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Test: Allen & Heath Xone:S2 Rotary

6. Januar 2011

Xone:S2 Rotary

Spätestens seit Allen & Heath im Frühjahr 2004 den Xone:92 präsentiert haben, sind sie auch im DJ-Sektor eine fest etablierte Größe unter den Mischpultherstellern. Seither ist das Produktportfolio stetig gewachsen. Ein eher unprominenter Vertreter dürfte der S2 sein. Diesen 19 Zoll breiten und 4 Einheiten hohen Rackmixer haben wir heute im Test.

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Und als ob die Seltenheit nicht genug wäre, habe ich mir explizit die Rotary-Version zukommen lassen, da die Drehregler mein Steckenpferd sind.

Inzwischen wurde die gesamte Produktpalette aus England auf einen anthrazitfarbenen Farbton umgestellt, da macht der S2 keine Ausnahme. Ebenso fügt er sich mit seiner hohen Verarbeitungsqualität in die Riege seiner Brüder ein. Saubere Metallic-Lackierung, ordentliche Bleche, nichts klappert. Knappe fünf Kilogramm Gewicht machen einen ausreichend wertigen Eindruck. Die XLR-Anschlüsse kommen von Neutrik und sind wie die meisten Cinchbuchsen vergoldet. Sämtliche Potistifte sind zwar aus Kunststoff, aber wenigstens alle, wie auch die großen Klinkenbuchsen, mit dem Gehäuse verschraubt.

Als sogenannter Installationsmixer kann dieses Gerät vor allem eins: viiiieeeele Audiosignale verarbeiten. Aber fangen wir ruhig an, damit es nicht sofort zu Schnappatmung kommt.

Einschalten kann man das Gerät nur auf der Rückseite, im üblichen Installationsfall also nur über die restliche elektrische Installation. Ein Schalter an der Front wäre nett gewesen, diese ist aber ohnehin eng bepackt, worauf wir noch später zu sprechen kommen.

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Vier Hauptkanäle akzeptieren jeweils Phono- und Line-Pegel. Über interne Jumper können sie auch auf acht mal Line umgestellt werden. Neben den vorderseitigen Gains (-10/+4 dB) sind hinten weitere Trim-Regler (-4/+9 dB) vorhanden, um global das Lautstärkeverhältnis der Kanäle zueinander zu regeln. Außerdem gibt es Miniklinken für Faderstart-fähige CD-Player. Die Plattenspieler teilen sich eine große Erdungsschraube. Durch interne Jumper können die Phono-Eingänge auf Line-Pegel umgeschaltet werden. Der Stand der kleinen Drucktaster ist dank roter Farbringe gut erkennbar. Mit ihrer Killcharakteristik und maximal 6 dB Boost haben die EQs einen sinnvollen Regelbereich. Ihre Kappen sind für meinen Geschmack etwas kurz geraten (generelles A&H-Design). Dennoch ist die Rasterung und die Haptik wie bei allen Reglern dank der Gummierung sehr angenehm.
Neun deutlich ablesbare grün-blau-rote geben Auskunft über die Pegel nach den EQs.
Die Kappen der Rotary-Fader sind leicht kegelförmig, messen unten 21 und oben 19 mm. Ihr Lauf ist höchst angenehm, butterweich und für mein Gefühl mit perfektem Widerstand. Ob sich dieser im Laufe der Zeit verringert, können unsere kurzzeitigen Tests leider nicht ermitteln.

Das optionale Faderboard, für alle, die selbst wechseln und somit beide Optionen wollen.

Das optionale Faderboard, für alle, die selbst wechseln und somit beide Optionen wollen.


Die Faderboards können vom Nutzer selbst ausgetauscht werden, ein komplizierter Umbau durch eine Werkstatt wie bei manch anderen Vertretern ist nicht nötig.
Wie auf den Ausgangsreglern tut sich vor der Markierung 3 im Pegel quasi nichts, bei 5 liegen -12 dB an, bei 8 herrscht Unity Gain, und bei 10 werden ca. 4 dB draufgeschlagen.

Die vier Kanäle können den beiden Seiten des leicht laufenden Crossfaders beliebig zugewiesen werden. Rot-grüne LEDs unterhalb der Kanalfader geben darüber Auskunft. Außerdem kann die Kurve stufenlos verstellt oder der Crossfader gänzlich abgeschaltet werden.

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