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Test: Allen & Heath XONE:4D

Oberflächliches

Die gesamte Anmutung wirkt professionell und (wenn man erstmal in Anbetracht der Menge an Reglern cool bleibt) ruhig. Zentral wie eh und je sitzen die Kanalzüge mit ihren Eingangsselektoren und sich dick abhebenden EQ-Potis. Alle Drehregler sind gummiert und griffig.
Die Wahlschalter fürs Routing der Soundkarten-Eingänge sind neu dazugekommen und heben sich rot ab. Die Knöpfe haben allesamt einen guten Druckpunkt, und dank der verschiedenen Beleuchtungsmodi weiß man immer, was eingangstechnisch Sache ist.
Es folgen Kipphebel, die zugleich auf Filter und Crossfader routen, und die Cue-Schalter.
Das intelligente Cue-System fehlt auch hier nicht: wenn man vom einen auf den anderen Kanal umschaltet, wird der alte automatisch deaktiviert. Dennoch ist natürlich Mehrfachwahl möglich. Eine sehr helle rote LED und ein Leuchtkranz am Kanalschalter signalisieren, dass auf den Master-LEDs nun das Cue-Signal anliegt. Wird nichts angewählt, hört man immer den Gesamtmix auf den Kopfhörern und liest ihn auch in Stereo an der LED ab.

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Captain Kirks neue Kommandozentrale

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Ebenso typisch für Allen & Heath: der Cue-Mix. Bei Rechtsanschlag wird nicht voll dem Master-Mix gelauscht, sondern dieser nur gleichwertig dazugemischt. Eine 30:70-Mischung zugunsten des Masters ist damit leider nicht möglich, in meinen Augen immer ein kleiner Wermutstropfen, was aber manch anderen vielleicht weniger stören mag. Abhilfe kann geschaffen werden, wenn nicht beide Aux-Sends genutzt werden und man über die dazugehörigen Regler mischt und diesen Aux-Weg in den Cue wählt.
Die gewohnt angenehmen, doppelt gelagerten Fader mit 60mm Länge, Staubschutz (wie auch die MIDI-Fader) und direkt daneben liegenden, hellen und genauen LEDs und der etwas kürzere Crossfader folgen. Letzterer ist stufenlos regel- und abschaltbar.

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Spaß mit Filtern

An den Außenflanken kommen die beiden Filter mit Hoch-, Tief- und Bandpass-Charakteristik. Diese können auch zusammengeschaltet werden, womit einige interessante Soundspielereien möglich werden. Obligatorisch dafür sind bei den Xones die Resonanz- und LFO-Regler.
LFO steht für niederfrequente Oszillation. Dadurch kann man das Filter rhythmisch öffnen und schließen lassen. Den Takt dazu gibt man über einen Taster im Bereich von 15-200 BPM vor. Dieser steuert dann wahlweise einen oder beide Filter. Hier nun hat man einige Gadgets implementiert. An sich sind der Takt des LFO und Beatcounters unabhängig voneinander. Aber zum einen kann man sich den allgemeinen BPM-Wert in den LFO laden, und zu anderen gibt es als Novum im 4D frei wählbare Hüllkurven für den LFO. Diese werden mit den acht MIDI-Fadern modelliert, ein bemerkenswerte Sache für Kontrollfreaks.
Der Beatcounter (70 – 400 BPM) kann wahlweise manuell gesteuert, vom Mix oder Send 2 ausgelesen werden. Daran angehangen ist direkt der MIDI-Taktgeber. Über einen großen Hebel kann man zwischenzeitlich die Clock anschieben und abbremsen, um eventuell nachhinkende Peripherie in den Takt zu bringen. Übrigens trügt der Schein: es wird intern mit Nachkommastelle gezählt und dann auf einen dreistelligen Wert gerundet. Dies kann man ebenfalls auslesen.

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Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Hast Du irgendwelche Nachteile wegen USB bemerkt? Oder sind das nur Vorurteile? Firewire macht doch dauernd Probleme?

  2. Profilbild
    Danny Who  AHU

    Hallo Horst,\r\n\r\npraktische Nachteile sind mir auf meinem schnellen Testsetup mit dem USB Interface nicht untergekommen.\r\nEine Latenz war nicht spürbar.\r\n\r\nDie angesprochenen Defizite beziehen sich lediglich auf die prinzipielle Funktionsweise des USB-Standards, der weniger vorteilhaft als Firewire ist.\r\nJe nach Situation sind schnell alle Ports verbraucht, Firewire-Geräte hingegen kann man ausreichend kaskadieren, bekommen viel Strom und bekanntermaßen ist USB nur auf dem Papier schneller.\r\nDaher ist es im Audio- und Video-Produktionsektor für externe Hardware aller Art sehr populär (neben den ganz großen Lösungen, die auf PCI-Karten setzen).\r\n\r\nIch kann mir daher den Griff zu USB so erklären, dass es allgemein populärer ist und damit auch auf jedem Aldi-Rechner läuft.\r\nZudem erspart sich der Hersteller die immensen Lizenzgebühren von meines Wissens pro Gerät einem US-Dollar ;)

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