen werden. Im Kern haben wir mit dem Modus Streaming die einfache Möglichkeit, Audio aus dem Rechner über einen der Kanäle wiederzugeben. Equalizer, Filter und Master-Insert können dann das Signal bearbeiten.
Mit dem zweiten Modus kann man den Allen & Heath Xone:24C als Zentrum für ein Digital-Vinyl-System (DVS) nutzen. Das haben wir sowohl mit algoriddims djay Pro als auch mit Traktor Pro 4 ausprobiert.
Der letzte USB-Modus dient der Verwendung mit einer Digital Audio Workstation (DAW). Dabei kann man einerseits Software-interne Kanäle über die verschiedenen Kanäle des Mixers wiedergeben und ebenso bedienen wie im ersten Modus, aber zusätzlich kann man Funktionen der Software, in unserem Fall Ableton Live, durch MIDI-Mapping auch haptisch mit den Bedienelementen des Mixers steuern.
Sämtliche USB-Modi funktionierten auf Anhieb ohne Probleme. Gerade der DVS-Modus gefällt uns. Man benötigt keine weitere Soundkarte, das Anschließen fällt abseits der Verbindung mit dem Rechner via USB-C-Kabel weg und der Wechsel zum normalen Auflegen bedarf nur dem Umlegen des Input-Schalters auf Phono oder Line. Insgesamt wirklich super umgesetzt!
Die Zielgruppe des DJ-Mixers
Der Allen & Heath Xone:24C richtet sich natürlich einerseits an Einsteiger, die einen soliden 2-Kanal DJ-Mixer mit optimalen Sound wollen und zugleich schon wissen, dass eine Erweiterung des Setups mit weiteren DJ-Controllern, wie beispielsweise dem Allen & Heath Xone:K3, früher oder später folgen wird.
Andererseits lassen sich durch den XLR-Anschluss auch größere Beschallungssysteme anschließen und ein solcher DJ-Mixer kann sich somit auch für Bars oder kleinere Clubs eignen.
Der Preis des Allen & Heath Xone:24C
Preislich ist der Allen & Heath Xone:24C teurer als sein Geschwistermodell ohne digitale Anbindung und liegt bei einem Preis von 478,- Euro. Natürlich nicht der günstigste 2-Kanal DJ-Mixer auf dem Markt, aber mit den neuen Funktionen und dem guten Klang in unseren Augen vertretbar. Zudem darf man hier noch mal anführen, dass Geräte des Herstellers wirklich für die kommenden Jahre gebaut werden. Der Vorgänger war im Jahr 2014 auf den Markt gekommen und ist bis jetzt auch immer in unseren Übersichten und Empfehlungen von 2-Kanal DJ-Mixern vertreten. Wir haben keinen Zweifel daran, dass das aktuelle Modell gebührend in die Fußstapfen des Vorgängers treten wird.





































Danke für den Test, von meiner Seite ewige Liebe für die Allen&Heath-Djmischer🙂
Einen Send&Return hatten die alten 23er und die neueren 24er doch auch, oder versteh ich da was falsch bezüglich Master Insert. Und wenn schon beim Thema, rauscht der Send&Return immer noch so hart? Das ist zumindest beim 23er ein Abturner.
Der Kopfhörerausgang geht nur bis 10??!
It’s one quieter… =(
schade.
@dadda_dave oje 😅
@dadda_dave Viel schlimmer ist, dass es nur eine Erdungsschraube gibt. Wie soll man da zwei Kabel festbekommen? – Zumal ständiger Verlust der Mutter droht! /s 😁
Ansonsten ein ganz anständiger kleiner Mixer – Minuspunkt für mich wäre eher der einsame Filter.