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Test: Allen & Heath XONE:4D

Praktisch getestet wurde das ganze mit Traktor 3.3.2 auf einem Macbook Pro (Santa Rosa) mit 2,2 GHz und 2GB RAM unter OS 10.4.10.
Die vorbildliche Bedienungsanleitung verrät dem wissbegierigen Anwender auf den ersten Seiten, welche Schritte für die Vorbereitung des digitalen Setups zu tätigen sind und erklärt MIDI-Mapping und Routing der Soundkarte (weiter hinten folgen erst die Sachen, die man als versierter DJ ohnehin kennen wird). Ein Treiber (getestet mit V1.5) wird installiert, der Kasten mit dem mitgelieferten Kabel angeschlossen und prompt darauf erscheinen MIDI und Soundkarte in der Systemkonfiguration. Letztere taktet wahlweise mit 44,1, 48, 88,2 oder 96 kHz. Als Studiosoundkarte wird man aufgrund der unsymmetrischen Verbinder eher auf Etabliertes ausweichen, für Verdrahtungen in Geräte-intensiven digitalen DJ-Sets eignet sie sich umso mehr.
Auch Traktor nimmt diese anstandslos an. Als erstes ist das Senden der Decks auf die Soundkarten-Ausgänge angesagt, sodass alle Musik direkt auf den analogen Kanalzügen liegt. Bis 2.5 ms Latenz bei 44,1 kHz lieferte Traktor auf 4 Decks keine Aussetzer. Die Ausgänge liefern Mixer-intern (wenn man also Traktor-Decks auf die Kanäle routet), sehr viel Pegel, Dateien mit 0 dB Aussteuerung musste ich über den Gain fast voll absenken, damit am Kanal nicht über 0 dB anliegen.

Einiges mehr an Zeit sollte sich dann jeder nehmen, um seine Lieblingseinstellungen für diverse Steuerungen vorzunehmen. Hier und da werden TKS-Preset-Dateien angeboten, doch jeder hat seinen eigene Arbeitsweise. Nach einmal einstellen ist dann Ruhe. Über die Lernfunktion geschieht dies an sich zügig. Da die Regler nicht alle gleich agieren (mal digital, mal virtuell analog), eignet sich nicht alles für jeden Software-Parameter. Über die Jogs etwa kann man flink browsen und Tracks laden, scratchen über MIDI hat aber keinen Sinn, dafür ist das Protokoll technisch nicht ausgelegt. Nach Herzenslust kann man Effekte, Cues und Library so steuern, dass die Maus bald verstauben wird.
Mitentwickler Chris Liebing hat diesbezüglich seine Arbeitsweise offengelegt (der findige Surfer wird es alsbald googlen), gegen den unser Test-Setup vornehm gesagt bescheiden ausfällt.
Mittels eines zweiten Rechners und weiteren Effekten spielt er mit Traktor auf vier Decks und Ableton Live (der zweiten hauptsächlichen Zielanwendung des 4D) Sets, die mehr Remix als Track-Folge sind. Von hier an ist der ASnwender gefragt, die technischen Möglichkeiten mit seiner Kreativität zu verbinden und das gegebene Potenzial auszuloten.

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Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Hast Du irgendwelche Nachteile wegen USB bemerkt? Oder sind das nur Vorurteile? Firewire macht doch dauernd Probleme?

  2. Profilbild
    Danny Who  AHU

    Hallo Horst,\r\n\r\npraktische Nachteile sind mir auf meinem schnellen Testsetup mit dem USB Interface nicht untergekommen.\r\nEine Latenz war nicht spürbar.\r\n\r\nDie angesprochenen Defizite beziehen sich lediglich auf die prinzipielle Funktionsweise des USB-Standards, der weniger vorteilhaft als Firewire ist.\r\nJe nach Situation sind schnell alle Ports verbraucht, Firewire-Geräte hingegen kann man ausreichend kaskadieren, bekommen viel Strom und bekanntermaßen ist USB nur auf dem Papier schneller.\r\nDaher ist es im Audio- und Video-Produktionsektor für externe Hardware aller Art sehr populär (neben den ganz großen Lösungen, die auf PCI-Karten setzen).\r\n\r\nIch kann mir daher den Griff zu USB so erklären, dass es allgemein populärer ist und damit auch auf jedem Aldi-Rechner läuft.\r\nZudem erspart sich der Hersteller die immensen Lizenzgebühren von meines Wissens pro Gerät einem US-Dollar ;)

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